{"id":9219,"date":"2012-12-06T04:35:43","date_gmt":"2012-12-06T02:35:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9219"},"modified":"2012-12-06T04:35:43","modified_gmt":"2012-12-06T02:35:43","slug":"i-r-4-11-finanzunternehmen-und-eigenhandelsabsicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-4-11-finanzunternehmen-und-eigenhandelsabsicht\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;4\/11 &#8211; Finanzunternehmen und Eigenhandelsabsicht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.10.2011, I R 4\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Finanzunternehmen und Eigenhandelsabsicht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die Steuerpflicht von Dividenden und Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;sen aus Aktienbesitz auf der Grundlage des &sect; 8b Abs. 7 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 2002) im Streitjahr 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unternehmensgegenstand der in 2002 errichteten Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), einer GmbH, war im Streitjahr u.a. der Erwerb von Unternehmensbeteiligungen, der Erwerb, die Ver&auml;u&szlig;erung und die Verwaltung eigenen Verm&ouml;gens, insbesondere von Grundst&uuml;cken, Geb&auml;uden sowie von Gesch&auml;ftsbeteiligungen aller Art und alle damit im Zusammenhang stehenden Gesch&auml;fte, ausgenommen die erlaubnispflichtigen Gesch&auml;fte. Alleiniger Gesellschafter und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer war zun&auml;chst X, der der Kl&auml;gerin im Zuge der Errichtung ein Geldverm&ouml;gen von &uuml;ber &#8230; Mio. EUR &uuml;bertrug. Sp&auml;ter kam es zu Anteils&uuml;bertragungen im Familienkreis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin schloss im April 2002 einen Verm&ouml;gensverwaltungsvertrag mit der Bank 1 u.a. folgenden Inhalts: &quot;1.) Der Auftraggeber unterh&auml;lt &#8230; ein Wertpapierdepot sowie entsprechende Abwicklungs- und Ertr&auml;gniskonten. Der Auftragnehmer ist beauftragt und bevollm&auml;chtigt, die dort &#8230; verbuchten oder verwahrten Verm&ouml;genswerte nach Ma&szlig;gabe der folgenden Bestimmungen zu verwalten. &#8230; 2.) Der Auftragnehmer ist berechtigt, nach freiem Ermessen und ohne vorherige Einholung von Weisungen &uuml;ber die Depotbest&auml;nde und Kontoguthaben zu verf&uuml;gen. Er ist insbesondere berechtigt, Wertpapiere zu kaufen, zu verkaufen und zu tauschen, Investmentanteilscheine und Bezugsrechte zu kaufen, zu verkaufen oder auszu&uuml;ben und im Namen des Auftraggebers alle Handlungen vorzunehmen oder Erkl&auml;rungen abzugeben bzw. entgegenzunehmen und alle &uuml;brigen Ma&szlig;nahmen durchzuf&uuml;hren, die ihm zur Verwaltung des Verm&ouml;gens zweckm&auml;&szlig;ig erscheinen. Andere Anlageformen (z.B. Festgelder) sind m&ouml;glich. &#8230; 4.) Auftraggeber und Auftragnehmer sind sich einig, dass der Auftragnehmer bei der Verm&ouml;gensverwaltung die in der Anlage festgelegten Anlagerichtlinien beachtet. &#8230;&quot; In den Anlagerichtlinien war u.a. Folgendes bestimmt: &quot;Ertragserwartung: 8 % p.a. vor Steuern &#8230;; Anlageuniversum: weltweite Anlage in Aktien, Renten, Geldmarkt, Fonds. Angestrebt wird eine nachhaltige Ertragssteigerung nach Steuern.&quot; In Ausf&uuml;hrung dieses Vertrages erwarb und ver&auml;u&szlig;erte die Bank 1 f&uuml;r die Kl&auml;gerin in der Folgezeit laufend Aktien und Rentenpapiere.