{"id":9128,"date":"2012-12-20T06:43:31","date_gmt":"2012-12-20T04:43:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9128"},"modified":"2012-12-20T06:43:31","modified_gmt":"2012-12-20T04:43:31","slug":"xi-b-21-11-umsatzbesteuerung-der-entgeltlichen-leistungen-eines-forstverbandes-an-seine-mitglieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-21-11-umsatzbesteuerung-der-entgeltlichen-leistungen-eines-forstverbandes-an-seine-mitglieder\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;21\/11 &#8211; Umsatzbesteuerung der entgeltlichen Leistungen eines Forstverbandes an seine Mitglieder"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.12.2011, XI B 21\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Umsatzbesteuerung der entgeltlichen Leistungen eines Forstverbandes an seine Mitglieder<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist eine Forstbetriebsgemeinschaft in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins. Mitglieder sind mehrere Waldbesitzer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache befindet sich im zweiten Rechtszug. Das Finanzgericht (FG) hat nach der Zur&uuml;ckverweisung durch das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18. Juni 2009 V R 77\/07 (BFHE 226, 187, BFH\/NV 2009, 1912) die Klage abgewiesen. Der Kl&auml;ger sei Unternehmer und ihm stehe der Vorsteuerabzug aus den Eingangsrechnungen zu, die im Zusammenhang mit den durchgef&uuml;hrten Waldkalkungen st&uuml;nden. Gleichzeitig unterl&auml;gen aber die Mitgliedsbeitr&auml;ge und die dem Kl&auml;ger gew&auml;hrten &ouml;ffentlichen Zusch&uuml;sse sowie weitere Einnahmen der Umsatzsteuer. Soweit die Einnahmen aus der Waldkalkung in Gestalt der daf&uuml;r bestimmten Mitgliedsbeitr&auml;ge und des Zuschusses nicht deren Kosten deckten, unterl&auml;gen die seinen Mitgliedern gegen&uuml;ber erbrachten Leistungen aus der Waldkalkung nach &sect; 10 Abs. 5 i.V.m. Abs. 4 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) der Mindestbesteuerung. Im Streitfall entspreche allein die auf der Grundlage der Mindestbemessungsgrundlage f&uuml;r die Waldkalkungen festzusetzende Umsatzsteuer zumindest der von dem Kl&auml;ger geltend gemachten Vorsteuer, die im Zusammenhang mit der Waldkalkung stehe. Dies habe zur Folge, dass die Klage zu keiner niedrigeren Steuerfestsetzung f&uuml;hren k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde des Kl&auml;gers gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des FG ist unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zulassung der Revision wegen der vom Kl&auml;ger geltend gemachten grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) sind nicht dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird die Beschwerde mit der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO begr&uuml;ndet, so muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung eine bestimmte &#8211;abstrakte&#8211; kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und in dem angestrebten Revisionsverfahren auch kl&auml;rbare Rechtsfrage herausgestellt und &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung von Rechtsprechung und Literatur&#8211; deren Bedeutung f&uuml;r die Allgemeinheit substantiiert dargetan werden (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 116 Rz 26, 32, m.w.N.). Im Allgemeinen besteht kein Kl&auml;rungsbedarf mehr, wenn eine Rechtsfrage bereits vom BFH gekl&auml;rt worden ist (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 10. Januar 2003 XI B 80\/00, BFH\/NV 2003, 898; vom 27. Mai 2005 III B 197\/04, BFH\/NV 2005, 1486). Nach &sect; 116 Abs. 3 FGO m&uuml;ssen die Voraussetzungen f&uuml;r die Zulassung der Revision innerhalb von zwei Monaten nach der Zustellung des Urteils dargelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger tr&auml;gt vor, es sei die f&uuml;r eine Vielzahl von vergleichbaren