{"id":9266,"date":"2012-12-06T17:27:49","date_gmt":"2012-12-06T15:27:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9266"},"modified":"2012-12-06T17:27:49","modified_gmt":"2012-12-06T15:27:49","slug":"iii-r-6-09-ausschluss-der-investitionszulage-fuer-den-investor-bei-inanspruchnahme-erhoehter-absetzungen-durch-den-erwerber-gilt-nicht-fuer-vor-dem-21-dezember-2000-durch-einreichung-des-bauantrags-be","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-6-09-ausschluss-der-investitionszulage-fuer-den-investor-bei-inanspruchnahme-erhoehter-absetzungen-durch-den-erwerber-gilt-nicht-fuer-vor-dem-21-dezember-2000-durch-einreichung-des-bauantrags-be\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;6\/09 &#8211; Ausschluss der Investitionszulage f&uuml;r den Investor bei Inanspruchnahme erh&ouml;hter Absetzungen durch den Erwerber gilt nicht f&uuml;r vor dem 21. Dezember 2000 durch Einreichung des Bauantrags begonnene Investitionen &#8211; Unechte R&uuml;ckwirkung &#8211; Festlegung des Investitionsbeginns bei genehmigungspflichtigen Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden &#8211; Zulagenrechtliche Einheitsbetrachtung der Personengesellschaft und ihrer Gesellschafter &#8211; Wesen eines Bauantrags"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.10.2011, III R 6\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Ausschluss der Investitionszulage f&uuml;r den Investor bei Inanspruchnahme erh&ouml;hter Absetzungen durch den Erwerber gilt nicht f&uuml;r vor dem 21. Dezember 2000 durch Einreichung des Bauantrags begonnene Investitionen &#8211; Unechte R&uuml;ckwirkung &#8211; Festlegung des Investitionsbeginns bei genehmigungspflichtigen Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden &#8211; Zulagenrechtliche Einheitsbetrachtung der Personengesellschaft und ihrer Gesellschafter &#8211; Wesen eines Bauantrags<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die durch das InvZul&Auml;ndG vom 20. Dezember 2000 in &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 eingef&uuml;gte Regelung, wonach Investitionszulage f&uuml;r nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden nur zu gew&auml;hren ist, wenn im Ver&auml;u&szlig;erungsfall auch der Erwerber f&uuml;r die Herstellungsarbeiten keine erh&ouml;hten Absetzungen in Anspruch nimmt, gilt nicht, wenn die Investition bereits vor der endg&uuml;ltigen Beschlussfassung &uuml;ber das InvZul&Auml;ndG (20. Dezember 2000) durch Einreichung eines Bauantrags f&uuml;r das genehmigungspflichtige Vorhaben ins Werk gesetzt wurde.<\/p>\n<p>2. Hat der Investor den notariellen Vertrag &uuml;ber den Erwerb des zu sanierenden Objekts vor dem 21. Dezember 2000 geschlossen, greift die r&uuml;ckwirkende Ausdehnung des Kumulationsverbots in &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 auch dann nicht ein, wenn der Investor den Bauantrag zwar nicht selbst gestellt hat, jedoch seinem Rechtsvorg&auml;nger bereits eine Baugenehmigung f&uuml;r dieselbe Investition erteilt worden war.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine mit Gesellschaftsvertrag vom 21. August 2000 gegr&uuml;ndete GbR, deren Gesellschafter die B-GmbH und die J AG waren. Die Gesellschafterinnen der Kl&auml;gerin schlossen sich zusammen, um das Wohngeb&auml;ude X-stra&szlig;e in Leipzig, Baujahr 1900, zu sanieren und zu verkaufen. Die J AG hatte das Grundst&uuml;ck mit notariellem Vertrag vom 13. Juli 2000 zuvor erworben. Bereits dem Ver&auml;u&szlig;erer war im Jahr 1998 eine Baugenehmigung erteilt worden, die sich u.a. auf eine Geschoss&auml;nderung und den Ausbau des 1. und 2. Dachgeschosses bezog. Zur Finanzierung des Kaufpreises nahm die Kl&auml;gerin mit Vertrag vom 28. September 2000 einen Bankkredit in H&ouml;he von 1 Mio. DM auf. Am 3. Dezember 2000 vereinbarte sie mit der C-GmbH, dass diese die Eigentumswohnungen vertreiben sollte. Mit notariellem Kauf- und Werkvertrag vom 13. Dezember 