{"id":9341,"date":"2012-12-06T04:44:47","date_gmt":"2012-12-06T02:44:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9341"},"modified":"2012-12-06T04:44:47","modified_gmt":"2012-12-06T02:44:47","slug":"ix-b-99-11-grundsaetzliche-bedeutung-bei-rechtsfrage-zur-bekanntgabe-eines-steuerbescheids-an-steuerberater-berufung-auf-treu-und-glauben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-99-11-grundsaetzliche-bedeutung-bei-rechtsfrage-zur-bekanntgabe-eines-steuerbescheids-an-steuerberater-berufung-auf-treu-und-glauben\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;99\/11 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung bei Rechtsfrage zur Bekanntgabe eines Steuerbescheids an Steuerberater &#8211; Berufung auf Treu und Glauben"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.10.2011, IX B 99\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzliche Bedeutung bei Rechtsfrage zur Bekanntgabe eines Steuerbescheids an Steuerberater &#8211; Berufung auf Treu und Glauben<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die von der Kl&auml;gerin und Be-schwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Die aufgeworfene Rechtsfrage der wirksamen Bekanntgabe eines Steuerbescheids an einen Steuerberater mit Einzelkanzlei, der zugleich alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der &#8211;nach entsprechendem K&uuml;rzel&#8211; unter seinem Namen firmierenden und in der Einkommensteuererkl&auml;rung als Empfangsbevollm&auml;chtigter angegebenen Steuerberatungsgesellschaft mit identischer Adresse ist, stellt sich im Streitfall nicht, da sie nicht kl&auml;rungsf&auml;hig ist; sie ist im &Uuml;brigen so zu beantworten, wie es das Finanzgericht (FG) getan hat. Zum einen ist der urspr&uuml;nglich angegriffene Steuerbescheid (vom 8. November 2000) und dessen &Auml;nderungsbescheid (vom 7. September 2004) nach &sect; 365 Abs. 3 der Abgabenordnung (AO) wegen der erneuten &Auml;nderung durch Bescheid vom 3. August 2007 nicht mehr Gegenstand des Einspruchsverfahrens gewesen, das mit Einspruchsbescheid vom 25. Oktober 2010 abgeschlossen wurde. Zum anderen war nach mehr als vier Jahren (hier: Einspruch vom 23. Dezember 2004) seit Ablauf der vers&auml;umten (Einspruchs-)Frist gem&auml;&szlig; &sect; 110 Abs. 3 AO keine Wiedereinsetzung mehr zu gew&auml;hren. Zum Dritten ist das FG davon ausgegangen, dass der betreffende Steuerbescheid jedenfalls so in den Machtbereich des Steuerberaters &#8211;ob in seiner Funktion als Einzelpraxis-Inhaber oder als gesetzlicher Vertreter (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer) der Steuerberatungsgesellschaft ist insoweit unerheblich&#8211; gelangt ist, dass &quot;diesem die Kenntnisnahme normalerweise m&ouml;glich war&quot; und nach den allgemeinen Gepflogenheiten &quot;auch erwartet werden konnte&quot;, also auch in seiner Funktion als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund ist auch keine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Rechtssache hat auch hinsichtlich der Frage eines Ver-trauensschutzes keine grunds&auml;tzliche Bedeutung. Denn ob und in welchem Umfang sich eine Steuerpflichtige gegen&uuml;ber der Finanzbeh&ouml;rde auf den Grundsatz von Treu und Glauben berufen kann, richtet sich &#8211;so auch im Streitfall&#8211; nach den tats&auml;chlichen Umst&auml;nden des jeweiligen Einzelfalls, so dass die Beurteilung nicht &uuml;ber den konkreten Fall hinausreicht und daher nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam ist (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 12. Februar 2009 VII B 82\/08, BFH\/NV 2009, 970; vom 14. Januar 2010 VIII B 104\/09, BFH\/NV 2010, 605).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit die Kl&auml;gerin einen Versto&szlig; gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO sowie eine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 FGO) als (verzichtbare) Verfahrensm&auml;ngel (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) r&uuml;gt, sind diese Verst&ouml;&szlig;e schon mangels Entscheidungserheblichkeit nicht gegeben. Denn nach den das Revisionsgericht gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden Feststellungen des FG war dem Bevollm&auml;chtigten die Kenntnisnahme des betreffenden Steuerbescheids m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.10.2011, IX B 99\/11 Grunds&auml;tzliche Bedeutung bei Rechtsfrage zur Bekanntgabe eines Steuerbescheids an Steuerberater &#8211; Berufung auf Treu und Glauben Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 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