{"id":9245,"date":"2012-12-20T02:52:21","date_gmt":"2012-12-20T00:52:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9245"},"modified":"2012-12-20T02:52:21","modified_gmt":"2012-12-20T00:52:21","slug":"i-b-62-11-nichtzulassungsbeschwerde-gewerbesteuerliches-schachtelprivileg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-62-11-nichtzulassungsbeschwerde-gewerbesteuerliches-schachtelprivileg\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;62\/11 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Gewerbesteuerliches Schachtelprivileg"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.11.2011, I B 62\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Gewerbesteuerliches Schachtelprivileg<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die Rechtm&auml;&szlig;igkeit einer Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrages f&uuml;r den Erhebungszeitraum 2006 (Streitjahr) auf der Grundlage einer Hinzurechnung gem&auml;&szlig; &sect; 8 Nr. 5 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG 2002).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine in 1996 errichtete GmbH, erwarb mit Urkunde vom 29. Mai 2006 einen Gesch&auml;ftsanteil in H&ouml;he von nominal 1.000 EUR (1\/100) an der X-GmbH f&uuml;r 180.000 EUR; Gesellschafter der X-GmbH waren zum 1. Januar 2006 je zur H&auml;lfte A und B. Durch Gesellschafterbeschluss vom 31. Mai 2006 kam es zu einer Kapitalerh&ouml;hung bei der Kl&auml;gerin durch Sacheinlage der bisher im Privatverm&ouml;gen des alleinigen Gesellschafters der Kl&auml;gerin (A) gehaltenen Gesch&auml;ftsanteile an der X-GmbH im Nennbetrag von 50.000 EUR (50\/100).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch Gesellschafterbeschluss der X-GmbH vom 6. Juni 2006 erfolgte eine Gewinnaussch&uuml;ttung, die in H&ouml;he von 51 % (4.488.000 EUR) auf die Kl&auml;gerin entfiel. Am 7. Juni 2006 brachte die Kl&auml;gerin ihre Gesch&auml;ftsanteile an der X-GmbH in eine weitere GmbH, an der sie zu 100 % beteiligt war, zu Buchwerten ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer des Streitjahres durch den Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) blieb die Gewinnaussch&uuml;ttung gem&auml;&szlig; &sect; 8b Abs. 1 und 5 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 2002) in H&ouml;he von 4.263.600 EUR ohne Einfluss auf die Bemessungsgrundlage. Das FA rechnete diesen Betrag dem hiernach ermittelten Gewinn jedoch bei Ermittlung des Gewerbeertrages nach &sect; 8 Nr. 5 Satz 1 GewStG 2002 hinzu. Die Klage gegen den auf dieser Basis ergangenen Gewerbesteuermessbescheid blieb erfolglos (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 4. April 2011&nbsp;&nbsp;10 K 934\/09).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt unter Hinweis auf &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO), die Revision zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Beschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 FGO liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO ist die Revision gegen ein Urteil des FG zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat. Eine solche ist gegeben, wenn im konkreten Fall eine Rechtsfrage entscheidungserheblich ist, die im Interesse der Allgemeinheit der Kl&auml;rung bedarf. Diese Voraussetzung ist nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gewerbeertrag ist der nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes oder des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, vermehrt und vermindert um die in den &sect;&sect; 8 und 9 GewStG 2002 bezeichneten Betr&auml;ge (&sect; 7 Satz 1 GewStG 2002). Dem Gewinn aus Gewerbebetrieb hinzugerechnet werden nach &sect; 8 Nr. 5 GewStG 2002 (u.a.) die nach &sect; 8b Abs. 1 KStG 2002 au&szlig;er Ansatz bleibenden Gewinnanteile (Dividenden) und die diesen gleichgestellten Bez&uuml;ge und erhaltenen Leistungen aus Anteilen an einer K&ouml;rperschaft, Personenvereinigung oder Verm&ouml;gensmasse im Sinne des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes, soweit sie nicht die Voraussetzungen des &sect; 9 Nr. 2a oder 7 GewStG 2002 erf&uuml;llen, nach Abzug der mit diesen Einnahmen, Bez&uuml;gen und erhaltenen Leistungen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Betriebsausgaben, soweit diese nach &sect; 8b Abs. 5 KStG 2002 unber&uuml;cksichtigt