{"id":9654,"date":"2012-12-06T17:31:57","date_gmt":"2012-12-06T15:31:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9654"},"modified":"2012-12-06T17:31:57","modified_gmt":"2012-12-06T15:31:57","slug":"v-r-14-10-vorsteuerverguetung-im-regelbesteuerungsverfahren-oder-verguetungsverfahren-wahlrecht-des-im-ausland-ansaessigen-unternehmers-ueber-den-verguetungszeitraum-steuererklaerung-fuer-das-gesamt-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-14-10-vorsteuerverguetung-im-regelbesteuerungsverfahren-oder-verguetungsverfahren-wahlrecht-des-im-ausland-ansaessigen-unternehmers-ueber-den-verguetungszeitraum-steuererklaerung-fuer-das-gesamt-3\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;14\/10 &#8211; Vorsteuerverg&uuml;tung im Regelbesteuerungsverfahren oder Verg&uuml;tungsverfahren &#8211; Wahlrecht des im Ausland ans&auml;ssigen Unternehmers &uuml;ber den Verg&uuml;tungszeitraum &#8211; Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das gesamte Kalenderjahr"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.4.2011, V R 14\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorsteuerverg&uuml;tung im Regelbesteuerungsverfahren oder Verg&uuml;tungsverfahren &#8211; Wahlrecht des im Ausland ans&auml;ssigen Unternehmers &uuml;ber den Verg&uuml;tungszeitraum &#8211; Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das gesamte Kalenderjahr<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein im Ausland ans&auml;ssiger Unternehmer, der Steuerschuldner nach &sect; 13b Abs. 2 UStG ist und gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UStG eine Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Kalenderjahr abzugeben hat, ist berechtigt, alle in diesem Kalenderjahr entstandenen Vorsteuerbetr&auml;ge in der Jahreserkl&auml;rung geltend zu machen.<\/p>\n<p>2. Dies gilt auch f&uuml;r Vorsteuerbetr&auml;ge, f&uuml;r die der Unternehmer einen unterj&auml;hrigen Verg&uuml;tungsantrag stellen k&ouml;nnte (entgegen Abschn. 244 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 und Nr. 3 UStR 2000 und Abschn. 18.15 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 und Nr. 3 UStAE).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine Kapitalgesellschaft mit Sitz und Gesch&auml;ftsleitung in &Ouml;sterreich. Sie erbrachte im Inland steuerpflichtige Bauleistungen, f&uuml;r die die Leistungsempf&auml;nger nach &sect; 13b Abs. 1 Nr. 1 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) in der Fassung des HBeglG 2004 (BGBl I 2003, 3076), berichtigt durch das Gesetz vom 13. Januar 2004 (BGBl I 2004, 69), Steuerschuldner waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2004, nicht aber auch im ersten Quartal 2004 bezog die Kl&auml;gerin im Inland steuerpflichtige Bauleistungen von gleichfalls nicht im Inland ans&auml;ssigen Unternehmern, f&uuml;r die sie als Leistungsempf&auml;nger Steuerschuldner gem&auml;&szlig; &sect; 13b UStG war. In ihrer im Mai 2005 abgegebenen Umsatzsteuerjahreserkl&auml;rung 2004 erfasste die Kl&auml;gerin die von ihr als Leistungsempf&auml;nger nach &sect; 13b UStG zu versteuernden Ums&auml;tze und machte den Vorsteuerabzug f&uuml;r alle im Kalenderjahr 2004 angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ging demgegen&uuml;ber in dem vom Finanzgericht (FG) in Bezug genommenen Umsatzsteuerbescheid 2004 vom 28. Dezember 2008 davon aus, dass die Kl&auml;gerin zwar aus von ihr bezogenen Leistungen Steuerschuldner gem&auml;&szlig; &sect; 13b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 4 UStG und insoweit auch nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 UStG zum Vorsteuerabzug berechtigt sei. Gleichwohl k&ouml;nne sie die im ersten Quartal 2004 entstandenen