{"id":8619,"date":"2012-12-05T04:16:01","date_gmt":"2012-12-05T02:16:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=8619"},"modified":"2012-12-05T04:16:01","modified_gmt":"2012-12-05T02:16:01","slug":"i-b-7-11-abschaffung-der-mehrmuetterorganschaft-verfassungskonforme-auslegung-der-uebergangsregelung-darlegungsanforderungen-fuer-revisionzulassung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-7-11-abschaffung-der-mehrmuetterorganschaft-verfassungskonforme-auslegung-der-uebergangsregelung-darlegungsanforderungen-fuer-revisionzulassung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;7\/11 &#8211; Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft: verfassungskonforme Auslegung der &Uuml;bergangsregelung &#8211; Darlegungsanforderungen f&uuml;r Revisionzulassung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.2.2012, I B 7\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft: verfassungskonforme Auslegung der &Uuml;bergangsregelung &#8211; Darlegungsanforderungen f&uuml;r Revisionzulassung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Wurde in F&auml;llen der sog. Mehrm&uuml;tterorganschaft der Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag vor dem 21. November 2002 abgeschlossen, so ist &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 i.d.F. des StVergAbG verfassungskonform in der Weise auszulegen, dass die Voraussetzung der versch&auml;rfenden Neuregelung des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 i.d.F. des StVergAbG, nach der die Organtr&auml;ger-Personengesellschaft selbst mehrheitlich an der Organgesellschaft vom Beginn deren Wirtschaftsjahres an beteiligt sein muss (sog. finanzielle Eingliederung), jedenfalls dann als erf&uuml;llt anzusehen ist, wenn die bisher im Sonderbetriebsverm&ouml;gen bei der Organtr&auml;ger-Personengesellschaft gehaltenen Anteile (ganz oder anteilig) vor Ablauf des ersten nach Verk&uuml;ndung des StVergAbG endenden Wirtschaftsjahres in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Personengesellschaft mit der Folge einer mehrheitlichen Beteiligung i.S. von &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KStG 2002 i.d.F. des StVergAbG &uuml;bertragen werden.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine KG, schloss am 31. Mai 2001 als Organtr&auml;gerin einen Beherrschungs- und Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag (im Folgenden: GAV) mit einer GmbH, der P-GmbH, als Organgesellschaft. Nach Abschn. III GAV verpflichtete sich die P-GmbH, ab 1. Januar 2001 ihren gesamten Gewinn an die Kl&auml;gerin abzuf&uuml;hren; die Kl&auml;gerin verpflichtete sich, die w&auml;hrend der Vertragsdauer entstehenden Fehlbetr&auml;ge auszugleichen. Der Vertrag galt bis 31. Dezember 2005 und verl&auml;ngerte sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn er nicht unter Wahrung einer Frist von einem Jahr gek&uuml;ndigt wurde. Eine vorzeitige K&uuml;ndigung war nur aus wichtigem Grund m&ouml;glich (Abschn. V GAV). Die Anteile an der P-GmbH standen zu 19,05 % der Kl&auml;gerin und zu 33,33 % deren Mehrheitsgesellschafter A.P. zu. Die Anteile der Kl&auml;gerin (insgesamt: 80.000 DM = 19,05 %) sind ihr von den weiteren GmbH-Gesellschaftern &#8211;J.P. und K.P.&#8211; abgetreten worden. Mit Wirkung ab 1. Januar 2006 wurden die Beteiligungen von der Kl&auml;gerin gegen Zahlung von jeweils 0,51 EUR zur&uuml;ck&uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ging f&uuml;r die Jahre 2001 und 2002 von einer Organschaft gem&auml;&szlig; den &sect;&sect; 14 ff. des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) 1999\/2002 i.V.m. &sect; 2 Abs. 2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) 1999\/2002 aus. Im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung erkannte das FA aufgrund der &Auml;nderung des &sect; 14 Abs. 1 Nr. 2 KStG 2002 durch das Gesetz zum Abbau von Steuerverg&uuml;nstigungen und Ausnahmeregelungen (StVergAbG) vom 16. Mai 2003 (BGBl I 2003, 660) &#8211;KStG 2002 n.F.