{"id":9522,"date":"2012-12-06T04:09:47","date_gmt":"2012-12-06T02:09:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9522"},"modified":"2012-12-06T04:09:47","modified_gmt":"2012-12-06T02:09:47","slug":"x-b-187-10-grundsaetzliche-bedeutung-benennungsverlangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-187-10-grundsaetzliche-bedeutung-benennungsverlangen\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;187\/10 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Benennungsverlangen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.7.2011, X B 187\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Benennungsverlangen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) an die Darlegung eines Zulassungsgrundes i.S. des &sect; 115 Abs. 2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eines vorherigen Hinweises des beschlie&szlig;enden Senats an die Kl&auml;ger, wonach ihre Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht ausreichend ist, bedurfte es nicht (Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. August 1993&nbsp;&nbsp;11 B 65\/93, Monatsschrift f&uuml;r Deutsches Recht 1994, 319; ebenso Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect; 116 FGO Rz 252). Die Wahrung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) verlangt lediglich, dass das beschlie&szlig;ende Gericht eine den Beteiligten selbst gesetzte Frist zur &Auml;u&szlig;erung abwartet und, sofern es eine solche Frist zur Stellungnahme zum Vorbringen des anderen Beteiligten nicht setzt, die Entscheidung bis zum Ablauf einer solchen Frist zur&uuml;ckstellt, innerhalb derer eine eventuell beabsichtigte Stellungnahme unter normalen Umst&auml;nden eingehen kann (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1. Februar 2007 IX S 17\/06, BFH\/NV 2007, 957). Diese Voraussetzungen sind im Streitfall gewahrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;ger haben die grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) nicht in der gebotenen Weise dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die zu fordernde Darlegung muss der Beschwerdef&uuml;hrer konkret auf eine Rechtsfrage und ihre Bedeutung f&uuml;r die Allgemeinheit eingehen. Er muss zun&auml;chst eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herausstellen, der grunds&auml;tzliche Bedeutung zukommen soll. Erforderlich ist dar&uuml;ber hinaus ein substantiierter Vortrag, warum im Einzelnen die Kl&auml;rung der aufgeworfenen Rechtsfrage im allgemeinen Interesse liegt (BFH-Beschluss vom 24. November 2010 VII B 168\/10, BFH\/NV 2011, 601, m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger machen in erster Linie geltend, der Sache komme deshalb grunds&auml;tzliche Bedeutung zu, weil sich das Finanzgericht (FG) in seinem Urteil auf das Gutachten der Firma X gest&uuml;tzt habe. Dieses Gutachten sei nicht repr&auml;sentativ und f&uuml;hre in der Sache zu unzutreffenden Ergebnissen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Vortrag der Kl&auml;ger betrifft keine in grunds&auml;tzlicher Hinsicht zu kl&auml;rende Rechtsfrage i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO, sondern die Verwertung eines Gutachtens im Rahmen der im konkreten Einzelfall zu treffenden tats&auml;chlichen Feststellungen sowie die vom FG vorgenommene Beweisw&uuml;rdigung. Im &Uuml;brigen bleibt es jedem betroffenen Steuerpflichtigen unbenommen, in seinem Verfahren die Richtigkeit des Gutachtens der Firma X zu bestreiten und (ggf. durch Stellung von Beweisantr&auml;gen) vom FG eine weitere Sachverhaltsaufkl&auml;rung zu verlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit die Kl&auml;ger sinngem&auml;&szlig; die Frage aufwerfen, ob der Grundsatz, wonach eine Sch&auml;tzung realit&auml;tsnah sein m&uuml;sse, durch ein Benennungsverlangen (&sect; 160 Abs. 1 Satz 1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) umgangen werden d&uuml;rfe, indem bei Nichtbeantwortung mit gesch&auml;tzten Betriebseinnahmen im Zusammenhang stehende Betriebsausgaben unber&uuml;cksichtigt blieben, fehlt jegliche Auseinandersetzung mit der zu &sect; 160 Abs. 1 Satz 1 AO ergangenen Rechtsprechung und Literatur.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Benennungsverlangen gegen&uuml;ber dem leistenden Steuerpflichtigen (hier dem Kl&auml;ger) ist nach der Rechtsprechung grunds&auml;tzlich gerechtfertigt, wenn die Vermutung nahe liegt, dass der Zahlungsempf&auml;nger die erlangten Einnahmen nicht versteuert hat (BFH-Urteil vom 9. August 1989 I R 66\/86, BFHE 158, 7, BStBl II 1989, 995). Den Finanzbeh&ouml;rden und den FG kommt hierbei ein Ermessen zu, von dem sie in doppelter Weise Gebrauch machen. Zun&auml;chst wird dar&uuml;ber entschieden, ob ein Benennungsverlangen an den Steuerpflichtigen gerichtet wird. Sodann wird eine Entscheidung dar&uuml;ber getroffen, ob und inwieweit Ausgaben, bei denen der Empf&auml;nger nicht benannt worden ist, zum Abzug zuzulassen sind (st&auml;ndige Rechtsprechung; vgl. z.B. BFH-Urteil vom 10. M&auml;rz 1999 XI R 10\/98, BFHE 188, 280, BStBl II 1999, 434).