Vorsteuerbetr&auml;ge nicht im Rahmen der Jahreserkl&auml;rung geltend machen, da diese nur im Verg&uuml;tungsverfahren zu ber&uuml;cksichtigen seien. Der hiergegen eingelegte Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber gab das FG der Klage teilweise statt und gew&auml;hrte der Kl&auml;gerin den von ihr f&uuml;r das erste Quartal 2004 geltend gemachten Vorsteuerabzug in einer H&ouml;he von 106,91 EUR. Nach dem Urteil des FG schlie&szlig;en sich das Verg&uuml;tungsverfahren nach &sect;&sect; 59 ff. der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (UStDV) und das allgemeine Besteuerungsverfahren nach &sect; 18 Abs. 1 bis 4 UStG auch f&uuml;r einzelne Voranmeldungszeitr&auml;ume aus. Ein ausl&auml;ndischer Unternehmer, der zwar zu Beginn eines Kalenderjahres Eingangsleistungen mit Vorsteuerbetr&auml;gen beziehe, jedoch keine Ums&auml;tze ausf&uuml;hre, die die Abgabe einer Voranmeldung erforderten, habe keine M&ouml;glichkeit, die entstandenen Vorsteuerbetr&auml;ge im Rahmen einer Voranmeldung geltend zu machen. Erbringe der Unternehmer aber im weiteren Verlauf des Kalenderjahres Ums&auml;tze, die Voranmeldepflichten ausl&ouml;sten, sei er zum Vorsteuerabzug im allgemeinen Besteuerungszeitraum berechtigt und nach Ablauf des Kalenderjahres auch zur Abgabe einer Jahreserkl&auml;rung verpflichtet. Das nach &sect; 16 Abs. 1 Satz 2 UStG als Besteuerungszeitraum ma&szlig;gebende Kalenderjahr werde durch die Jahreserkl&auml;rung erfasst. Seien in einem Kalenderjahr die Voraussetzungen f&uuml;r das allgemeine Besteuerungsverfahren gegeben, f&uuml;hre dies dazu, dass in diesem Verfahren alle im Kalenderjahr angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge unabh&auml;ngig von ihrer zeitlichen Entstehung im Kalenderjahr anzusetzen seien. Unber&uuml;cksichtigt blieben in diesem Verfahren nur die Vorsteuerbetr&auml;ge, die bereits nach &sect; 59 UStDV tats&auml;chlich verg&uuml;tet worden seien (&sect; 62 Abs. 1 Satz 1 UStDV). Im &Uuml;brigen versto&szlig;e die Auffassung des FA gegen das unionsrechtliche Diskriminierungsverbot.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; 2010, 1267 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht das FA Verletzung materiellen Rechts geltend. L&auml;gen in einem Verg&uuml;tungszeitraum keine Ums&auml;tze i.S. von &sect; 59 UStDV vor, m&uuml;sse insoweit das Verg&uuml;tungsverfahren angewendet werden. Die Zust&auml;ndigkeit des Bundeszentralamts f&uuml;r Steuern ende erst mit Beginn des Voranmeldungszeitraums, in dem das allgemeine Besteuerungsverfahren anzuwenden sei. Es bestehe eine Pflicht zur Anwendung des Vorsteuerverg&uuml;tungsverfahrens. Das Umsatzsteuergesetz kenne keine Jahresumsatzsteuer, die erst mit Ablauf des Kalenderjahres endg&uuml;ltig entstehe. Es seien nur die Vorsteuerbetr&auml;ge nach &sect; 16 Abs. 2 Satz 1 UStG in die Jahresumsatzsteuer einzubeziehen, die mit Ablauf der in den Besteuerungszeitraum fallenden Voranmeldungszeitr&auml;ume entstanden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG insoweit aufzuheben, als es Vorsteuerbetr&auml;ge aus dem Verg&uuml;tungszeitraum erstes Quartal 2004 in H&ouml;he von 106,91 EUR zugelassen hat und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus &sect; 62 UStDV ergebe sich, dass nur tats&auml;chlich verg&uuml;tete Vorsteuerbetr&auml;ge nicht zu ber&uuml;cksichtigen seien. Der Unternehmer k&ouml;nne nach &sect; 60 UStDV den Umfang des Verg&uuml;tungszeitraums frei w&auml;hlen. Sie sei nicht verpflichtet, einen im ersten Quartal eines Kalenderjahres entstandenen Vorsteueranspruch auch mit einem Verg&uuml;tungsantrag f&uuml;r dieses Quartal geltend zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zu Recht