&#8211; die Organschaft nicht mehr an. Die Neuregelung (&sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 n.F.) sei nach &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F. ab dem Veranlagungszeitraum 2003 (VZ 2003) zu beachten. Hiernach h&auml;tten die Voraussetzungen des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KStG 2002 n.F. im Verh&auml;ltnis zur Personengesellschaft (hier: der Kl&auml;gerin) erf&uuml;llt sein und deshalb die die Stimmrechtsmehrheit vermittelnden Anteile bereits vom Beginn des Wirtschaftsjahres an (hier: VZ 2003) im Gesamthandsverm&ouml;gen der Personengesellschaft gehalten werden m&uuml;ssen. Da es daran gefehlt habe, seien die von der Kl&auml;gerin ausgeglichenen Verluste der P-GmbH als verdeckte Einlagen zu qualifizieren und erh&ouml;hten &#8211;in einem ersten Schritt&#8211; den bilanziellen Anteilswert. Angesichts der nachhaltig schlechten Ertragslage der P-GmbH seien die Anteile jedoch &#8211;in einem zweiten Schritt&#8211; auf ihren niedrigeren Teilwert abzuschreiben; die hierdurch bedingten Betriebsverm&ouml;gensminderungen seien allerdings nach &sect; 3c Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) 2002 nur zur H&auml;lfte zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage dieser rechtlichen Beurteilung erlie&szlig; das FA Bescheide u.a. zur Feststellung der Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a der Abgabenordnung (AO) f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2005 sowie zur Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags 2004 und stellte den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust zum 31. Dezember 2005 gem&auml;&szlig; &sect; 10a GewStG 2002 fest. Den Antrag der Kl&auml;gerin auf Gew&auml;hrung von Billigkeitsma&szlig;nahmen lehnte das FA mit Schreiben vom 13. M&auml;rz 2008 ab. Die hiergegen erhobenen Einspr&uuml;che blieben im Wesentlichen ohne Erfolg. Das FA sah auch die Voraussetzungen eines Billigkeitserlasses (&sect; 163 AO) als nicht gegeben an, da die Ansicht der Beh&ouml;rde den Absichten des Gesetzgebers entspreche. Nach dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 10. November 2005 (BStBl I 2005, 1038) sei es in Altf&auml;llen (Abschluss des GAV vor dem 16. Mai 2003) f&uuml;r die durchg&auml;ngige Anerkennung des Organschaftsverh&auml;ltnisses ausreichend, wenn die mehrheitsvermittelnden Anteile an der Organgesellschaft bis zum 31. Dezember 2003 in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Personengesellschaft (Organtr&auml;gerin) &uuml;berf&uuml;hrt worden seien. Weiterreichende Billigkeitsma&szlig;nahmen k&auml;men im Streitfall nicht in Betracht, da aufgrund der &Auml;nderung des &sect; 14 KStG 2002 bei der Kl&auml;gerin zumindest Zweifel am Fortbestand der bisherigen rechtlichen Beurteilung h&auml;tten aufkommen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage wurde vom Finanzgericht (FG) M&uuml;nchen mit Urteil vom 30. November 2010 (2 K 2315\/08) abgewiesen. Die Vorinstanz f&uuml;hrte u.a. aus, dass der Tatbestand des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 n.F. nicht vorgelegen habe, da die Kl&auml;gerin nicht wirtschaftliche Inhaberin des GmbH-Anteils ihres Komplement&auml;rs (A.P.) gewesen sei. Die Vorschrift entfalte im Streitfall &#8211;entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin&#8211; keine