{"id":9602,"date":"2012-12-06T04:35:49","date_gmt":"2012-12-06T02:35:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9602"},"modified":"2012-12-06T04:35:49","modified_gmt":"2012-12-06T02:35:49","slug":"iv-r-11-08-bindungswirkung-eines-bescheids-ueber-die-gesonderte-feststellung-des-vortragsfaehigen-gewerbeverlusts-is-von-par-10a-gewstg-bei-personengesellschaften-fehlerhafte-nichtberuecksichtigung-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-11-08-bindungswirkung-eines-bescheids-ueber-die-gesonderte-feststellung-des-vortragsfaehigen-gewerbeverlusts-is-von-par-10a-gewstg-bei-personengesellschaften-fehlerhafte-nichtberuecksichtigung-de\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;11\/08 &#8211; Bindungswirkung eines Bescheids &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts i.S. von &sect; 10a GewStG bei Personengesellschaften &#8211; Fehlerhafte Nichtber&uuml;cksichtigung des Ausscheidens von Gesellschaftern &#8211; Auslegung eines Verwaltungsakts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.6.2011, IV R 11\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Bindungswirkung eines Bescheids &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts i.S. von &sect; 10a GewStG bei Personengesellschaften &#8211; Fehlerhafte Nichtber&uuml;cksichtigung des Ausscheidens von Gesellschaftern &#8211; Auslegung eines Verwaltungsakts<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ist in einem an eine Personengesellschaft gerichteten bestandskr&auml;ftigen Verlustfeststellungsbescheid i.S. von &sect; 10a GewStG der Fehlbetrag nicht um den Anteil eines ausgeschiedenen Mitunternehmers gek&uuml;rzt worden, steht der anteilige Fehlbetrag den zum Feststellungszeitpunkt tats&auml;chlich beteiligten Mitunternehmern entsprechend ihrer Beteiligungsquote zur Verrechnung mit deren k&uuml;nftigen Ertr&auml;gen zur Verf&uuml;gung.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die im Jahr 1992 gegr&uuml;ndete Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, erzielte in den Jahren 1992 bis 1995 Gewerbeverluste, in den Jahren 1996 bis 2000 ergaben sich jeweils positive Gewerbeertr&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte mit an die Kl&auml;gerin gerichtetem Bescheid vom 20. Februar 1998 nach &sect; 10a des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) den vortragsf&auml;higen Fehlbetrag auf den 31. Dezember 1996 in H&ouml;he von etwa 17,7 Mio. DM fest. Hiervon entfielen etwa 9,6 Mio. DM auf die beiden Mitunternehmer X und Y, die bereits in den Jahren 1994 und 1995 ausgeschieden waren. Der Bescheid wurde &#8211;ebenso wie die Verlustfeststellungsbescheide auf den 31. Dezember 1994 und auf den 31. Dezember 1995&#8211; bestandskr&auml;ftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den sich anschlie&szlig;enden Streitjahren (1997 bis 2000) gab es weitere Gesellschafterwechsel, ohne dass das FA die Auswirkungen in den betreffenden Feststellungsbescheiden ber&uuml;cksichtigte. Erst im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung erlie&szlig; das FA entsprechend ge&auml;nderte Bescheide. Die Verlustfeststellungsbescheide enthielten aber weiterhin die anteiligen Fehlbetr&auml;ge f&uuml;r die in den Jahren 1994 und 1995 ausgeschiedenen Mitunternehmer; sie wurden auch nicht in den Gewerbesteuermessbescheiden mit Gewinnen verrechnet. Mit den gegen die Verlustfeststellungsbescheide und Gewerbesteuermessbescheide erhobenen Einspr&uuml;chen begehrte die Kl&auml;gerin, den auf den 31. Dezember 1996 bestandskr&auml;ftig festgestellten Fehlbetrag von etwa 17,7 Mio. DM auf alle an diesem Tag tats&auml;chlich beteiligten Mitunternehmer entsprechend ihrer Beteiligungsquote zu verteilen und in der Folgezeit mit deren k&uuml;nftigen Gewinnanteilen zu verrechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem folgte das FA nicht. Auch das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab, weil es keine Rechtsgrundlage daf&uuml;r gebe, den wegen der Nichtber&uuml;cksichtigung des