{"id":9298,"date":"2012-12-06T17:27:51","date_gmt":"2012-12-06T15:27:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9298"},"modified":"2012-12-06T17:27:51","modified_gmt":"2012-12-06T15:27:51","slug":"i-b-26-11-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-26-11-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;26\/11 &#8211; Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.10.2011, I B 26\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitpunkt ist, ob der von einem Flugzeugf&uuml;hrer in A bezogene Arbeitslohn gem&auml;&szlig; &sect; 34c Abs. 5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.V.m. dem Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 31. Oktober 1983 (BStBl I 1983, 470) &uuml;ber die steuerliche Behandlung von Arbeitnehmereink&uuml;nften bei Auslandst&auml;tigkeiten (Auslandst&auml;tigkeitserlass &#8211;ATE&#8211;) steuerlich beg&uuml;nstigt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind f&uuml;r das Streitjahr 2006 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt worden. Der als Flugzeugf&uuml;hrer t&auml;tige Kl&auml;ger bezog im Streitjahr von seiner Arbeitgeberin, der X-GmbH, Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Ab dem 10. Mai des Streitjahrs war er auf der Grundlage einer arbeitsvertraglichen Zusatzvereinbarung nach A abgeordnet und wurde dort als Kapit&auml;n im Flugbetrieb einer Regierungsorganisation (B) eingesetzt, die den Flugbetrieb der Regierung durchf&uuml;hrte. Ihren Wohnsitz in Deutschland behielten die Kl&auml;ger bei. Dem Einsatz des Kl&auml;gers lagen u.a. Vertr&auml;ge zwischen der X-GmbH und der Y-AG&nbsp;&nbsp;sowie zwischen der Y-AG und der B zugrunde. Der Kl&auml;ger war in A als Flugkapit&auml;n f&uuml;r ein bestimmtes, im Eigentum der B stehendes Flugzeug zust&auml;ndig, mit dem er zusammen mit einem weiteren Flugkapit&auml;n, einem Copiloten und drei Technikern nach den Vorgaben der B und Regierungsmitglieder zu bef&ouml;rdern hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Muttergesellschaft der Y-AG, die Z-AG, beantragte bei dem Betriebsst&auml;ttenfinanzamt hinsichtlich des Kl&auml;gers eine Freistellungsbescheinigung nach dem Auslandst&auml;tigkeitserlass, die im Oktober 2006 erteilt wurde. Der Beklagte und Beschwerdegegner &#8211;das f&uuml;r die Besteuerung der Kl&auml;ger zust&auml;ndige Finanzamt (FA)&#8211;, war hingegen der Auffassung, bei der T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers in A handele es sich nicht um eine beg&uuml;nstigte T&auml;tigkeit im Sinne des Auslandst&auml;tigkeitserlasses. Es setzte die Einkommensteuer der Kl&auml;ger f&uuml;r das Streitjahr demzufolge unter Ber&uuml;cksichtigung des f&uuml;r die T&auml;tigkeit in A erzielten Arbeitslohns fest. Die deswegen erhobene Klage blieb ohne Erfolg; das Finanzgericht (FG) Baden-W&uuml;rttemberg hat sie mit Urteil vom 24. Januar 2011&nbsp;&nbsp;10 K 3251\/09 als unbegr&uuml;ndet abgewiesen. Die Entscheidungsgr&uuml;nde seines Urteils sind in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1162 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen mit ihrer Beschwerde die Zulassung der Revision gegen das FG-Urteil und st&uuml;tzen ihr Begehren auf die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Nichtzulassungsbeschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Kl&auml;ger haben entgegen &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) nicht schl&uuml;ssig dargetan, dass die Voraussetzungen des geltend gemachten Zulassungsgrunds der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) im Streitfall gegeben sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie bezeichnen in ihrer Beschwerdebegr&uuml;ndung die Frage als von grunds&auml;tzlicher Bedeutung, ob es f&uuml;r die Abgrenzung der nach &sect; 34c Abs. 5 EStG i.V.m. Abschnitt I Satz 1 Nr. 1 bis 4 ATE beg&uuml;nstigten T&auml;tigkeiten ausschlie&szlig;lich auf die Auslandst&auml;tigkeit des einzelnen Arbeitnehmers ankomme oder ob darauf abgestellt werden k&ouml;nne, dass der Auslandst&auml;tigkeit des jeweiligen Arbeitnehmers ein Gesamtprojekt zu Grunde gelegen habe, in dessen Rahmen die Eink&uuml;nfte beg&uuml;nstigt seien. Dazu tragen die Kl&auml;ger vor, das FG vertrete in dem angefochtenen Urteil die Rechtsauffassung, die Leistungen des Kl&auml;gers seien im Hinblick auf die Voraussetzungen des Auslandst&auml;tigkeitserlasses isoliert und losgel&ouml;st von dem von der Y-AG gegen&uuml;ber B vertraglich geschuldeten Gesamtprojekt zu beurteilen. Aufgrund dieser Rechtsauffassung habe das FG nicht aufgekl&auml;rt, ob das Gesamtprojekt der Y-AG nach dem Auslandst&auml;tigkeitserlass beg&uuml;nstigt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem angefochtenen Urteil ist indes der von den Kl&auml;gern unterstellte Rechtssatz nicht zu entnehmen. Vielmehr bezieht das FG in den Entscheidungsgr&uuml;nden ausdr&uuml;cklich auch &quot;den zwischen der Y-AG und B abgeschlossene(n) Vertrag beziehungsweise die je Flugger&auml;t abgeschlossenen Vertr&auml;ge&quot; (Urteilsumdruck S. 38) in seine Betrachtung ein und kommt zu dem Schluss, dass diese Vertr&auml;ge auf die Durchf&uuml;hrung, nicht aber auf den Aufbau des Regierungsflugbetriebs ausgerichtet seien; die Betriebsf&uuml;hrung bestehender Anlagen sei jedoch nach dem Auslandst&auml;tigkeitserlass nicht beg&uuml;nstigt. Soweit es mithin in den Entscheidungsgr&uuml;nden weiter hei&szlig;t, der Einwand der Kl&auml;ger, es handele sich um ein nach dem Auslandst&auml;tigkeitserlass beg&uuml;nstigtes Gesamtprojekt, gehe zur &Uuml;berzeugung des Gerichts fehl (Urteilsumdruck S. 39), ist das nicht darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass nach der Auffassung des FG die Beurteilung des Gesamtprojekts f&uuml;r die Tatbestandsm&auml;&szlig;igkeit nach dem Auslandst&auml;tigkeitserlass von vornherein rechtlich unerheblich sei. Vielmehr ist das FG zu dem Ergebnis gekommen, dass die T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers auch unter Ber&uuml;cksichtigung des gesamten Bet&auml;tigungsfelds der Y-AG nicht den Beg&uuml;nstigungen des Auslandst&auml;tigkeitserlasses unterf&auml;llt. Auch im Hinblick auf die Frage, ob Beratungsleistungen i.S. von Abschnitt I Satz 1 Nr. 3 ATE vorliegen, hat das FG nicht isoliert auf die T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers, sondern auf die Vertragslage zwischen der Y-AG und B und das sich daraus ergebende &quot;Gesamtbild&quot; abgestellt (Urteilsumdruck S. 40\/41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da sonach die von den Kl&auml;gern aufgeworfene Rechtsfrage auf einem Fehlverst&auml;ndnis der Entscheidungsgr&uuml;nde des angefochtenen Urteils beruht, muss die Nichtzulassungsbeschwerde abschl&auml;gig beschieden werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.10.2011, I B 26\/11 Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung Tatbestand 1&nbsp; I. 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