entschieden, dass die Kl&auml;gerin auch die im ersten Quartal 2004 entstandenen Vorsteuerbetr&auml;ge im Regelbesteuerungsverfahren geltend machen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ein im Ausland ans&auml;ssiger Unternehmer, der Steuerschuldner nach &sect; 13b Abs. 2 UStG ist und gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UStG eine Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Kalenderjahr abzugeben hat, ist berechtigt, alle in diesem Kalenderjahr entstandenen Vorsteuerbetr&auml;ge in der Jahreserkl&auml;rung geltend zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UStG hat der Unternehmer im Regelfall f&uuml;r das Kalenderjahr eine Steuererkl&auml;rung abzugeben. Wie sich aus der Bezugnahme in &sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UStG auf &sect; 16 Abs. 1 bis 4 UStG und &sect; 17 UStG ergibt, besteht die Verpflichtung zur Abgabe der Jahreserkl&auml;rung f&uuml;r die Unternehmer, die einen oder mehrere der in diesen Vorschriften bezeichneten Tatbest&auml;nde verwirklicht haben. Hierzu geh&ouml;ren insbesondere steuerbare Ums&auml;tze nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG, soweit f&uuml;r sie die Steuerschuldnerschaft gegeben ist (&sect; 16 Abs. 1 Satz 3 UStG), oder das Entstehen von Vorsteuerbetr&auml;gen (&sect; 16 Abs. 2 Satz 1 UStG). Selbst ein Unternehmer, dessen einziger Umsatz in der Steuerschuldnerschaft gem&auml;&szlig; &sect; 13b Abs. 2 UStG besteht, ist somit bereits nach &sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UStG i.V.m. &sect; 16 Abs. 1 Satz 3 UStG verpflichtet, eine Jahreserkl&auml;rung abzugeben. &sect; 18 Abs. 4a UStG, der dieses nochmals ausdr&uuml;cklich anordnet, hat insoweit nur deklaratorische Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach war die Kl&auml;gerin im Streitfall zur Abgabe einer Umsatzsteuerjahreserkl&auml;rung verpflichtet, da sie gem&auml;&szlig; &sect; 13b UStG Steuerschuldner f&uuml;r die von ihr bezogenen Leistungen war, wie zwischen den Beteiligten auch unstreitig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Verpflichtung zur Abgabe einer Jahreserkl&auml;rung ist nicht aufgrund der Sonderregelungen zum sog. Verg&uuml;tungsverfahren gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 9 UStG entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ist der Unternehmer nach &sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UStG zur Abgabe einer Jahreserkl&auml;rung verpflichtet, kann diese Verpflichtung aufgrund der zur &quot;Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens&quot; gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 9 Satz 1 UStG erlassenen Sondervorschriften entfallen. Danach kann die Verg&uuml;tung von Vorsteuerbetr&auml;gen an im Ausland ans&auml;ssige Unternehmer abweichend von &sect;&sect; 16, 18 Abs. 1 bis 4 UStG in einem besonderen Verfahren (Verg&uuml;tungsverfahren) geregelt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund dieser Erm&auml;chtigung ist gem&auml;&szlig; &sect; 59 UStDV die Verg&uuml;tung der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge (&sect; 15 UStG) an im Ausland ans&auml;ssige Unternehmer (&sect; 13b Abs. 4 UStG) abweichend von &sect; 16 und &sect; 18 Abs. 1 bis 4 UStG nach den &sect;&sect; 60 und 61 UStDV durchzuf&uuml;hren, wenn der Unternehmer im Verg&uuml;tungszeitraum<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. im Inland keine Ums&auml;tze im Sinne des &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 und 5 des Gesetzes oder nur steuerfreie Ums&auml;tze im Sinne des &sect; 4 Nr. 3 des Gesetzes ausgef&uuml;hrt hat,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>2. nur Ums&auml;tze ausgef&uuml;hrt hat, f&uuml;r