2000 verkaufte die J AG eine der noch zu sanierenden Eigentumswohnungen, wobei der Prokurist der J AG auch als Vertreter ohne Vertretungsmacht f&uuml;r den K&auml;ufer auftrat. Der K&auml;ufer genehmigte alle Erkl&auml;rungen aus dem notariellen Vertrag vom 13. Dezember 2000 am 21. Dezember 2000. Laut dem notariellen Vertrag vom 13. Dezember 2000 hatte die J AG mit notarieller Urkunde vom 12. Dezember 2000 das Grundst&uuml;ck in Miteigentumsanteile geteilt. Nach Abschluss des General&uuml;bernehmervertrags zwischen der Kl&auml;gerin und der B GmbH am 3. September 2001 wurden die Wohnungen saniert. Mit Bauantrag vom 28. September 2001 begehrte die J AG auf der Basis der bereits vorliegenden Baugenehmigung vom 11. Juni 1998 eine ge&auml;nderte Genehmigung, da die Grundrisse der Wohnungen ge&auml;ndert und zus&auml;tzliche Balkone angebaut werden sollten. Am 31. Dezember 2001 waren die Eigentumswohnungen bezugsfertig, die Bauleistungen zahlte die Kl&auml;gerin. Die Erwerber der Eigentumswohnungen nahmen erh&ouml;hte Absetzungen f&uuml;r Baudenkmale gem&auml;&szlig; &sect; 7i des Einkommensteuergesetzes (EStG) in Anspruch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin reichte am 4. Juni 2003 einen Investitionszulagenantrag f&uuml;r das Kalenderjahr 2001 ein. Sie beantragte, ihr Investitionszulage in H&ouml;he von 94.517,93 EUR (= 184.861 DM) f&uuml;r nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten in H&ouml;he von 1.237.404 DM an dem Wohngeb&auml;ude zu bewilligen. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte die Festsetzung einer Investitionszulage mit Bescheid vom 22. Juli 2003 unter Hinweis auf das Kumulationsverbot gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 des Investitionszulagengesetzes (InvZulG) 1999 ab. Bei nachtr&auml;glichen Herstellungsarbeiten an einem Geb&auml;ude i.S. des &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 komme eine Investitionszulage gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 i.d.F. des Gesetzes zur &Auml;nderung des Investitionszulagengesetzes 1999 (InvZul&Auml;ndG) vom 20. Dezember 2000 (BGBl I 2000, 1850) nur in Betracht, wenn im Ver&auml;u&szlig;erungsfall der Erwerber keine erh&ouml;hten Absetzungen (hier nach &sect; 7i EStG) in Anspruch nehme. Den dagegen eingelegten Einspruch wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 29. Januar 2004 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt und setzte auf der Grundlage des &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 die Investitionszulage dem Antrag der Kl&auml;gerin entsprechend auf 94.517,93 EUR (= 184.861 DM) fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG f&uuml;hrte im Wesentlichen aus: Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 14. Dezember 2006 III R 27\/03 (BFHE 215, 442, BStBl II 2007, 332) finde das Kumulationsverbot des &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 keine Anwendung, wenn der Investor mit den Investitionen vor der endg&uuml;ltigen Beschlussfassung &uuml;ber das InvZul&Auml;ndG (20. Dezember 2000) begonnen habe. Im Streitfall habe die Kl&auml;gerin mit ihren Investitionen vor dem 20. Dezember 2000 begonnen, so dass ihr Vertrauen auf den Bestand der bis dahin geltenden Gesetzeslage gesch&uuml;tzt sei. Eine sp&auml;tere Gesellschafterin der Kl&auml;gerin habe das bebaute Grundst&uuml;ck bereits am 13. Juli 2000 erworben. Sie selbst sei am 21. August 2000 zu dem Zweck gegr&uuml;ndet worden, dieses Grundst&uuml;ck zu sanieren und zu verkaufen. Die erste Wohnung habe sie am 13. Dezember 2000 unter Vereinbarung einer Sanierungspflicht verkauft. Der Verk&auml;ufer sei f&uuml;r den K&auml;ufer zwar als Vertreter ohne Vertretungsmacht aufgetreten. Die am 21. Dezember 2000 erteilte Genehmigung des K&auml;ufers wirke gem&auml;&szlig; &sect; 184 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs aber auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur&uuml;ck. Auch