{"id":9478,"date":"2012-12-06T03:17:04","date_gmt":"2012-12-06T01:17:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9478"},"modified":"2012-12-06T03:17:04","modified_gmt":"2012-12-06T01:17:04","slug":"iii-b-57-11-rechtmaessigkeit-des-weiteren-vollzugs-eines-bestandskraeftigen-erst-im-nachhinein-durch-eine-von-der-rechtsprechung-des-bfh-abweichenden-gesetzesauslegung-durch-das-bverfg-rechtswidrig-ge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-57-11-rechtmaessigkeit-des-weiteren-vollzugs-eines-bestandskraeftigen-erst-im-nachhinein-durch-eine-von-der-rechtsprechung-des-bfh-abweichenden-gesetzesauslegung-durch-das-bverfg-rechtswidrig-ge\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;57\/11 &#8211; Rechtm&auml;&szlig;igkeit des (weiteren) Vollzugs eines bestandskr&auml;ftigen, erst im Nachhinein durch eine von der Rechtsprechung des BFH abweichenden Gesetzesauslegung durch das BVerfG rechtswidrig gewordenen Verwaltungsakts &#8211; Keine Begr&uuml;ndung der Wiedereinsetzung durch andauernden Vollzug eines rechtswidrig gewordenen Verwaltungsaktes"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.8.2011, III B 57\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Rechtm&auml;&szlig;igkeit des (weiteren) Vollzugs eines bestandskr&auml;ftigen, erst im Nachhinein durch eine von der Rechtsprechung des BFH abweichenden Gesetzesauslegung durch das BVerfG rechtswidrig gewordenen Verwaltungsakts &#8211; Keine Begr&uuml;ndung der Wiedereinsetzung durch andauernden Vollzug eines rechtswidrig gewordenen Verwaltungsaktes<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) erhielt f&uuml;r seinen Sohn (S) w&auml;hrend des gesamten Jahres 2003 Kindergeld. Mit Bescheid vom 27. Juli 2004 setzte die Familienkasse der Stadt P das Kindergeld f&uuml;r S f&uuml;r 2003 unter Verweis auf den nach &sect; 32 Abs. 4 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) &uuml;berschrittenen Grenzbetrag auf 0 EUR fest. Im selben Bescheid erkl&auml;rte die Familienkasse die Aufrechnung des Erstattungsbetrags (&sect; 37 Abs. 2 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) in monatlichen Raten von 200 EUR mit dem Anspruch des Kl&auml;gers auf Besoldung, Verg&uuml;tung bzw. Lohn. Der Bescheid wurde bestandskr&auml;ftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Mai 2005 wandte sich der Kl&auml;ger an die Familienkasse der Stadt P und bat unter Verweis auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 11. Januar 2005&nbsp;&nbsp;2 BvR 167\/02 (BVerfGE 112, 164, BFH\/NV 2005, Beilage 3, 260) um Pr&uuml;fung, ob das Verfahren r&uuml;ckwirkend wieder aufgenommen werden k&ouml;nne. Ende Juni 2005 legte der nun anwaltlich vertretene Kl&auml;ger &quot;Widerspruch gegen die R&uuml;ckforderung des bereits ausbezahlten Kindergelds&quot; ein und beantragte zugleich Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Die zwischenzeitlich sachlich zust&auml;ndig gewordene Beklagte und Beschwerdegegnerin (Familienkasse) verwarf den Einspruch wegen Verfristung als unzul&auml;ssig und lehnte auch eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ab. Mit seiner Klage begehrte der Kl&auml;ger die Aufhebung des &Auml;nderungsbescheides vom 27. Juli 2004 und der Einspruchsentscheidung vom 10. August 2009. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage unter Verweis auf die Bestandskraft der Nullfestsetzung und fehlenden &Auml;nderungsm&ouml;glichkeiten mit Urteil vom 24. Februar 2011&nbsp;&nbsp;13 K 3760\/09 ab. Auch eine Wiedereinsetzung in die vers&auml;umte Einspruchsfrist komme nicht in Betracht. Der Familienkasse sei es zudem nicht nach dem Grundsatz von Treu und Glauben verwehrt, sich auf die Bestandskraft des Nullfestsetzungsbescheides zu berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Nichtzulassungsbeschwerde macht der Kl&auml;ger geltend, die Revision sei wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und zur Rechtsfortbildung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und daher zu verwerfen. Der Kl&auml;ger hat die von ihm geltend gemachten Revisionszulassungsgr&uuml;nde nicht in einer den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO entsprechenden Weise dargelegt. Sie liegen im &Uuml;brigen