echte, sondern lediglich eine sog. unechte R&uuml;ckwirkung. Sie sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden; insbesondere sei es mit R&uuml;cksicht auf das Gesetzesziel, durch die &Uuml;bertragung der Beteiligung an der Organgesellschaft in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Organtr&auml;gerin (Personengesellschaft) die Ernsthaftigkeit des gemeinsamen Engagements in der Organschaft zu verdeutlichen (Hinweis auf BTDrucks 15\/119, S. 43), auch den Beteiligten sog. Altf&auml;lle zumutbar gewesen, diesem Erfordernis durch die Buchwert&uuml;bertragung der Anteile zu gen&uuml;gen. Letzteres gelte auch f&uuml;r den Zeitraum vom 1. Januar 2003 bis 15. Mai 2003; bereits mit dem Kabinettsbeschluss vom 20. November 2002 zum &quot;Entwurf eines Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetzes&quot; sei das schutzw&uuml;rdige Vertrauen in den Fortbestand der bisherigen Rechtslage entfallen und f&uuml;r die Kl&auml;gerin erkennbar gewesen, dass ab dem 1. Januar 2003 die Organschaft nur bei Wahrung der zu &auml;ndernden Voraussetzungen des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. Nr. 1 KStG 2002 n.F. anerkannt werde. Der hiermit verbundene Anpassungsaufwand sei der Kl&auml;gerin &#8211;trotz des &quot;kurzen Zeitfensters (20. November 2002 bis 31. Dezember 2002)&quot;&#8211; auch zumutbar gewesen, da er sich darin ersch&ouml;pft h&auml;tte, den GmbH-Anteil des A.P. zu Buchwerten in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu &uuml;bertragen. Eine Ber&uuml;cksichtigung der Verlust&uuml;bernahmen der Kl&auml;gerin &uuml;ber die vom FA anerkannten Betr&auml;ge hinaus komme &#8211;so das FG weiter&#8211; nicht in Betracht. Die Voraussetzungen einer Teilwertabschreibung l&auml;gen &#8211;abweichend von der Einsch&auml;tzung des FA&#8211; nicht vor, da die Kl&auml;gerin die Aufwendungen nicht nur zur Abwendung eines Insolvenzverfahrens, sondern auch zum Zwecke der Sanierung und Wiederherstellung der Rentabilit&auml;t der P-GmbH geleistet habe; eine Verb&ouml;serung zu Lasten der Kl&auml;gerin sei dem Gericht jedoch verwehrt. Unabh&auml;ngig hiervon habe das FA aber die Teilwertabschreibung nach &sect; 3c Abs. 2 EStG 2002 zutreffend nur zur H&auml;lfte ber&uuml;cksichtigt. Ausreichend hierf&uuml;r sei, dass die Kl&auml;gerin die Anteile an J.P. und K.P. zu einem &#8211;wenn auch symbolischen&#8211; Preis ver&auml;u&szlig;ert habe. Ferner sei das FA auch nicht nach Treu und Glauben gehindert gewesen, die angefochtenen Bescheide zu erlassen. Eine verbindliche Auskunft sei der Kl&auml;gerin im Hinblick auf die Anerkennung des Organschaftsverh&auml;ltnisses nicht erteilt worden. Auch habe im Streitfall die M&ouml;glichkeit bestanden, die Organschaft durch &Uuml;bertragung der Beteiligung des A.P. in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu erhalten. Angesichts der klaren Absicht des Gesetzgebers sei es f&uuml;r die Kl&auml;gerin erkennbar gewesen, dass es nicht ausreichen w&uuml;rde, bis zum Erlass einer &Uuml;bergangsregelung der Finanzverwaltung zu warten. Schlie&szlig;lich sei es auch nicht zu beanstanden, dass das FA den Erlass von Billigkeitsma&szlig;nahmen gem&auml;&szlig; &sect; 163 AO abgelehnt habe. Die Revision wurde vom FG nicht zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die hiergegen erhobene Beschwerde ist nicht begr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die R&uuml;ge, die Revision sei zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2, zweiter Halbsatz der Finanzgerichtsordnung (FGO) zuzulassen, weil das vorinstanzliche Urteil mit seiner Auffassung, dass im Streitfall das