{"id":9380,"date":"2012-12-06T04:21:50","date_gmt":"2012-12-06T02:21:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9380"},"modified":"2012-12-06T04:21:50","modified_gmt":"2012-12-06T02:21:50","slug":"vi-r-14-11-einbau-eines-treppenliftes-als-aussergewoehnliche-belastung-teilabhilfebescheid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-14-11-einbau-eines-treppenliftes-als-aussergewoehnliche-belastung-teilabhilfebescheid\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;14\/11 &#8211; Einbau eines Treppenliftes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Teilabhilfebescheid"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.10.2011, VI R 14\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Einbau eines Treppenliftes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Teilabhilfebescheid<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Aufwendungen f&uuml;r den Einbau eines Treppenlifts als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist die Alleinerbin ihres am &#8230; November 1914 geborenen und am &#8230; Juni 2007 verstorbenen Ehemannes X, mit dem sie im Streitjahr (2005) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurde. Ende des Jahres 2005 lie&szlig;en sich die Kl&auml;gerin und ihr Ehemann einen Treppenlift in ihr selbst genutztes Einfamilienhaus einbauen. Hierf&uuml;r entstanden ihnen Kosten in H&ouml;he von 18.664,45 EUR. In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machten sie diese Aufwendungen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung geltend. Hierzu legten sie dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Schreiben vom 10. Oktober 2006 ein am 5. Oktober 2006 ausgestelltes &auml;rztliches Attest des Internisten und Hausarztes Dr. A vor, in dem dieser ausf&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Seit 9\/05 besteht bei o.g. [X] eine weitgehende Einschr&auml;nkung der Gehf&auml;higkeit. Das Zur&uuml;cklegen kurzer Strecken ist ohne Hilfsmittel (Rollator oder Rollstuhl) nicht m&ouml;glich. Mit Hilfsmitteln sind Gehversuche f&uuml;r den Patienten mit starken Schmerzen verbunden. Treppensteigen ist ihm unm&ouml;glich. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Schwerbehinderung mit au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Gehbehinderung sind gegeben.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleichwohl ber&uuml;cksichtigte das FA die geltend gemachten Kosten f&uuml;r den Einbau des Treppenlifts bei der angefochtenen Einkommensteuerfestsetzung nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung. Auch der Einspruch blieb &#8211;trotz eines weiteren &auml;rztlichen Attestes&#8211; insoweit ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1319 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG M&uuml;nster vom 19. November 2010&nbsp;&nbsp;14 K 2520\/10 E aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG M&uuml;nster zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Denn das FG hat den Abzug der geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r den Einbau eines Treppenlifts im vorliegenden Fall zu Unrecht allein deshalb versagt, weil die medizinische Notwendigkeit dieser Ma&szlig;nahme nicht durch ein zuvor erstelltes amts&auml;rztliches Attest nachgewiesen worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 33 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) wird die Einkommensteuer auf Antrag erm&auml;&szlig;igt, wenn einem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig gr&ouml;&szlig;ere Aufwendungen als der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh&auml;ltnisse, gleicher Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse und gleichen Familienstands (au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung) erwachsen. Zwangsl&auml;ufig erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen dann, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats&auml;chlichen