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein solches Benennungsverlangen kann auch gerechtfertigt sein, wenn dem Steuerpflichtigen die in Frage stehenden Betriebsausgaben mit Sicherheit entstanden sind (BFH-Urteil in BFHE 158, 7, BStBl II 1989, 995). Denn durch die (ganz oder teilweise) Verweigerung des Betriebsausgabenabzugs im Falle der unterbliebenen Empf&auml;ngerbenennung wird der Steuerpflichtige gleichsam als &quot;Haftender&quot; f&uuml;r die Steuerschuld des Zahlungsempf&auml;ngers in Anspruch genommen (BFH-Urteil vom 24. Juni 1997 VIII R 9\/96, BFHE 183, 358, BStBl II 1998, 51).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings steht ein solches Benennungsverlangen in besonderem Ma&szlig; unter dem Gesichtspunkt der Zumutbarkeit (BFH-Urteil vom 9. April 1987 IV R 142\/85, BFH\/NV 1987, 689). Entscheidend ist, ob es dem Steuerpflichtigen im Zeitpunkt der von ihm geleisteten Zahlungen zumutbar war, sich der Identit&auml;t seines jeweiligen Gesch&auml;ftspartners zu versichern, um so in der Lage zu sein, ihn als Empf&auml;nger der Zahlungen zu bezeichnen (BFH-Urteil vom 17. Dezember 1980 I R 148\/76, BFHE 132, 211, BStBl II 1981, 333). Der Einwand der Kl&auml;ger, ein Steuerpflichtiger, dem die in Frage stehenden Betriebsausgaben nicht entstanden seien, k&ouml;nne ein insoweit an ihn gestelltes Benennungsverlangen nicht beantworten, ist zutreffend und bedarf keiner weiteren Er&ouml;rterung. Es geht den Kl&auml;gern jedoch in Wirklichkeit darum, die Unrichtigkeit der vom FG vorgenommenen Zusch&auml;tzung von Betriebseinnahmen und damit im Zusammenhang stehenden Betriebsausgaben aufzuzeigen. Hierdurch greifen sie aber lediglich die vom FG vorgenommene Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung an. Eine (etwaige) unzutreffende W&uuml;rdigung solcher tats&auml;chlicher Umst&auml;nde rechtfertigt aber grunds&auml;tzlich keine Zulassung der Revision (siehe dazu auch unten bei 2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kl&auml;ger haben auch den Zulassungsgrund des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO nicht in ausreichender Weise ger&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur schl&uuml;ssigen R&uuml;ge einer Divergenz im Sinne der vorstehend genannten Vorschrift geh&ouml;rt die genaue Bezeichnung der Entscheidung (z.B. eines anderen FG oder des BFH), von der im Streitfall angeblich abgewichen worden ist. Die tragenden Rechtss&auml;tze dieser Entscheidung und derjenigen in dem angefochtenen Urteil sind in der Beschwerdebegr&uuml;ndung so gegen&uuml;berzustellen, dass eine Abweichung beider Entscheidungen im grunds&auml;tzlichen Ansatz erkennbar wird. Ferner ist auch darzulegen, dass es sich in beiden F&auml;llen um vergleichbare Sachverhalte und um eine identische Rechtsfrage handelt (st&auml;ndige Rechtsprechung; vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 5. Oktober 2010 X B 72\/10, BFH\/NV 2011, 273).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger machen geltend, der 6. Senat des FG Hamburg habe im Verfahren 6 K 90\/08 ein Benennungsverlangen nicht gestellt. Dieser Vortrag gen&uuml;gt den vorstehend dargestellten Darlegungsanforderungen ersichtlich nicht. Nichts anderes gilt f&uuml;r den kl&auml;gerischen Vortrag im (lange nach Ablauf der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist des &sect; 116 Abs. 3 FGO eingereichten) Schriftsatz vom 6. Juni 2011. In diesem wird lediglich ausgef&uuml;hrt, in den m&uuml;ndlichen Verhandlungen vor dem FG Hamburg in den Verfahren 1 K 40\/10 und 1 K 41\/10 habe der Senatsvorsitzende ge&auml;u&szlig;ert, im Falle einer Hinzusch&auml;tzung von Ums&auml;tzen bei einem Taxiunternehmen sei davon auszugehen, dass die Mehrerl&ouml;se mit einem h&ouml;heren Kraftstoffverbrauch verbunden und auch eine h&ouml;here Vorsteuer zu ber&uuml;cksichtigen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;ger machen auch nicht schl&uuml;ssig einen qualifizierten Rechtsanwendungsfehler i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein solcher Fehler ist bei einer &quot;greifbaren Gesetzwidrigkeit&quot; gegeben. Voraussetzung hierf&uuml;r ist aber, dass die Entscheidung des FG in einem solchen Ma&szlig;e fehlerhaft ist, dass das Vertrauen in die Rechtsprechung nur durch eine h&ouml;chstrichterliche Korrektur der finanzgerichtlichen Entscheidung wiederhergestellt werden