Vertrauen der Kl&auml;gerin in den Fortbestand der fr&uuml;heren Rechtslage (&sect; 14 KStG 1999\/2002), nach der die mehrheitsvermittelnden Anteile an der Organgesellschaft auch im Sonderbetriebsverm&ouml;gen der Gesellschafter der Organtr&auml;gerin (Personengesellschaft) gehalten werden konnten, bereits mit dem Kabinettsbeschluss zum StVergAbG vom 20. November 2002 entfallen sei, von dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 14. Mai 1986&nbsp;&nbsp;2 BvL 2\/83 (BVerfGE 72, 200, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1987, 1749) sowie dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 20. Oktober 2010 IX R 56\/09 (BFHE 231, 173, BStBl II 2011, 409) abweiche, ist unschl&uuml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Darlegung dieses Revisionszulassungsgrunds erfordert, dass die Beschwerde abstrakte und tragende Rechtss&auml;tze sowohl des vorinstanzlichen Urteils als auch der benannten Divergenzentscheidungen so genau bezeichnet, dass die Abweichung ersichtlich ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 116 Rz 42, m.w.N.). Dem wird vorliegend nicht gen&uuml;gt. Die Beschwerde l&auml;sst insoweit au&szlig;er Acht, dass die in Bezug genommene Passage des Beschlusses des BVerfG in NJW 1987, 1749, 1754, nach welchem das Vertrauen in den Fortbestand der bisherigen Rechtslage vom Tage des Gesetzesbeschlusses des Bundestages an entf&auml;llt, einen Rechtfertigungsgrund f&uuml;r die verfassungsrechtliche Zul&auml;ssigkeit einer sog. echten R&uuml;ckwirkung (R&uuml;ckbewirkung der Rechtsfolgen) benennt; das FG ist im Streitfall hingegen von einer nur unechten R&uuml;ckwirkung (tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung) ausgegangen. Ebenso wenig ist erkennbar, dass die vorinstanzliche Entscheidung vom BFH-Urteil in BFHE 231, 173, BStBl II 2011, 409 abweicht. Das Urteil betrifft die Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnbesteuerung nach der F&uuml;nftelregelung des &sect; 34 Abs. 1 EStG im Veranlagungszeitraum 2001; Aussagen dazu, ob und unter welchen Voraussetzungen der Vertrauensschutz bereits vor einem Gesetzesbeschluss des Bundestages entfallen k&ouml;nnte, sind den Entscheidungsgr&uuml;nden nicht zu entnehmen und werden von der Beschwerde auch nicht angef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nicht durchzugreifen vermag ferner die R&uuml;ge, die Revision sei deshalb zuzulassen, weil die Rechtsfrage, ob die Anwendungsbestimmung des &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F. den verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutz wahre, von grunds&auml;tzlicher Bedeutung sei (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO). Entgegen den Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, dass mit R&uuml;cksicht auf die Anwendung der Neuregelung des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Nr. 2 KStG 2002 n.F. eine sog. unechte R&uuml;ckwirkung vorliegt und die Kl&auml;gerin hiernach bereits ab dem VZ 2003 keinen verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz in den Fortbestand der bisherigen Rechtslage (&sect; 14 Abs. 1 Nr. 2 KStG 1999\/2002) genie&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Auszugehen ist hierbei davon, dass nach &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 i.V.m. Nr. 1 KStG 2002 n.F. die Organtr&auml;ger-Personengesellschaft (hier: Kl&auml;gerin) aufgrund der zu ihrem (Gesamthands-)Verm&ouml;gen geh&ouml;renden Beteiligung an der Organgesellschaft (hier: P-GmbH) vom Beginn deren Wirtschaftsjahres an mit der Mehrheit der Stimmrechte ununterbrochen beteiligt sein muss und diese durch das StVergAbG eingef&uuml;gte