{"id":8540,"date":"2012-12-05T04:16:00","date_gmt":"2012-12-05T02:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8540"},"modified":"2012-12-05T04:16:00","modified_gmt":"2012-12-05T02:16:00","slug":"ii-b-99-11-darlegung-von-gruenden-fuer-die-zulassung-der-revision-geringe-anforderungen-an-zulaessigkeit-der-aufforderung-zur-abgabe-einer-einheitswerterklaerung-zulaessigkeit-von-bezugnahmen-in-einsp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-99-11-darlegung-von-gruenden-fuer-die-zulassung-der-revision-geringe-anforderungen-an-zulaessigkeit-der-aufforderung-zur-abgabe-einer-einheitswerterklaerung-zulaessigkeit-von-bezugnahmen-in-einsp\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;99\/11 &#8211; Darlegung von Gr&uuml;nden f&uuml;r die Zulassung der Revision &#8211; geringe Anforderungen an Zul&auml;ssigkeit der Aufforderung zur Abgabe einer Einheitswerterkl&auml;rung &#8211; Zul&auml;ssigkeit von Bezugnahmen in Einspruchsentscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.2.2012, II B 99\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegung von Gr&uuml;nden f&uuml;r die Zulassung der Revision &#8211; geringe Anforderungen an Zul&auml;ssigkeit der Aufforderung zur Abgabe einer Einheitswerterkl&auml;rung &#8211; Zul&auml;ssigkeit von Bezugnahmen in Einspruchsentscheidung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Ihre Begr&uuml;ndung entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Danach m&uuml;ssen in der Beschwerdebegr&uuml;ndung die Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 FGO dargelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat nicht hinreichend dargelegt, dass die Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) oder wegen der Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO) zuzulassen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die ordnungsgem&auml;&szlig;e Darlegung dieser Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision verlangt von &#8211;vorliegend nicht gegebener&#8211; Offenkundigkeit abgesehen substantiierte Ausf&uuml;hrungen zur Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer hinreichend bestimmten Rechtsfrage, die im konkreten Streitfall voraussichtlich kl&auml;rbar und deren Beurteilung zweifelhaft oder umstritten ist. Hierzu muss sich der Beschwerdef&uuml;hrer insbesondere mit der Rechtsprechung des BFH und den &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum auseinandersetzen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 28. April 2010 II B 178\/09, BFH\/NV 2011, 262, und vom 29. Juni 2011 II B 127\/10, BFH\/NV 2011, 1726, je m.w.N.). Es sind Ausf&uuml;hrungen erforderlich, aus denen sich ergibt, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2011, 262; in BFH\/NV 2011, 1726, und vom 7. September 2011 X B 113\/10, BFH\/NV 2011, 2102, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen entspricht die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Der Kl&auml;ger bringt nicht vor, dass die Frage, ob zur Begr&uuml;ndung einer Einspruchsentscheidung gem&auml;&szlig; &sect; 366 der Abgabenordnung (AO) auf w&auml;hrend des Einspruchsverfahrens ergangene Schreiben des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) Bezug genommen werden darf, in der Rechtsprechung oder Literatur unterschiedlich beurteilt werde. Ob im konkreten Fall eine Bezugnahme zul&auml;ssig ist, richtet sich nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls und kann daher die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache oder die Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts nicht begr&uuml;nden (BFH-Beschl&uuml;sse vom 14. September 2007 VIII B 20\/07, BFH\/NV 2008, 25, und vom 21. Dezember 2007 VIII B 56\/07, BFH\/NV 2008, 805).