der Abschluss der Vertriebsvereinbarung am 3. Dezember 2000 und des Kreditvertrags &uuml;ber die Finanzierung des Kaufpreises am 28. September 2000 stellten verbindliche und damit auch sch&uuml;tzenswerte Dispositionen dar. Der Abschluss eines obligatorischen Vertrags, der zur Durchf&uuml;hrung der Investitionen verpflichte, sei die ma&szlig;gebliche Handlung, die zur Entstehung des Vertrauensschutzes f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA tr&auml;gt mit seiner Revision im Wesentlichen vor: Das FG habe die Rechtsprechung des BFH in mehrfacher Hinsicht unber&uuml;cksichtigt gelassen. In seinem Urteil vom 12. M&auml;rz 2003 X R 33\/00 (BFH\/NV 2003, 912) habe der BFH gefordert, dass der Investitionsbeginn durch Ma&szlig;nahmen dokumentiert werden m&uuml;sse, mit denen der Steuerpflichtige seine Entscheidung zur Herstellung des Immobilienprojekts &quot;f&uuml;r sich bindend&quot; nach au&szlig;en manifestiert habe. Im Streitfall sei im ma&szlig;geblichen Zeitpunkt (20. Dezember 2000) der Kaufvertrag vom 13. Dezember 2000 mangels Zustimmung des K&auml;ufers nicht wirksam gewesen. Die zivilrechtliche R&uuml;ckwirkung der Genehmigung des K&auml;ufers sei entsprechend der BFH-Rechtsprechung (Urteile vom 18. September 1984 VIII R 119\/81, BFHE 142, 130, BStBl II 1985, 55; vom 2. Oktober 2001 IX R 45\/99, BFHE 196, 567, BStBl II 2002, 10; Beschluss vom 14. Juni 2006 VIII B 196\/05, BFH\/NV 2006, 1829) steuerrechtlich nicht anzuerkennen, da mit der Einf&uuml;hrung des Kumulationsverbots (&sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999) ein Ereignis eingetreten sei, das f&uuml;r die Besteuerung erhebliche Bedeutung gehabt habe. Selbst wenn man aber die R&uuml;ckwirkung der Genehmigung f&uuml;r den Vertrag vom 13. Dezember 2000 anerkenne, scheide jedenfalls unter Beachtung der Grunds&auml;tze des BFH-Urteils in BFH\/NV 2003, 912 ein Vertrauensschutz hinsichtlich der &uuml;brigen vier Wohnungen aus. Diese seien erst nach dem 20. Dezember 2000 ver&auml;u&szlig;ert worden. Die diesbez&uuml;glichen Sanierungsma&szlig;nahmen seien erst nach Inkrafttreten der Gesetzes&auml;nderung beauftragt und durchgef&uuml;hrt worden. Die Kl&auml;gerin h&auml;tte insoweit die bereits vollzogene Gesetzes&auml;nderung ber&uuml;cksichtigen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO). Das FG hat im Ergebnis zu Recht entschieden, dass das Kumulationsverbot des &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 im Streitfall keine Anwendung findet und der Kl&auml;gerin daher eine Investitionszulage f&uuml;r die nachtr&auml;glichen Herstellungsarbeiten an dem Objekt X-stra&szlig;e in Leipzig zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 geh&ouml;ren zu den beg&uuml;nstigten Investitionen auch nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden, die vor dem 1. Januar 1991 fertiggestellt worden sind. Nach seiner bis 27. Dezember 2000 geltenden Fassung machte &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 eine F&ouml;rderung nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 davon abh&auml;ngig, dass der Anspruchsberechtigte keine erh&ouml;hten Absetzungen in Anspruch nahm. Durch das am 20. Dezember 2000 endg&uuml;ltig beschlossene InvZul&Auml;ndG wurde das Kumulationsverbot des &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 dahingehend ge&auml;ndert, dass eine F&ouml;rderung nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 auch dann ausgeschlossen ist, wenn nicht der Anspruchsberechtigte selbst, sondern im Ver&auml;u&szlig;erungsfall der Erwerber f&uuml;r die Herstellungsarbeiten erh&ouml;hte Absetzungen in Anspruch nimmt. Hierunter fallen auch die im Streitfall von den Erwerbern der Eigentumswohnungen in Anspruch genommenen erh&ouml;hten Absetzungen f&uuml;r Baudenkmale gem&auml;&szlig; &sect; 7i EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. &Uuml;ber den Anwendungsbereich des durch