auch nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine Revisionszulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) kommt nicht in Betracht. Der Kl&auml;ger hat zwar konkrete Rechtsfragen formuliert, er hat allerdings weder zu deren Bedeutung f&uuml;r die Allgemeinheit noch zu deren Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit substantiiert Stellung genommen. Die von dem Kl&auml;ger aufgeworfenen Rechtsfragen sind auch nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die vom Kl&auml;ger f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam gehaltene Rechtsfrage, ob der (weitere) Vollzug eines Bescheides, der zum Zeitpunkt seines Ergehens der Auslegung des &sect; 32 Abs. 4 Satz 2 EStG durch den Bundesfinanzhof (BFH) entsprach und erst durch eine andere Auslegung durch das BVerfG rechtswidrig geworden ist, in Kenntnis dieser Rechtswidrigkeit rechtm&auml;&szlig;ig sei, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, da sie sich eindeutig aus dem Gesetz sowie der Rechtsprechung ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &sect; 124 Abs. 1 und Abs. 2 AO ist festgelegt, dass ein Verwaltungsakt mit dem bekanntgegebenen Inhalt wirksam wird und dies auch bleibt, solange und soweit er nicht aufgehoben oder durch Zeitablauf oder auf andere Weise erledigt ist. Dies gilt grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r rechtswidrige bzw. fehlerhafte Verwaltungsakte mit Ausnahme des nichtigen Verwaltungsakts (&sect; 124 Abs. 3 AO). Dem Betroffenen wird also zugemutet, sich zur Wehr zu setzen, wenn er einen Verwaltungsakt f&uuml;r fehlerhaft h&auml;lt (G&uuml;roff in Beermann\/Gosch, AO &sect; 124 Rz 12). Der wirksame und erst recht der bestandskr&auml;ftige Verwaltungsakt binden die Beh&ouml;rde und den Betroffenen. Im Streitfall wurde die Bestandskraft des Bescheides vom 27. Juli 2004 auch nicht durch den Beschluss des BVerfG in BVerfGE 112, 164, BFH\/NV 2005, Beilage 3, 260 ber&uuml;hrt (vgl. Senatsurteil vom 28. Juni 2006 III R 13\/06, BFHE 214, 287, BStBl II 2007, 714). Die Bindungswirkung des bestandskr&auml;ftigen Verwaltungsakts geht der materiellen Gerechtigkeit dabei vor (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 29. November 2005 IX B 161\/05, BFH\/NV 2006, 897). Unerheblich ist insoweit, ob der Verwaltungsakt in dem Zeitpunkt, in dem seine Rechtswidrigkeit bemerkt wird, bereits vollst&auml;ndig vollzogen ist oder die Vollziehung &#8211;wie im Streitfall aufgrund der ratenweisen Aufrechnung&#8211; noch fortdauert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sodann ergibt sich aus &sect; 361 AO und &sect; 69 FGO, dass im Abgabenrecht, zu dem auch das Kindergeld als Steuerverg&uuml;tung (&sect; 31 Satz 3 EStG) z&auml;hlt, (selbst) durch die Einlegung eines au&szlig;ergerichtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs die Vollziehung &#8211;d.h. die zwangsweise oder auch freiwillige Verwirklichung&#8211; des angefochtenen Verwaltungsakts regelm&auml;&szlig;ig nicht gehemmt, insbesondere die Erhebung der Abgabe &#8211;im Streitfall des R&uuml;ckforderungsanspruchs&#8211; nicht aufgehalten wird (z.B. Gosch in Beermann\/Gosch, AO &sect; 361 Rz 2, FGO &sect; 69 Rz 7). Danach bedarf es einer besonderen Entscheidung, um die Vollziehbarkeit eines Steuerverwaltungsakts auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich ist bereits gekl&auml;rt, dass es f&uuml;r die Frage, ob Kindergeld behalten werden darf oder zur&uuml;ckzuzahlen ist, auf das Vorliegen von Kindergeldfestsetzungs- oder Aufhebungsbescheiden &#8211;mithin auf die formelle Bescheidlage&#8211; ankommt und nicht auf den abstrakten materiell-rechtlichen Kindergeldanspruch (vgl. Senatsurteil vom 15. Juli 2010 III R 32\/08, BFH\/NV 2010, 2237). Mit der Aufhebung des Festsetzungsbescheides &#8211;bzw. einer insoweit vergleichbaren Nullfestsetzung&#8211; entf&auml;llt der Rechtsgrund f&uuml;r das Behaltend&uuml;rfen des Kindergelds, so dass dieses nach &sect; 37 Abs. 2 Satz 1 AO zur&uuml;ckzuzahlen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Kl&auml;ger weiter gekl&auml;rt wissen m&ouml;chte, ob einem Wiedereinsetzungsantrag vor dem Hintergrund stattzugeben sei, dass ein rechtswidrig gewordener Verwaltungsakt wegen seiner Bestandskraft vollzogen wird, wird ebenfalls keine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage aufgeworfen. Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach &sect; 110 AO setzt voraus, dass der Betreffende &#8211;in diesem Fall der Kindergeldberechtigte&#8211; schuldlos daran gehindert war, eine gesetzliche Frist einzuhalten. Ob der rechtswidrig gewordene Verwaltungsakt von der Beh&ouml;rde (weiter) vollzogen wird, ist f&uuml;r die Frage der schuldlosen Fristvers&auml;umnis nicht relevant. Denn hieraus ergibt sich kein Grund, der den Kl&auml;ger an der unterbliebenen rechtzeitigen Einspruchseinlegung gehindert haben k&ouml;nnte. Eine Wiedereinsetzung kann mit dem (andauernden) Vollzug eines rechtswidrig gewordenen Verwaltungsakts folglich nicht begr&uuml;ndet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit der Kl&auml;ger schlie&szlig;lich die Frage gekl&auml;rt wissen m&ouml;chte, ob ein &ouml;ffentlich-rechtlicher Arbeitgeber, der aufgrund seiner besonderen Stellung erleichterten Zugriff auf das Einkommen des Steuerpflichtigen habe, aufgrund der besonderen Rechtsstellung des &ouml;ffentlich-rechtlichen Dienstverh&auml;ltnisses gesondert verpflichtet sei, auf anh&auml;ngige Verfahren hinzuweisen, fehlt es bereits an der Darlegung der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit. Der blo&szlig;e Hinweis, diese Frage sei h&ouml;chstrichterlich noch nicht entschieden, gen&uuml;gt insoweit nicht (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 5. Dezember 2007 VIII B 79\/07, BFH\/NV 2008, 732), da sich daraus die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit der zu entscheidenden Rechtsfrage nicht ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist auch weder dargelegt noch erkennbar, dass die Frage in einem Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig w&auml;re. So war die hier beklagte Familienkasse bereits nicht Arbeitgeberin des Kl&auml;gers, kann also selbst keine ihr aus dieser Stellung etwaig obliegenden Pflichten verletzt haben. Arbeitgeberin war urspr&uuml;nglich vielmehr die Stadt P als Betreiberin des St&auml;dtischen Klinikums, in dem der Kl&auml;ger besch&auml;ftigt war. Erst infolge der Ver&auml;u&szlig;erung des Klinikums an einen privaten Tr&auml;ger wurde die beklagte Familienkasse nach den Feststellungen des FG ab dem 1. April 2005 zust&auml;ndig. Auch ansonsten ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beantwortung der Frage f&uuml;r das finanzgerichtliche Verfahren relevant w&auml;re. So ist auch die vormals zust&auml;ndige Stadt P im Rahmen des Kindergeldverfahrens nicht in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeberin, sondern als Familienkasse t&auml;tig geworden (vgl. &sect; 72 Abs. 1 Satz 2 EStG). Damit war sie Finanzbeh&ouml;rde (&sect; 6 Abs. 2 Nr. 6 AO) und unterlag dem Anwendungsbereich der AO (Wendl in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect; 72 EStG Rz 17). Mit der Vorschrift des &sect; 89 AO sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung und Literatur (z.B. Michaelis, Kindergeldverfahren im &ouml;ffentlichen Dienst ab 1996, S. 57 f.) hat sich der Kl&auml;ger nicht auseinandergesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der vom Kl&auml;ger geltend gemachte Zulassungsgrund der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 1 FGO) ist ein Unterfall der grunds&auml;tzlichen Bedeutung. In beiden F&auml;llen muss es sich um eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage handeln (z.B. Senatsbeschluss vom 8. Februar 2007 III B 136\/06, BFH\/NV 2007, 902). Aus den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen ergibt sich indes, dass diese Voraussetzungen hier nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.8.2011, III B 57\/11 Rechtm&auml;&szlig;igkeit des (weiteren) Vollzugs eines bestandskr&auml;ftigen, erst im Nachhinein durch eine von der Rechtsprechung des BFH abweichenden Gesetzesauslegung durch das BVerfG rechtswidrig gewordenen Verwaltungsakts &#8211; Keine Begr&uuml;ndung der Wiedereinsetzung durch andauernden Vollzug eines rechtswidrig gewordenen Verwaltungsaktes Tatbestand 1&nbsp; I. 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