{"id":8547,"date":"2012-12-05T04:25:20","date_gmt":"2012-12-05T02:25:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8547"},"modified":"2012-12-05T04:25:20","modified_gmt":"2012-12-05T02:25:20","slug":"vi-b-110-11-aufwendungen-eines-finanzbeamten-fuer-teilnahme-an-fussballturnier-der-finanzaemter-grundsaetzliche-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-110-11-aufwendungen-eines-finanzbeamten-fuer-teilnahme-an-fussballturnier-der-finanzaemter-grundsaetzliche-bedeutung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;110\/11 &#8211; Aufwendungen eines Finanzbeamten f&uuml;r Teilnahme an Fu&szlig;ballturnier der Finanz&auml;mter; grunds&auml;tzliche Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.2.2012, VI B 110\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufwendungen eines Finanzbeamten f&uuml;r Teilnahme an Fu&szlig;ballturnier der Finanz&auml;mter; grunds&auml;tzliche Bedeutung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der als Finanzbeamte nichtselbst&auml;ndig t&auml;tige Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) machte mit seiner Einkommensteuererkl&auml;rung Reisekosten f&uuml;r seine Teilnahme an zwei Fu&szlig;ballturnieren, dem &quot;OFD Pokal&quot; und dem &quot;Deutschland Turnier der Finanz&auml;mter&quot;, geltend. Der Kl&auml;ger erlitt w&auml;hrend dieser Veranstaltung eine Verletzung, die sein Dienstherr als Dienstunfall anerkannt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) ber&uuml;cksichtigte die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r die Teilnahme an den beiden Fu&szlig;ballturnieren nicht als Werbungskosten. Es k&ouml;nne nicht festgestellt werden, dass die Teilnahme an den Turnieren im dienstlichen Interesse erfolgt sei. Auch der Umstand, dass Dienstbefreiung gew&auml;hrt worden sei, lasse nicht den Schluss zu, dass es sich dabei um steuerlich veranlasste Reisekosten handele. Auch die Ber&uuml;cksichtigung als Dienstunfall f&uuml;hre nicht automatisch zur Annahme, dass die Aufwendungen Werbungskosten seien. Denn die Anerkennung als Dienstunfall erscheine letztlich nur verst&auml;ndlich unter dem Blickwinkel des Beamtenstatus und des zu Grunde liegenden besonderen Versorgungsgedankens. Diese zweifelhafte dienstrechtliche Einordnung entfalte jedoch keine Tatbestandswirkung auf die steuerrechtliche Beurteilung. Das FG hat die Revision gegen sein Urteil nicht zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger wendet sich gegen die Nichtzulassung der Revision mit der Beschwerde. Die Rechtssache habe grunds&auml;tzliche Bedeutung. Grunds&auml;tzlich bedeutsam seien die folgenden Rechtsfragen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. Ist der &ouml;ffentliche Dienstherr bei einer Einordnung eines Sportunfalls als dienstlich veranlasst, auch bei der ebenfalls seiner Zust&auml;ndigkeit unterfallenden steuerlichen Beurteilung der Sportveranstaltung als dienstlich veranlasst gebunden?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wer tr&auml;gt die Darlegungs- und Beweislast daf&uuml;r, dass die Freistellung vom Dienst f&uuml;r die Teilnahme am Wettkampf gleichwohl nicht dienstlich veranlasst ist?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ist nur der Ausgleichssport im Sinne des &sect; 19 EStG dienstlich veranlasst oder auch die Wettkampfteilnahme?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Bestimmt sich die dienstliche Veranlassung der Sportteilnahme nach den gleichen Ma&szlig;st&auml;ben wie die Frage, ob ein Dienst- bzw. Arbeitsunfall vorliegt (&sect; 30 BeamtVG bzw. &sect; 8 SGB VII)?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich r&uuml;gt der Kl&auml;ger einen Verfahrensfehler, weil das angegriffene Urteil keine Feststellungen dazu enthalte, ob eine Aufteilung der Reisekosten als teilweise dienstlich und teilweise privat veranlasst in Betracht komme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Revisionszulassungsgr&uuml;nde der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) sowie Verfahrensm&auml;ngel (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Die Rechtsfrage muss kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in dem angestrebten Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27. Mai 2009 VI B 123\/08, BFH\/NV 2009, 1434, m.w.N.). An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es, wenn