Ausscheidens von Mitunternehmern zu hoch festgestellten Gewerbeverlust in einem nachfolgenden Erhebungszeitraum auf die verbleibenden Mitunternehmer zu verteilen. Die Vorentscheidung ist in Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2008, 947 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die fehlerhafte Anwendung von &sect; 10a GewStG und &sect; 182 Abs. 1 Satz 1 der Abgabenordnung (AO). Wegen der Bindungswirkung des bestandskr&auml;ftigen Verlustfeststellungsbescheids auf den 31. Dezember 1996 st&uuml;nde der darin festgestellte Fehlbetrag in den folgenden Erhebungszeitr&auml;umen den zu diesem Zeitpunkt beteiligten Mitunternehmern zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung vom 24. November 2006 aufzuheben sowie die Gewerbesteuermessbescheide 1997 bis 2000 und die Verlustfeststellungsbescheide auf den 31. Dezember 1997 bis 31. Dezember 2000 dahin abzu&auml;ndern, dass der auf den 31. Dezember 1996 bestandskr&auml;ftig festgestellte Verlust weiterhin ber&uuml;cksichtigt wird, auch soweit er auf die in den Jahren 1994 und 1995 ausgeschiedenen Mitunternehmer entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung. Entgegen der Auffassung des FG steht wegen der Bindungswirkung eines bestandskr&auml;ftigen Verlustfeststellungsbescheids der auf einen ausgeschiedenen Mitunternehmer entfallende anteilige Fehlbetrag den zum Feststellungszeitpunkt tats&auml;chlich beteiligten Mitunternehmern entsprechend ihrer Beteiligungsquote zur Verrechnung mit deren k&uuml;nftigen Ertr&auml;gen zur Verf&uuml;gung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Klage ist zul&auml;ssig. Insbesondere fehlt der Kl&auml;gerin hinsichtlich der Verlustfeststellungsbescheide nicht das Rechtsschutzinteresse. Zwar hat die Kl&auml;gerin die Feststellung niedrigerer Fehlbetr&auml;ge beantragt, als sie in den angefochtenen Bescheiden festgestellt worden sind. Eine isolierte Betrachtung der Verlustfeststellungsbescheide w&uuml;rde jedoch dem Rechtsschutzbegehren der Kl&auml;gerin nicht entsprechen. Ihr geht es darum, dass der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust in gr&ouml;&szlig;erem Umfang als bisher vom FA zugelassen mit positiven Gewerbeertr&auml;gen in den Gewerbesteuermessbescheiden verrechnet werden kann. Nach der Verrechnung ergibt sich zwangsl&auml;ufig ein niedrigerer vortragsf&auml;higer Fehlbetrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Gem&auml;&szlig; &sect; 10a Satz 1 GewStG wird der Gewerbeertrag um die Fehlbetr&auml;ge gek&uuml;rzt, die sich bei der Ermittlung des ma&szlig;gebenden Gewerbeertrags f&uuml;r die vorangegangenen Erhebungszeitr&auml;ume ergeben haben, soweit die Fehlbetr&auml;ge nicht bei der Ermittlung des Gewerbeertrags f&uuml;r vorangegangene Erhebungszeitr&auml;ume ber&uuml;cksichtigt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist materiell-rechtliche Voraussetzung f&uuml;r den Verlustabzug sowohl die sog. Unternehmensidentit&auml;t als auch die sog. Unternehmeridentit&auml;t. Dabei bedeutet Unternehmeridentit&auml;t, dass der Steuerpflichtige, der den Verlustabzug in Anspruch nimmt, den Gewerbeverlust zuvor in eigener Person erlitten haben muss. Der Steuerpflichtige muss danach sowohl zur Zeit der Verlustentstehung als auch im Jahre der Entstehung des positiven Gewerbeertrags Unternehmensinhaber gewesen sein (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3. Mai 1993 GrS 3\/92, BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Tr&auml;ger des Rechts auf den Verlustabzug ist der Unternehmer des Betriebs. Bei einer Personengesellschaft sind die Gesellschafter, soweit sie Mitunternehmerrisiko tragen und Mitunternehmerinitiative aus&uuml;ben, die (Mit-)Unternehmer des Betriebs. Dies gilt nicht nur f&uuml;r die einkommensteuerrechtliche, sondern nach der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH auch f&uuml;r die gewerbesteuerrechtliche Sicht (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.III.6.). Verfahrensm&auml;&szlig;ig erfordert die Verlustverrechnung gem&auml;&szlig; &sect; 10a Satz 1 GewStG eine auf die einzelnen Mitunternehmer bezogene Berechnung, bei der die Verlustverrechnung jeweils f&uuml;r den einzelnen Mitunternehmer vorzunehmen ist; die Ergebnisse der einzelnen Verrechnungen sind sodann wieder zum (einheitlichen) Gewerbeertrag des Unternehmens zusammenzufassen (vgl. BFH-Urteil vom 16. Februar 1994 XI R 50\/88, BFHE 173, 374, BStBl II 1994, 364).