die der Leistungsempf&auml;nger die Steuer schuldet (&sect; 13b des Gesetzes) oder die der Bef&ouml;rderungseinzelbesteuerung (&sect; 16 Abs. 5 und &sect; 18 Abs. 5 des Gesetzes) unterlegen haben,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>3. im Inland nur innergemeinschaftliche Erwerbe und daran anschlie&szlig;ende Lieferungen im Sinne des &sect; 25b Abs. 2 des Gesetzes ausgef&uuml;hrt hat, oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>4. im Inland als Steuerschuldner nur Ums&auml;tze im Sinne des &sect; 3a Abs. 3a des Gesetzes erbracht hat und von dem Wahlrecht nach &sect; 18 Abs. 4c des Gesetzes Gebrauch gemacht hat oder diese Ums&auml;tze in einem anderen Mitgliedstaat erkl&auml;rt sowie die darauf entfallende Steuer entrichtet hat&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Vorschriften beruhen auf Art. 1 der Achten Richtlinie 79\/1072\/EWG des Rates vom 6. Dezember 1979 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Verfahren zur Erstattung der Mehrwertsteuer an nicht im Inland ans&auml;ssige Steuerpflichtige. Danach gilt f&uuml;r<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;die Anwendung dieser Richtlinie &#8230; als nicht im Inland ans&auml;ssiger Steuerpflichtiger derjenige Steuerpflichtige nach Artikel 4 Absatz 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG, der in dem Zeitraum nach Artikel 7 Absatz 1 erster Unterabsatz S&auml;tze 1 und 2 in diesem Land weder den Sitz seiner wirtschaftlichen T&auml;tigkeit noch eine feste Niederlassung, von wo aus die Ums&auml;tze bewirkt worden sind, noch &#8211; in Ermangelung eines solchen Sitzes oder einer festen Niederlassung &#8211; seinen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthaltsort gehabt hat und der in dem gleichen Zeitraum im Inland keine Gegenst&auml;nde geliefert oder Dienstleistungen erbracht hat mit Ausnahme von:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a)Bef&ouml;rderungsums&auml;tzen und den damit verbundenen Nebent&auml;tigkeiten, die gem&auml;&szlig; Artikel 14 Absatz 1 Buchstabe i), Artikel 15 oder Artikel 16 Absatz 1 Teile B, C und D der Richtlinie 77\/388\/EWG steuerfrei sind, oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>b)Dienstleistungen, bei denen die Steuer gem&auml;&szlig; Artikel 21 Nummer 1 Buchstabe b) der Richtlinie 77\/388\/EWG lediglich vom Empf&auml;nger geschuldet wird&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall lagen f&uuml;r das Streitjahr 2004 die Voraussetzungen f&uuml;r die Anwendung des Verg&uuml;tungsverfahrens nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Verg&uuml;tungsverfahren ist nach &sect; 59 Nr. 2 UStDV zwar auch anzuwenden, wenn, wie hier die Kl&auml;gerin, der Unternehmer im Inland Ums&auml;tze ausgef&uuml;hrt hat, f&uuml;r welche die Leistungsempf&auml;nger Steuerschuldner nach &sect; 13b Abs. 2 UStG waren. Der Ausschluss des Verg&uuml;tungsverfahrens im Streitfall beruht jedoch darauf, dass die Kl&auml;gerin entgegen &sect; 59 Nr. 2 UStDV nicht nur Ums&auml;tze erbracht hat, f&uuml;r die ihre Leistungsempf&auml;nger Steuerschuldner nach &sect; 13b Abs. 2 UStG waren, sondern sie dar&uuml;ber hinaus auch Leistungen bezogen hat, f&uuml;r die sie selbst Steuerschuldner nach dieser Vorschrift war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kl&auml;gerin war berechtigt, alle in den &quot;Besteuerungszeitraum fallenden, nach &sect; 15 abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge abzusetzen&quot; (&sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UStG i.V.m. &sect; 16 Abs. 2 Satz 1 UStG) und damit in der Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ist der Unternehmer zur Abgabe einer Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Kalenderjahr