Forstbetriebsgemeinschaften bedeutsame Frage zu kl&auml;ren, ob ein nach &sect; 22 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs als rechtsf&auml;hig anerkannter Verein wegen seines wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetriebes als &quot;insgesamt unternehmerisch t&auml;tig anzusehen&quot; sei oder nur mit seinem wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieb. Zu kl&auml;ren sei ferner, ob ein Verein gegen&uuml;ber seinen Mitgliedern steuerbare Leistungen in H&ouml;he der Mitgliedsbeitr&auml;ge nur dann erbringe, wenn diese einen konkreten Vorteil erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In dem im ersten Rechtszug ergangenen Urteil in BFHE 226, 187, BFH\/NV 2009, 1912 hat der BFH u.a. ausgef&uuml;hrt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Der Senat kann nicht abschlie&szlig;end entscheiden; denn im Rahmen der Klagestattgabe ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Beitr&auml;ge der Mitglieder Entgelt f&uuml;r die Vereinsleistungen an sie sind und deshalb (auch) insoweit ein nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG steuerbarer Leistungsaustausch vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Beitr&auml;ge der Mitglieder eines Vereins (Mitgliedsbeitr&auml;ge) sind nach der neueren Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) i.S. des &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG Entgelt f&uuml;r die Leistungen des Vereins an seine Mitglieder, wenn diese einen konkreten Vorteil erhalten (vgl. &#8230;).&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach dieser neueren Rechtsprechung des BFH ist zu pr&uuml;fen, welche Leistungen ein Verein gegen&uuml;ber seinen Mitgliedern erbracht hat, ob daf&uuml;r ein Entgelt bezahlt worden ist und wie hoch Letzteres ggf. war. Ausgangspunkt ist danach stets die Frage inwieweit entgeltliche Vorteile der Mitglieder jeweils konkret festzustellen sind. Die H&ouml;he des Entgelts bemisst sich sodann nach &sect; 10 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beschwerdebegr&uuml;ndung ist nicht zu entnehmen, welche konkrete Rechtsfrage dar&uuml;ber hinaus im Streitfall zu beantworten w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Kl&auml;ger macht weiter geltend, es sei zu kl&auml;ren, ob die ge&auml;nderte Rechtsprechung des BFH zu einer Grundrechtsverletzung der Mitglieder aus Art. 9 des Grundgesetzes (GG) f&uuml;hren k&ouml;nne, weil die der Finanzierung des Vereinsbereichs dienenden &quot;echten Mitgliedsbeitr&auml;ge&quot;, die einer vereinsrechtlichen Bindung unterl&auml;gen, einer Umsatzbesteuerung unterworfen w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch insoweit entspricht die vorgetragene Begr&uuml;ndung nicht den Anforderungen an die gebotene Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer Rechtsfrage. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung beschr&auml;nkt sich auf die Behauptung einer Verletzung von Art. 9 GG, ohne diese Auffassung n&auml;her durch Anf&uuml;hrung einschl&auml;giger Urteile des Bundesverfassungsgerichts oder &Auml;u&szlig;erungen in der verfassungsrechtlichen Literatur zu belegen. Dar&uuml;ber hinaus ist nicht ersichtlich, inwiefern im Streitfall, in dem der Kl&auml;ger im konkreten einzelwirtschaftlichen Interesse seiner Mitglieder unternehmerisch t&auml;tig wurde (so das im ersten Rechtszug ergangene BFH-Urteil in BFHE 226, 187, BFH\/NV 2009, 1912, unter II.1.b) und mit den Waldkalkungen an die betreffenden Waldeigent&uuml;mer konkrete wirtschaftliche Leistungen erbracht hat, eine Umsatzbesteuerung dieser Leistungen eine verfassungswidrige Beeintr&auml;chtigung der Vereinsmitglieder bzw. des Vereins darstellen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daf&uuml;r, dass der Kl&auml;ger (teilweise) lediglich allgemeine ideelle Interessen seiner Mitglieder wahrgenommen