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daneben richtete die Kl&auml;gerin bei der Bank 2 ein Depot ein, das sie selbst verwaltete und &uuml;ber welches sie ebenfalls laufend Wertpapiergesch&auml;fte abwickelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr schloss die Kl&auml;gerin einen weiteren Verm&ouml;gensverwaltungsvertrag mit der Bank 3 ab und &uuml;bertrug einen Teil der bis dahin bei der Bank 1 deponierten Wertpapiere auf das dort neu errichtete Depot. In dem Verwaltungsvertrag war u.a. Folgendes vereinbart: &quot;Sie sind beauftragt, die Verm&ouml;genswerte nach Ihrem Ermessen unter Ber&uuml;cksichtigung der als Anlage beigef&uuml;gten Anlagerichtlinien ohne vorherige Einholung meiner\/unserer Weisungen zu verwalten. Daher sind Sie berechtigt, in jeder Weise &uuml;ber die Verm&ouml;genswerte zu verf&uuml;gen, An- und Verk&auml;ufe vorzunehmen, Wertpapiere zu konvertieren oder umzutauschen, Bezugsrechte auszu&uuml;ben, zu kaufen oder zu verkaufen, Devisen sowie alle sonstigen bank&uuml;blichen Verm&ouml;genswerte anzuschaffen oder zu ver&auml;u&szlig;ern sowie alle &uuml;brigen Ma&szlig;nahmen zu treffen, die Ihnen bei der Verwaltung der Verm&ouml;genswerte als zweckm&auml;&szlig;ig erscheinen. Diese Regelung gilt auch f&uuml;r den Abschlu&szlig; von Termingesch&auml;ften aller Art, insbesondere Optionsgesch&auml;ften, Devisentermin- und Finanztermingesch&auml;ften.&quot; In den Anlagerichtlinien wurden Anlagegrenzen f&uuml;r die Depotstruktur geregelt. Die Bank 3 schichtete die &uuml;bernommenen Wertpapiere im Streitjahr zum Teil um.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erfasste alle Wertpapiere zun&auml;chst im Umlaufverm&ouml;gen (Bilanz auf den 31. Dezember 2002: &quot;Sonstige Wertpapiere&quot; mit einem Buchwert von 5.284.564 EUR). Diese Handhabung blieb in den Bilanzen auf den 31. Dezember 2003 und den 31. Dezember 2004 unver&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) behandelte Abschreibungen auf die Wertpapiere und Ver&auml;u&szlig;erungsverluste (insgesamt 451.673 EUR) im Veranlagungszeitraum 2002 unter Hinweis auf &sect; 8b Abs. 7 KStG 2002 zugunsten der Kl&auml;gerin als steuerpflichtig. In den Folgejahren 2003 und 2004 ergaben sich bei der Saldierung der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne und -verluste sowie der Ab- und Zuschreibungen insgesamt Gewinne (2003: 207.485 EUR; 2004: 103.872 EUR), die das FA erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; als steuerpflichtig ber&uuml;cksichtigte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Beginn des Streitjahres buchte die Kl&auml;gerin die Er&ouml;ffnungsbilanzwerte der Wertpapiere in das Anlageverm&ouml;gen um und erfasste alle weiteren (im Streitjahr hinzuerworbenen) Wertpapiere unmittelbar im Anlageverm&ouml;gen. In der am 29. Januar 2007 beim FA eingereichten K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr gab die Kl&auml;gerin einen Bilanzgewinn von 441.761 EUR, nicht abziehbare Aufwendungen von 81.983 EUR und gem&auml;&szlig; &sect; 8b KStG 2002 steuerfreie Bez&uuml;ge von 223.397 EUR an. Letztere entfielen z.T. auf Dividenden f&uuml;r ausl&auml;ndische Aktien. Im Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2005 waren die Wertpapiere unter der Position &quot;Finanzanlagen&quot; als &quot;Wertpapiere des Anlageverm&ouml;gens&quot; erfasst. In der Erl&auml;uterung hierzu hei&szlig;t es: &quot;Im Vorjahr wurden die Wertpapiere als Umlaufverm&ouml;gen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden im Berichtsjahr entsprechend umgegliedert.