das InvZul&Auml;ndG erweiterten Kumulationsverbots hat der Senat in dem vom FG zitierten Urteil in BFHE 215, 442, BStBl II 2007, 332 entschieden. Danach ist das zus&auml;tzliche Kumulationsverbot des &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 zwar nach der allgemeinen Regelung des Art. 11 Abs. 1 InvZul&Auml;ndG am Tag nach der Verk&uuml;ndung (BGBl I 2000, 1850 vom 27. Dezember 2000), d.h. am 28. Dezember 2000, in Kraft getreten. Es gilt damit grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r die Investitionen des Kalenderjahres 2000, weil der Anspruch auf Investitionszulage erst mit Ablauf des Kalenderjahres 2000 entsteht. Zur Vermeidung einer verfassungsrechtlich unzul&auml;ssigen R&uuml;ckwirkung ist der Anwendungsbereich des neuen Kumulationsverbotes aber im Wege der verfassungskonformen Auslegung einzuschr&auml;nken. Nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 3. Dezember 1997&nbsp;&nbsp;2 BvR 882\/97 (BVerfGE 97, 67, BGBl I 1998, 725) werden bei Vorschriften, die zu einem bestimmten wirtschaftlichen Verhalten anreizen sollen, die Dispositionsbedingungen vom Tag der Entscheidung an zu einer schutzw&uuml;rdigen Vertrauensgrundlage, die in der Regel erst mit dem Zeitpunkt des endg&uuml;ltigen Beschlusses zur &Auml;nderung der gesetzlichen Grundlage entf&auml;llt. Das Kumulationsverbot darf daher fr&uuml;hestens auf nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten angewendet werden, zu denen sich der Investor nach dem 20. Dezember 2000, dem Tag des endg&uuml;ltigen Beschlusses zur &Auml;nderung des &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999, entschlossen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch im Streitfall greift diese Einschr&auml;nkung des sachlichen Anwendungsbereichs des &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 i.d.F. des InvZul&Auml;ndG im Wege der verfassungskonformen Auslegung ein, da ein Fall der unechten R&uuml;ckwirkung (&quot;tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung&quot;) vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Fall der unechten R&uuml;ckwirkung liegt vor, soweit belastende Rechtsfolgen einer Norm erst nach ihrer Verk&uuml;ndung eintreten, tatbestandlich aber von einem bereits ins Werk gesetzten Sachverhalt ausgel&ouml;st werden (&quot;tatbestandliche R&uuml;ckankn&uuml;pfung&quot;) (BVerfG-Beschluss vom 7. Juli 2010&nbsp;&nbsp;2 BvL 1\/03, 2 BvL 57\/06, 2 BvL 58\/06, BVerfGE 127, 31, BGBl I 2010, 1297, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit kn&uuml;pft die Rechtsfolge des erweiterten Kumulationsverbots des &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 i.d.F. des InvZul&Auml;ndG mit der Formulierung &quot;Satz 1 Nr. 1 und 2 kann nur angewendet werden, wenn der Anspruchsberechtigte und im Ver&auml;u&szlig;erungsfall der Erwerber f&uuml;r die Herstellungsarbeiten keine erh&ouml;hten Absetzungen in Anspruch nimmt&quot;, tatbestandlich zum einen an die Erf&uuml;llung der Voraussetzungen des &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 und zum anderen an die Inanspruchnahme von erh&ouml;hten Absetzungen durch den Erwerber an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall wird die in der Versagung des Anspruchs auf Investitionszulage bestehende Rechtsfolge, soweit es um die Erf&uuml;llung der tatbestandlichen Voraussetzungen des &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 geht, durch einen vor dem 21. Dezember 2000 bereits ins Werk gesetzten Sachverhalt ausgel&ouml;st.