oder sittlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst&auml;nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht &uuml;bersteigen (&sect; 33 Abs. 2 Satz 1 EStG). Ziel des &sect; 33 EStG ist es, zwangsl&auml;ufige Mehraufwendungen f&uuml;r den existenznotwendigen Grundbedarf zu ber&uuml;cksichtigen, die sich wegen ihrer Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibetr&auml;gen entziehen. Aus dem Anwendungsbereich des &sect; 33 EStG ausgeschlossen sind dagegen die &uuml;blichen Aufwendungen der Lebensf&uuml;hrung, die in H&ouml;he des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten sind (u.a. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 29. September 1989 III R 129\/86, BFHE 158, 380, BStBl II 1990, 418).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die mitunter schwierige Trennung von echten Krankheitskosten einerseits und lediglich gesundheitsf&ouml;rdernden Vorbeuge- oder Folgekosten andererseits forderte der BFH bislang regelm&auml;&szlig;ig die Vorlage eines zeitlich vor der Leistung von Aufwendungen erstellten amts- oder vertrauens&auml;rztlichen Gutachtens bzw. eines Attestes eines anderen &ouml;ffentlich-rechtlichen Tr&auml;gers, aus dem sich die Krankheit und die medizinische Indikation der den Aufwendungen zugrundeliegenden Behandlung zweifelsfrei entnehmen l&auml;sst. Auch bei Aufwendungen f&uuml;r Ma&szlig;nahmen, die ihrer Art nach nicht eindeutig nur der Heilung oder Linderung einer Krankheit dienen k&ouml;nnen und deren medizinische Indikation deshalb schwer zu beurteilen ist (BFH-Urteile vom 30. Juni 1995 III R 52\/93, BFHE 178, 81, BStBl II 1995, 614, 616, und vom 8. Juli 1994 III R 48\/93, BFH\/NV 1995, 24, 25, m.w.N.), verlangte der BFH diesen oder einen vergleichbaren (BFH-Urteil vom 2. April 1998 III R 67\/97, BFHE 186, 79, BStBl II 1998, 613) formalisierten Nachweis. An dem Erfordernis einer vorherigen amts- oder vertrauens&auml;rztlichen Begutachtung (oder einem vergleichbaren Zeugnis) zum Nachweis der medizinischen Notwendigkeit einer Ma&szlig;nahme, die auch zu den nicht abziehbaren Kosten der Lebensf&uuml;hrung (&sect; 12 Nr. 1 EStG) geh&ouml;ren k&ouml;nnte, h&auml;lt der erkennende Senat jedoch seit dem Senatsurteil vom 11. November 2010 VI R 17\/09 (BFHE 232, 40) nicht l&auml;nger fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Vorentscheidung beruht auf einer anderen Rechtsauffassung und ist daher aufzuheben. Der Senat kann jedoch nicht durcherkennen, da die Sache nicht spruchreif ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG wird im zweiten Rechtsgang zu pr&uuml;fen haben, ob der Einbau des Treppenlifts aufgrund der gesundheitlichen Beschwerden des Ehemannes der Kl&auml;gerin im Streitjahr medizinisch angezeigt war. Ob es sich bei einem Treppenschr&auml;glift um ein medizinisches Hilfsmittel im engeren Sinne (etwa Brillen, H&ouml;rger&auml;te oder Rollst&uuml;hle) oder um ein Hilfsmittel handelt, welches nicht nur von Kranken, sondern &#8211;etwa der Bequemlichkeit wegen&#8211; auch von Gesunden angeschafft wird, ist insoweit ohne Belang. Denn Aufwendungen f&uuml;r medizinisch indizierte Ma&szlig;nahmen sind typisierend als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung zu ber&uuml;cksichtigen, ohne dass es im Einzelfall der nach &sect; 33 Abs. 2 Satz 1 EStG an sich gebotenen Pr&uuml;fung der Zwangsl&auml;ufigkeit des Grundes und der H&ouml;he nach bedarf. Weiter ist zu beachten, dass nicht nur das medizinisch Notwendige im Sinne einer Mindestversorgung von der Heilanzeige erfasst wird. Medizinisch indiziert (angezeigt) ist vielmehr jedes diagnostische oder therapeutische Verfahren, dessen Anwendung in einem Erkrankungsfall hinreichend gerechtfertigt (angezeigt) ist (Pschyrembel, Klinisches W&ouml;rterbuch, 259. Aufl., Indikation). Dieser medizinischen Wertung hat die steuerliche Beurteilung zu folgen (Senatsurteil in BFHE 232, 40), es sei denn, es liegt ein f&uuml;r