{"id":9667,"date":"2012-12-06T04:44:51","date_gmt":"2012-12-06T02:44:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9667"},"modified":"2012-12-06T04:44:51","modified_gmt":"2012-12-06T02:44:51","slug":"x-b-47-10-gegenstand-des-klagebegehrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-47-10-gegenstand-des-klagebegehrens\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;47\/10 &#8211; Gegenstand des Klagebegehrens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.6.2011, X B 47\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Gegenstand des Klagebegehrens<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Hierbei kann offenbleiben, ob die Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) den Darlegungsanforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspricht. Jedenfalls liegen die geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision (&sect; 115 Abs. 2 FGO) nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das angefochtene Urteil beruht nicht auf einem Verfahrensfehler (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weist das Finanzgericht (FG) die Klage zu Unrecht als unzul&auml;ssig ab, dann liegt ein Verfahrensmangel vor, auf dem das Urteil beruht (Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24. Februar 2006 II B 97\/05, BFH\/NV 2006, 1129, und vom 22. Juni 2010 VIII B 12\/10, BFH\/NV 2010, 1846). Ein solcher Verfahrensmangel kann auch gegeben sein, wenn das FG zu Unrecht annimmt, der Kl&auml;ger habe den Gegenstand des Klagebegehrens i.S. des &sect; 65 Abs. 1 FGO nicht in ausreichender Weise bezeichnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein solcher Verfahrensmangel ist dem FG indessen im Streitfall nicht unterlaufen. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers ist die Bestimmung des Gegenstands des Klagebegehrens nicht identisch mit der Bezeichnung des angefochtenen Verwaltungsakts und der Wiedergabe des Klageantrags (BFH-Beschluss vom 31. M&auml;rz 2010 VII B 233\/09, BFH\/NV 2010, 1464). Die Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens setzt vielmehr voraus, dass der Kl&auml;ger Angaben macht, die das FG in die Lage versetzen, zu erkennen, worin die den Kl&auml;ger treffende Rechtsverletzung nach dessen Ansicht liegt (BFH-Beschluss vom 8. Juni 2004 XI B 46\/02, BFH\/NV 2004, 1417).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie weit das Klagebegehren im Einzelnen zu substantiieren ist, h&auml;ngt von den Umst&auml;nden des Einzelfalls ab, insbesondere von dem Inhalt des angefochtenen Verwaltungsakts, der Steuerart und der Klageart. Auch hat das FG bei der Auslegung der Klage s&auml;mtliche ihm erkennbaren Umst&auml;nde tats&auml;chlicher und rechtlicher Art einschlie&szlig;lich der einschl&auml;gigen Steuerakten zu ber&uuml;cksichtigen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2004, 1417). In Einzelf&auml;llen kann daher ein blo&szlig;er Aufhebungsantrag gen&uuml;gen, wenn f&uuml;r das FG zweifelsfrei erkennbar ist, dass der Kl&auml;ger sich gegen die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Bescheids dem Grunde nach wendet (BFH-Beschl&uuml;sse vom 30. Juni 2004 VI B 89\/02, BFH\/NV 2004, 1541, und in BFH\/NV 2006, 1129).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiervon ist im Streitfall nicht auszugehen. Der im finanzgerichtlichen Verfahren rechtskundig vertretene Kl&auml;ger hat sich nicht damit begn&uuml;gt, die Aufhebung der im Streit befindlichen &Auml;nderungsbescheide zu beantragen mit der Folge, dass die urspr&uuml;nglich ergangenen Steuerbescheide nach Wegfall der &Auml;nderungsbescheide wieder ihre Wirkung entfalten. Vielmehr hat der Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers zus&auml;tzlich beantragt, &quot;hinsichtlich der Umsatzsteuerfestsetzungen eine neue ge&auml;nderte Festsetzung zu treffen&quot; bzw. die angefochtenen Einkommensteuerbescheide &quot;durch neue abge&auml;nderte Bescheide zu ersetzen&quot;. Im Hinblick auf diese zus&auml;tzlichen Antr&auml;ge konnte das FG deshalb nicht im Wege der Auslegung davon ausgehen, der Kl&auml;ger erstrebe lediglich die Beseitigung der nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung ergangenen &Auml;nderungsbescheide, in denen der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon ausgegangen ist, das Fahrtenbuch des Kl&auml;gers sei nicht anzuerkennen und daher sei die private Kfz-Nutzung auf der Grundlage der sog. 1 %-Regelung zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der beschlie&szlig;ende Senat sieht sich in dieser Einsch&auml;tzung durch den Schriftsatz des Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers vom 2. September 2009 best&auml;tigt, auch wenn dieser erst nach Ablauf der vom FG gesetzten Ausschlussfrist beim FG eingegangen ist. In diesem wird n&auml;mlich u.a. ausgef&uuml;hrt, die Klage beziehe sich auf die dem FA vollst&auml;ndig vorliegenden Steuererkl&auml;rungen des Kl&auml;gers. Das FA &quot;habe schlicht unrichtig gerechnet. Des Weiteren habe es eingereichte Unterlagen des Kl&auml;gers ohne jegliche Begr&uuml;ndung nicht ber&uuml;cksichtigt&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit der Kl&auml;ger geltend macht, es bed&uuml;rfe der grunds&auml;tzlichen Kl&auml;rung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), ob zur ausreichenden Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens die Wiedergabe der Klageantr&auml;ge nebst Benennung der angefochtenen Bescheide gen&uuml;ge, ist sein Vorbringen nicht ausreichend. Es fehlt jegliche Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung des BFH, die zu dieser Problematik ergangen ist (zu den Darlegungsanforderungen vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl. &sect; 116 Rz 31 ff.). Auf die vorstehenden Ausf&uuml;hrungen unter 1. wird Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.6.2011, X B 47\/10 Gegenstand des Klagebegehrens Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Hierbei kann offenbleiben, ob die Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) den Darlegungsanforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspricht. 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