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Tatbestand des &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 sieht als beg&uuml;nstigte Investition die nachtr&auml;glichen Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden vor, die vor dem 1. Januar 1991 fertiggestellt worden sind. Ins Werk gesetzt wird der danach ma&szlig;gebliche Sachverhalt erst, wenn mit der beg&uuml;nstigten Investition &quot;nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden&quot; begonnen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar enth&auml;lt &sect; 3 InvZulG 1999 zur Frage des Investitionsbeginns bei nachtr&auml;glichen Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden keine eigenst&auml;ndigen Regelungen. Da aber der Investitionsbeginn bei betrieblichen Investitionen tatbestandliche Relevanz besitzt und sich deshalb bei der Regelung des &sect; 2 Abs. 4 Satz 3 InvZulG 1999 ein vergleichbares Rechtsproblem stellt, kann der Senat insoweit auf die hierzu entwickelten Rechtsgrunds&auml;tze zur&uuml;ckgreifen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach &sect; 2 Abs. 4 Satz 3 InvZulG 1999 sind Investitionen in dem Zeitpunkt begonnen, in dem die Wirtschaftsg&uuml;ter bestellt oder herzustellen begonnen worden sind. In Auslegung dieser Vorschrift hat der Senat entschieden, dass &#8211;auch bereits vor der Einf&uuml;gung einer entsprechenden Bestimmung in &sect; 2 Abs. 4 Satz 5 InvZulG 1999 durch das InvZul&Auml;ndG&#8211; als Beginn der Herstellung bei Geb&auml;uden, f&uuml;r die eine Baugenehmigung erforderlich ist, der Zeitpunkt gilt, in dem der Investor den Bauantrag stellt (Senatsurteil vom 15. September 2005 III R 28\/03, BFHE 210, 568, BStBl II 2006, 89). Denn mit dem Antrag auf Baugenehmigung ersucht der Investor die Genehmigungsbeh&ouml;rde, ihm die Durchf&uuml;hrung des in dem Bauantrag beschriebenen Bauvorhabens zu gestatten. In dem Bauantrag kommt daher &#8211;anders als in einer unverbindlichen Bauvoranfrage&#8211; in aller Regel nach au&szlig;en erkennbar zum Ausdruck, dass sich der Bauherr zur Errichtung des Geb&auml;udes entschlossen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Diese Rechtsgrunds&auml;tze lassen sich auf genehmigungspflichtige nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten &uuml;bertragen. Da die Investitionszulage einen Anreiz f&uuml;r Investitionen bieten soll, ist im Zulagenrecht &#8211;wenn das Gesetz die Beg&uuml;nstigung vom Beginn einer Investition nach einem bestimmten Zeitpunkt abh&auml;ngig macht oder wenn wie hier zu pr&uuml;fen ist, ob eine Norm ihre Rechtsfolgen tatbestandlich von einem bei dem endg&uuml;ltigen Gesetzesbeschluss bereits ins Werk gesetzten Sachverhalt abh&auml;ngig macht&#8211; ausschlaggebend auf den Zeitpunkt abzustellen, zu dem der Investor seine Entscheidung zur Durchf&uuml;hrung der Investition f&uuml;r sich bindend nach au&szlig;en erkennbar und ggf. nachweisbar getroffen hat. Dadurch wird gew&auml;hrleistet, dass die Zulage dem F&ouml;rderzweck entsprechend gew&auml;hrt wird und Mitnahmeeffekte vermieden werden (Senatsurteil in BFHE 210, 568, BStBl II 2006, 89). Auch bei genehmigungspflichtigen nachtr&auml;glichen Herstellungsarbeiten ersucht der Investor mit dem Antrag auf Baugenehmigung die Genehmigungsbeh&ouml;rde, ihm die Durchf&uuml;hrung des in dem Bauantrag beschriebenen Bauvorhabens zu gestatten. Mit dem Eingang des Bauantrags bei der Genehmigungsbeh&ouml;rde manifestiert sich damit der Entschluss des Investors, die in den genehmigungspflichtigen nachtr&auml;glichen Herstellungsarbeiten bestehende Investition durchf&uuml;hren zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im Streitfall wurde die Baugenehmigung im Jahr 1998 beantragt und erteilt. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der Antrag nur in der Art einer Bauvoranfrage gestellt wurde, um &#8211;ohne eine konkrete Bauabsicht&#8211; genehmigungsrechtliche Fragen vorab zu kl&auml;ren (s. zu diesem m&ouml;glichen Ausnahmefall Senatsurteil in BFHE 210, 568, BStBl II 2006, 89), liegen nicht vor. Die J AG hat als sp&auml;tere Gesellschafterin der Kl&auml;gerin das Objekt bereits mit notariellem Vertrag vom 13. Juli 2000 und damit vor dem endg&uuml;ltigen Gesetzesbeschluss &uuml;ber das InvZul&Auml;ndG erworben. Sie durfte auf der Basis der zu diesem Zeitpunkt geltenden Rechtslage auch