bleiben. Nach dem im Streitfall einschl&auml;gigen &sect; 9 Nr. 2a Satz 1 GewStG 2002 wird die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen u.a. gek&uuml;rzt um die Gewinne aus Anteilen an einer nicht steuerbefreiten inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft i.S. des &sect; 2 Abs. 2 GewStG 2002, wenn die Beteiligung zu Beginn des Erhebungszeitraums mindestens 10 % des Grund- oder Stammkapitals betr&auml;gt und die Gewinnanteile bei Ermittlung des Gewinns angesetzt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin hat dazu vorgetragen, grunds&auml;tzlich kl&auml;rungsbed&uuml;rftig sei die Rechtsfrage, wie die Verweisung in &sect; 8 Nr. 5 GewStG 2002 auf &sect; 9 Nr. 2a GewStG 2002 zu interpretieren sei. Es stelle sich die Frage, ob diese Verweisung nicht im Ganzen fehlerhaft sei: Zweck des &sect; 8 Nr. 5 GewStG 2002 sei es, eine Erweiterung des in &sect; 9 Nr. 2a GewStG 2002 normierten sog. gewerbesteuerlichen Schachtelprivilegs zu verhindern und die betreffenden Ertr&auml;ge aus dem sog. Streubesitz der Gewerbesteuer zu unterwerfen. Das aber sei gesetzestechnisch misslungen, und dieser Mangel lasse sich zumindest dann nicht im Wege einer teleologischen Reduktion aufl&ouml;sen, wenn im Zeitpunkt der Aussch&uuml;ttung &#8211;wie im Streitfall&#8211; kein Streubesitz vorgelegen habe und die Stichtagsregelung dem Zweck des &sect; 8 Nr. 5 GewStG 2002 zuwiderlaufe. Dar&uuml;ber hinaus sei die Rechtsfrage grunds&auml;tzlich kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob der Sachverhalt relevant sei, dass A zum 1. Januar 2006 h&auml;lftiger Inhaber der X-GmbH gewesen war. Das Objektsteuerprinzip habe mit der teleologischen Kl&auml;rung des Streubesitzbegriffs nichts zu tun. Beim Streubesitzbegriff k&ouml;nnten auch mittelbare Beteiligungen ber&uuml;cksichtigt werden. Nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise m&uuml;sse von Bedeutung sein, dass seit der Gr&uuml;ndung des Unternehmens nur zwei Personen an dem aussch&uuml;ttenden Unternehmen beteiligt gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Es ist zweifelhaft, ob die Kl&auml;gerin mit diesem Vortrag eine abstrakte und i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage darlegt oder ob sie im Ergebnis nicht lediglich streitfallbezogen die unrichtige Rechtsanwendung durch das FG r&uuml;gt. Unbeschadet dessen ist die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage aber auch in der Sache nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Sie l&auml;sst sich leichthin im Wege der Auslegung beantworten. Zwar k&ouml;nnte der Gesetzestext so verstanden werden, dass &sect; 8 Nr. 5 und &sect; 9 Nr. 2a GewStG 2002 sich streng genommen ausschlie&szlig;en. Denn einerseits steht die Hinzurechnung gem&auml;&szlig; &sect; 8 Nr. 5 unter dem Vorbehalt der K&uuml;rzungsvoraussetzungen gem&auml;&szlig; &sect; 9 Nr. 2a GewStG 2002, andererseits verlangen beide Vorschriften, dass die entsprechenden Gewinnanteile bei der Ermittlung des Gewinns &uuml;berhaupt angesetzt worden sind. Daran fehlt es aber, wenn die Gewinnanteile infolge der Freistellung nach &sect; 8b Abs. 1 KStG 2002 au&szlig;erbilanziell in Abzug gebracht wurden. Das Schachtelprivileg k&ouml;nnte deswegen im Ergebnis leerlaufen (s. Prinz\/Simon, Deutsches Steuerrecht 2002, 149). Eine derartige Lesart des Gesetzestextes wird den Normzusammenh&auml;ngen aber nicht gerecht. Vielmehr ist &sect; 8 Nr. 5 GewStG 2002 insoweit als Sonderregelung aufzufassen, die abstrakt auf die Voraussetzungen des &sect; 9 Nr. 2a GewStG 2002 abstellt; das Ansatzerfordernis in &sect; 9 Nr. 2a Satz 1 letzter Satzteil GewStG 2002 ist bei diesem Verst&auml;ndnis verzichtbar (s. auch Gosch in Bl&uuml;mich, &sect; 9 GewStG Rz 294; Gosch, KStG, 2. Aufl., &sect; 8b Rz 75). Dieses allein sachgerechte Gesetzesverst&auml;ndnis ist unabh&auml;ngig davon, dass nach Auffassung der Kl&auml;gerin im Streitfall die Voraussetzungen des &sect; 9 Nr. 2a GewStG 2002 wenn schon nicht nach den Buchstaben des Gesetzes, so doch &quot;de facto&quot; vorgelegen haben sollen. Es entspricht im Ergebnis &uuml;berdies der Rechtsprechung des Senats (vgl. z.B. Urteile vom 3. M&auml;rz 2010 I R 109\/08, BFHE 229, 351; vom 23. Juni 2010 I R 71\/09, BFHE 230, 177, BStBl II 2011, 129). Ein weiter gehendes Kl&auml;rungsbed&uuml;rfnis