{"id":9215,"date":"2012-12-20T03:02:50","date_gmt":"2012-12-20T01:02:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9215"},"modified":"2012-12-20T03:02:50","modified_gmt":"2012-12-20T01:02:50","slug":"i-b-105-11-finanzunternehmen-und-eigenhandelsabsicht-objektgesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-105-11-finanzunternehmen-und-eigenhandelsabsicht-objektgesellschaft\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;105\/11 &#8211; Finanzunternehmen und Eigenhandelsabsicht (Objektgesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 30.11.2011, I B 105\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Finanzunternehmen und Eigenhandelsabsicht (Objektgesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die Steuerpflicht eines Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses (Beteiligungsver&auml;u&szlig;erung) auf der Grundlage des &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 2002) im Streitjahr 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Alleingesellschafter der im April 2006 errichteten Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), einer GmbH mit dem Unternehmensgegenstand der Verwaltung eigenen Verm&ouml;gens, war seit dem Anteilserwerb am 9. Juni 2006 X. Die Kl&auml;gerin, die davor als sog. Vorratsgesellschaft ohne eigene Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit diente, erwarb sodann am selben Tag eine Beteiligung an der &#8211;zun&auml;chst (ebenfalls) als Vorratsgesellschaft errichteten und bisher ohne Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit gebliebenen&#8211; Y-GmbH gemeinsam mit einer anderen Gesellschaft im Umfang von 23,7\/25 des Kapitals (von 25.000 EUR); Unternehmensgegenstand dieser GmbH war der An- und Verkauf sowie die Vermietung und Verwaltung von Wohnbestand. Mit Vertrag vom 30. Juni 2006 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin diese Beteiligung an eine Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg (Kaufpreis: 7.584.000 EUR). Zuvor war gegen&uuml;ber der Y-GmbH ein notarielles Kaufangebot &uuml;ber umfangreichen Grundbesitz abgegeben worden, zu deren Annahme diese sich im Zuge der Anteils&uuml;bertragung gegen&uuml;ber der Anteilserwerberin verpflichtet hatte. Die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin im weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres beschr&auml;nkte sich auf die Verwaltung des im Zuge der Beteiligungsver&auml;u&szlig;erung erzielten Verm&ouml;gens (Anlage in festverzinsliche Kapitalanlagen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ging im Rahmen ihrer Steuererkl&auml;rungen davon aus, dass der aus der Beteiligungsver&auml;u&szlig;erung erzielte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn (7.556.781 EUR) steuerfrei sei, und ber&uuml;cksichtigte diesen Betrag &#8211;gemindert um nicht abziehbare Ausgaben&#8211; einkommens- und gewerbeertragsmindernd. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte demgegen&uuml;ber die K&ouml;rperschaftsteuer und den Gewerbesteuermessbetrag des Streitjahres unter Hinweis auf &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 fest, ohne den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn von der Steuer freizustellen. Im Einspruchsverfahren kam es durch den Ansatz von R&uuml;ckstellungsbetr&auml;gen zu einer Herabsetzung der Festsetzungen auf 1.653.358 EUR (K&ouml;rperschaftsteuer) bzw. auf 330.670 EUR (Gewerbesteuermessbetrag). Die dagegen erhobene Klage blieb erfolglos (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, Urteil vom 7. Juni 2011&nbsp;&nbsp;6 K 1932\/09).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt unter Hinweis auf &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO), die Revision zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Beschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet. Die von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Zulassung der Revision liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird eine Nichtzulassungsbeschwerde auf die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache gest&uuml;tzt, muss dargelegt werden, dass die angefochtene Entscheidung auf einer Rechtsfrage beruht, deren Kl&auml;rung das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt, die zudem kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rungsf&auml;hig ist. Dazu ist eine allgemeine Rechtsfrage zu formulieren. Deren Bedeutung f&uuml;r die Allgemeinheit muss substantiiert und konkret dargetan werden. Dazu