darauf vertrauen, nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 f&ouml;rderf&auml;hige nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten an dem Objekt vornehmen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Vertrauensschutz gilt auch gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin. &sect; 1 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 bestimmt, dass bei Personengesellschaften und Gemeinschaften, die beg&uuml;nstigte Investitionen i.S. der &sect;&sect; 2 und 3 InvZulG 1999 vornehmen, f&uuml;r die Frage der Anspruchsberechtigung die Gesellschaft oder die Gemeinschaft an die Stelle des steuerpflichtigen Gesellschafters tritt. Der Gesellschaft steht daher auch die Anspruchsberechtigung f&uuml;r Investitionen an einem im Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters gehaltenen Wirtschaftsgut zu (vgl. etwa Senatsurteil vom 7. Dezember 2000 III R 35\/98, BFHE 194, 294, BStBl II 2001, 316). Zu Recht sind die Beteiligten im Streitfall danach &uuml;bereinstimmend davon ausgegangen, dass die Anspruchsberechtigung bei der Kl&auml;gerin zu pr&uuml;fen ist, da die J AG der Kl&auml;gerin das Objekt zur Durchf&uuml;hrung der Investition &uuml;berlassen und die Kl&auml;gerin die entstandenen Investitionskosten getragen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend dieser zulagenrechtlichen Einheitsbetrachtung der Personengesellschaft und ihrer Gesellschafter ist es dann aber auch gerechtfertigt, ein in der Person des Gesellschafters entstandenes schutzw&uuml;rdiges Vertrauen auf den Fortbestand der Rechtslage der Gesellschaft zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Der unechten R&uuml;ckwirkung der zu &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 erfolgten Gesetzes&auml;nderung steht im Streitfall nicht entgegen, dass die Baugenehmigung nicht von der Kl&auml;gerin selbst, sondern noch vom Ver&auml;u&szlig;erer des Objekts beantragt wurde. Insoweit hat der Senat bereits entschieden, dass eine f&uuml;r den Investitionsbeginn ma&szlig;gebliche Bauantragstellung dem Anspruchssteller auch dann zugerechnet werden kann, wenn der Antrag auf die Baugenehmigung noch von einem Dritten gestellt wurde, der Anspruchssteller aber in dessen Rechtsposition eingetreten ist und erst nach Auslaufen des Beg&uuml;nstigungszeitraums mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen hat (Senatsurteil vom 7. Juni 2000 III R 50\/99, BFH\/NV 2000, 1500, m.w.N.). Dies hat der Senat zum einen mit der entsprechenden Auslegung fr&uuml;herer Vorschriften (&sect; 4b Abs. 2 Satz 3 InvZulG 1982) zum Begriff des Investitionsbeginns bei baugenehmigungspflichtigen Vorhaben und zum anderen damit begr&uuml;ndet, dass im konkreten Fall der Erwerber des Objekts schuldrechtlich und dinglich in die Rechte aus dem von dem Dritten eingeleiteten Baugenehmigungsverfahren eingetreten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch nach &sect; 70 Abs. 2 der S&auml;chsischen Bauordnung a.F. (entspricht &sect; 58 Abs. 3 der S&auml;chsischen Bauordnung in der ab 1. Oktober 2004 geltenden Fassung) gelten bauaufsichtliche Genehmigungen wie die Baugenehmigung f&uuml;r und gegen den Rechtsnachfolger. Daher ist im Streitfall die J AG durch den notariellen Vertrag vom 13. Juli 2000 in die bauaufsichtsrechtliche Rechtsposition des Ver&auml;u&szlig;erers eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG ist auch nicht erkennbar, dass der im Jahr 2001 von der J AG gestellte Antrag auf eine Baugenehmigung &Auml;nderungen aufweist, die das bereits genehmigte Vorhaben in seinen wesentlichen baurechtlich bedeutsamen Merkmalen erfassten und es damit nachhaltig ver&auml;nderten. Somit besteht auch kein Anlass, von einem Wegfall der Identit&auml;t des Investitionsobjekts und damit von einem neuen Investitionsbeginn auszugehen (vgl. hierzu etwa Senatsurteile vom 7. Dezember 1990 III R 88\/88, BFHE 163, 282, BStBl II 1991, 378, und vom 4. November 2004 III R 61\/03, BFHE 208, 165, BStBl II 2005, 328).