{"id":8513,"date":"2012-12-05T04:21:37","date_gmt":"2012-12-05T02:21:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8513"},"modified":"2012-12-05T04:21:37","modified_gmt":"2012-12-05T02:21:37","slug":"iii-r-45-10-zeitliche-einschraenkung-eines-kindergeldantrags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-45-10-zeitliche-einschraenkung-eines-kindergeldantrags\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;45\/10 &#8211; Zeitliche Einschr&auml;nkung eines Kindergeldantrags"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.2.2012, III R 45\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Zeitliche Einschr&auml;nkung eines Kindergeldantrags<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Auch wenn ein Kindergeldantrag keine Angaben zu den Zeitr&auml;umen enth&auml;lt, f&uuml;r die Kindergeld begehrt wird, kann er dennoch aufgrund seines objektiven Erkl&auml;rungsinhalts dahin auszulegen sein, dass die Festsetzung ab dem Monat beantragt wird, in dem erstmals die f&uuml;r nicht freiz&uuml;gigkeitsberechtigte Ausl&auml;nder erforderlichen ausl&auml;nderrechtlichen Voraussetzungen vorliegen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der aus Vietnam stammende Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) war seit 17. November 1997 im Besitz einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis. Unter Verwendung des amtlichen Vordrucks, in dem keine Eintragungen f&uuml;r eine zeitliche Einschr&auml;nkung vorgesehen sind, beantragte er unter dem Datum des 20. November 1997 die Festsetzung von Kindergeld f&uuml;r seine beiden Kinder. Dem Antrag war eine Kopie der kurz zuvor erteilten Aufenthaltserlaubnis beigef&uuml;gt (&sect; 15 des Ausl&auml;ndergesetzes 1990). Die Beklagte und Revisionsbeklagte (Familienkasse) zahlte das Kindergeld aufgrund einer Kassenanordnung vom 7. Januar 1998 ab November 1997 aus. Einen ausdr&uuml;cklichen Festsetzungsbescheid erlie&szlig; sie nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 20. Juli 2008 beantragte der Kl&auml;ger unter Hinweis auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 6. Juli 2004&nbsp;&nbsp;1 BvL 4\/97 (BVerfGE 111, 160) die Festsetzung von Kindergeld f&uuml;r den Zeitraum September 1993 bis November 1997. Das BVerfG hatte entschieden, dass die Regelung der Kindergeldberechtigung nicht freiz&uuml;gigkeitsberechtigter Ausl&auml;nder in &sect; 1 Abs. 3 des Bundeskindergeldgesetzes i.d.F. des Ersten Gesetzes zur Umsetzung des Spar-, Konsolidierungs- und Wachstumsprogramms vom 21. Dezember 1993 (BGBl I 1993, 2353), der mit der fr&uuml;heren einkommensteuerrechtlichen Regelung der Kindergeldberechtigung von Ausl&auml;ndern nahezu wortgleich war, verfassungswidrig sei. Der Kl&auml;ger war der Ansicht, nach der gem&auml;&szlig; &sect; 52 Abs. 61a des Einkommensteuergesetzes (EStG) r&uuml;ckwirkend anzuwendenden Neuregelung des &sect; 62 Abs. 2 EStG habe er auch f&uuml;r Zeitr&auml;ume vor November 1997 einen Anspruch auf Kindergeld.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse lehnte eine nachtr&auml;gliche Festsetzung durch Bescheid vom 30. September 2008 ab, da nach ihrer Ansicht Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten war. Der Einspruch des Kl&auml;gers hatte keinen Erfolg, ebenso wenig die anschlie&szlig;end erhobene Klage, mit welcher der Kl&auml;ger Kindergeld f&uuml;r den Zeitraum Mai bis Oktober 1997 begehrte. Das Finanzgericht (FG) war der Ansicht, der Kl&auml;ger habe die Entscheidung der Familienkasse, Kindergeld ab November 1997 zu gew&auml;hren, nur dahin verstehen k&ouml;nnen, dass f&uuml;r den davor liegenden Zeitraum ein Anspruch zu verneinen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung der Revision tr&auml;gt der Kl&auml;ger vor, f&uuml;r den Zeitraum vor November 1997 liege keine bestandskr&auml;ftige Ablehnung vor. Die Kindergeldzahlung sei durch