geh&ouml;rt u.a. auch eine Auseinandersetzung mit zu dieser Frage vertretenen Auffassungen in Rechtsprechung, Schrifttum und ver&ouml;ffentlichten &Auml;u&szlig;erungen der Verwaltung (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 12. Juni 2008 VII B 61\/08, BFH\/NV 2008, 1708; vom 4. M&auml;rz 2011 III B 166\/10, BFH\/NV 2011, 1007). Diese Anforderungen erf&uuml;llt die Beschwerde nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die bisher h&ouml;chstrichterlich noch nicht entschiedene Streitfrage zur Qualifizierung einer &quot;Hauptt&auml;tigkeit&quot; im Zusammenhang mit dem personellen Anwendungsbereich des &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 ist in einem Revisionsverfahren nicht kl&auml;rungsf&auml;hig, wenn sich &#8211;wie nach den Feststellungen des FG im Streitfall&#8211; die &quot;operative T&auml;tigkeit (der Kl&auml;gerin) im Zeitraum ab der Gesellschaftsgr&uuml;ndung bis zum 30. Juni 2006&quot; (dem Verkaufstag) in dem Erwerb und dem zeitnah erfolgten Verkauf einer einzigen Beteiligung ersch&ouml;pfte. Denn dann hat die Kl&auml;gerin im Streitjahr ausschlie&szlig;lich eine finanzunternehmerische T&auml;tigkeit (&quot;Erwerb von Beteiligungen&quot;) ausge&uuml;bt, wobei insoweit auch die Durchf&uuml;hrung eines Gesch&auml;fts ausreicht (s. z.B. Senatsbeschluss vom 12. Oktober 2010 I B 82\/10, BFH\/NV 2011, 69, unter Hinweis auf FG Hamburg, Beschluss vom 17. August 2009&nbsp;&nbsp;5 K 275\/09, juris). Die Bewertung einer anderen &#8211;nicht finanzunternehmerischen&#8211; T&auml;tigkeit ist dann im konkreten Streitfall, um den es ungeachtet der Er&ouml;rterung der Streitfrage in der Fachliteratur und einer finanzgerichtlichen Revisionszulassung in einem anderen Fall (Urteil des FG Hamburg vom 14. Dezember 2010&nbsp;&nbsp;3 K 40\/10, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2011, 1186) geht, nicht entscheidungserheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Kl&auml;rungsbed&uuml;rfnis fehlt, soweit die Kl&auml;gerin der Frage grunds&auml;tzliche Bedeutung beimisst, zu welchem Zeitpunkt ma&szlig;geblich ist, ob der Steuerpflichtige ein Finanzunternehmen betreibt. Denn nach dem Gesetzeswortlaut des &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 geht es um den Anteilserwerb durch Finanzunternehmen; die pers&ouml;nliche Voraussetzung (Qualifizierung als Finanzunternehmen) muss daher im Erwerbszeitpunkt erf&uuml;llt sein. Davon ist das FG im angefochtenen Urteil ersichtlich ausgegangen, wenn es einen dem Satzungszweck entsprechenden Anteilserwerb als Gegenstand der &quot;operativen T&auml;tigkeit&quot; der Kl&auml;gerin gew&uuml;rdigt und &#8211;wenn auch im Zusammenhang mit dem Tatbestandsmerkmal des Erwerbs in Eigenhandelsabsicht&#8211; aus dem gesamten erkennbaren Ablauf auf eine planm&auml;&szlig;ige Gestaltung vom Anteilsankauf bis zum Anteilsverkauf gesprochen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus fehlt ein Kl&auml;rungsbed&uuml;rfnis, soweit die Kl&auml;gerin die Rechtsfrage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam h&auml;lt, ob der personelle Anwendungsbereich des &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 nur dann erf&uuml;llt ist, wenn (f&uuml;r das Merkmal des Beteiligungserwerbs) eine Mehrzahl von Gesch&auml;ften get&auml;tigt wurde. Auch wenn der Gesetzeswortlaut auf &quot;Anteile&quot; Bezug nimmt, wird damit &#8211;ebenfalls wie mit der entsprechenden Formulierung in Satz 1 der Vorschrift&#8211; nur auf den sachlichen Anwendungsbereich der Norm verwiesen; die pers&ouml;nliche Voraussetzung ist abschlie&szlig;end durch den Terminus &quot;Finanzunternehmen &#8230;&quot; beschrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch das Merkmal der Absicht eines kurzfristigen Eigenhandelserfolges ist in seinem Zeitbezug nicht in einem Revisionsverfahren kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Das FG hat insoweit zu Recht auf einen engen zeitlichen Zusammenhang zwischen Anteilskauf (im Streitfall: 9. Juni 2006) und Anteilsverkauf (30. Juni 2006) verwiesen, der von einem bestimmten Ablaufplan getragen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Zulassung der Revision wegen Divergenz (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO) kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine die Rechtseinheit gef&auml;hrdende Rechtsprechungsdivergenz liegt nur vor, wenn das FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als u.a. der BFH oder ein anderes FG. Das abweichende Gericht muss seiner Entscheidung einen abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung nicht &uuml;bereinstimmt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 12. Oktober 2006 VI B 154\/05, BFH\/NV 2007, 51; vom 19. April 2010 IV B 38\/09, BFH\/NV 2010, 1489).