&quot; Im Anhang ist vermerkt: &quot;Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Da es sich bei den Wertpapieren um Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde handelt, die der Gesellschaft l&auml;ngerfristig dienen, erfolgt der Ausweis erstmalig als Anlageverm&ouml;gen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gewinn- und Verlustrechnung des Streitjahres enthielt u.a. folgende Positionen (in EUR):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Ertr&auml;ge aus Wertpapierverk&auml;ufen (Dividendenpapiere):<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">225.159<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Ver&auml;u&szlig;erungsverluste Wertpapiere (Dividendenpapiere):<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">49.479<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Dividenden:&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">47.716<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">gesamt:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">223.396<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Teil dieser Betr&auml;ge entfiel auf Aktien, die die Kl&auml;gerin erst im Streitjahr erworben hatte (Ertr&auml;ge aus Wertpapierverk&auml;ufen: 41.004 EUR; Verluste aus Wertpapierverk&auml;ufen: 29.372 EUR; Dividenden: 8.391 EUR). Es fanden im Streitjahr mehr als 100 K&auml;ufe und Verk&auml;ufe statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erfasste die Dividenden und die Ergebnisse der Aktienverk&auml;ufe wie in den Vorjahren als steuerpflichtig; es erlie&szlig; entsprechende Festsetzungen zur K&ouml;rperschaftsteuer und zum Gewerbesteuermessbetrag sowie einen Feststellungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect; 27 Abs. 2 Satz 1 KStG 2002. Mit &Auml;nderungsbescheiden zur K&ouml;rperschaftsteuer und zum Gewerbesteuermessbetrag vom 14. Dezember 2010 nahm das FA davon allerdings die Dividenden\/Ergebnisse solcher Wertpapiere aus, die im Streitjahr erworben worden waren. Die gegen die Steuerfestsetzungen erhobene Klage blieb erfolglos (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; Hamburg, Urteil vom 14. Dezember 2010&nbsp;&nbsp;3 K 40\/10, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2011, 1186).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts geltend. Sie beantragt unter Zur&uuml;cknahme der Revision wegen gesonderter Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect; 27 KStG 2002 zum 31. Dezember 2005, das angefochtene Urteil und die &Auml;nderungsbescheide zur K&ouml;rperschaftsteuer bzw. zum Gewerbesteuermessbetrag 2005 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Das Verfahren wird eingestellt, soweit es um die Feststellung gem&auml;&szlig; &sect; 27 Abs. 2 Satz 1 KStG 2002 geht. Denn die Kl&auml;gerin hat die Revision insoweit zur&uuml;ckgenommen. Die R&uuml;cknahmeerkl&auml;rung ist wirksam; eine Einwilligung des FA (&sect; 125 Abs. 1 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) war nicht erforderlich, da im Zeitpunkt des Zugangs der R&uuml;cknahmeerkl&auml;rung beim Bundesfinanzhof das FA noch nicht auf m&uuml;ndliche Verhandlung verzichtet hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:126\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist &#8211;soweit sie nicht zur&uuml;ckgenommen wurde&#8211; unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerfestsetzungen, in denen die Dividenden und Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;se aus vor 2005 erworbenem Wertpapierbesitz im Streitjahr als k&ouml;rperschaftsteuer- und gewerbesteuerpflichtig erfasst wurden (&sect; 8b Abs. 1 und Abs. 2 KStG 2002 i.V.m. &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002; &sect; 7 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes 2002), sind rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei der Ermittlung des Einkommens bleiben nach &sect; 8b Abs. 1 Satz 1 KStG 2002 Bez&uuml;ge u.a. i.S. des &sect; 20 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) au&szlig;er Ansatz. Dieselbe Rechtsfolge tritt nach &sect; 8b Abs. 2 Satz 1 KStG 2002 ein