{"id":9302,"date":"2012-12-06T17:27:52","date_gmt":"2012-12-06T15:27:52","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9302"},"modified":"2012-12-06T17:27:52","modified_gmt":"2012-12-06T15:27:52","slug":"vi-r-52-10-ausbildung-zum-rettungssanitaeter-als-berufsausbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-52-10-ausbildung-zum-rettungssanitaeter-als-berufsausbildung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;52\/10 &#8211; Ausbildung zum Rettungssanit&auml;ter als Berufsausbildung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.10.2011, VI R 52\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Ausbildung zum Rettungssanit&auml;ter als Berufsausbildung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine erstmalige Berufsausbildung i.S. von &sect; 12 Nr. 5 EStG setzt weder ein Berufsausbildungsverh&auml;ltnis nach dem Berufsbildungsgesetz noch eine bestimmte Ausbildungsdauer voraus.<\/p>\n<p>2. Die Ausbildung zum Rettungssanit&auml;ter ist eine erstmalige Berufsausbildung.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist der Umfang der steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen f&uuml;r eine erstmalige Berufsausbildung als Verkehrsflugzeugf&uuml;hrer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der 1984 geborene Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) absolvierte nach dem Abitur den Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz in der Zeit von September 2003 bis Juni 2004 als Rettungssanit&auml;ter, nachdem er die entsprechende Ausbildung nach Ma&szlig;gabe der landesrechtlichen Ausbildungs- und Pr&uuml;fungsverordnung f&uuml;r Rettungssanit&auml;ter erfolgreich absolviert hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 3. Januar des Streitjahres (2005) begann der Kl&auml;ger eine Ausbildung zum Verkehrsflugzeugf&uuml;hrer bei der W-GmbH in O. Dar&uuml;ber hinaus schloss er im Juni 2006 mit der W-GmbH einen Ausbildungsvertrag zum Erwerb der Berechtigung f&uuml;r &quot;MCC-Boeing 737&quot; ab, nachdem er sich bereits im Mai 2006 bei der U-GmbH beworben hatte. Seit Dezember 2006 ist er als &quot;Flugzeugf&uuml;hrer ARJ&quot; bei der U-GmbH besch&auml;ftigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger, der im Streitjahr keine Eink&uuml;nfte i.S. des Einkommensteuergesetzes (EStG) erzielt hatte, beantragte mit seiner Einkommensteuererkl&auml;rung, seine Ausbildungskosten in H&ouml;he von 31.433 EUR als vorweggenommene Werbungskosten bei seinen Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit und einen verbleibenden Verlustabzug zur Einkommensteuer zum 31. Dezember 2005 in dieser H&ouml;he zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die Aufwendungen als Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG in H&ouml;he von 4.000 EUR. Das FA setzte die Einkommensteuer auf 0 EUR fest und lehnte mit hier streitigem Bescheid vom 20. Februar 2007 die gesonderte Feststellung eines verbleibenden Verlustabzugs zum 31. Dezember 2005 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen erhobene Klage hat das Finanzgericht (FG) aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 1496 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden abgewiesen. Nach Auffassung des FG d&uuml;rfen Aufwendungen f&uuml;r die erstmalige Berufsausbildung gem&auml;&szlig; &sect; 12 Nr. 5 EStG nur dann als Werbungskosten abgezogen werden, wenn sie im Rahmen eines Dienstverh&auml;ltnisses stattfinden. Die Ausbildung des Kl&auml;gers zum Verkehrsflugzeugf&uuml;hrer sei als erstmalige Berufsausbildung im Sinne dieser Vorschrift zu beurteilen. Die vorgeschaltete Ausbildung zum Rettungssanit&auml;ter sei insoweit keine Berufsausbildung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der dagegen eingelegten Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, das angefochtene Urteil, den Bescheid des FA vom 20. Februar 2007 und die Einspruchsentscheidung vom 