eine blo&szlig;e Kassenanordnung verf&uuml;gt worden. Die Festsetzung sei in der Auszahlung zu sehen. F&uuml;r den Zeitraum vor der Festsetzung gebe es keine Willens&auml;u&szlig;erung der Familienkasse. Insoweit sei auch keine Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten, da der im November 1997 gestellte Kindergeldantrag die Ablaufhemmung ausgel&ouml;st habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil, den Ablehnungsbescheid vom 30. September 2008 und die dazu ergangene Einspruchsentscheidung vom 26. Februar 2009 aufzuheben und die Familienkasse zu verpflichten, Kindergeld f&uuml;r seine beiden Kinder f&uuml;r den Zeitraum Mai 1997 bis Oktober 1997 zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt sie aus, der Antrag sei aus der Sicht des Jahres 1997 zu beurteilen. Ein nicht freiz&uuml;gigkeitsberechtigter Ausl&auml;nder sei damals nur dann kindergeldberechtigt gewesen, wenn er im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis gewesen sei. Erst im November 1997 habe der Kl&auml;ger eine solche Erlaubnis erhalten. Der Kl&auml;ger sei gegen die Festsetzung ab November 1997 auch nicht mit dem Einspruch vorgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten sind mit einer Entscheidung ohne m&uuml;ndliche Verhandlung einverstanden (&sect; 90 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und wird zur&uuml;ckgewiesen (&sect; 126 Abs. 2 FGO). Der Anspruch auf Kindergeld war bereits verj&auml;hrt, als der Kl&auml;ger im Juli 2008 die Auszahlung f&uuml;r den Zeitraum Mai bis Oktober 1997 begehrte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das Kindergeld wird nach &sect; 31 Satz 3 EStG als Steuerverg&uuml;tung gezahlt. Auf Steuerverg&uuml;tungen sind nach &sect; 155 Abs. 4 der Abgabenordnung (AO) die Vorschriften &uuml;ber die Steuerfestsetzung (&sect;&sect; 155 bis 177 AO) sinngem&auml;&szlig; anzuwenden, somit auch die Vorschriften &uuml;ber die Festsetzungsverj&auml;hrung nach &sect;&sect; 169 bis 171 AO (vgl. Senatsurteil vom 18. Mai 2006 III R 80\/04, BFHE 214, 1, BStBl II 2008, 371). Die Festsetzungsfrist f&uuml;r Steuerverg&uuml;tungen betr&auml;gt vier Jahre (&sect; 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO) und war im Juli 2008, als der Kl&auml;ger das Kindergeld f&uuml;r die Monate vor November 1997 begehrte, bereits abgelaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Ablauf der Verj&auml;hrungsfrist wurde nicht nach &sect; 171 Abs. 3 AO durch den im November 1997 gestellten Kindergeldantrag gehemmt. Dieser Antrag war entgegen der Rechtsansicht des Kl&auml;gers und des FG nicht dahin zu verstehen, dass der Kl&auml;ger auch f&uuml;r vergangene Zeitr&auml;ume Kindergeld begehrte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Familienkassen haben grunds&auml;tzlich die Pflicht, einen Antrag auf Kindergeld, der keine zeitliche Einschr&auml;nkung enth&auml;lt, umfassend und damit auch f&uuml;r die Vergangenheit zu pr&uuml;fen. In den von den Familienkassen verwendeten Vordrucken sind keine Eintragungen f&uuml;r eine zeitliche Konkretisierung vorgesehen, obwohl dies aus Gr&uuml;nden der Rechtsklarheit w&uuml;nschenswert w&auml;re. Ein zeitlich nicht beschr&auml;nkter Antrag ist nach seinem objektiven Inhalt in der Regel dahin zu verstehen, dass die Festsetzung von Kindergeld f&uuml;r den l&auml;ngstm&ouml;glichen Zeitraum und somit auch f&uuml;r die Zeit vor der Antragstellung begehrt wird. Ein Bescheid, durch den ein zeitlich nicht eingeschr&auml;nkter Antrag auf Kindergeld bestandskr&auml;ftig abgelehnt wird, erfasst demnach nicht nur den Monat der Antragstellung und die darauffolgende Zeit bis zum Monat der Bekanntgabe der Ablehnungsentscheidung oder ggf. der dazu ergangenen Einspruchsentscheidung (s. Senatsurteil vom 4. August 2011 III R 71\/10, BFH\/NV 2012, 298, zur Ver&ouml;ffentlichung bestimmt), sondern auch den Zeitraum vor der Antragstellung (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28. Januar 2004 VIII R 12\/03, BFH\/NV 2004, 786).