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angefochtene Urteil weicht nicht in diesem Sinne von dem von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrten Urteil des FG Hamburg in EFG 2011, 1186 ab. Soweit die Kl&auml;gerin darauf verweist, dass &quot;im streitigen Urteil &#8230; entgegen der Auffassung des Finanzgerichts Hamburg trotz der gegebenen Feststellungslast keine Absicht zur Erzielung eines Eigenhandelserfolges festgestellt, sondern nur &#8218;unter W&uuml;rdigung aller erkennbaren Umst&auml;nde&#8216; die Absicht unterstellt, aber nicht nachgewiesen (wurde)&quot;, liegt darin jedenfalls keine Divergenz in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage. Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt auf diese Weise allenfalls eine sachunangemessene Tatsachenw&uuml;rdigung des FG und damit einen materiell-rechtlichen Fehler im angefochtenen Urteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls liegt keine Divergenz darin, dass im angefochtenen Urteil der Beteiligungsbegriff (betr. die Y-GmbH) als erf&uuml;llt angesehen wurde, im Urteil des FG Hamburg in EFG 2011, 1186 hingegen auf der Grundlage einer kreditwesenrechtlichen Interpretation jedenfalls solche Anteile (im Streitfall: Aktien) aus dem Begriff der &quot;Beteiligung&quot; ausgenommen wurden, deren Erwerb unter rein finanziellen Gesichtspunkten erfolgte (g&uuml;nstige Geldanlage nach dem zu erwartenden Kursverlauf: Zuordnung durch das FG zu den ebenfalls tatbestandsrelevanten kreditwesenrechtlichen sog. Finanzinstrumenten). Denn insoweit liegt angesichts der Feststellung des FG, &quot;der gesamte erkennbare Ablauf &#8230; (spreche) f&uuml;r eine planm&auml;&szlig;ige Gestaltung vom Anteilsankauf bis zum Anteilsverkauf, einschlie&szlig;lich der zwischenzeitlichen Ma&szlig;nahmen zur Erh&ouml;hung des Werts der Anteile&quot;, kein vergleichbarer Sachverhalt vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch eine Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat vorgetragen, dass sich das FG zu einzelnen Tatbestandsvoraussetzungen des &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 bzw. zu einzelnen Streitfragen im Zusammenhang mit den Tatbestandsvoraussetzungen nur eingeschr&auml;nkt bzw. &uuml;berhaupt nicht ge&auml;u&szlig;ert habe (keine Feststellung zur &quot;Hauptt&auml;tigkeit&quot;, zur Nichtbeachtung einer bindenden Verwaltungsvorschrift, zum Vorliegen von &quot;Beteiligungen&quot;, zur Kurzfristigkeit, zum Begriff &quot;Finanzunternehmen&quot;). Damit macht sie, ohne sich ausdr&uuml;cklich darauf bezogen zu haben, i.S. des &sect; 119 Nr. 6 FGO geltend, dass die angefochtene Entscheidung insoweit verfahrensfehlerhaft nicht mit Gr&uuml;nden versehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die geltend gemachten Verfahrensfehler liegen nicht vor. Das FG hat im angefochtenen Urteil alle streiterheblichen Tatbestandsvoraussetzungen des &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 er&ouml;rtert und den unstreitigen Sachverhalt auf dieser Grundlage subsumiert. Soweit es dabei z.B. unter Hinweis auf die &quot;erkennbare operative T&auml;tigkeit im Zeitraum ab der Gesellschaftsgr&uuml;ndung&quot; &#8211;die als finanzunternehmerisch qualifiziert wurde&#8211; ausgef&uuml;hrt hat, dass es auf &quot;Kriterien zur Qualifizierung als &#8218;Hauptt&auml;tigkeit&#8216; &#8230; nicht (ankommt)&quot; und damit auch die Kriterien des von der Kl&auml;gerin zitierten Verwaltungsschreibens nicht streiterheblich seien (Seite 9 f. des Urteilsabdrucks), waren weitere Ausf&uuml;hrungen in diesem Zusammenhang entbehrlich. Auf Gesichtspunkte, die nach dem Rechtsstandpunkt des Gerichts nicht entscheidungserheblich sind, muss in den Entscheidungsgr&uuml;nden nicht n&auml;her eingegangen werden. Der Umstand, dass das Gericht aus der Sicht der Kl&auml;gerin einen unzutreffenden Rechtsstandpunkt eingenommen und daher die Er&ouml;rterung weiterer Fragen unterlassen hat, f&uuml;hrt nicht zu einem Verfahrensmangel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 30.11.2011, I B 105\/11 Finanzunternehmen und Eigenhandelsabsicht (Objektgesellschaft Tatbestand 1&nbsp; I. 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