Neuregelung zur finanziellen Eingliederung der Organgesellschaft nach &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F. bereits ab dem VZ 2003 zu beachten war (allg. Meinung; vgl. z.B. Gosch\/Neumann, KStG, 2. Aufl., &sect; 14 Rz 81; Bl&uuml;mich\/Danelsing, &sect; 14 KStG Rz 61; R&ouml;dder\/Schumacher, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2003, 805, 807). Zwischen den Beteiligten ist im Beschwerdeverfahren nicht mehr streitig, dass die Kl&auml;gerin diese Voraussetzung weder zum 1. Januar 2003 noch im VZ 2003 noch zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt erf&uuml;llt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit das FA hieraus abgeleitet hat, dass damit ab VZ 2003 das Organschaftsverh&auml;ltnis zwischen der Kl&auml;gerin und der P-GmbH nicht mehr anerkannt werden kann, ist dies auch mit R&uuml;cksicht auf den verfassungsrechtlich gew&auml;hrleisteten Vertrauensschutz im Ergebnis nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der verfassungsrechtlichen Pr&uuml;fung sind &#8211;entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin&#8211; insoweit die f&uuml;r eine sog. unechte R&uuml;ckwirkung (tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung) geltenden Ma&szlig;st&auml;be zugrunde zu legen. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die belastenden Rechtfolgen einer Norm (hier: &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 KStG 2002 n.F.) erst nach Verk&uuml;ndung des &Auml;nderungsgesetzes (hier: Verk&uuml;ndung des StVergAbG mit Ausgabe der Nr. 19 des Bundesgesetzblatts 2003 Teil I am 20. Mai 2003) eintreten (hier: Entstehung der K&ouml;rperschaft- und Einkommensteueranspr&uuml;che mit Ablauf des VZ 2003), tatbestandlich aber auch von einem bereits ins Werk gesetzten Sachverhalt ausgel&ouml;st werden (hier: Begr&uuml;ndung des Organschaftsverh&auml;ltnisses unter Zuordnung der Anteile des A.P. zu dessen Sonderbetriebsverm&ouml;gen bei der Kl&auml;gerin im Jahre 2001). Auch nach der j&uuml;ngeren Rechtsprechung des BVerfG (vgl. Beschl&uuml;sse vom 7. Juli 2010&nbsp;&nbsp;2 BvL 14\/02, 2\/04, 13\/05, BVerfGE 127, 1, DStR 2010, 1727; 2 BvR 748, 753, 1738\/05, BVerfGE 127, 61, DStR 2010, 1733; 2 BvL 1\/03, 57, 58\/06, BVerfGE 127, 31, DStR 2010, 1736; vgl. auch BFH-Urteil vom 23. M&auml;rz 2011 X R 28\/09, BFHE 233, 404, BStBl II 2011, 753) ist hiervon die &#8211;vorliegend nicht gegebene&#8211; Kategorie abzugrenzen, dass eine belastende Norm f&uuml;r einen bereits vor Verk&uuml;ndung des &Auml;nderungsgesetzes abgeschlossenen Tatbestand gelten soll (sog. echte R&uuml;ckwirkung oder R&uuml;ckbewirkung von Rechtsfolgen). Davon unber&uuml;hrt bleibt allerdings, dass auf dem &quot;weiten und vielgestaltigen Feld unechter R&uuml;ckwirkungen&quot; (so BVerfG-Beschluss in BVerfGE 127, 1, 19, DStR 2010, 1727, 1729) der Normadressat eine Entt&auml;uschung seines Vertrauens in den Fortbestand der bisherigen, ihn beg&uuml;nstigenden Rechtslage nur hinnehmen muss, wenn die tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung zur F&ouml;rderung des Gesetzeszwecks geeignet und erforderlich ist und wenn bei einer Gesamtabw&auml;gung zwischen dem Gewicht des entt&auml;uschten Vertrauens und dem Gewicht und der Dringlichkeit der die Rechts&auml;nderung rechtfertigenden Gr&uuml;nde die Grenze der Zumutbarkeit gewahrt bleibt (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 127, 1, DStR 2010, 1727).