{"id":9120,"date":"2012-12-20T06:43:30","date_gmt":"2012-12-20T04:43:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9120"},"modified":"2012-12-20T06:43:30","modified_gmt":"2012-12-20T04:43:30","slug":"iii-r-99-07-verfassungskonformitaet-des-eingeschraenkten-schuldzinsenabzugs-bei-ueberentnahmen-im-wirtschaftsjahr-1998-1999","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-99-07-verfassungskonformitaet-des-eingeschraenkten-schuldzinsenabzugs-bei-ueberentnahmen-im-wirtschaftsjahr-1998-1999\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;99\/07 &#8211; Verfassungskonformit&auml;t des eingeschr&auml;nkten Schuldzinsenabzugs bei &Uuml;berentnahmen im Wirtschaftsjahr 1998\/1999"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.12.2011, III R 99\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Verfassungskonformit&auml;t des eingeschr&auml;nkten Schuldzinsenabzugs bei &Uuml;berentnahmen im Wirtschaftsjahr 1998\/1999<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erzielt &#8230; Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Den Gewinn f&uuml;r das vom 1. April bis zum 31. M&auml;rz laufende Wirtschaftsjahr ermittelt er durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich nach &sect; 4 Abs. 1, &sect; 5 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Jahr 2000 (Streitjahr) geltenden Fassung (EStG). F&uuml;r das Wirtschaftsjahr 1999\/2000 erkl&auml;rte er einen Gewinn von 167.282,80 DM. In der Gewinnermittlung sind Schuldzinsen von 19.143,98 DM als Betriebsausgaben enthalten. Die Entnahmen des Kl&auml;gers beliefen sich im Wirtschaftsjahr 1999\/2000 auf 166.513,63 DM, im vorhergehenden Wirtschaftsjahr 1998\/1999 auf 505.433,41 DM. In diesem Wirtschaftsjahr hatte der Kl&auml;ger einen Gewinn von 142.669,53 DM erzielt. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erh&ouml;hte den Gewinn des Wirtschaftsjahres 1999\/2000 zun&auml;chst um den Betrag von 14.474 DM, der nach seinen Berechnungen gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 4a EStG nicht als Betriebsausgabe abziehbar war. Der gegen den Einkommensteuerbescheid 2000 vom 25. April 2002 gerichtete Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Verlauf des anschlie&szlig;enden finanzgerichtlichen Verfahrens erlie&szlig; das FA unter dem Datum des 14. September 2006 einen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid 2000. Den nach &sect; 4 Abs. 4a EStG als nicht abziehbar zu beurteilenden Betrag errechnete es nunmehr in H&ouml;he von 12.387 DM. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab, mit der der Kl&auml;ger in erster Linie verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Begrenzung des Schuldzinsenabzugs geltend gemacht hatte (Urteil vom 8. Mai 2007&nbsp;&nbsp;15 K 20353\/04, Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 797).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung der Revision tr&auml;gt der Kl&auml;ger vor, die in &sect; 4 Abs. 4a Satz 6 EStG (nunmehr Satz 5) vorgesehene Unterscheidung danach, ob Darlehenszinsen f&uuml;r die Finanzierung von Anlage- oder von Umlaufverm&ouml;gen angefallen seien, sei willk&uuml;rlich und versto&szlig;e gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes (GG). Gleichheitswidrig sei auch, dass die Beschr&auml;nkung der Abziehbarkeit von Schuldzinsen nach &sect; 4 Abs. 4a EStG nur bei den Gewinneink&uuml;nften zum Tragen komme, nicht aber bei den &Uuml;berschusseink&uuml;nften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil aufzuheben und unter &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids vom 14. September 2006 die Einkommensteuer 2000 in der H&ouml;he festzusetzen, wie sie sich bei Ber&uuml;cksichtigung weiterer Schuldzinsen von 12.387 DM als Betriebsausgaben ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben auf die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung verzichtet (&sect; 90 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Streitsache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FGO). Dessen Feststellungen reichen nicht aus, um beurteilen zu k&ouml;nnen, ob und ggf. in welcher H&ouml;he betriebliche Schuldzinsen gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 4a EStG nicht abziehbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Seit der Neuregelung des Schuldzinsenabzugs durch das Steuerbereinigungsgesetz 1999 vom 22. Dezember 1999 (BGBl I 1999, 2601, BStBl II 2000, 13) sind Schuldzinsen nach &sect; 4 Abs. 4a EStG nicht abziehbar, wenn &Uuml;berentnahmen get&auml;tigt worden sind. Eine &Uuml;berentnahme ist nach &sect; 4 Abs. 4a Satz 2 EStG der Betrag, um den die Entnahmen die Summe des Gewinns und der Einlagen des Wirtschaftsjahres &uuml;bersteigen. Die nicht abziehbaren Schuldzinsen werden typisiert mit 6 % der &Uuml;berentnahmen des Wirtschaftsjahres zuz&uuml;glich der &Uuml;berentnahmen vorangegangener Wirtschaftsjahre und abz&uuml;glich der Betr&auml;ge, um die in den vorangegangenen Wirtschaftsjahren der Gewinn und die Einlagen die Entnahmen &uuml;berstiegen haben (Unterentnahmen), ermittelt (&sect; 4 Abs. 4a Satz 4 EStG). Der sich danach ergebende Betrag, h&ouml;chstens der um 4.000 DM verminderte Betrag der im Wirtschaftsjahr angefallenen Schuldzinsen, ist dem Gewinn hinzuzurechnen (&sect; 4 Abs. 4a Satz 5 EStG). Von der Abzugsbeschr&auml;nkung sind Schuldzinsen f&uuml;r Darlehen zur Finanzierung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten f&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens ausgenommen (&sect; 4 Abs. 4a Satz 6 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Schuldzinsenabzug ist zweistufig zu pr&uuml;fen. Zun&auml;chst ist zu kl&auml;ren, ob der betreffende Kredit eine betriebliche oder private Schuld ist. Dann ist in einem zweiten Schritt zu pr&uuml;fen, ob und in welchem Umfang die betrieblich veranlassten Schuldzinsen nach &sect; 4 Abs. 4a EStG abziehbar sind (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21. September 2005 X R 46\/04, BFHE 211, 238, BStBl II 2006, 125). Anhaltspunkte f&uuml;r private Schuldzinsen liegen im Streitfall nicht vor, so dass eine Aufteilung in einen betrieblichen und einen privaten Zinsaufwand ausscheidet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die vom Kl&auml;ger vorgebrachten verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Abzugsbeschr&auml;nkung nach &sect; 4 Abs. 4a EStG teilt der Senat nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Unterscheidung danach, ob Schuldzinsen f&uuml;r die Finanzierung von Anlage- oder von Umlaufverm&ouml;gen angefallen sind (&sect; 4 Abs. 4a Satz 6 EStG, nunmehr Satz 5), verst&ouml;&szlig;t entgegen der Rechtsansicht des Kl&auml;gers nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG, sie ist nicht willk&uuml;rlich. F&uuml;r eine Gleichbehandlung des Anlageverm&ouml;gens mit dem Umlaufverm&ouml;gen besteht kein Anlass, da Umlaufverm&ouml;gen zum alsbaldigen Absatz bestimmt ist und bei sp&auml;teren K&auml;ufen h&auml;ufig von Lieferanten Zahlungsziele einger&auml;umt werden (BFH-Urteil vom 23. M&auml;rz 2011 X R 28\/09, BFHE 233, 404, BStBl II 2011, 753).