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die vom Senat vorgenommene Festlegung des Investitionsbeginns bei genehmigungspflichtigen Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden steht nicht im Widerspruch zu der vom FA angef&uuml;hrten Entscheidung in BFH\/NV 2003, 912. Denn im Urteilsfall hat der BFH zum einen den Begriff des Investitionsbeginns aus dem spezifischen Regelungszusammenhang des &sect; 6 Abs. 1 des F&ouml;rdergebietsgesetzes entwickelt und dabei eine sinngem&auml;&szlig;e Heranziehung von Regelungen des Investitionszulagenrechts (insbesondere &sect; 4b Abs. 2 Satz 5 InvZulG 1975) ausdr&uuml;cklich verneint. Zum anderen hat der BFH als Beginn der Investition Ma&szlig;nahmen (wie z.B. Beschaffung des Grundst&uuml;cks, Beauftragung eines Architekten mit der Ausarbeitung der Baupl&auml;ne, Erteilung eines Bauvorbescheids) anerkannt, die dem Antrag auf Baugenehmigung zeitlich noch vorangingen. Damit wurde der Antrag auf Baugenehmigung aber nicht als blo&szlig;e Vorbereitungshandlung der Investition, sondern als Teilakt der bereits begonnenen Investition qualifiziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da die Investition im Streitfall bereits vor dem ersten Verkauf einer Eigentumswohnung ins Werk gesetzt wurde, kommt es nicht darauf an, ob die zivilrechtliche R&uuml;ckwirkung der &#8211;dem vollmachtlosen Handeln des Verk&auml;ufers als Vertreter des K&auml;ufers nachfolgenden&#8211; Genehmigung des K&auml;ufers dieser ersten Eigentumswohnung steuerrechtlich anzuerkennen ist. Auch ist nicht entscheidend, dass die &uuml;brigen Eigentumswohnungen erst im Jahr 2001 ver&auml;u&szlig;ert wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Investition war im Zeitpunkt des endg&uuml;ltigen Beschlusses &uuml;ber das InvZul&Auml;ndG bereits durch den Abschluss des notariellen Kaufvertrags vom 13. Juli 2000 &uuml;ber das mit einer Baugenehmigung f&uuml;r die geplante Investition ausgestattete Objekt ins Werk gesetzt. Das FG hat deshalb im Ergebnis zu Recht entschieden, dass das Vertrauen der Kl&auml;gerin in den Fortbestand der Rechtslage schutzw&uuml;rdig war und die Erweiterung des Kumulationsverbots in &sect; 3 Abs. 1 Satz 2 InvZulG 1999 im Streitfall nicht eingreift.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.10.2011, III R 6\/09 Ausschluss der Investitionszulage f&uuml;r den Investor bei Inanspruchnahme erh&ouml;hter Absetzungen durch den Erwerber gilt nicht f&uuml;r vor dem 21. Dezember 2000 durch Einreichung des Bauantrags begonnene Investitionen &#8211; Unechte R&uuml;ckwirkung &#8211; Festlegung des Investitionsbeginns bei genehmigungspflichtigen Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden &#8211; Zulagenrechtliche Einheitsbetrachtung der Personengesellschaft und ihrer Gesellschafter &#8211; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-6-09-ausschluss-der-investitionszulage-fuer-den-investor-bei-inanspruchnahme-erhoehter-absetzungen-durch-den-erwerber-gilt-nicht-fuer-vor-dem-21-dezember-2000-durch-einreichung-des-bauantrags-be\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;6\/09 &#8211; Ausschluss der Investitionszulage f&uuml;r den Investor bei Inanspruchnahme erh&ouml;hter Absetzungen durch den Erwerber gilt nicht f&uuml;r vor dem 21. Dezember 2000 durch Einreichung des Bauantrags begonnene Investitionen &#8211; Unechte R&uuml;ckwirkung &#8211; Festlegung des Investitionsbeginns bei genehmigungspflichtigen Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden &#8211; Zulagenrechtliche Einheitsbetrachtung der Personengesellschaft und ihrer Gesellschafter &#8211; Wesen eines Bauantrags<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9266","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9266"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9266\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}