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gleichwohl kann im Einzelfall die Auslegung eines Kindergeldantrags hinsichtlich des Zeitraums, f&uuml;r den Kindergeld begehrt wird, erforderlich sein. Ein Kindergeldantrag ist als au&szlig;erprozessuale empfangsbed&uuml;rftige Verfahrenserkl&auml;rung entsprechend &sect;&sect; 133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches auszulegen, sofern er auslegungsbed&uuml;rftig ist. Hiernach ist entscheidend, wie die Familienkasse als Erkl&auml;rungsempf&auml;ngerin einen Antrag nach seinem objektiven Erkl&auml;rungswert verstehen musste. Dabei kann ggf. auch auf Umst&auml;nde zur&uuml;ckgegriffen werden, die au&szlig;erhalb der auszulegenden Erkl&auml;rung liegen und einen R&uuml;ckschluss auf den vom Antragsteller erkl&auml;rten Willen erlauben (s. Senatsurteil vom 14. Juli 1989 III R 54\/84, BFHE 158, 273, BStBl II 1989, 1024, zum Antrag auf Investitionszulage).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat im Streitfall eine Auslegungsbed&uuml;rftigkeit des im November 1997 gestellten Kindergeldantrags stillschweigend verneint, weil dieser nicht ausdr&uuml;cklich zeitlich beschr&auml;nkt war (vgl. Senatsurteil in BFH\/NV 2004, 786). Eine Auslegung des Antrags durfte jedoch nicht unterbleiben. Da die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG hierf&uuml;r ausreichen, kann der Senat als Revisionsgericht die Auslegung selbst vornehmen (s. BFH-Urteil vom 4. November 1997 VIII R 18\/94, BFHE 184, 374, BStBl II 1999, 344, a.E.; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 118 Rz 24, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Kindergeldantrag konnte nach seinem eindeutigen Erkl&auml;rungsinhalt nur dahin verstanden werden, dass der Kl&auml;ger die Festsetzung ab dem Monat begehrte, in dem er erstmals die ausl&auml;nderrechtlichen Voraussetzungen erf&uuml;llte, die nach der im Jahr 1997 geltenden Fassung des &sect; 62 Abs. 2 Satz 1 EStG vorliegen mussten. Hiernach hatte ein nicht freiz&uuml;gigkeitsberechtigter Ausl&auml;nder nur dann einen Anspruch auf Kindergeld, wenn er im Besitz einer Aufenthaltsberechtigung oder Aufenthaltserlaubnis war. Der Kl&auml;ger hatte seinem Kindergeldantrag eine Kopie der erst kurz zuvor erteilten Aufenthaltserlaubnis beigef&uuml;gt. Damit wollte er offensichtlich gegen&uuml;ber der Familienkasse zum Ausdruck bringen, dass nunmehr die ausl&auml;nderrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r eine Kindergeldberechtigung erf&uuml;llt waren. Die Familienkasse hatte keinen Anhaltspunkt daf&uuml;r, den Kindergeldantrag, auch wenn er keine ausdr&uuml;ckliche zeitliche Einschr&auml;nkung enthielt, dahin auszulegen, dass auch f&uuml;r die Zeit vor November 1997 Kindergeld begehrt werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.2.2012, III R 45\/10 Zeitliche Einschr&auml;nkung eines Kindergeldantrags Leits&auml;tze Auch wenn ein Kindergeldantrag keine Angaben zu den Zeitr&auml;umen enth&auml;lt, f&uuml;r die Kindergeld begehrt wird, kann er dennoch aufgrund seines objektiven Erkl&auml;rungsinhalts dahin auszulegen sein, dass die Festsetzung ab dem Monat beantragt wird, in dem erstmals die f&uuml;r nicht freiz&uuml;gigkeitsberechtigte Ausl&auml;nder erforderlichen ausl&auml;nderrechtlichen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-45-10-zeitliche-einschraenkung-eines-kindergeldantrags\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;45\/10 &#8211; Zeitliche Einschr&auml;nkung eines Kindergeldantrags<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8513","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8513"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8513\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}