haben k&ouml;nnte, wie z.B. eine Vereinigung zur allgemeinen F&ouml;rderung der Interessen des Agrarsektors (vgl. Urteil des Gerichtshofes der Europ&auml;ischen Union vom 12. Februar 2009 Rs. C-515\/07 &#8211;VNLTO&#8211;, Slg. 2009, I-839, Deutsches Steuerrecht 2009, 369, Rz 32 ff.), ergeben sich weder aus dem Vorbringen in der Beschwerdebegr&uuml;ndung noch aus den Feststellungen des FG im zweiten Rechtsgang (vgl. das im ersten Rechtszug ergangene BFH-Urteil in BFHE 226, 187, BFH\/NV 2009, 1912, unter II.1.b) greifbare Anhaltspunkte. Soweit der Kl&auml;ger in diesem Zusammenhang fragt, ob es bei einer Forstbetriebsgemeinschaft neben dem &quot;wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieb&quot; auch einen &quot;ideellen&quot; Bereich geben k&ouml;nne, der nicht der Umsatzsteuerbelastung ausgesetzt werden d&uuml;rfe, handelt es sich um eine in dem angestrebten Revisionsverfahren nicht kl&auml;rbare Frage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Kl&auml;ger vertritt ferner die Auffassung, der Zuschuss zu den Kosten der Waldkalkung sei unter Beachtung des Subventionszwecks als Schadensersatzleistung anzusehen und stelle damit eine nicht steuerbare Leistung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er hat damit aber lediglich seine Rechtsauffassung dargelegt, und dass das FG den Streitfall aus seiner Sicht unzutreffend entschieden habe; er hat damit aber weder eine abstrakte Rechtsfrage formuliert, noch dargetan, dass deren Beantwortung von grunds&auml;tzlicher Bedeutung f&uuml;r die Allgemeinheit w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO wegen eines Verfahrensfehlers, der vorliegt und auf dem die Entscheidung beruhen kann, sind gleichfalls nicht dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger macht geltend, das FG habe entgegen den Vorgaben des BFH im ersten Rechtszug in seinem Urteil in BFHE 226, 187, BFH\/NV 2009, 1912, unter II.4. die Vorschriften &uuml;ber die Mindestbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 i.V.m. Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG angewandt, ohne zun&auml;chst die H&ouml;he der Mitgliedsbeitr&auml;ge festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Nichtbeachtung der Bindungswirkung des zur&uuml;ckverweisenden Urteils gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 5 FGO kann zwar als Verfahrensfehler i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO geltend gemacht werden (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 8. Januar 1998 VII B 102\/97, BFH\/NV 1998, 729). Der Kl&auml;ger hat aber nicht dargelegt, dass die Klageabweisung auf dem Verfahrensfehler beruhen k&ouml;nnte. Denn nach der bei der Pr&uuml;fung eines Verfahrensfehlers allein ma&szlig;geblichen Rechtsauffassung des FG, auf deren materiell-rechtliche Richtigkeit es in diesem Zusammenhang ankommt (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 18. Februar 2008 VII B 155\/07, nicht ver&ouml;ffentlicht, FamRZ 2008, 1621; vom 1. Juni 2010 V B 13\/09, BFH\/NV 2010, 2084), konnte die Klage unabh&auml;ngig von der H&ouml;he der Mitgliedsbeitr&auml;ge nach der Auffassung des FG keinen Erfolg haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat ausgef&uuml;hrt, es k&ouml;nne dahingestellt bleiben wie hoch der Anteil und die H&ouml;he der Mitgliedsbeitr&auml;ge derjenigen Mitglieder gewesen sei, bei denen eine Waldkalkung stattgefunden habe und f&uuml;r die diese Beitr&auml;ge als Entgelt f&uuml;r die Waldkalkung zu ber&uuml;cksichtigen w&auml;ren, da selbst die gesamten erkl&auml;rten Mitgliedsbeitr&auml;ge in H&ouml;he von 9.817 DM und der Zuschuss der Landwirtschaftskammer in H&ouml;he von 161.440 DM, insgesamt somit 171.257 DM, geringer gewesen seien als die rechnerisch aus den geltend gemachten Vorsteuern f&uuml;r die Waldkalkung errechneten Kosten in H&ouml;he von brutto 205.871 DM. Auf