{"id":9320,"date":"2012-12-06T17:29:00","date_gmt":"2012-12-06T15:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9320"},"modified":"2012-12-06T17:29:00","modified_gmt":"2012-12-06T15:29:00","slug":"v-b-53-11-steuerfreie-innergemeinschaftliche-lieferung-im-reihengeschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-53-11-steuerfreie-innergemeinschaftliche-lieferung-im-reihengeschaeft\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;53\/11 &#8211; Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung im Reihengesch&auml;ft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.11.2011, V B 53\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung im Reihengesch&auml;ft<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet, weil das Finanzgericht (FG) weder von der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) noch von der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) abgewichen ist (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine die Rechtseinheit gef&auml;hrdende Abweichung liegt nur vor, wenn das FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Rechtsauffassung vertritt als u.a. der BFH oder der EuGH (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 12. Oktober 2006 VI B 154\/05, BFH\/NV 2007, 51; vom 19. April 2010 IV B 38\/09, BFH\/NV 2010, 1489). Divergenz setzt somit eine Nicht&uuml;bereinstimmung im Grunds&auml;tzlichen voraus (BFH-Beschluss vom 14. Oktober 2009 IX B 105\/09, BFH\/NV 2010, 443). Fehler bei der W&uuml;rdigung von Tatsachen, die fehlerhafte Umsetzung von Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen auf die Umst&auml;nde des Einzelfalles oder blo&szlig;e Subsumtionsfehler des FG k&ouml;nnen jedoch nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 8. M&auml;rz 2004 VII B 334\/03, BFH\/NV 2004, 974; vom 16. Dezember 2005 IX B 38\/05, BFH\/NV 2006, 772; vom 2. September 2005 I B 56-59\/05, BFH\/NV 2006, 96).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wird der Gegenstand der Lieferung durch einen Abnehmer bef&ouml;rdert oder versendet, der zugleich Lieferer ist, ist gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 6 Satz 6 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) die Bef&ouml;rderung oder Versendung der Lieferung an ihn zuzuordnen, es sei denn, er weist nach, dass er den Gegenstand als Lieferer bef&ouml;rdert oder versendet hat. Nach der Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 11. August 2011 V R 3\/10, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2011, 2354) im Anschluss an die Rechtsprechung des EuGH (Urteil vom 16. Dezember 2010 C-430\/09, Euro Tyre Holding, BFH\/NV 2011, 379 Rdnrn. 34 f.) kommt es hierbei auf die Absichtsbekundung des Abnehmers an, den Gegenstand unter Verwendung einer nicht vom Mitgliedstaat der Lieferung stammenden USt-ID-Nummer in den Bestimmungsmitgliedstaat zu bef&ouml;rdern. Einer Zuordnung zur ersten Lieferung steht dann nicht entgegen, dass die Bef&ouml;rderung des Gegenstandes nicht in die Gesch&auml;ftsr&auml;ume des Unternehmens des Ersterwerbers erfolgt, sondern der Gegenstand direkt zu einem weiteren Abk&auml;ufer ausgeliefert wird. Anders ist es jedoch, wenn der Ersterwerber dem ersten Lieferer bereits vor der Bef&ouml;rderung oder Versendung mitteilt, dass er den Gegenstand weiterverkauft hat. Wie der BFH im Urteil in DB 2011, 2354, unter II.2. bereits entschieden hat, hat es somit im Endergebnis der Ersterwerber im Falle des Weiterverkaufs durch Mitteilung oder Verschweigen des Weiterverkaufs in der Hand, die Bef&ouml;rderung oder Versendung der Lieferung an sich als Ersterwerber oder seiner eigenen Weiterlieferung zuzuordnen. Ob der Ersterwerber dem ersten Lieferer vor der Bef&ouml;rderung oder Versendung den Weiterverkauf mitgeteilt hat, ist aufgrund einer &quot;umfassenden W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Einzelfalles&quot; festzustellen (vgl. EuGH-Urteil Euro Tyre Holding in BFH\/NV 2011, 379, Leitsatz 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den mit Verfahrensr&uuml;gen nicht angefochtenen Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) hatte der Kl&auml;ger vom Weiterverkauf keine Kenntnis. Die Entscheidung beruht daher nicht auf einer Abweichung von der Rechtsprechung des BFH im Grunds&auml;tzlichen, sondern allenfalls auf einer nicht zwingenden W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Einzelfalles, was keine zur Zulassung der Revision f&uuml;hrende Divergenz begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.11.2011, V B 53\/11 Steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung im Reihengesch&auml;ft Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet, weil das Finanzgericht (FG) weder von der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) noch von der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) abgewichen ist (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). 2&nbsp; 1. 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