{"id":8564,"date":"2012-12-05T04:25:16","date_gmt":"2012-12-05T02:25:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8564"},"modified":"2012-12-05T04:25:16","modified_gmt":"2012-12-05T02:25:16","slug":"ix-r-1-11-anwendung-des-halbabzugsverbots-bei-einbringung-im-verlustfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-1-11-anwendung-des-halbabzugsverbots-bei-einbringung-im-verlustfall\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;1\/11 &#8211; Anwendung des Halbabzugsverbots bei Einbringung im Verlustfall"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.2.2012, IX R 1\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Anwendung des Halbabzugsverbots bei Einbringung im Verlustfall<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarb im Jahr 1998&nbsp;&nbsp;40 % der Anteile an einer Treuhand GmbH (T-GmbH). Er finanzierte die Anschaffungskosten durch Darlehen. Im Januar 2003 brachte er seine Anteile an der T-GmbH in die E-GmbH ein, die dadurch die Mehrheit der Stimmrechte bei der T-GmbH erlangte. Der Kl&auml;ger erhielt daf&uuml;r einen Gesch&auml;ftsanteil von 40.000 EUR an der E-GmbH. Nach mehreren Gewinnaussch&uuml;ttungen ver&auml;u&szlig;erte der Kl&auml;ger den Gesch&auml;ftsanteil an der E-GmbH im Jahr 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erkl&auml;rte im Rahmen seiner Veranlagungen zur Einkommensteuer f&uuml;r die Streitjahre (2002 und 2003) Schuldzinsen aus der Finanzierung der Anschaffungskosten (6.908 EUR f&uuml;r 2002 und 5.174 EUR f&uuml;r 2003) sowie &#8211;f&uuml;r das Streitjahr 2003&#8211; einen Einbringungsverlust i.S. von &sect; 17 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. der Streitjahre (EStG). Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die Schuldzinsen sowie den Ver&auml;u&szlig;erungsverlust (von 73.692 EUR) zur H&auml;lfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage war erfolglos. Nach Auffassung des Finanzgerichts (FG) seien die geltend gemachten Aufwendungen gem&auml;&szlig; &sect; 3c Abs. 2 EStG nur zur H&auml;lfte zu ber&uuml;cksichtigen, auch wenn die Einbringung lediglich zu einem Verlust gef&uuml;hrt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des Kl&auml;gers. Das Halbeink&uuml;nfteverfahren sei nicht anwendbar, weil dem realisierten Verlust von 73.692 EUR keine &quot;Vorbeg&uuml;nstigungen&quot; auf der Ebene der Kapitalgesellschaft entgegenst&uuml;nden. Dem Kl&auml;ger seien durch die Einbringung auch keine nur zur H&auml;lfte steuerpflichtigen und damit beg&uuml;nstigten Einnahmen zugeflossen, so dass es keiner spiegelbildlichen Korrektur durch das Halbabzugsverbot bed&uuml;rfe. &sect; 3c Abs. 2 EStG sei in Verlustf&auml;llen teleologisch zu reduzieren. Den in den Streitjahren abgeflossenen Zinsaufwendungen st&uuml;nden keine Einnahmen gegen&uuml;ber, da der Ver&auml;u&szlig;erungspreis vollst&auml;ndig im Ver&auml;u&szlig;erungsverlust aufgehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2002 vom 5. Dezember 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17. Juli 2006 und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2003 vom 22. August 2007 zu &auml;ndern und bei der Festsetzung der Einkommensteuer f&uuml;r das Jahr 2002 weitere Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen in H&ouml;he von 3.454 EUR und f&uuml;r das Jahr 2003 weitere Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen in H&ouml;he von 2.587 EUR sowie einen weiteren Verlust gem&auml;&szlig; &sect; 17 EStG von 36.846 EUR zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat das Halbeink&uuml;nfteverfahren und Halbabzugsverbot (&sect; 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. c und d, &sect; 3c Abs. 2 EStG) im Streitfall richtig angewendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat im Streitjahr 2003 zutreffend einen Ver&auml;u&szlig;erungsverlust