besteht deshalb insoweit nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO wegen Divergenz zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO geh&ouml;rt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidung sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24. November 2010 VI B 32\/10, BFH\/NV 2011, 511, unter II.3., m.w.N.). Diesen Anforderungen wird das Vorbringen der Kl&auml;gerin nicht gerecht. Das von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrte Urteil des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 25. M&auml;rz 2010&nbsp;&nbsp;3 K 1386\/07 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2010, 1714) weicht von dem angefochtenen Urteil nicht in entscheidungserheblicher Weise ab. Dass das FG in seinem Urteil in EFG 2010, 1714 die Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung zugelassen hat, da die zeitliche Voraussetzung des &sect; 9 Nr. 2a GewStG 2002 &quot;noch nicht Gegenstand einer h&ouml;chstrichterlichen Entscheidung&quot; war, begr&uuml;ndet angesichts der in beiden Entscheidungen &uuml;bereinstimmenden Heranziehung des als rechtm&auml;&szlig;ig erkannten sog. Stichtagsprinzips keine Divergenz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kl&auml;gerin hat das Vorliegen eines nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO zur Zulassung der Revision f&uuml;hrenden Verfahrensmangels nicht hinreichend substantiiert dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist nach dieser Vorschrift zuzulassen, wenn ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird und vorliegt, auf dem das Urteil des FG beruhen kann. Wird die Nichtzulassungsbeschwerde auf einen solchen Mangel gest&uuml;tzt, so bedarf es hierf&uuml;r eines Vortrags der Tatsachen, die den Mangel schl&uuml;ssig ergeben. Au&szlig;erdem muss dargelegt werden, dass die angefochtene Entscheidung &#8211;ausgehend von der insoweit ma&szlig;gebenden, ggf. auch unrichtigen materiell-rechtlichen Auffassung des FG&#8211; auf dem geltend gemachten Verfahrensmangel beruhen kann, sie also ohne den Verfahrensmangel m&ouml;glicherweise anders ausgefallen w&auml;re (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20. September 2010 V B 105\/09, BFH\/NV 2011, 53; vom 27. September 2010 II B 164\/09, BFH\/NV 2011, 193). Daran fehlt es. Denn auf der Grundlage der materiell-rechtlichen Auffassung des FG, dass es f&uuml;r die Tatbestandsvoraussetzungen einer Hinzurechnung\/K&uuml;rzung bei der Ermittlung des Gewerbeertrages allein auf die Verh&auml;ltnisse beim Steuerschuldner ankommt, war &quot;allein abzustellen &#8230; auf die Beteiligung der Kl&auml;gerin an der aussch&uuml;ttenden Gesellschaft&quot; (Seite 7 der Gr&uuml;nde). Insoweit waren dann weitere Ermittlungen bzw. eine Sachaufkl&auml;rung (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) zu den Beteiligungsverh&auml;ltnissen an der aussch&uuml;ttenden Gesellschaft f&uuml;r einen Zeitraum vor dem Anteilserwerb durch die Kl&auml;gerin unerheblich; es reichte aus, festzustellen, dass die Kl&auml;gerin zu Beginn des Erhebungszeitraums (des Streitjahres) an der X-GmbH nicht beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.11.2011, I B 62\/11 Nichtzulassungsbeschwerde: Gewerbesteuerliches Schachtelprivileg Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist die Rechtm&auml;&szlig;igkeit einer Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrages f&uuml;r den Erhebungszeitraum 2006 (Streitjahr) auf der Grundlage einer Hinzurechnung gem&auml;&szlig; &sect; 8 Nr. 5 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG 2002). 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine in 1996 errichtete GmbH, erwarb mit &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-62-11-nichtzulassungsbeschwerde-gewerbesteuerliches-schachtelprivileg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;62\/11 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Gewerbesteuerliches Schachtelprivileg<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9245","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9245"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9245\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9245"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9245"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}