f&uuml;r Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer K&ouml;rperschaft oder Personenvereinigung, deren Leistungen beim Empf&auml;nger zu bestimmten Einnahmen i.S. des &sect; 20 Abs. 1 EStG geh&ouml;ren. &sect; 8b Abs. 1 und 2 KStG 2002 ist allerdings nach &sect; 8b Abs. 7 Satz 1 KStG 2002 (in der im Streitjahr geltenden Fassung vor der &Auml;nderung durch das Gesetz zur Umsetzung der neu gefassten Bankenrichtlinie und der neuen Kreditad&auml;quanzrichtlinie vom 17. November 2006, BGBl I 2006, 2606, BStBl I 2007, 2) nicht auf Anteile anzuwenden, die bei Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten nach &sect; 1 Abs. 12 des Gesetzes &uuml;ber das Kreditwesen in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (KWG a.F.) dem Handelsbuch zuzurechnen sind. Gleiches gilt nach &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 f&uuml;r Anteile, die von Finanzunternehmen i.S. des Gesetzes &uuml;ber das Kreditwesen mit dem Ziel der kurzfristigen Erzielung eines Eigenhandelserfolges erworben werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin war im jeweiligen Zeitpunkt des Erwerbs der Wertpapiere ein Finanzunternehmen i.S. von &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 i.V.m. &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 KWG a.F.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Finanzunternehmen i.S. von &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 i.V.m. &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 KWG a.F. sind u.a. solche Unternehmen, die weder Kreditinstitute noch Finanzdienstleistungsinstitute sind und deren Hauptt&auml;tigkeit u.a. darin besteht, mit Finanzinstrumenten f&uuml;r eigene Rechnung zu handeln (s. insoweit &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 KWG a.F.). Finanzinstrumente sind gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 11 Satz 1 KWG a.F. Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Devisen oder Rechnungseinheiten sowie Derivate. Wertpapiere sind nach Satz 2 der Vorschrift, auch wenn keine Urkunden &uuml;ber sie ausgestellt sind, Aktien, Zertifikate, die Aktien vertreten, Schuldverschreibungen, Genussscheine, Optionsscheine und andere Wertpapiere, die mit Aktien oder Schuldverschreibungen vergleichbar sind, wenn sie an einem Markt gehandelt werden k&ouml;nnen; Wertpapiere sind auch Anteile an Investmentverm&ouml;gen, die von einer Kapitalanlagegesellschaft oder einer ausl&auml;ndischen Investmentgesellschaft ausgegeben werden. &Uuml;bt das Unternehmen auch T&auml;tigkeiten aus, die nicht den &quot;Finanzsektor&quot; betreffen, muss &#8211;nach bisher durch die Rechtsprechung nicht abschlie&szlig;end festgelegten Ma&szlig;st&auml;ben (s. dazu z.B. einerseits Bundesministerium der Finanzen &#8211;BMF&#8211;, Schreiben vom 25. Juli 2002, BStBl I 2002, 712, zu C.I. mit Verweis auf das BMF-Schreiben vom 15. Dezember 1994, BStBl I 1995, 25 Tz. 81 f.; andererseits z.B. Gosch, KStG, 2. Aufl., &sect; 8b Rz 565 ff.; D&ouml;tsch\/Pung in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect; 8b KStG Rz 269; Rengers in Bl&uuml;mich, EStG\/KStG\/GewStG, &sect; 8b KStG Rz 443; Riegel, Die Unternehmensbesteuerung &#8211;Ubg&#8211; 2011, 121, 124 f.)