{"id":9115,"date":"2012-12-20T06:42:09","date_gmt":"2012-12-20T04:42:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9115"},"modified":"2012-12-20T06:42:09","modified_gmt":"2012-12-20T04:42:09","slug":"v-r-47-10-ermaessigter-steuersatz-bei-verpflegungsleistungen-fuer-kindergaerten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-47-10-ermaessigter-steuersatz-bei-verpflegungsleistungen-fuer-kindergaerten\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;47\/10 &#8211; Erm&auml;&szlig;igter Steuersatz bei Verpflegungsleistungen f&uuml;r Kinderg&auml;rten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.12.2011, V R 47\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Erm&auml;&szlig;igter Steuersatz bei Verpflegungsleistungen f&uuml;r Kinderg&auml;rten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) betrieb in den Streitjahren 2004 bis 2006 einen Men&uuml;service. Er versorgte aufgrund eines mit einer Gemeinde abgeschlossenen Dienstleistungs- und Verpflegungsvertrages in H mehrere Schulen und Kinderg&auml;rten mit warmen Mahlzeiten. Nach dem vom Finanzgericht (FG) in Bezug genommenen Vertrag war die Verpflegung &quot;auf die ern&auml;hrungsphysiologischen Bed&uuml;rfnisse der Essensteilnehmer auszurichten&quot;. Dabei hatte der Kl&auml;ger auf das &quot;Angebot eines altersgerechten und abwechslungsreichen Essens&quot; und in den Kindertageseinrichtungen auf &quot;abwechslungsreiche Kost&quot; zu achten. Zur Sicherung und Kontrolle der Qualit&auml;t der angebotenen Speisen waren nach Bedarf &quot;Auswertungsgespr&auml;che&quot; zu f&uuml;hren. Es waren w&ouml;chentliche Speisepl&auml;ne zu erstellen. Die &quot;festgelegten Zeiten&quot; waren zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ab August 2006 versorgte der Kl&auml;ger auch eine Kindertagesst&auml;tte in T mit warmen Mahlzeiten. Hierzu &uuml;berlie&szlig; die Gemeinde dem Kl&auml;ger f&uuml;r die Dauer des geschlossenen Dienstleistungsvertrages eine K&uuml;che nebst Inventar. Der Kl&auml;ger bereitete s&auml;mtliche Speisen in der in der Kita &quot;Z&quot; in H befindlichen K&uuml;che zu und fuhr sie w&auml;rmeisoliert zu den einzelnen Einrichtungen. Mit Ausnahme des Gymnasiums wurde das Essen von den in den einzelnen Einrichtungen besch&auml;ftigten Erziehern portioniert und an die Kinder ausgeteilt, obwohl der Kl&auml;ger hierzu nach dem Vertrag selbst verpflichtet war. Der Kl&auml;ger hatte f&uuml;r die Reinigung des Geschirrs und die Entsorgung der Essensreste zu sorgen. Die Reinigung der einzelnen Speiser&auml;ume in den Kitas und der dort befindlichen Tische &uuml;bernahmen die dort besch&auml;ftigten Erzieherinnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Ausnahme der in dem Gymnasium erbrachten Leistungen besteuerte der Kl&auml;ger seine Ums&auml;tze nach dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz gem&auml;&szlig; &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 des Umsatzsteuergesetzes 1999\/ 2005 (UStG). Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) demgegen&uuml;ber davon aus, dass auch insoweit der Regelsteuersatz anzuwenden sei. Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger begr&uuml;ndet die Revision damit, dass die Reinigung von Geschirr nicht ausreiche, um von einer Bewirtungssituation auszugehen. Es komme auch auf den jeweiligen Adressaten der Speisenlieferung an. Es liege eine willk&uuml;rliche Differenzierung vor. Er sei durch fehlerhafte Rechtsanwendung auch in seiner allgemeinen Handlungsfreiheit und in der Aus&uuml;bung seines Gewerbebetriebs verletzt. Im Hinblick auf seine Kalkulationsspanne sei der Regelsteuersatz nicht anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG aufzuheben und die Umsatzsteuerbescheide 2004 bis 2006 vom 2. September 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einen vom Kl&auml;ger w&auml;hrend des Revisionsverfahrens gestellten Antrag auf Prozesskostenhilfe lehnte der Senat mit Beschluss vom 14. Juli 2011 V S 8\/11 (PKH) &#8211;BFH\/NV 2011, 1741&#8211; ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat entscheidet gem&auml;&szlig; &sect; 126a der Finanzgerichtsordnung (FGO) durch Beschluss. Er h&auml;lt die Revision einstimmig f&uuml;r unbegr&uuml;ndet und eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht f&uuml;r erforderlich. Die Beteiligten sind vorher dar&uuml;ber unterrichtet worden; sie hatten Gelegenheit zur Stellungnahme bis zum 20. Oktober 2011. Der Schriftsatz des Kl&auml;gers vom 10. November 2011 f&uuml;hrt zu keiner anderen Beurteilung. Wie das FG zu Recht entschieden hat, unterliegen die Leistungen des Kl&auml;gers dem Regelsteuersatz des &sect; 12 Abs. 1 UStG, da es sich bei ihnen um sonstige Leistungen, nicht aber um Lieferungen handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG erm&auml;&szlig;igt sich die Steuer auf 7 % f&uuml;r &quot;die Lieferungen&quot; der in der Anlage 2 bezeichneten Gegenst&auml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 3 Abs. 1 UStG sind &quot;Lieferungen eines Unternehmens &#8230; Leistungen, durch die er oder in seinem Auftrag ein Dritter den Abnehmer oder in dessen Auftrag einen Dritten bef&auml;higt, im eigenen Namen &uuml;ber einen Gegenstand zu verf&uuml;gen (Verschaffung der Verf&uuml;gungsmacht)&quot;. &sect; 3 Abs. 9 UStG hatte in den Streitjahren folgenden Wortlaut: &quot;Sonstige Leistungen sind Leistungen, die keine Lieferungen sind. &#8230; Die Abgabe von Speisen und Getr&auml;nken zum Verzehr an Ort und Stelle ist eine sonstige Leistung. Speisen und Getr&auml;nke werden zum Verzehr an Ort und Stelle abgegeben, wenn sie nach den Umst&auml;nden der Abgabe dazu bestimmt sind, an einem Ort verzehrt zu werden, der mit dem Abgabeort in einem r&auml;umlichen Zusammenhang steht, und besondere Vorrichtungen f&uuml;r den Verzehr an Ort und Stelle bereitgehalten werden.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Vorschriften beruhen unionsrechtlich auf Art. 5 Abs. 1 der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG), wonach als Lieferung eines Gegenstands die &Uuml;bertragung der Bef&auml;higung gilt, wie ein Eigent&uuml;mer &uuml;ber einen k&ouml;rperlichen Gegenstand zu verf&uuml;gen, und auf Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG, wonach als Dienstleistung jede Leistung gilt, die keine Lieferung eines Gegenstands i.S. des Art. 5 dieser Richtlinie ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach dem Urteil des Gerichtshofes der Europ&auml;ischen Union vom 10. M&auml;rz 2011 in den verbundenen Rechtssachen C-497\/09, C-499\/09, C-501\/09 und C-502\/09, Bog u.a. (Deutsches Steuerrecht 2011, 515, Umsatzsteuer-Rundschau 2011, 272 Leitsatz 1) ist die Abgabe frisch zubereiteter Speisen oder Nahrungsmittel zum sofortigen Verzehr an Imbissst&auml;nden oder -wagen oder in Kino-Foyers eine Lieferung von Gegenst&auml;nden, wenn eine qualitative Pr&uuml;fung des gesamten Umsatzes ergibt, dass die Dienstleistungselemente, die der Lieferung der Nahrungsmittel voraus- und mit ihr einhergehen, nicht &uuml;berwiegen, w&auml;hrend die T&auml;tigkeiten eines Partyservice au&szlig;er in den F&auml;llen, in denen dieser lediglich Standardspeisen ohne zus&auml;tzliches Dienstleistungselement liefert oder in denen weitere, besondere Umst&auml;nde belegen, dass die Lieferung der Speisen der dominierende Bestandteil des Umsatzes ist, Dienstleistungen darstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach ist die Abgabe von Speisen zu festen Zeitpunkten in Warmhaltebeh&auml;ltern nur dann eine Lieferung und keine sonstige Leistung, wenn es sich um &quot;Standardspeisen&quot; als Ergebnis einfacher und standardisierter Zubereitungsvorg&auml;nge nach Art eines Imbissstandes handelt, wie der erkennende Senat mit Urteil vom 12. Oktober 2011 V R 66\/09 (juris) entschieden hat. Nur beim Vorliegen einer Standardspeise kommt es f&uuml;r die Abgrenzung von Lieferung und sonstiger Leistung auf zus&auml;tzliche Dienstleistungselemente wie z.B. &Uuml;berlassung, Abholung und Reinigung von Geschirr und Besteck an. Handelt es sich um eine qualitativ h&ouml;herwertige Speise als eine Standardzubereitung, liegt demgegen&uuml;ber auch ohne derartige zus&auml;tzliche Dienstleistungselemente eine dem Regelsteuersatz unterliegende sonstige Leistung vor. Dies gilt aufgrund richtlinienkonformer Auslegung auch f&uuml;r die Beurteilung nach nationalem Recht (BFH-Urteil vom 12. Oktober 2011 V R 66\/09, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Danach erbrachte der Kl&auml;ger im Streitfall sonstige Leistungen, nicht aber Lieferungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es handelt sich nicht um die Abgabe von Standardspeisen als Ergebnis einfacher und standardisierter Zubereitungsvorg&auml;nge nach Art eines z.B. Imbissstandes, da der Kl&auml;ger mit derartigen Speisen seine vertraglichen Verpflichtungen zur Ber&uuml;cksichtigung der &quot;ern&auml;hrungsphysiologischen Bed&uuml;rfnisse der Essensteilnehmer&quot;, und zur Darreichung &quot;eines altersgerechten und abwechslungsreichen Essens&quot; sowie zur Darreichung &quot;abwechslungsreicher Kost&quot; in den Kindertageseinrichtungen nicht erf&uuml;llen konnte, zumal nach Bedarf &quot;Auswertungsgespr&auml;che&quot; zu f&uuml;hren und w&ouml;chentliche Speisepl&auml;ne zu erstellen waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Speisenabgabe erfolgte zudem in Warmhaltebeh&auml;ltern und zu genau festgelegten Zeitpunkten. Besondere Umst&auml;nde, die belegen, dass die Lieferung von Speisen dominierender Leistungsbestandteil war, sind demgegen&uuml;ber nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit der Kl&auml;ger einwendet, die sich nach dem UStG ergebende Besteuerung verletze ihn in seinen Grundrechten, folgt der Senat dem nicht. Es obliegt dem leistenden Unternehmer seiner Preiskalkulation den zutreffenden Umsatzsteuersatz zugrunde zu legen und sich gegen eine abweichende Beurteilung durch die Finanzverwaltung vertraglich gegen&uuml;ber seinem Leistungsempf&auml;nger abzusichern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.12.2011, V R 47\/10 Erm&auml;&szlig;igter Steuersatz bei Verpflegungsleistungen f&uuml;r Kinderg&auml;rten Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) betrieb in den Streitjahren 2004 bis 2006 einen Men&uuml;service. Er versorgte aufgrund eines mit einer Gemeinde abgeschlossenen Dienstleistungs- und Verpflegungsvertrages in H mehrere Schulen und Kinderg&auml;rten mit warmen Mahlzeiten. 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