k&ouml;nnte (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 28. August 2007 VII B 357\/06, BFH\/NV 2008, 113). Diese Voraussetzung kann etwa vorliegen, wenn das FG eine offensichtlich einschl&auml;gige entscheidungserhebliche Vorschrift &uuml;bersehen hat oder wenn das Urteil jeglicher gesetzlicher Grundlage entbehrt oder auf einer offensichtlich Wortlaut und Gesetzeszweck widersprechenden Gesetzesauslegung beruht. Unterhalb dieser Schwelle liegende erhebliche Rechtsfehler reichen nicht aus, um eine greifbare Gesetzwidrigkeit oder gar eine Willk&uuml;rlichkeit der angefochtenen Entscheidung anzunehmen (Senatsbeschluss vom 18. August 2010 X B 178\/09, BFH\/NV 2010, 2010, m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vortrag der Kl&auml;ger, das FG habe die kl&auml;gerischen Einwendungen gegen das Gutachten der Firma X ignoriert, l&auml;sst den Inhalt des angefochtenen Urteils unber&uuml;cksichtigt. Aus diesem ergibt sich, dass das FG nicht nur im Tatbestand des Urteils die kl&auml;gerischen Einwendungen gegen dieses Gutachten wiedergegeben hat (Urteil S. 17-19). Auch in den Entscheidungsgr&uuml;nden setzt sich das FG ausf&uuml;hrlich mit den kl&auml;gerischen Argumenten auseinander (Urteil S. 26-34). Auch aus der nach Ablauf der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist mit Schriftsatz vom 31. Januar 2011 eingereichten kritischen &Auml;u&szlig;erung eines anderen Taxiunternehmers zu dem Gutachten der Firma X ergibt sich keine greifbare Gesetzwidrigkeit des hier angefochtenen Urteils des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit sich die Beschwerde gegen das vom FG gestellte Benennungsverlangen nach &sect; 160 Abs. 1 Satz 1 FGO und dagegen richtet, dass die hiervon betroffenen Betriebsausgaben wegen Nichtbeantwortung dieses Verlangens unber&uuml;cksichtigt geblieben sind, ist eine greifbare Gesetzwidrigkeit ebenfalls nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat in seinem Urteil die von der Rechtsprechung aufgestellten Voraussetzungen f&uuml;r die Anwendung der vorstehend genannten Vorschrift zutreffend wiedergegeben und dargelegt, dass sie im Streitfall anwendbar ist (vgl. auch oben bei 1.b). Auch hat das FG zutreffend erkannt, dass die Nichtbeantwortung des Benennungsverlangens nicht zwingend die vollst&auml;ndige Versagung des Abzugs der betroffenen Betriebsausgaben zur Folge hat. Das FG hat zu Recht ausgef&uuml;hrt, dass nach der Rechtsprechung die steuerlichen Verh&auml;ltnisse der Zahlungsempf&auml;nger (soweit diese nach den Gesamtumst&auml;nden in ihrer Zusammensetzung bekannt sind) zu ber&uuml;cksichtigen sind. Dass das FG diese Verh&auml;ltnisse unber&uuml;cksichtigt gelassen hat, weil die Empf&auml;nger und ihre steuerlichen Verh&auml;ltnisse nicht einzugrenzen waren, ist eine jedenfalls nicht v&ouml;llig unvertretbare W&uuml;rdigung der tats&auml;chlichen Gegebenheiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kl&auml;ger r&uuml;gen auch nicht schl&uuml;ssig die Verletzung eines Verfahrensfehlers i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO. Ihr Vortrag, das FG habe sich im Rahmen der Sch&auml;tzung nicht allein auf das Gutachten der Firma X st&uuml;tzen, sondern z.B. die beim Kl&auml;ger besch&auml;ftigten Fahrer als Zeugen zu den tats&auml;chlichen Gegebenheiten im kl&auml;gerischen Betrieb vernehmen m&uuml;ssen, zeigt eine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) durch das FG nicht in ausreichender Weise auf. Da die gerichtliche Sachaufkl&auml;rungspflicht durch die Mitwirkungspflicht der Beteiligten begrenzt ist (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 25. M&auml;rz 2010 X B 176\/08, BFH\/NV 2010, 1455), h&auml;tten die Kl&auml;ger darlegen m&uuml;ssen, dass sie entsprechende Beweisantr&auml;ge gestellt haben oder aus welchen Gr&uuml;nden sich dem FG eine weitere Sachaufkl&auml;rung auch von Amts wegen h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.7.2011, X B 187\/10 Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Benennungsverlangen Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) an die Darlegung eines Zulassungsgrundes i.S. des &sect; 115 Abs. 2 FGO. 2&nbsp; Eines vorherigen Hinweises des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-187-10-grundsaetzliche-bedeutung-benennungsverlangen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;187\/10 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Benennungsverlangen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9522","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9522","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9522"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9522\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}