die Rechtsfrage bereits durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser Frage durch den BFH erforderlich machen (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 115 Rz 28, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die erste vom Kl&auml;ger aufgeworfene Rechtsfrage ist im angestrebten Revisionsverfahren nicht kl&auml;rungsf&auml;hig, weil f&uuml;r die Entscheidung unerheblich. Denn unabh&auml;ngig davon, ob der Dienstherr sowohl f&uuml;r die beamtenrechtliche als auch f&uuml;r die steuerrechtliche Beurteilung zust&auml;ndig ist, entscheidet sich die Frage, ob Aufwendungen als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen sind, allein nach dem Ma&szlig;stab des &sect; 9 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG), wie er durch die Rechtsprechung der FG und des BFH konkretisiert ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entsprechendes gilt f&uuml;r die zweite vom Kl&auml;ger aufgeworfene Rechtsfrage. Denn die Frage, ob die Freistellung vom Dienst f&uuml;r die Wettkampfteilnahme dienstlich veranlasst ist, ist f&uuml;r die in einem Revisionsverfahren entscheidungserhebliche Frage, ob die Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen i.S. des &sect; 9 Abs. 1 EStG dienen, unerheblich. Es entspricht der st&auml;ndigen Rechtsprechung, dass eine Freistellung vom Dienst keine bindende Tatbestandswirkung in Bezug auf die einkommensteuerrechtliche Ber&uuml;cksichtigung entfaltet. So hat der Senat etwa auch f&uuml;r den Fall, dass die Schulbeh&ouml;rde einen Lehrer f&uuml;r den Besuch einer Fortbildungsveranstaltung im Ausland unter Weiterzahlung der Bez&uuml;ge vom Dienst freigestellt hat, keinen steuerlichen Grundlagenbescheid in dem Sinne gesehen, dass das Finanzamt von der dienstlichen Veranlassung der Fortbildungsveranstaltung ausgehen und die Aufwendungen als Werbungskosten anerkennen muss (Senatsbeschluss vom 13. April 2005 VI B 197\/04, BFH\/NV 2005, 1231). Damit bleibt der Umstand der Dienstbefreiung ein Indiz im Rahmen der von den FG anzustellenden Gesamtw&uuml;rdigung in Bezug auf die Frage, ob die Aufwendungen in einem Veranlassungszusammenhang zur Eink&uuml;nfteerzielung stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes ergibt sich auch aus dem vom Kl&auml;ger herangezogenen Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 21. August 2008&nbsp;&nbsp;4 K 2076\/05 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2009, 16). Denn auch nach dem dort zugrunde gelegten Rechtsma&szlig;stab ist die Frage, ob Aufwendungen jedenfalls ganz &uuml;berwiegend beruflich veranlasst sind und daher als Werbungskosten gelten, auf Grundlage einer wertenden Gesamtschau der Verh&auml;ltnisse des Einzelfalls zu entscheiden. Dabei kann im Rahmen der tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung der Umstand, dass bezahlter Sonderurlaub gew&auml;hrt worden ist, im Einzelfall ein besonders gewichtiges Indiz sein. Eine zwingende tatbestandliche Wirkung nimmt aber das vom Kl&auml;ger herangezogene Urteil nicht an. Wenn der Kl&auml;ger zugleich einwendet, dass darin auch eine Divergenz liege, verkennt er, dass er insoweit lediglich eine Divergenz in der tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung und nicht in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage r&uuml;gt. Eine andere W&uuml;rdigung der tats&auml;chlichen Umst&auml;nde des Streitfalls durch das FG begr&uuml;ndet jedoch keine Divergenz i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO (vgl. BFH-Beschluss vom 16. Januar 2007 VI B 35\/06, BFH\/NV 2007, 941, m.w.N.). Schlie&szlig;lich benennt der Kl&auml;ger auch keinen abstrakten, der Entscheidung zugrundeliegenden Rechtssatz, der mit den tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung nicht &uuml;bereinstimmte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wenn der Kl&auml;ger in Bezug auf die dritte Frage zwischen Ausgleichssport und Wettkampfteilnahme differenziert, ergibt sich daraus keine Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung. Auch das insoweit in Bezug genommene Urteil des FG des Landes Sachsen-Anhalt vom 25. Juli 2006&nbsp;&nbsp;1 K 1783\/05 (EFG 2007, 29) ergibt dazu nichts anderes. Das hatte entschieden, dass Aufwendungen eines Polizeibeamten f&uuml;r den Besuch eines