in H&ouml;he von 36.846 EUR der Besteuerung unterworfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 EStG geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb auch der Gewinn oder Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, wenn der Ver&auml;u&szlig;erer &#8211;wie im Streitfall der Kl&auml;ger&#8211; innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre am Kapital der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 1 % beteiligt war. Der Kl&auml;ger hat seine Anteile an der T-GmbH in die E-GmbH i.S. von &sect; 20 Abs. 1 Satz 2 des Umwandlungssteuergesetzes i.d.F. der Streitjahre (UmwStG 2002) eingebracht und damit ver&auml;u&szlig;ert. Er hat als Gegenleistung neue Anteile an der E-GmbH vereinnahmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 20 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 2002 gilt f&uuml;r den Einbringenden der Wert, mit dem die Kapitalgesellschaft (hier die E-GmbH) das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen ansetzt, als Ver&auml;u&szlig;erungspreis. Bei Einbringung von Gesellschaftsanteilen an einer Kapitalgesellschaft gegen Gew&auml;hrung von Anteilen an der aufnehmenden Kapitalgesellschaft entspricht der vom Einbringenden erzielte Ver&auml;u&szlig;erungspreis grunds&auml;tzlich dem Wert, den die aufnehmende Kapitalgesellschaft f&uuml;r die eingebrachten Anteile ansetzt (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;, vgl. z.B. Urteile vom 11. Mai 2010 IX R 26\/09, BFH\/NV 2010, 2067; vom 20. April 2011 I R 97\/10, BFH\/NV 2011, 1789, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist das FG zutreffend von 40.000 EUR als Ver&auml;u&szlig;erungspreis ausgegangen, denn in H&ouml;he dieses Betrages erlangte der Kl&auml;ger einen Gesch&auml;ftsanteil an der E-GmbH. Diesem Ver&auml;u&szlig;erungspreis standen unstreitig Anschaffungskosten von 113.692 EUR gegen&uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat Ver&auml;u&szlig;erungspreis und Anschaffungskosten zutreffend jeweils zur H&auml;lfte der Besteuerung nach &sect; 17 Abs. 2 EStG unterworfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. c EStG ist die H&auml;lfte des Ver&auml;u&szlig;erungspreises i.S. von &sect; 17 Abs. 2 EStG steuerfrei. Die hiermit in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Aufwendungen sind ebenfalls nur zur H&auml;lfte abzuziehen; denn nach &sect; 3c Abs. 2 Satz 1 EStG d&uuml;rfen Betriebsverm&ouml;gensminderungen, Betriebsausgaben, Ver&auml;u&szlig;erungskosten oder Werbungskosten, die mit den dem &sect; 3 Nr. 40 EStG zugrunde liegenden Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, unabh&auml;ngig davon, in welchem Veranlagungszeitraum die Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen anfallen, bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte nur zur H&auml;lfte abgezogen werden. Entsprechendes gilt, wenn bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte der Wert des Betriebsverm&ouml;gens oder des Anteils am Betriebsverm&ouml;gen oder die Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder der an deren Stelle tretende Wert mindernd zu ber&uuml;cksichtigen sind. Bei steuerfreien Einnahmen soll kein doppelter steuerlicher Vorteil durch den zus&auml;tzlichen Abzug von unmittelbar mit diesen zusammenh&auml;ngenden Aufwendungen erzielt werden. Fallen keine Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen an, kommt eine h&auml;lftige Steuerbefreiung nach &sect; 3 Nr. 40 EStG nicht in Betracht. Folgerichtig tritt die nach &sect; 3c Abs. 2 Satz 1 EStG ma&szlig;gebende Bedingung daf&uuml;r, entsprechenden Aufwand nur zur H&auml;lfte zu ber&uuml;cksichtigen, nicht ein. Denn dieser steht nicht &#8211;wie dies &sect; 3c Abs. 2 Satz 1 EStG schon dem Wortlaut nach f&uuml;r die h&auml;lftige K&uuml;rzung verlangt&#8211; in wirtschaftlichem Zusammenhang mit lediglich zur H&auml;lfte anzusetzenden Einnahmen. Flie&szlig;en keine Einnahmen zu, ist &sect; 3c Abs. 2 Satz 1 EStG nicht anwendbar und der Erwerbsaufwand ist in vollem Umfang abziehbar. Dies entspricht dem Gesetzeszweck des Halbabzugsverbots, eine Doppelbeg&uuml;nstigung auszuschlie&szlig;en (BFH-Urteile vom 25. Juni 2009 IX R 42\/08, BFHE 225, 445, BStBl II 2010, 220; vom 14. Juli 2009 IX R 8\/09, BFH\/NV 2010, 399; BFH-Beschluss vom 18. M&auml;rz 2010 IX B 227\/09, BFHE 229, 177, BStBl II 2010, 627).