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend geht beim Ausscheiden von Mitunternehmern aus einer Personengesellschaft der Verlustabzug gem&auml;&szlig; &sect; 10a GewStG verloren, soweit der Fehlbetrag anteilig auf die ausgeschiedenen Mitunternehmer entf&auml;llt (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.III.9.; BFH-Beschluss vom 31. August 1999 VIII B 74\/99, BFHE 189, 525, BStBl II 1999, 794; BFH-Urteile vom 29. August 2000 VIII R 1\/00, BFHE 194, 217, BStBl II 2001, 114; vom 6. September 2000 IV R 69\/99, BFHE 193, 151, BStBl II 2001, 731; vom 3. Februar 2010 IV R 59\/07, BFH\/NV 2010, 1492). Der Gesetzgeber hat die Rechtsprechung zur mitunternehmerbezogenen Verlustverrechnung in den durch das Jahressteuergesetz 2007 vom 13. Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2878) in &sect; 10a GewStG eingef&uuml;gten S&auml;tzen 4 und 5 im Grundsatz best&auml;tigt, wobei er den anteiligen Fehlbetrag im Verlustentstehungsjahr und den Gewerbeertrag im Anrechnungsjahr lediglich nach dem sich aus dem Gesellschaftsvertrag ergebenden allgemeinen Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel ber&uuml;cksichtigt und damit zur Vereinfachung der Gesetzesanwendung insbesondere Sonderbetriebseinnahmen und -ausgaben au&szlig;er Acht l&auml;sst (vgl. BRDrucks 622\/06 (Beschluss), S. 31 f.; BFH-Beschluss vom 19. April 2007 IV R 4\/06, BFHE 217, 117, BStBl II 2008, 140).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall ist der Fehlbetrag daher mit dem Ausscheiden der beiden Mitunternehmer in den Jahren 1994 und 1995 anteilig untergegangen. Die (bestandskr&auml;ftigen) Verlustfeststellungsbescheide auf den 31. Dezember 1994 und auf den 31. Dezember 1995, die den anteiligen Wegfall des Fehlbetrags nicht ber&uuml;cksichtigt haben, der (ebenfalls bestandskr&auml;ftige) Feststellungsbescheid auf den 31. Dezember 1996 und die (hier angefochtenen) Feststellungsbescheide auf den 31. Dezember 1997 bis 31. Dezember 2000 weisen demgem&auml;&szlig; einen zu hohen Fehlbetrag aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Aufgrund der Bindungswirkung des bestandskr&auml;ftigen Verlustfeststellungsbescheids f&uuml;r den Gewerbesteuermessbescheid des nachfolgenden Erhebungszeitraums sind die auf die ausgeschiedenen Mitunternehmer entfallenden Verluste auf die zum Feststellungszeitpunkt tats&auml;chlich beteiligten Mitunternehmer entsprechend ihrer Beteiligungsquote zu verteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect; 182 Abs. 1 Satz 1 AO sind Feststellungsbescheide u.a. f&uuml;r Steuermessbescheide bindend, soweit die in den Feststellungsbescheiden getroffenen Feststellungen f&uuml;r diese Folgebescheide von Bedeutung sind. Der Umfang der Bindungswirkung eines (auch rechtswidrigen) Feststellungsbescheids bestimmt sich grunds&auml;tzlich nach dessen Verf&uuml;gungssatz und damit danach, in welchem Umfang und mit welchem Inhalt die Beh&ouml;rde Besteuerungsgrundlagen in den Tenor dieses Verwaltungsakts aufgenommen hat (BFH-Urteil vom 8. November 2005 VIII R 11\/02, BFHE 211, 277, BStBl II 2006, 253). Dieser ist wie der Inhalt eines jeden Bescheids in entsprechender Anwendung des &sect; 133 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs danach zu bestimmen, wie der Empf&auml;nger nach den ihm bekannten Umst&auml;nden den materiellen Gehalt der Erkl&auml;rung des Finanzamts unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben verstehen musste (BFH-Urteil vom 11. Dezember 1997 III R 14\/96, BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401, unter II.1.b aa). Die Gr&uuml;nde des Feststellungsbescheids sind zur Bestimmung seines Tenors nur dann heranzuziehen, wenn der Verf&uuml;gungssatz selbst Raum zu Zweifeln &uuml;ber seinen Inhalt l&auml;sst (BFH-Urteile vom 28. November 1985 IV R 178\/83, BFHE 145, 226, BStBl II 1986, 293, unter 1.; vom 18. November 1997 VIII R 65\/95, BFH\/NV 1998, 573).