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ebenso unbedenklich ist, dass die Vorschrift nur die Gewinneink&uuml;nfte nach &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 EStG betrifft, nicht aber die &Uuml;berschusseink&uuml;nfte nach &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 Nrn. 4 bis 7 EStG. Auch ein Bezieher von &Uuml;berschusseink&uuml;nften kann frei w&auml;hlen, ob er eine Verm&ouml;gensanlage mit Eigen- oder Fremdkapital finanziert, er ist jedoch an die einmal getroffene Entscheidung gebunden (BFH-Urteil in BFHE 211, 238, BStBl II 2006, 125, mit Hinweis auf das BFH-Urteil vom 27. Oktober 1998 IX R 44\/95, BFHE 187, 276, BStBl II 1999, 676). Im Bereich der Gewinneink&uuml;nfte verhindert &sect; 4 Abs. 4a EStG, dass ein Unternehmer Eigen- durch Fremdkapital substituiert und die daf&uuml;r zu entrichtenden Schuldzinsen als Betriebsausgaben abzieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich ist &sect; 4 Abs. 4a EStG auch im Hinblick auf das sog. Nettoprinzip unbedenklich (vgl. BFH-Urteil vom 7. M&auml;rz 2006 X R 44\/04, BFHE 212, 501, BStBl II 2006, 588).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im Streitfall ist die Abzugsbeschr&auml;nkung f&uuml;r betriebliche Schuldzinsen nach &sect; 4 Abs. 4a EStG dem Grunde nach anwendbar. Es handelte sich um betriebliche Darlehen, die &uuml;berwiegend zur Finanzierung von Umlaufverm&ouml;gen verwendet wurden. Insoweit greift die Ausnahmeregelung des &sect; 4 Abs. 4a Satz 6 EStG (nunmehr Satz 5), die nur das Anlageverm&ouml;gen betrifft, nicht ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist nicht spruchreif. Der Kl&auml;ger ermittelt den Gewinn f&uuml;r seinen Betrieb nach einem abweichenden Wirtschaftsjahr (&sect; 4a Abs. 2 Nr. 2 EStG). Nach dem BFH-Urteil in BFHE 233, 404, BStBl II 2011, 753, dem sich der Senat anschlie&szlig;t, w&auml;re die Einbeziehung von &Uuml;berentnahmen, die im Wirtschaftsjahr 1998\/1999 noch vor dem 1. Januar 1999 get&auml;tigt worden sind, unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und mit dem verfassungsrechtlich verb&uuml;rgten Vertrauensschutz nicht zu vereinbaren. Die nicht abziehbaren Schuldzinsen des Wirtschaftsjahres 1999\/2000 werden von der H&ouml;he der im Wirtschaftsjahr 1998\/1999 get&auml;tigten &Uuml;berentnahmen beeinflusst (&sect; 4 Abs. 4a Satz 4 EStG). Bei der Berechnung der nicht abziehbaren Schuldzinsen sind deshalb bei einer verfassungskonformen Auslegung des &sect; 4 Abs. 4a EStG i.V.m. &sect; 52 Abs. 11 Satz 1 EStG &Uuml;berentnahmen des Jahres 1998 nicht zu ber&uuml;cksichtigen. Ggf. sind die vor dem 1. Januar 1999 get&auml;tigten Entnahmen zu sch&auml;tzen, soweit die f&uuml;r &sect; 4 Abs. 4a EStG ma&szlig;geblichen Besteuerungsgrundlagen auch unter Mitwirkung des Steuerpflichtigen nur mit einem unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Aufwand zu ermitteln sind (BFH-Urteil in BFHE 233, 404, BStBl II 2011, 753). Das FG wird im zweiten Rechtsgang die nicht abziehbaren Schuldzinsen unter Au&szlig;erachtlassung der noch im Jahr 1998 get&auml;tigten &Uuml;berentnahmen zu berechnen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.12.2011, III R 99\/07 Verfassungskonformit&auml;t des eingeschr&auml;nkten Schuldzinsenabzugs bei &Uuml;berentnahmen im Wirtschaftsjahr 1998\/1999 Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erzielt &#8230; Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Den Gewinn f&uuml;r das vom 1. April bis zum 31. 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