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mit der R&uuml;ge, die Vorentscheidung sei fehlerhaft, wird kein Grund f&uuml;r die Zulassung der Revision geltend gemacht. Die Nichtzulassungsbeschwerde dient nicht dazu, allgemein die Richtigkeit finanzgerichtlicher Urteile zu gew&auml;hrleisten (BFH-Beschluss vom 10. Februar 2011 II S 39\/10 (PKH), BFHE 232, 310, BStBl II 2011, 657, m.w.N.). Die Revision ist vielmehr nur dann nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO wegen besonders schwerwiegender Fehler des Finanzgerichts (FG) bei der Auslegung revisiblen Rechts zuzulassen, wenn das Urteil des FG objektiv willk&uuml;rlich ist oder auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht und unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar, also greifbar gesetzwidrig und somit geeignet ist, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu besch&auml;digen (vgl. dazu z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 12. Mai 2011 IX B 121\/10, BFH\/NV 2011, 1391; vom 10. August 2011 X B 100\/10, BFH\/NV 2011, 2098; vom 16. August 2011 III B 155\/10, BFH\/NV 2012, 48; vom 17. August 2011 X B 225\/10, BFH\/NV 2011, 2083, und vom 5. September 2011 X B 144\/10, BFH\/NV 2012, 3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Vorliegen dieser Voraussetzungen ergeben sich aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung keine Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aufforderung zur Abgabe einer Steuererkl&auml;rung nach &sect; 149 Abs. 1 Satz 2 AO bedarf keiner n&auml;heren Begr&uuml;ndung. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH verletzt das FA das ihm hinsichtlich der Aufforderung zur Abgabe einer Steuererkl&auml;rung einger&auml;umte Ermessen nur dann, wenn es eine Steuererkl&auml;rung verlangt, obwohl klar und einwandfrei feststeht, dass eine Steuerpflicht nicht gegeben ist. Besteht die M&ouml;glichkeit, dass der Aufgeforderte steuerpflichtig ist, ist die Aufforderung selbst dann nicht ermessensfehlerhaft, wenn die Auffassungen der Beteiligten &uuml;ber das Bestehen einer Steuerpflicht auseinandergehen. Die Kl&auml;rung dieser Zweifel kann nur im Veranlagungs- und ggf. im nachfolgenden Rechtsbehelfsverfahren herbeigef&uuml;hrt werden (BFH-Urteil vom 2. Juli 1997 I R 45\/96, BFH\/NV 1998, 14, m.w.N.; vgl. auch BFH-Beschluss vom 17. Januar 2003 VII B 228\/02, BFH\/NV 2003, 594).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Grunds&auml;tze gelten auch f&uuml;r die auf &sect; 28 Abs. 2 Satz 3 des Bewertungsgesetzes (BewG) i.V.m. &sect; 149 Abs. 1 Satz 2 AO beruhende Aufforderung des FA zur Abgabe einer Erkl&auml;rung zur Feststellung des Einheitswerts auf einen anderen Feststellungszeitpunkt als den Hauptfeststellungszeitpunkt etwa zur Pr&uuml;fung, ob die Voraussetzungen f&uuml;r eine Wertfortschreibung gem&auml;&szlig; &sect; 22 Abs. 1 BewG erf&uuml;llt sind. Die Aufforderung zur Erkl&auml;rungsabgabe ist in diesem Fall bereits dann nicht ermessenswidrig, wenn die M&ouml;glichkeit besteht, dass die Voraussetzungen der Wertfortschreibung gegeben sind (G&uuml;rsching\/ Stenger, Bewertungsrecht, &sect; 28 BewG Rz 5). Die Entscheidung, ob eine Wertfortschreibung vorzunehmen ist, ist dann auf der Grundlage der abgegebenen Erkl&auml;rung zu treffen. Entsprechend gering sind die Anforderungen an die Begr&uuml;ndung einer Einspruchsentscheidung, durch die der Einspruch gegen die Aufforderung zur Abgabe einer Erkl&auml;rung zur Feststellung des Einheitswerts auf einen bestimmten Feststellungszeitpunkt zur&uuml;ckgewiesen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.2.2012, II B 99\/11 Darlegung von Gr&uuml;nden f&uuml;r die Zulassung der Revision &#8211; geringe Anforderungen an Zul&auml;ssigkeit der Aufforderung zur Abgabe einer Einheitswerterkl&auml;rung &#8211; Zul&auml;ssigkeit von Bezugnahmen in Einspruchsentscheidung Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Ihre Begr&uuml;ndung entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Danach &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-99-11-darlegung-von-gruenden-fuer-die-zulassung-der-revision-geringe-anforderungen-an-zulaessigkeit-der-aufforderung-zur-abgabe-einer-einheitswerterklaerung-zulaessigkeit-von-bezugnahmen-in-einsp\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;B&nbsp;99\/11 &#8211; Darlegung von Gr&uuml;nden f&uuml;r die Zulassung der Revision &#8211; geringe Anforderungen an Zul&auml;ssigkeit der Aufforderung zur Abgabe einer Einheitswerterkl&auml;rung &#8211; Zul&auml;ssigkeit von Bezugnahmen in Einspruchsentscheidung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8540","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8540"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8540\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}