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect; 10a Satz 2 GewStG in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung (heute: Satz 6) ist die &quot;H&ouml;he der vortragsf&auml;higen Fehlbetr&auml;ge&quot; auf den Schluss des Erhebungszeitraums gesondert festzustellen. Bei einer Personengesellschaft ist Adressatin des Bescheids die Gesellschaft selbst. Ungeachtet der auf die einzelnen Mitunternehmer bezogenen Verlustverrechnung enth&auml;lt der Verlustfeststellungsbescheid im Verf&uuml;gungssatz jedoch lediglich einen &#8211;in einer Ziffer angegebenen&#8211; Gewerbeverlust, in dem die auf die einzelnen Mitunternehmer entfallenden Fehlbetr&auml;ge in einer Summe zusammengefasst sind (&quot;Der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust wird nach &sect; 10a GewStG festgestellt auf&quot;). Gem&auml;&szlig; den nachfolgenden Erl&auml;uterungen unter &quot;Feststellungsgrundlagen&quot; wird bei der Berechnung des Fehlbetrags vom Bestand zu Beginn des Jahres ausgegangen; hiervon werden zun&auml;chst durch Ausscheiden von Gesellschaftern untergegangene Betr&auml;ge abgezogen (&quot;ab Anteil des Gewerbeverlusts, der auf ausgeschiedene Gesellschafter entf&auml;llt&quot;). Au&szlig;erdem wird der festgestellte Fehlbetrag fortentwickelt, je nachdem, ob die Personengesellschaft im aktuellen Erhebungszeitraum einen positiven oder negativen Gewerbeertrag erzielt hat: Bei einem Gewinn verringert sich der Fehlbetrag um den zum Ausgleich des Gewinns ben&ouml;tigten Betrag (&quot;ab Verlustabzug im Jahr &#8230;&quot;), im Falle eines Gewerbeverlusts erh&ouml;ht sich der Fehlbetrag entsprechend (&quot;Gewerbeverlust aus &#8230;&quot;). Das Ergebnis und der Gegenstand der neuen Feststellung ist der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust zum Ende des Jahres.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Personengesellschaften wird damit im Verf&uuml;gungssatz nicht festgestellt, welcher Gesellschafter welchen Betrag im Einzelnen verbraucht hat oder wessen Anteil wegen Untergangs nicht mehr f&uuml;r sp&auml;tere Jahre zur Verf&uuml;gung steht. Auch der Begr&uuml;ndungsteil oder eine dem Bescheid beigef&uuml;gte Anlage erl&auml;utern nicht, wie sich der festgestellte Fehlbetrag auf die Mitunternehmer verteilt. Folgerichtig beinhaltet die Feststellung f&uuml;r einen verst&auml;ndigen Empf&auml;nger auch, dass der festgestellte Betrag f&uuml;r den Adressaten des Bescheids, die Personengesellschaft, zur Verrechnung zur Verf&uuml;gung steht. Das gilt insbesondere f&uuml;r die unterbliebene K&uuml;rzung aufgrund des Ausscheidens von Mitunternehmern, da der entsprechende Betrag bei der Fortentwicklung des vortragsf&auml;higen Verlusts zu ber&uuml;cksichtigen ist und deshalb nach dem objektiven Empf&auml;ngerhorizont davon auszugehen ist, dass auch ein materiell-rechtlich fehlerhaft nicht gek&uuml;rzter Fehlbetrag formell verbindlich ist. Eine korrigierende Abrechnung f&uuml;r den Fall fehlerhaft unterbliebener K&uuml;rzungen darf damit so lange nicht vorgenommen werden, wie der Verlustfeststellungsbescheid Bestand hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die materiell unrichtige, aber aus formellen Gr&uuml;nden g&uuml;ltige Regelung des Verlustfeststellungsbescheids f&uuml;hrt aber nicht dazu, dass der Personengesellschaft als solcher unabh&auml;ngig von ihrem Gesellschafterbestand ein &quot;Verlusttopf&quot; zur Verf&uuml;gung st&uuml;nde. Tr&auml;ger des Verlusts und der hieraus folgenden Rechte sind weiterhin die einzelnen Mitunternehmer. Um in der Folgezeit eine auf die Mitunternehmer bezogene Berechnung des Fehlbetrags zu gew&auml;hrleisten, ist der zum