&#8211; ermittelt werden, ob die Hauptt&auml;tigkeit in diesem Sinne finanzunternehmerisch ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den Feststellungen des FG beschr&auml;nkte sich die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin seit der Unternehmensgr&uuml;ndung auf den Erwerb und den Verkauf bzw. das Halten von Aktien und Rentenpapieren, die jeweils den Begriff der Finanzinstrumente i.S. des &sect; 1 Abs. 11 Satz 1 KWG a.F. erf&uuml;llen. Der auf eigene Rechnung der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrte und vom satzungsm&auml;&szlig;igen Unternehmenszweck abgedeckte Handel mit diesen Wertpapieren bildete damit zugleich auch ihre Hauptt&auml;tigkeit. Denn infolge der einheitlichen Erfassung des Wertpapierbestands der Kl&auml;gerin als Umlaufverm&ouml;gen, dem die Anschaffung der Wertpapiere zu spekulativen Zwecken oder zur kurzfristigen Geldanlage zugrunde liegt (Umkehrschluss aus &sect; 247 des Handelsgesetzbuchs), kommt es nicht in Betracht, diesen Bestand in den einzelnen Jahren anteilig einem Bereich &quot;Handel&quot; und einem Bereich &quot;Verm&ouml;gensverwaltung&quot; (soweit mit diesen Wertpapieren tats&auml;chlich Dividendenertr&auml;ge erzielt wurden) zuzuordnen. Daher kann der Kl&auml;gerin neben dem Handel nicht noch ein weiterer &#8211;f&uuml;r das Tatbestandsmerkmal der Hauptt&auml;tigkeit in &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 KWG a.F. konkurrierender&#8211; T&auml;tigkeitsbereich zugewiesen werden. Das Halten von Wertpapieren bis zum Ver&auml;u&szlig;erungsentschluss ist jedenfalls unter den Bedingungen des Streitfalls notwendiger Bestandteil eines finanzunternehmerischen Wertpapierhandels.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 14. Januar 2009 I R 36\/08 (BFHE 224, 242, BStBl II 2009, 671) entschieden hat, kommt trotz der zun&auml;chst bankenspezifischen Zielrichtung des &sect; 8b Abs. 7 KStG 2002 (s. Bericht des Finanzausschusses, BTDrucks 14\/4626, S. 3, 7) eine einschr&auml;nkende Auslegung dieser Regelung nicht mit R&uuml;cksicht darauf in Betracht, dass die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen des &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 KWG a.F. je nach T&auml;tigkeitsbereich durch verm&ouml;gensverwaltende (Familien-)Gesellschaften erf&uuml;llt werden k&ouml;nnen. Es ist auch ausgeschlossen, die bei &sect; 15 EStG f&uuml;r die Abgrenzung zwischen Verm&ouml;gensverwaltung und gewerblichem Wertpapierhandel ma&szlig;gebenden Kriterien bei &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 tatbestandseinengend heranzuziehen (s.a. Gosch, a.a.O., &sect; 8b Rz 563 mit Fu&szlig;note 5 und Rz 589, m.w.N.). Daher ist auch der Umstand, dass die Kl&auml;gerin im Streitfall in den Jahren 2002 bis 2004 jedenfalls im Wesentlichen nicht selbst, sondern &uuml;ber eine Depotbank am Marktgeschehen teilgenommen hat (Depot bei der Bank 1), unerheblich. Die f&uuml;r ihre Rechnung ausge&uuml;bte (handelnde) T&auml;tigkeit der beauftragten Depotbank ist ihr uneingeschr&auml;nkt zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Da die Kl&auml;gerin angesichts ihres satzungsm&auml;&szlig;igen Unternehmenszwecks, der u.a. den Erwerb von Unternehmensbeteiligungen erfasst, schon mit dem ersten Erwerb von Wertpapieren als Finanzunternehmen t&auml;tig geworden ist und damit die Wertpapiere als Finanzunternehmen erworben hat (s. insoweit allgemein Rengers in Bl&uuml;mich, a.a.O., &sect; 8b KStG Rz 452; Lohmann\/Windh&ouml;fel, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2009, 1043; Riegel, Ubg 2011, 121, 124), sind die streitgegenst&auml;ndlichen Wertpapiere (mit Erwerbszeitpunkten vor dem 1. Januar 2005) vollen Umfangs Anteile i.S. von &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Kl&auml;gerin hat die Wertpapiere mit der Absicht, einen kurzfristigen Eigenhandelserfolg zu erzielen, erworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Begriff der Eigenhandelsabsicht setzt eine Handelsabsicht mit dem Zweck des gegebenenfalls kurzfristigen Wiederverkaufs aus dem eigenen Bestand voraus, die darauf abzielt, bestehende oder erwartete Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufspreis zu nutzen und dadurch einen Eigenhandelserfolg