18. Juli 2007 aufzuheben und das FA zu verpflichten, zum 31. Dezember 2005 einen Verlustabzug zur Einkommensteuer in H&ouml;he von 31.417 EUR festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r seine Ausbildung als Berufspilot zu Unrecht vom Abzug als (vorweggenommene) Werbungskosten gem&auml;&szlig; &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG ausgeschlossen. Die Sache ist allerdings nicht entscheidungsreif. Denn das FG hat zur H&ouml;he der dem Kl&auml;ger im Einzelnen entstandenen Kosten keine ausreichenden Feststellungen getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Werbungskosten, n&auml;mlich Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen i.S. des &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG liegen vor, wenn sie durch den Beruf oder durch die Erzielung steuerpflichtiger Einnahmen veranlasst sind. Sie sind beruflich veranlasst, wenn ein objektiver Zusammenhang mit dem Beruf besteht und die Aufwendungen subjektiv zur F&ouml;rderung des Berufs get&auml;tigt werden. Dies gilt grunds&auml;tzlich auch dann, wenn der Steuerpflichtige gegenw&auml;rtig noch keine Einnahmen erzielt. Dann sind die Aufwendungen als vorab entstandene Werbungskosten abziehbar, wenn sie in einem hinreichend konkreten, objektiv feststellbaren Veranlassungszusammenhang mit sp&auml;teren Einnahmen stehen. Diese Voraussetzungen k&ouml;nnen auch bei berufsbezogenen Bildungsma&szlig;nahmen erf&uuml;llt sein. Denn &sect; 9 EStG enth&auml;lt keine Sonderregelung zu Berufsausbildungskosten. Entscheidend bleibt, ob die Aufwendungen einen hinreichend konkreten Veranlassungszusammenhang zur nachfolgenden auf die Erzielung von Eink&uuml;nften gerichteten Berufst&auml;tigkeit aufweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Werbungskostenabzug ist gegen&uuml;ber dem Abzug von Aufwendungen als Sonderausgaben vorrangig. Das ist ein allgemeiner, f&uuml;r alle Sonderausgaben durch den Einleitungssatz zu &sect; 10 Abs. 1 EStG normierter Grundsatz. Deshalb steht &sect; 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG dem Abzug der Berufsbildungskosten als Werbungskosten nicht entgegen. Denn Aufwendungen des Steuerpflichtigen f&uuml;r seine Berufsausbildung sind nur dann Sonderausgaben, &quot;wenn sie weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind&quot; (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28. Juli 2011 VI R 38\/10, BFHE 234, 279, www.bundesfinanzhof.de, BFH\/NV 2011, 1782).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Entgegen der Auffassung des FG kommt &sect; 12 Nr. 5 EStG im Streitfall schon deshalb nicht zur Anwendung, weil der Kl&auml;ger vor Beginn seiner Ausbildung zum Verkehrsflugzeugf&uuml;hrer eine (erste) Berufsausbildung im Sinne der Vorschrift absolviert hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der steuerrechtliche Begriff der Berufsausbildung wird vom Gesetz nicht n&auml;her beschrieben (s. &sect; 10 Abs. 1 Nr. 7, &sect; 12 Nr. 5, &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH ist unter Berufsausbildung die Ausbildung zu einem k&uuml;nftigen Beruf zu verstehen. In Berufsausbildung befindet sich, wer sein Berufsziel noch nicht erreicht hat, sich aber ernstlich darauf vorbereitet. Der Vorbereitung auf ein Berufsziel dienen alle Ma&szlig;nahmen, bei denen es sich um den Erwerb von Kenntnissen, F&auml;higkeiten und Erfahrungen handelt, die als Grundlage f&uuml;r die Aus&uuml;bung des angestrebten Berufs geeignet sind (s. etwa BFH-Urteile vom 9. Juni 1999 VI R 33\/98, BFHE 189, 88, BStBl II 1999, 701; vom 4. Dezember 2002 VI R 120\/01, BFHE 201, 156, BStBl II 2003, 403; s. auch S&ouml;hn, Steuer und Wirtschaft 2002, 97). Gegenbegriff zur Berufsausbildung ist die Allgemeinbildung, die keine notwendige Voraussetzung f&uuml;r eine geplante Berufsaus&uuml;bung darstellt (BFH-Urteil vom 15. M&auml;rz 2007 VI R 14\/04, BFHE 217, 450, BStBl II 2007, 814; Pfab, Die Behandlung von Bildungsaufwendungen im deutschen Einkommensteuerrecht, Frankfurt\/Main, 2008, 246).