jedermann erkennbares offensichtliches Missverh&auml;ltnis zwischen dem erforderlichen und dem tats&auml;chlichen Aufwand vor (Senatsurteil vom 17. Juli 1981 VI R 77\/78, BFHE 133, 545, BStBl II 1981, 711, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die erforderlichen Feststellungen hat das FG nach dem Grundsatz der freien Beweisw&uuml;rdigung (&sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO) zu treffen. Es hat dabei zu ber&uuml;cksichtigen, dass ein von einem Beteiligten vorgelegtes Sachverst&auml;ndigengutachten im finanzgerichtlichen Verfahren lediglich als Privatgutachten zu behandeln und damit als urkundlich belegter Parteivortrag zu w&uuml;rdigen ist. Ein solches Gutachten kann daher nicht als Nachweis f&uuml;r die Richtigkeit des kl&auml;gerischen Vortrags gewertet werden (Senatsurteil in BFHE 232, 40, m.w.N.). Da weder das FA noch das FG die Sachkunde besitzen, um die medizinische Indikation der den Aufwendungen zugrundeliegenden Ma&szlig;nahme zu beurteilen, ist das FG aufgrund seiner Verpflichtung zur Sachaufkl&auml;rung (&sect; 76 FGO) gehalten, gegebenenfalls von Amts wegen ein entsprechendes Gutachten zu erheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Deshalb kann das FG auch nicht l&auml;nger dahinstehen lassen, ob die Kl&auml;gerin und ihr zwischenzeitlich verstorbener Ehemann mit Schreiben vom 10. Januar 2007 ihr urspr&uuml;ngliches Klagebegehren im Rahmen ihrer Dispositionsbefugnis wirksam auf die doppelte Erfassung der Rentenbez&uuml;ge beschr&auml;nkt haben. Neben der Beschr&auml;nkung des Einspruchsantrags liegt es in der Verf&uuml;gungsbefugnis des Steuerpflichtigen, bei einem Teilabhilfebescheid das Einspruchsverfahren durch eine R&uuml;cknahme des Einspruchs oder durch eine formlose (vgl. BFH-Urteil vom 4. November 1981 II R 119\/79, BFHE 134, 510, BStBl II 1982, 270, 272) Erledigungserkl&auml;rung abzuschlie&szlig;en. Das FG hat deshalb zun&auml;chst festzustellen, ob die Kl&auml;gerin und ihr zwischenzeitlich verstorbener Ehemann zweifelsfrei zu erkennen gegeben haben, dass sie nach der angek&uuml;ndigten Teilabhilfe an der Fortf&uuml;hrung des Verfahrens nicht interessiert seien. In diesem Fall stellt der &Auml;nderungsbescheid vom 24. Januar 2007 nicht lediglich einen Teilabhilfebescheid, sondern eine das Einspruchsverfahren wegen Einkommensteuer 2005 beendende &#8211;weil vollst&auml;ndige&#8211; Abhilfeentscheidung dar, so dass die Klage ohne weitere Sachpr&uuml;fung als unbegr&uuml;ndet abzuweisen w&auml;re (vgl. Urteil des FG M&uuml;nchen vom 17. April 2007&nbsp;&nbsp;6 K 598\/05, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Angesichts dessen braucht der Senat nicht zu entscheiden, ob dem FG die von der Revision ger&uuml;gten Verfahrensfehler unterlaufen sind (Senatsurteil vom 11. Februar 2010 VI R 65\/08, BFHE 228, 421, BStBl II 2010, 628, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.10.2011, VI R 14\/11 Einbau eines Treppenliftes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Teilabhilfebescheid Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist, ob Aufwendungen f&uuml;r den Einbau eines Treppenlifts als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung zu ber&uuml;cksichtigen sind. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist die Alleinerbin ihres am &#8230; November 1914 geborenen und am &#8230; Juni 2007 verstorbenen Ehemannes &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-14-11-einbau-eines-treppenliftes-als-aussergewoehnliche-belastung-teilabhilfebescheid\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;14\/11 &#8211; Einbau eines Treppenliftes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Teilabhilfebescheid<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9380","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9380"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9380\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}