zu erzielen (Senatsurteil in BFHE 224, 242, BStBl II 2009, 671). Diese Absicht muss im Erwerbszeitpunkt bestehen (Senatsurteil in BFHE 224, 242, BStBl II 2009, 671; Senatsbeschluss vom 12. Oktober 2010 I B 82\/10, BFH\/NV 2011, 69). Im &Uuml;brigen bestehen keine Einschr&auml;nkungen: Weder bedarf es des Handels im Rahmen eines organisierten, staatlich geregelten und &uuml;berwachten Marktes noch erfordert &sect; 8b Abs. 7 KStG 2002 das Vorliegen eines Eigenhandels als Finanzdienstleistung f&uuml;r Dritte i.S. von &sect; 1 Abs. 1a Nr. 4 KWG a.F. Vielmehr umfasst der Begriff des Eigenhandelserfolges den Erfolg aus jeglichem &quot;Umschlag&quot; von Anteilen i.S. von &sect; 8b Abs. 1 KStG 2002 auf eigene Rechnung (Senatsurteil in BFHE 224, 242, BStBl II 2009, 671; Senatsbeschl&uuml;sse vom 15. Juni 2009 I B 46\/09, BFH\/NV 2009, 1843; in BFH\/NV 2011, 69; z.T. kritisch L&ouml;ffler\/Hansen, Deutsches Steuerrecht 2011, 558, 559 f.). Soweit ein solcher Erfolg im eigenen Verm&ouml;gensbereich des Steuerpflichtigen eintritt, muss er sich entsprechende Absichten eines (hier: aufgrund eines Verm&ouml;gensverwaltervertrages) eigenst&auml;ndig handelnden Vertreters (Banken 1 und 3) als eigene zurechnen lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat aus seinen Feststellungen zur buchhalterischen Erfassung der Wertpapiere und seinen auch aus der Beweisaufnahme gewonnenen Erkenntnissen zum Ablauf der Wertpapiergesch&auml;fte der Kl&auml;gerin darauf geschlossen, dass der jeweilige Erwerb der Wertpapiere von der Absicht einer kurzfristigen Erzielung eines Eigenhandelserfolges getragen war. Dies l&auml;sst keinen Rechtsfehler erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die zeitnahe Zuordnung der erworbenen Wertpapiere zum Umlaufverm&ouml;gen f&uuml;hrt zwar nicht zwingend zu einem R&uuml;ckschluss auf die tatbestandsm&auml;&szlig;ige Eigenhandelsabsicht (so aber wohl BMF-Schreiben in BStBl I 2002, 712, zu C.II.; ebenso Frotscher in Frotscher\/Maas, KStG\/GewStG\/ UmwStG, &sect; 8b KStG Rz 111e; Feyerabend in Erle\/Sauter, KStG, 3. Aufl., &sect; 8b Rz 367; Kr&ouml;ner in Ernst &#038; Young, KStG, &sect; 8b Rz 281; Hagedorn\/Matzke, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2009, 970). Denn diese Zuordnung bringt nicht ohne weiteres die Absicht zum Ausdruck, die Wertpapiere in der Erwartung eines Unterschieds zwischen Kauf- und Verkaufspreis weiterzuver&auml;u&szlig;ern und dabei einen Preissteigerungsvorteil zu erzielen (Bauschatz, Deutsche Steuer-Zeitung 2009, 502; Gosch, a.a.O., &sect; 8b Rz 588). Die Zuordnung ist aber jedenfalls ma&szlig;gebliches Indiz f&uuml;r das Vorliegen der erforderlichen Eigenhandelsabsicht beim Anteilserwerb (Gosch, a.a.O., &sect; 8b Rz 589; Watermeyer, GmbH-Steuerberater 2009, 220; ders. in Herrmann\/Heuer\/Raupach, EStG\/KStG, &sect; 8b KStG Rz 165; Henningfeld, EFG 2011, 1095; Seidel\/Engel, GmbHR 2011, 358, 361 f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Das FG hat die Qualifizierung der Wertpapiere als Umlaufverm&ouml;gen auf dieser Grundlage zu Recht als ma&szlig;gebliches Indiz daf&uuml;r gew&uuml;rdigt, dass die Kl&auml;gerin diese Aktien kurzfristig wieder ver&auml;u&szlig;ern wollte. Dem kann von der Kl&auml;gerin nicht entgegengehalten werden, dass eine langfristige Verm&ouml;gensanlage bezweckt gewesen sei. Denn dies bezieht sich nur auf den Wert des Verm&ouml;gens insgesamt, der langfristig erhalten und gesteigert werden sollte. Jedenfalls ist &#8211;wie das FG festgestellt hat&#8211; je nach aktuellem Kursverlauf entschieden worden, ob das Wertpapier ver&auml;u&szlig;ert oder weiter gehalten werden sollte; dass die Ver&auml;u&szlig;erung f&uuml;r einen bestimmten Zeitraum