Feststellungszeitpunkt auf den ausgeschiedenen Mitunternehmer entfallende anteilige Fehlbetrag auf die zu diesem Zeitpunkt noch vorhandenen Gesellschafter im Verh&auml;ltnis ihrer Beteiligungsquoten zu verteilen. F&uuml;r ein Ankn&uuml;pfen an die Gesellschafter der unzutreffenden Feststellung im Jahr des Ausscheidens spricht zudem, dass die K&uuml;rzung des f&uuml;r die Personengesellschaft festgestellten Fehlbetrags um den Anteil des ausgeschiedenen Gesellschafters gerade in diesem Bescheid unterblieben ist. Der auf diese Weise den verbleibenden Mitunternehmern zugerechnete anteilige Fehlbetrag des ausgeschiedenen Gesellschafters kann sodann mit den auf die Mitunternehmer anteilig entfallenden positiven Gewerbeertr&auml;gen nachfolgender Erhebungszeitr&auml;ume im Gewerbesteuermessbescheid verrechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesem Ergebnis steht das BFH-Urteil vom 28. Februar 2001 I R 77\/00 (BFH\/NV 2001, 1293) nicht entgegen. In diesem Fall erh&ouml;hte das Finanzamt nach &sect; 164 Abs. 2 AO in dem an eine GmbH gerichteten Gewerbesteuermessbescheid 1990 den Messbetrag, weil es die Voraussetzungen der Unternehmeridentit&auml;t anders als noch bei Erlass des Bescheids als nicht gegeben ansah und demgem&auml;&szlig; Verluste aus den Vorjahren nicht mehr zum Abzug zulie&szlig;. Anschlie&szlig;end &auml;nderte es gem&auml;&szlig; &sect; 35b Abs. 2 Satz 2 GewStG den ebenfalls an die GmbH gerichteten Verlustfeststellungsbescheid auf den 31. Dezember 1990. Eine gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Fehlbetrags war erstmalig auf den 31. Dezember 1990 durchzuf&uuml;hren (G&uuml;roff in Glanegger\/G&uuml;roff, GewStG, 7. Aufl., &sect; 10a Rz 118). Die hier streitige Frage der Bindungswirkung eines bestandskr&auml;ftigen Verlustfeststellungsbescheids an eine Personengesellschaft f&uuml;r den Gewerbesteuermessbescheid des darauffolgenden Erhebungszeitraums stellte sich dort nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Die Vorentscheidung war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Sache ist nicht spruchreif. Im zweiten Rechtsgang wird das FG unter Ber&uuml;cksichtigung der Gesellschafterwechsel die festzustellenden Fehlbetr&auml;ge und die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge neu zu bestimmen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei ist nicht der von der Kl&auml;gerin im Klageverfahren vorgelegten Berechnung zu folgen, in der sie den f&uuml;r die Kl&auml;gerin festgestellten Fehlbetrag auf den 31. Dezember 1996 auf die zu diesem Zeitpunkt beteiligten Mitunternehmer verteilt hat. Hierbei wird au&szlig;er Acht gelassen, dass die beiden Mitunternehmer bereits 1994 bzw. 1995 ausgeschieden sind und das Ausscheiden nicht in den bestandskr&auml;ftigen Verlustfeststellungsbescheiden auf den 31. Dezember 1994 bzw. auf den 31. Dezember 1995 ber&uuml;cksichtigt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird vielmehr ausgehend vom ersten fehlerhaften, aber bestandskr&auml;ftigen Verlustfeststellungsbescheid auf den 31. Dezember 1994 den Verlustanteil des in diesem Jahr ausgeschiedenen Mitunternehmers auf die zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Mitunternehmer entsprechend ihrer tats&auml;chlichen Beteiligungsquote aufzuteilen haben. In gleicher Weise wird es auf den 31. Dezember 1995 zu verfahren haben, da im Erhebungszeitraum 1995 das Ausscheiden eines weiteren Mitunternehmers nicht ber&uuml;cksichtigt worden ist. Im Erhebungszeitraum 1996, in dem keine Gesellschafterwechsel stattfanden, sind die Verlustanteile der Mitunternehmer um ihren Anteil an dem in diesem Jahr erzielten Gewerbeertrag zu k&uuml;rzen. Die Summe der so berechneten anteiligen Fehlbetr&auml;ge der einzelnen Mitunternehmer entspricht der bestandskr&auml;ftigen Feststellung im Verlustfeststellungsbescheid auf den 31. Dezember 1996 von etwa 17,7 Mio. DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anschlie&szlig;end wird das FG f&uuml;r die Streitjahre 1997 bis 2000 