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Vorinstanz ausgef&uuml;hrt hat, dass es im Streitfall mit R&uuml;cksicht auf den Kabinettsbeschluss vom 20. November 2002 zum &quot;Entwurf eines Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetzes&quot; sowie die Ver&ouml;ffentlichungen in der Tages- und Fachpresse m&ouml;glich und zumutbar gewesen sei, den Anteil des A.P. an der P-GmbH sp&auml;testens zum 31. Dezember 2002 in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu &uuml;bertragen, um bereits am 1. Januar 2003 &#8211;dem nach den Erl&auml;uterungen des FG mutma&szlig;lichen Beginn des Wirtschaftsjahres der P-GmbH (Organgesellschaft)&#8211; den zu erwartenden &Auml;nderungen des KStG durch das StVergAbG zu gen&uuml;gen (hier: &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Nr. 2 Satz 3 i.V.m. &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F.), kann der Senat dem ohne weiteres nicht folgen. Insbesondere ist angesichts dessen, dass jede Gesetzesinitiative &#8211;soll sie zum Gesetz werden&#8211; die Zustimmung der gesetzgebenden K&ouml;rperschaften finden muss, schwerlich ein tragf&auml;higer Grund daf&uuml;r zu erkennen, weshalb es bei Organschaftsverh&auml;ltnissen, die vor dem genannten Kabinettsbeschluss begr&uuml;ndet worden waren, zumutbar gewesen sein sollte, vor Verabschiedung des Gesetzes durch den Bundestag (hier: 21. Februar 2003) Umstrukturierungsma&szlig;nahmen zu ergreifen, die zudem &#8211;nach den Gegebenheiten des Streitfalls&#8211; nur unter Beachtung der Formvorschrift des &sect; 15 Abs. 3 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung h&auml;tten durchgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im Einzelnen kann dies indessen dahinstehen. Denn die Regelung des &sect; 34 Abs. 1 i.V.m. &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 n.F. ist unbeschadet dessen nicht verfassungswidrig. Ihr Wortlaut ist &#8211;zur Wahrung der Anforderungen an eine verfassungsrechtlich unbedenkliche (unechte) R&uuml;ckwirkung&#8211; im Wege der verfassungskonformen Auslegung dahin einzuschr&auml;nken (teleologische Reduktion), dass Organschaftsverh&auml;ltnisse, denen ein vor dem 21. November 2002 abgeschlossener Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag zugrunde liegt, jedenfalls dann, wenn das Wirtschaftsjahr der Organgesellschaft mit dem Kalenderjahr &uuml;bereinstimmt, nach Ma&szlig;gabe der weiteren Voraussetzungen des &sect; 14 KStG 2002 n.F. auch dann im VZ 2003 steuerrechtlich anzuerkennen sind, wenn die die finanzielle Eingliederung der Organgesellschaft begr&uuml;ndenden Anteile sp&auml;testens zum 31. Dezember 2003 in das Gesamthandsverm&ouml;gen der Organtr&auml;ger-Personengesellschaft &uuml;bertragen worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings ist es nach st&auml;ndiger Rechtsprechung ausgeschlossen, ein Gesetz gegen seinen ausdr&uuml;cklichen Wortlaut und gegen den erkennbaren Willen des Gesetzgebers verfassungskonform auszulegen. Hiervon abzugrenzen sind jedoch zu weit geratene &#8211;und damit verdeckt l&uuml;ckenhafte&#8211; &Uuml;berleitungsbestimmungen, die auch Sachverhaltskonstellationen erfassen, f&uuml;r die der Gesetzgeber &#8211;h&auml;tte er sie bedacht&#8211; zur Vermeidung einer verfassungsrechtlich unzul&auml;ssigen R&uuml;ckwirkung eine besondere Anwendungsregelung getroffen h&auml;tte. Eine solche verdeckte Regelungsl&uuml;cke ist im Wege der erg&auml;nzenden Rechtsfortbildung dadurch zu schlie&szlig;en, dass die verfassungsrechtlich erforderlichen Einschr&auml;nkungen dem Gesetzeswortlaut hinzuzuf&uuml;gen sind (vgl. BFH-Urteile vom 12. Dezember 2000 VIII R 10\/99, BFHE 194, 135, BStBl II 2001, 282; vom 25. M&auml;rz 2004 IV R 2\/02, BFHE 206, 21, BStBl II 2004, 728; vom 19. Oktober 2005 I R 34\/04, BFH\/NV 2006, 1099, jeweils zur echten R&uuml;ckwirkung, sowie Urteile vom 14. Dezember 2006 