konkret ausgeschlossen gewesen sein sollte, ist demgegen&uuml;ber nicht festgestellt. Damit kann die Kl&auml;gerin auch nicht mit Erfolg auf eine tats&auml;chlich eingetretene l&auml;ngerfristige Haltedauer einzelner Wertpapiere verweisen; einer retrospektiven Betrachtung kommt wegen der kaum vorhersehbaren Kursentwicklung im Wertpapierbereich keine entscheidende Bedeutung bei der Indizw&uuml;rdigung f&uuml;r den Erwerbszeitpunkt zu. Schlie&szlig;lich spricht f&uuml;r eine Handelsabsicht auch der Umfang der ausschlie&szlig;lich den Wertpapierhandel betreffenden Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin und die Beauftragung professioneller Wertpapierh&auml;ndler zur sachkundigen Marktbeobachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Eine andere Beurteilung folgt nicht daraus, dass die Kl&auml;gerin alle vorhandenen Wertpapiere zu Beginn des Streitjahres in das Anlageverm&ouml;gen umgegliedert hat. Denn nach dem Wortlaut des &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 kommt es auf die im Erwerbszeitpunkt bestehende Absicht an. Eine sp&auml;tere &Auml;nderung dieser Absicht kann zwar eine Umgliederung in das Anlageverm&ouml;gen rechtfertigen, hat aber f&uuml;r davon betroffene Wertpapiere keine Auswirkung auf die Rechtsfolgen des &sect; 8b Abs. 7 KStG 2002 (Senatsurteil in BFHE 224, 242, BStBl II 2009, 671; Senatsbeschluss in BFH\/NV 2011, 69; Gosch, a.a.O., &sect; 8b Rz 589; D&ouml;tsch\/Pung in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, a.a.O., &sect; 8b KStG Rz 276; Lohmann\/Windh&ouml;fel, DB 2009, 1043; Kr&ouml;ner in Ernst &#038; Young, a.a.O., &sect; 8b Rz 282; s.a. BMF-Schreiben in BStBl I 2002, 712, zu C.II. a.E.; a.A. wohl Feyerabend in Erle\/Sauter, a.a.O., &sect; 8b Rz 371).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auch die Dividenden und die Eink&uuml;nfte aus der Ver&auml;u&szlig;erung von ausl&auml;ndischen Wertpapieren sind nach diesen Ma&szlig;gaben steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies folgt zun&auml;chst daraus, dass &sect; 8b Abs. 7 Satz 2 KStG 2002 auch auf Anteile an nach ausl&auml;ndischem Recht gegr&uuml;ndeten und im Ausland registrierten Kapitalgesellschaften anwendbar ist (Senatsbeschl&uuml;sse in BFH\/NV 2009, 1843; in BFH\/NV 2011, 69; s.a. Riegel, Ubg 2011, 121, 131). Da die Kl&auml;gerin im &Uuml;brigen an keiner Gesellschaft zu mindestens 10 % beteiligt war, ist die Anwendung dieser Regelung auf Dividendenertr&auml;ge (s. insoweit allgemein Frotscher in Frotscher\/Maas, a.a.O., &sect; 8b KStG Rz 113a) auch nicht durch &sect; 8b Abs. 9 KStG 2002 gehindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das hiernach bestehende Besteuerungsrecht ist auch nicht nach Ma&szlig;gabe eines der mit den jeweiligen Quellenstaaten abgeschlossenen Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung ausgeschlossen. Denn auf der Grundlage der entsprechenden Regelungen der jeweiligen Abkommen findet im Ans&auml;ssigkeitsstaat eine Besteuerung sowohl der Dividenden als auch der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne unter Anrechnung der ausl&auml;ndischen Quellensteuern statt. Dies alles ist in den streitgegenst&auml;ndlichen Festsetzungen ber&uuml;cksichtigt worden und ist zwischen den Beteiligten nicht in Streit; dazu bedarf es daher keiner weiteren Erl&auml;uterungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Der ermittelte Gewinn ist der H&ouml;he nach unstreitig und begegnet auch nach Aktenlage keinen Bedenken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.10.2011, I R 4\/11 Finanzunternehmen und Eigenhandelsabsicht Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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