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Werden bei der Anteilsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect; 17 EStG indes ver&auml;u&szlig;erungsbedingte Einnahmen (Ver&auml;u&szlig;erungspreis) erzielt, sind Halbeink&uuml;nfteverfahren (&sect; 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. c EStG) und Halbabzugsverbot (&sect; 3c Abs. 2 EStG) auch im Verlustfall anzuwenden. Entgegen der Revision kommt eine &#8211;teleologische oder ggf. verfassungskonforme&#8211; Einschr&auml;nkung des Halbabzugsverbots bei Verlusten in der Weise, dass die Anschaffungs- und Ver&auml;u&szlig;erungskosten der jeweiligen Anteile voll ber&uuml;cksichtigt werden, soweit sie den Ver&auml;u&szlig;erungs-\/Aufl&ouml;sungserl&ouml;s &uuml;bersteigen, nicht in Betracht (siehe eingehend zur verfassungsrechtlichen Problematik BFH-Urteil vom 6. April 2011 IX R 40\/10, BFHE 233, 442, BStBl II 2011, 785).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Selbst wenn man nach den vom Kl&auml;ger in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gebildeten Beispielen im Erstrecken des Anwendungsbereichs des Halbeink&uuml;nfteverfahrens auf Verlustf&auml;lle eine &uuml;berschie&szlig;ende Tendenz s&auml;he, liegt es dennoch innerhalb des dem Gesetzgeber &uuml;berantworteten Gestaltungsspielraums, der Besteuerung eine systematische Grundkonzeption des Inhalts zugrunde zu legen, eine Kapitalgesellschaft und deren Gesellschafter als voneinander zu unterscheidende Rechtssubjekte anzusehen und bei der Besteuerung des Gesellschafters positive und negative Eink&uuml;nfte nach einem &uuml;bereinstimmenden Ma&szlig;stab zu behandeln. Mag die Begrenzung der Besteuerung beim Gesellschafter wirtschaftlich zwar mit der Besteuerung der Kapitalgesellschaft zusammenh&auml;ngen, so wird in der rechtlichen Ausgestaltung indes die Besteuerung des Gesellschafters von der Besteuerung der Gesellschaft gel&ouml;st und es werden Ertr&auml;ge und Aufwendungen des Gesellschafters nach einem einheitlichen Prinzip (je zur H&auml;lfte) &#8211;und damit folgerichtig&#8211; ber&uuml;cksichtigt (so grundlegend BFH-Urteil vom 20. April 2011 I R 97\/10, BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815; zum Trennungsprinzip als Belastungsgrundentscheidung des Gesetzgebers siehe Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 12. Oktober 2010&nbsp;&nbsp;1 BvL 12\/07, BVerfGE 127, 224 Rz 61).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat auch die Schuldzinsen zutreffend nur zur H&auml;lfte gem&auml;&szlig; &sect; 3c Abs. 2 i.V.m. &sect; 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. d EStG als Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt (vgl. dazu grundlegend BFH-Urteil vom 19. Juni 2007 VIII R 69\/05, BFHE 218, 251, BStBl II 2008, 551). Diese Aufwendungen stehen in wirtschaftlichem Zusammenhang mit den im Zuge der Einbringung vereinnahmten, zur H&auml;lfte anzusetzenden neuen Anteile an der E-GmbH. Es gelten deshalb die unter 1. dargelegten Ma&szlig;st&auml;be, auf die der Senat &#8211;um Wiederholungen zu vermeiden&#8211; verweist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.2.2012, IX R 1\/11 Anwendung des Halbabzugsverbots bei Einbringung im Verlustfall Tatbestand 1&nbsp; I. 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