die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge und die vortragsf&auml;higen Gewerbeverluste fortzuentwickeln und dabei die weiteren Gesellschafterwechsel in den Streitjahren zu ber&uuml;cksichtigen haben. Das FG hat zwar in der Vorentscheidung auch Feststellungen zu den Ver&auml;nderungen im Gesellschafterbestand in den Streitjahren getroffen und sich hierzu von der Kl&auml;gerin im Laufe des Klageverfahrens Treuhandvertr&auml;ge vorlegen lassen. In den Entscheidungsgr&uuml;nden hat das FG jedoch die Feststellungen aus der Einspruchsentscheidung zugrunde gelegt, ohne auf die eingereichten Unterlagen n&auml;her einzugehen. Das FA hat sich hierzu bisher nicht ge&auml;u&szlig;ert, so dass eine Zur&uuml;ckverweisung geboten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Erg&auml;nzend weist der Senat auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf den Mitunternehmer Z entfiel zum 31. Dezember 1995 ein Fehlbetrag von 15.270 DM, im nachfolgenden Jahr 1996 ein Gewinn von 386.348 DM. Sein Fehlbetrag war damit zum 31. Dezember 1996 aufgebraucht. Gleichwohl ber&uuml;cksichtigte das FA den nicht mit Verlusten verrechenbaren Gewinn (386.348 DM .\/. 15.270 DM = 371.078 DM) mit umgekehrtem Vorzeichen bei der Feststellung auf den 31. Dezember 1996, indem es 371.078 DM vom eigentlich festzustellenden Fehlbetrag abzog. Der Fehler wirkt sich allerdings nicht aus, da auf Z auf den 31. Dezember 1996 durch die Verteilung des insgesamt festgestellten Fehlbetrags nunmehr ein deutlich h&ouml;herer Verlust entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Verlustfeststellung auf den 31. Dezember 2000 hat das FA in der Einspruchsentscheidung zu Unrecht angenommen, dass der bereits im Jahr 1995 ausgeschiedene Y den ihm im Zeitpunkt des Ausscheidens zugerechneten Fehlbetrag erneut nutzen konnte, indem er zum 30. Juni 2000 nochmals f&uuml;r einen Tag Gesellschafter wurde und danach erneut ausschied. Mit dem Ausscheiden im Jahr 1995 ging der Fehlbetrag endg&uuml;ltig verloren und lebt auch bei erneutem Eintritt in die Gesellschaft nicht wieder auf. Etwas anderes folgt auch nicht aus den bestandskr&auml;ftigen Verlustfeststellungsbescheiden, die das Ausscheiden nicht ber&uuml;cksichtigt haben, da der f&uuml;r die Personengesellschaft festgestellte Fehlbetrag ausschlie&szlig;lich den zum 31. Dezember 1995 vorhandenen Gesellschaftern zugerechnet wird. Zu diesem Zeitpunkt war Y nicht mehr Gesellschafter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.6.2011, IV R 11\/08 Bindungswirkung eines Bescheids &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts i.S. von &sect; 10a GewStG bei Personengesellschaften &#8211; Fehlerhafte Nichtber&uuml;cksichtigung des Ausscheidens von Gesellschaftern &#8211; Auslegung eines Verwaltungsakts Leits&auml;tze Ist in einem an eine Personengesellschaft gerichteten bestandskr&auml;ftigen Verlustfeststellungsbescheid i.S. von &sect; 10a GewStG der Fehlbetrag nicht um den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-11-08-bindungswirkung-eines-bescheids-ueber-die-gesonderte-feststellung-des-vortragsfaehigen-gewerbeverlusts-is-von-par-10a-gewstg-bei-personengesellschaften-fehlerhafte-nichtberuecksichtigung-de\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;11\/08 &#8211; Bindungswirkung eines Bescheids &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts i.S. von &sect; 10a GewStG bei Personengesellschaften &#8211; Fehlerhafte Nichtber&uuml;cksichtigung des Ausscheidens von Gesellschaftern &#8211; Auslegung eines Verwaltungsakts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9602","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9602","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9602"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9602\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9602"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9602"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9602"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}