Fitnessstudios keine Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit darstellten. In der dagegen erhobenen, allerdings als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesenen Nichtzulassungsbeschwerde hatte der Senat indessen schon dargelegt (BFH-Beschluss vom 22. Mai 2007 VI B 107\/06, BFH\/NV 2007, 1690), dass der Einwand, die private Veranlassung der geltend gemachten Kosten sei zu vernachl&auml;ssigen und das FG h&auml;tte daher bei richtiger W&uuml;rdigung zu deren Abziehbarkeit gelangen m&uuml;ssen, im Ergebnis lediglich eine unrichtige Entscheidung des FG r&uuml;gt. Mit der R&uuml;ge unrichtiger Auslegung und Anwendung des materiellen Rechts ist indessen die Zulassung der Revision grunds&auml;tzlich nicht zu erreichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich wirft auch die vierte Frage keine grunds&auml;tzlich bedeutsame Rechtsfrage auf. Denn die Frage, ob ein Dienst- oder Arbeitsunfall aus beamtenrechtlicher oder sozialversicherungsrechtlicher Sicht vorliegt, ist erkennbar nach anderen gesetzlichen normierten tatbestandlichen Voraussetzungen zu entscheiden, als die Frage, ob Aufwendungen zur Erwerbungssicherung und Erhaltung der Einnahmen vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grund und Grenzen der Tatbestandswirkung von Verwaltungsakten sind durch die Rechtsprechung gekl&auml;rt (Urteil vom 21. Januar 2010 VI R 52\/08, BFHE 228, 295, BStBl II 2010, 703). Danach sind zwar Entscheidungen des zust&auml;ndigen Sozialversicherungstr&auml;gers &uuml;ber die Sozialversicherungspflicht eines Arbeitnehmers im Besteuerungsverfahren zu beachten, soweit sie nicht offensichtlich rechtswidrig sind (Anschluss an BFH-Urteil vom 6. Juni 2002 VI R 178\/97, BFHE 199, 524, BStBl II 2003, 34). Diese Bindungswirkung erstreckt sich allerdings nur auf die sozialversicherungsrechtliche Fragestellung, etwa, ob eine sozialversicherungsrechtliche Verpflichtung i.S. des &sect; 3 Nr. 62 EStG vorliegt. Einen solchen Verweis auf sozialversicherungsrechtliche oder beamtenversorgungsrechtliche Grundlagen enth&auml;lt indessen &sect; 9 Abs. 1 EStG gerade nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit der Kl&auml;ger auch Verfahrensm&auml;ngel r&uuml;gt, ist diese R&uuml;ge schon unzul&auml;ssig. Denn die Darlegung eines Verfahrensmangels erfordert nach &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO die genaue Angabe der Tatsachen, aus denen sich der ger&uuml;gte Verfahrensversto&szlig; schl&uuml;ssig ergibt (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 48 f. und &sect; 120 Rz 66 f., m.w.N.). An diesen Darlegungen fehlt es. Angesichts dessen kann dahinstehen, ob der Kl&auml;ger nicht ohnehin sein R&uuml;gerecht entsprechend &sect;&sect; 155 FGO, 295 der Zivilprozessordnung verloren hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung wird gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 5 Satz 2&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.2.2012, VI B 110\/11 Aufwendungen eines Finanzbeamten f&uuml;r Teilnahme an Fu&szlig;ballturnier der Finanz&auml;mter; grunds&auml;tzliche Bedeutung Tatbestand 1&nbsp; I. Der als Finanzbeamte nichtselbst&auml;ndig t&auml;tige Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) machte mit seiner Einkommensteuererkl&auml;rung Reisekosten f&uuml;r seine Teilnahme an zwei Fu&szlig;ballturnieren, dem &quot;OFD Pokal&quot; und dem &quot;Deutschland Turnier der Finanz&auml;mter&quot;, geltend. Der Kl&auml;ger erlitt w&auml;hrend &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-110-11-aufwendungen-eines-finanzbeamten-fuer-teilnahme-an-fussballturnier-der-finanzaemter-grundsaetzliche-bedeutung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;B&nbsp;110\/11 &#8211; Aufwendungen eines Finanzbeamten f&uuml;r Teilnahme an Fu&szlig;ballturnier der Finanz&auml;mter; grunds&auml;tzliche Bedeutung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8547","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8547","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8547"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8547\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8547"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8547"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8547"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}