III R 27\/03, BFHE 215, 442, BStBl II 2007, 332; in BFHE 233, 404, BStBl II 2011, 753, jeweils zur unechten R&uuml;ckwirkung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Streitfall bedeutet dies, dass die Bestimmungen des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 und Nr. 1 i.V.m. &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F. zwar insoweit eindeutig und damit nicht auslegungsf&auml;hig sind, als die versch&auml;rfende Neuregelung zur finanziellen Eingliederung von Organgesellschaften in Organtr&auml;ger-Personengesellschaften ab VZ 2003 auch f&uuml;r zuvor begr&uuml;ndete Organschaftsverh&auml;ltnisse gelten sollte (vgl. BTDrucks 15\/119, S. 43 f.). Nicht bedacht hat der Gesetzgeber aber offenkundig, dass die Neuregelung in &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 n.F. auf die mit dem StVergAbG nicht ver&auml;nderte Bestimmung des &sect; 14 Abs. 1 Nr. 1 KStG 2002 (&sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KStG 2002 n.F.) verweist und damit erfordert, dass nach dem Gesetzeswortlaut auch f&uuml;r den VZ 2003 die versch&auml;rften Anforderungen der finanziellen Eingliederung bereits zu Beginn des Wirtschaftsjahres der Organgesellschaft &#8211;im Falle eines mit dem Kalenderjahr &uuml;bereinstimmenden Wirtschaftsjahres mithin bereits am 1. Januar 2003&#8211; erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen. Da nicht angenommen werden kann, dass der Gesetzgeber &#8211;w&auml;re ihm dieser mit den Grunds&auml;tzen des Vertrauensschutzes nicht vereinbare Zusammenhang bewusst gewesen&#8211; eine solche verfassungswidrige Anwendungsbestimmung habe treffen wollen, ist von einer verdeckten Regelungsl&uuml;cke auszugehen und diese &#8211;unter Wahrung des &Auml;nderungsinteresses des Gesetzgebers sowie der berechtigen Belange der am Organschaftsverh&auml;ltnis beteiligten Steuerpflichtigen&#8211; im Wege der Rechtsfortbildung dahin zu schlie&szlig;en, dass es f&uuml;r die fortdauernde steuerliche Anerkennung von Organschaftsverh&auml;ltnissen in den vorbezeichneten Altf&auml;llen gen&uuml;gt, wenn die Voraussetzungen des &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 i.V.m. Nr. 1 KStG 2002 n.F. zum Ende des ersten Wirtschaftsjahres 2003 der Organgesellschaft (hier: also zum 31. Dezember 2003) erf&uuml;llt waren (i.E. gl.A. BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 1038).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Da im Streitfall diesem Erfordernis nicht entsprochen wurde, ist die Vorentscheidung, soweit sie das Organschaftsverh&auml;ltnis ab dem VZ 2003 nicht anerkannt hat, im Ergebnis zu best&auml;tigen; eine Revisionszulassung zur Kl&auml;rung der verfassungsrechtlichen Anforderungen an die &Uuml;bergangsbestimmung des &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 n.F. ist damit ausgeschlossen. Dem Rechtsstreit kommt auch nicht deshalb grunds&auml;tzliche Bedeutung zu, weil der Senat nicht auszuschlie&szlig;en vermag, dass bei Vorliegen besonderer &#8211;einzelfallbezogener&#8211; Umst&auml;nde Organschaftsverh&auml;ltnisse f&uuml;r den VZ 2003 aus Billigkeitsgr&uuml;nden auch dann anzuerkennen sein k&ouml;nnten, wenn die Eingliederungsvoraussetzungen gem&auml;&szlig; &sect; 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 i.V.m. Nr. 1 KStG 2002 n.F. erst nach dem 31. Dezember 2003 erf&uuml;llt worden sind. Gr&uuml;nde dieser Art sind mit der Beschwerdeschrift nicht vorgetragen; vielmehr hat das FG ausdr&uuml;cklich festgestellt, dass die Kl&auml;gerin auf &quot;die Gesetzes&auml;nderung nicht reagiert (habe)&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ohne Erfolg bleibt schlie&szlig;lich