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des Senats liegt eine Berufsausbildung im Sinne des Steuerrechts nicht nur vor, wenn der Steuerpflichtige im dualen System oder innerbetrieblich Berufsbildungsma&szlig;nahmen durchl&auml;uft (Senatsentscheidung vom 18. Juni 2009 VI R 79\/06, www.bundesfinanzhof.de). Ebenso wenig setzt der steuerrechtliche Begriff der Berufsausbildung ein Berufsausbildungsverh&auml;ltnis nach dem Berufsbildungsgesetz und eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren voraus, wie das FG meint. Ma&szlig;geblich ist vielmehr, ob die Ausbildung den Steuerpflichtigen bef&auml;higt, aus der angestrebten T&auml;tigkeit Eink&uuml;nfte zu erzielen. Deshalb ist auch die Ausbildung zum Verkehrsflugzeugf&uuml;hrer (Pilot) eine Berufsausbildung in diesem Sinne. Dabei ist jedoch im Einzelfall zu pr&uuml;fen, ob die Ausbildung zum Erwerb einer Musterberechtigung f&uuml;r ein bestimmtes Verkehrsflugzeug eine zweite Ausbildung darstellt oder Teil einer einheitlichen Ausbildung ist (s. dazu BFH-Urteil vom 4. M&auml;rz 2010 III R 23\/08, BFH\/NV 2010, 1264).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen hat der Kl&auml;ger mit der Ausbildung zum Rettungssanit&auml;ter eine Berufsausbildung i.S. des &sect; 12 Nr. 5 EStG absolviert. Der Beruf des Rettungssanit&auml;ters, der regelm&auml;&szlig;ig als Vollerwerbst&auml;tigkeit ausge&uuml;bt wird (s. dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2010, 1264), setzt eine mehrmonatige, landesrechtlich geregelte Ausbildung voraus. Im Streitfall war die f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen geltende Ausbildungs- und Pr&uuml;fungsverordnung f&uuml;r Rettungssanit&auml;terinnen und Rettungssanit&auml;ter vom 25. Januar 2000 ma&szlig;geblich. Entgegen der Auffassung des FA ist es ohne Belang, dass der Kl&auml;ger die Ausbildung w&auml;hrend der Zivildienstzeit durchlaufen und auch nur in diesem Zeitraum den Beruf ausge&uuml;bt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im &Uuml;brigen sind nach der Rechtsprechung des Senats auch Aufwendungen f&uuml;r die erstmalige Berufsausbildung unter Geltung des &sect; 12 Nr. 5 EStG als Werbungskosten abziehbar, sofern ein hinreichend konkreter Veranlassungszusammenhang zwischen den Aufwendungen und der sp&auml;teren auf Eink&uuml;nfteerzielung gerichteten Berufst&auml;tigkeit besteht (s. dazu im Einzelnen BFH-Urteil in BFH\/NV 2011, 1782). Der Senat h&auml;lt an dieser Rechtsprechung fest (a.A. Rei&szlig;, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2011, 863; Ismer, FR 2011, 846; s. auch Kanzler, FR 2011, 862).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar sind nach Ma&szlig;gabe der vorgenannten Rechtsgrunds&auml;tze die vom Kl&auml;ger geleisteten Aufwendungen f&uuml;r seine (Zweit-)Ausbildung zum Berufspiloten dem Grunde nach vorweggenommene Werbungskosten. Denn es besteht ein hinreichend konkreter Veranlassungszusammenhang zwischen diesen Aufwendungen und der nachfolgenden Berufst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers als Pilot sowie den daraus erzielten Eink&uuml;nften (BFH-Urteil in BFH\/NV 2011, 1782).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat aber zu den einzelnen vom Kl&auml;ger geltend gemachten Kosten keine ausreichenden Feststellungen getroffen. Das angefochtene Urteil ist daher aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.10.2011, VI R 52\/10 Ausbildung zum Rettungssanit&auml;ter als Berufsausbildung Leits&auml;tze 1. Eine erstmalige Berufsausbildung i.S. von &sect; 12 Nr. 5 EStG setzt weder ein Berufsausbildungsverh&auml;ltnis nach dem Berufsbildungsgesetz noch eine bestimmte Ausbildungsdauer voraus. 2. Die Ausbildung zum Rettungssanit&auml;ter ist eine erstmalige Berufsausbildung. Tatbestand 1&nbsp; I. 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