der Grundlage dieser Berechnung kam nach Auffassung des FG zum einen die Besteuerung auf der Grundlage des &sect; 10 Abs. 5 i.V.m. Abs. 4 UStG grunds&auml;tzlich zur Anwendung. Zum anderen konnte die angefochtene Umsatzsteuerfestsetzung selbst im Falle eines noch geringeren Mitgliedsbeitrages insgesamt zu keiner niedrigeren Steuerfestsetzung f&uuml;hren, da die aufgrund der Mindestbemessungsgrundlage gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 5 i.V.m. Abs. 4 UStG festzusetzende Umsatzsteuer nach der Rechtsauffassung des FG zumindest der vom Kl&auml;ger mit der Klage geltend gemachten Vorsteuer entsprach, weshalb das FG die exakte H&ouml;he der ma&szlig;geblichen Mitgliedsbeitr&auml;ge dahingestellt sein lies.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Selbst wenn das FG damit von den Vorgaben im BFH-Urteil in BFHE 226, 187, BFH\/NV 2009, 1912, unter II.4., vor einer Anwendung des &sect; 10 Abs. 5 Nr. 1 i.V.m. Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG sei zun&auml;chst die H&ouml;he der Mitgliedsbeitr&auml;ge festzustellen, abgewichen sein sollte, h&auml;tte es der Darlegung bedurft, dass im Falle der exakten Ermittlung der H&ouml;he der relevanten Mitgliedsbeitr&auml;ge die Vorschriften des &sect; 10 Abs. 5 i.V.m. Abs. 4 UStG nicht zur Anwendung gekommen w&auml;ren und dass sich eine niedrigere Steuerfestsetzung h&auml;tte ergeben k&ouml;nnen. Dies hat der Kl&auml;ger aber nicht vorgetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Mit seinen weiteren Einwendungen, insbesondere<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; bei dem Zuschuss der Landwirtschaftskammer handele es sich entgegen der Auffassung des FG um einen echten Zuschuss, der nicht als Entgelt zu behandeln sei und der dar&uuml;ber hinaus unter Beachtung des Subventionszwecks als nicht steuerbare Schadensersatzleistung anzusehen sei,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; und das FG habe bei der vorgenommenen Mindestbesteuerung nicht gepr&uuml;ft, ob das markt&uuml;bliche Entgelt unter der angenommenen Mindestbemessungsgrundlage liege,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>macht er im Ergebnis geltend, das FG habe falsch entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Mit einem solchen Beschwerdevorbringen, das sich gegen die materielle Richtigkeit der Vorentscheidung einschlie&szlig;lich der Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung wendet, wird allerdings keiner der in &sect; 115 Abs. 2 FGO abschlie&szlig;end aufgef&uuml;hrten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision geltend gemacht (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 2. Oktober 2007 IX B 24\/07, BFH\/NV 2008, 92; vom 8. Oktober 2007 III B 55\/06, BFH\/NV 2008, 95). Das prozessuale Rechtsinstitut der Nichtzulassungsbeschwerde dient nicht dazu, allgemein die Richtigkeit finanzgerichtlicher Urteile zu gew&auml;hrleisten (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20. Februar 2008 VIII B 103\/07, BFH\/NV 2008, 980; vom 25. M&auml;rz 2009 II B 62\/08, BFH\/NV 2009, 1091).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Sonderfall, dass die Entscheidung des FG objektiv willk&uuml;rlich erscheint oder zumindest greifbar gesetzwidrig ist (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 18. Mai 2011 XI B 57\/10, BFH\/NV 2011, 1704, unter 4., m.w.N.), liegt im Streitfall offensichtlich nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung des Beschlusses wird gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.12.2011, XI B 21\/11 Umsatzbesteuerung der entgeltlichen Leistungen eines Forstverbandes an seine Mitglieder Tatbestand 1&nbsp; I. Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist eine Forstbetriebsgemeinschaft in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins. 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