verpflichtet, ist diese im Regelfall nach &sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UStG f&uuml;r das gesamte Kalenderjahr abzugeben. Die Steuererkl&auml;rung erstreckt sich nur dann auf einen k&uuml;rzeren Besteuerungszeitraum als das Kalenderjahr, wenn der Unternehmer seine gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit nur in einem Teil des Kalenderjahres ausge&uuml;bt hat, da dann dieser Teil gem&auml;&szlig; &sect; 16 Abs. 3 UStG an die Stelle des Kalenderjahres tritt (vgl. &sect; 18 Abs. 3 Satz 2 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hatte die Kl&auml;gerin eine Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das Kalenderjahr abzugeben, da sie ihre gewerbliche T&auml;tigkeit im gesamten Kalenderjahr ausge&uuml;bt hat. Dass sie nicht im gesamten Kalenderjahr Ums&auml;tze als Steuerschuldner zu versteuern hatte, sondern dies erst f&uuml;r den Zeitraum ab dem zweiten Kalendervierteljahr 2004 zutrifft, steht dem nicht entgegen. Denn auch zuvor war sie unternehmerisch t&auml;tig, wie sich aus ihren Leistungsbez&uuml;gen im ersten Quartal 2004 ergibt, die unstreitig f&uuml;r ihr Unternehmen erfolgten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin ist entgegen Abschn. 244 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 und Nr. 3 der Umsatzsteuer-Richtlinien &#8211;UStR&#8211; 2000 (vgl. auch Abschn. 18.15 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 und Nr. 3 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211;UStAE&#8211;) nicht verpflichtet, f&uuml;r die Verg&uuml;tung von Vorsteuerbetr&auml;gen, die im ersten Kalendervierteljahr des Streitjahrs entstanden sind, das Verg&uuml;tungsverfahren nach &sect; 18 Abs. 9 UStG i.V.m. &sect;&sect; 59 ff. UStDV anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Unternehmer hat zwar kein Wahlrecht, Vorsteuerbetr&auml;ge im Verg&uuml;tungsverfahren oder im Rahmen der Jahreserkl&auml;rung nach &sect; 18 Abs. 3 UStG geltend zu machen. Liegen die Voraussetzungen des Verg&uuml;tungsverfahrens vor, ist dieses vielmehr zwingend anzuwenden (insoweit zutreffend Abschn. 243 Abs. 1 Satz 1 UStR 2000 und Abschn. 18.15 Abs. 1 Satz 1 UStAE).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob die Voraussetzungen f&uuml;r das Verg&uuml;tungsverfahren nach &sect; 59 UStDV vorliegen, ist jedoch f&uuml;r den &quot;Verg&uuml;tungszeitraum&quot; zu pr&uuml;fen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Verg&uuml;tungszeitraum ist gem&auml;&szlig; &sect; 60 UStDV &quot;nach Wahl des Unternehmers&quot; ein Zeitraum von mindestens drei Monaten bis zu h&ouml;chstens einem Kalenderjahr. Der im Ausland ans&auml;ssige Unternehmer ist daher berechtigt, als Verg&uuml;tungszeitraum das Kalenderjahr zu w&auml;hlen und bei Fehlen der Voraussetzungen des Verg&uuml;tungsverfahrens f&uuml;r das Kalenderjahr die Vorsteuerverg&uuml;tung f&uuml;r das gesamte Kalenderjahr im Rahmen der Jahreserkl&auml;rung geltend zu machen. Im Hinblick auf das dem Unternehmer zustehende Wahlrecht zur Bestimmung des ma&szlig;geblichen Verg&uuml;tungszeitraums ist das FA nicht berechtigt, den Unternehmer auf einen k&uuml;rzeren Verg&uuml;tungszeitraum zu verweisen, f&uuml;r den die Voraussetzungen des Verg&uuml;tungsverfahrens vorliegen und insoweit die Ber&uuml;cksichtigung von Vorsteuerbetr&auml;gen im Rahmen der Jahreserkl&auml;rung abzulehnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen eine Verpflichtung des im Ausland ans&auml;ssigen Unternehmers zur &quot;Wahl&quot; unterj&auml;hriger Verg&uuml;tungszeitr&auml;ume spricht weiter auch der Zweck des Verg&uuml;tungsverfahrens, der nach &sect; 18 Abs. 9 Satz 1 UStG in der &quot;Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens&quot; besteht. Es f&uuml;hrt nicht zu der von dem Verg&uuml;tungsverfahren angestrebten Vereinfachung, den im Ausland ans&auml;ssigen Unternehmer f&uuml;r einzelne Zeitabschnitte eines Kalenderjahres, f&uuml;r das er eine Jahreserkl&auml;rung abzugeben hat, zur Einreichung eines oder mehrerer Verg&uuml;tungsantr&auml;ge zu verpflichten. Gegen die Auffassung des FA spricht schlie&szlig;lich auch, dass nach &sect; 62 UStDV im Rahmen der Jahreserkl&auml;rung nur die Vorsteuerbetr&auml;ge nicht zu ber&uuml;cksichtigen sind, &quot;die nach &sect; 59 UStDV verg&uuml;tet worden sind&quot;, nicht aber allgemein die nach &sect; 59 UStDV verg&uuml;tbaren Vorsteuerbetr&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;bt der Unternehmer das ihm nach &sect; 60 UStDV bestehende Wahlrecht dahingehend aus, keinen Verg&uuml;tungsantrag f&uuml;r einen Teilzeitraum eines Kalenderjahres zu stellen, sondern alle Vorsteuerbetr&auml;ge im Rahmen der von ihm geforderten Jahreserkl&auml;rung geltend zu machen, ist unerheblich, ob f&uuml;r ihn die M&ouml;glichkeit zur Einreichung eines quartalsweisen Verg&uuml;tungsantrags zu Beginn oder w&auml;hrend eines Kalenderjahres besteht (vgl. auch Birkenfeld, USt-Handbuch, &sect; 214 Rz 176, und Maunz, in Hartmann\/Metzenmacher, UStG, &sect; 18 Rz 248).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r seine gegenteilige Auffassung kann sich das FA schlie&szlig;lich auch nicht auf die Kompetenzregelung hinsichtlich der unterschiedlichen Zust&auml;ndigkeiten f&uuml;r das Verg&uuml;tungs- und das Regelbesteuerungsverfahren st&uuml;tzen, da diese erst von Bedeutung sind, wenn feststeht, welches Verfahren nach UStG und UStDV anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Wie das FG somit im Ergebnis zu Recht entschieden hat, war die Kl&auml;gerin berechtigt, alle im Streitjahr entstandenen Vorsteuerbetr&auml;ge im Regelbesteuerungsverfahren geltend zu machen. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Entscheidung, alle Vorsteuerbetr&auml;ge eines Kalenderjahres im Regelbesteuerungsverfahren geltend zu machen, auch wenn die M&ouml;glichkeit zur Einreichung eines Verg&uuml;tungsantrags f&uuml;r einen Teilzeitraum des Kalenderjahrs besteht, missbr&auml;uchlich sein k&ouml;nnte, sind nicht ersichtlich. Die Revision des FA war daher als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.4.2011, V R 14\/10 Vorsteuerverg&uuml;tung im Regelbesteuerungsverfahren oder Verg&uuml;tungsverfahren &#8211; Wahlrecht des im Ausland ans&auml;ssigen Unternehmers &uuml;ber den Verg&uuml;tungszeitraum &#8211; Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das gesamte Kalenderjahr Leits&auml;tze 1. Ein im Ausland ans&auml;ssiger Unternehmer, der Steuerschuldner nach &sect; 13b Abs. 2 UStG ist und gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 3 Satz 1 UStG eine Steuererkl&auml;rung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-14-10-vorsteuerverguetung-im-regelbesteuerungsverfahren-oder-verguetungsverfahren-wahlrecht-des-im-ausland-ansaessigen-unternehmers-ueber-den-verguetungszeitraum-steuererklaerung-fuer-das-gesamt-3\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;14\/10 &#8211; Vorsteuerverg&uuml;tung im Regelbesteuerungsverfahren oder Verg&uuml;tungsverfahren &#8211; Wahlrecht des im Ausland ans&auml;ssigen Unternehmers &uuml;ber den Verg&uuml;tungszeitraum &#8211; Steuererkl&auml;rung f&uuml;r das gesamte Kalenderjahr<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9654","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9654"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9654\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}