die R&uuml;ge, die Revision sei zur Fortbildung des Rechts zuzulassen (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2, erster Halbsatz FGO), weil es der h&ouml;chstrichterlichen Kl&auml;rung bed&uuml;rfe, ob das Halbabzugsverbot des &sect; 3c Abs. 2 EStG 2002 in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung auch dann anzuwenden sei, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; wertlose Anteile zu einem nur symbolischen Kaufpreis ver&auml;u&szlig;ert werden. Nichts anderes gilt f&uuml;r die nach Ablauf der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist erhobene R&uuml;ge, dass der BFH zwischenzeitlich diese Rechtfrage &#8211;abweichend von der vorinstanzlichen Entscheidung im anh&auml;ngigen Verfahren&#8211; mit Urteil vom 6. April 2011 IX R 61\/10 &#8211;BFHE 233, 446, BStBl II 2012, 8&#8211; (vgl. auch Urteil vom 6. April 2011 IX R 31\/10, BFH\/NV 2011, 2028) verneint habe und deshalb ein Fall der sog. nachtr&auml;glichen Divergenz (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2, zweiter Halbsatz FGO) gegeben sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beide R&uuml;gen k&ouml;nnen bereits deshalb nicht durchgreifen, weil das Urteil auch auf der selbst&auml;ndig tragenden Erw&auml;gung fu&szlig;t, dass im Streitfall &#8211;entgegen der Ansicht des FA&#8211; die Voraussetzungen einer Teilwertabschreibung auf die Beteiligung an der P-GmbH dem Grunde nach nicht erf&uuml;llt seien. Demgem&auml;&szlig; w&auml;re zur schl&uuml;ssigen R&uuml;ge der geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde erforderlich gewesen, dass die Kl&auml;gerin auch im Hinblick auf diese Erw&auml;gung des finanzgerichtlichen Urteils zumindest einen der in &sect; 115 Abs. 2 FGO genannten Revisionszulassungsgr&uuml;nde darlegt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 28, m.w.N.). Hieran fehlt es vorliegend. Demnach ist auch nicht darauf einzugehen, ob die genannte Rechtsprechung &uuml;berhaupt auf im Betriebsverm&ouml;gen gehaltene Kapitalgesellschaftsanteile &uuml;bertragbar ist (vgl. &#8211;zu &sect; 8b Abs. 3 KStG 2002 a.F.&#8211; Senatsurteil vom 20. April 2011 I R 97\/10, BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815; Senatsbeschluss vom 19. April 2011 I B 166\/10, BFH\/NV 2011, 1399).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im &Uuml;brigen sieht der Senat von einer Begr&uuml;ndung dieses Beschlusses ab (&sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.2.2012, I B 7\/11 Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft: verfassungskonforme Auslegung der &Uuml;bergangsregelung &#8211; Darlegungsanforderungen f&uuml;r Revisionzulassung Leits&auml;tze Wurde in F&auml;llen der sog. Mehrm&uuml;tterorganschaft der Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag vor dem 21. November 2002 abgeschlossen, so ist &sect; 34 Abs. 1 KStG 2002 i.d.F. des StVergAbG verfassungskonform in der Weise auszulegen, dass die Voraussetzung der versch&auml;rfenden Neuregelung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-7-11-abschaffung-der-mehrmuetterorganschaft-verfassungskonforme-auslegung-der-uebergangsregelung-darlegungsanforderungen-fuer-revisionzulassung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;7\/11 &#8211; Abschaffung der Mehrm&uuml;tterorganschaft: verfassungskonforme Auslegung der &Uuml;bergangsregelung &#8211; Darlegungsanforderungen f&uuml;r Revisionzulassung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-8619","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8619"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8619\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}