{"id":9701,"date":"2012-12-06T05:00:27","date_gmt":"2012-12-06T03:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9701"},"modified":"2012-12-06T05:00:27","modified_gmt":"2012-12-06T03:00:27","slug":"xi-b-38-11-die-frage-der-vereinbarkeit-der-steuerpflicht-von-umsaetzen-eines-betreibers-von-geldspielgeraeten-mit-dem-unionsrecht-und-verfassungsrecht-hat-keine-grundsaetzliche-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-38-11-die-frage-der-vereinbarkeit-der-steuerpflicht-von-umsaetzen-eines-betreibers-von-geldspielgeraeten-mit-dem-unionsrecht-und-verfassungsrecht-hat-keine-grundsaetzliche-bedeutung\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;38\/11 &#8211; Die Frage der Vereinbarkeit der Steuerpflicht von Ums&auml;tzen eines Betreibers von Geldspielger&auml;ten mit dem Unionsrecht und Verfassungsrecht hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.6.2011, XI B 38\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Die Frage der Vereinbarkeit der Steuerpflicht von Ums&auml;tzen eines Betreibers von Geldspielger&auml;ten mit dem Unionsrecht und Verfassungsrecht hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) wegen Nichtzulassung der Revision ist unbegr&uuml;ndet. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache zu, wenn die f&uuml;r ihre Beurteilung ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an einer einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Dies ist nur der Fall, wenn die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17. Juni 2010 XI B 88\/09, BFH\/NV 2010, 1875, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es, wenn die Rechtsfrage anhand der gesetzlichen Grundlagen oder der bereits vorliegenden Rechtsprechung beantwortet werden kann und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung der Rechtsfrage durch den BFH geboten erscheinen lassen (vgl. z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2010, 1875, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die von der Kl&auml;gerin f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam gehaltene Rechtsfrage, ob &sect; 4 Nr. 9 Buchst. b des Umsatzsteuergesetzes (UStG) in der am 6. Mai 2006 in Kraft getretenen Fassung verfassungswidrig ist und gegen das Unionsrecht verst&ouml;&szlig;t, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Denn der BFH hat unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) bereits gekl&auml;rt, dass die in der genannten Vorschrift getroffene Regelung, nach der nur bestimmte (Renn-)Wetten und Lotterien von der Steuer befreit und s&auml;mtliche &quot;sonstige Gl&uuml;cksspiele mit Geldeinsatz&quot; von der Steuerbefreiung ausgenommen sind, weder gegen Unionsrecht noch gegen das Grundgesetz (GG) versto&szlig;en (BFH-Urteil vom 10. November 2010 XI R 79\/07, BFHE 231, 373, BStBl II 2011, 311, m.w.N.). Insbesondere liegt danach auch keine Verletzung des Neutralit&auml;tsgrundsatzes vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Neue Gesichtspunkte, die eine erneute Pr&uuml;fung dieser Rechtsprechung erfordern w&uuml;rden, hat die Kl&auml;gerin nicht vorgetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit sie ausf&uuml;hrt, der BFH habe sich in der genannten Entscheidung nicht mit dem Nichtannahmebeschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zum Inklusivstundensatz des &sect; 4 Abs. 1 des Vorm&uuml;nder- und Betreuerverg&uuml;tungsgesetzes &#8211;VBVG&#8211; (BVerfG-Beschluss vom 18. M&auml;rz 2009&nbsp;&nbsp;1 BvR 2374\/07, BFH\/NV 2009, 1388) auseinandergesetzt, ist nicht ersichtlich, weshalb dies im Rahmen der verfassungsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung von &sect; 4 Nr. 9 Buchst. b UStG angezeigt gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin verweist in diesem Zusammenhang zwar darauf, dass &sect; 13 Abs. 1 Nr. 3 in der ab dem 1. Januar 2006 geltenden Neufassung der Verordnung &uuml;ber Spielger&auml;te und andere Spiele mit Gewinnm&ouml;glichkeit &#8211;SpielV n.F.&#8211; (BGBl I 2005, 3495) eine Verg&uuml;tungsregelung enthalte, die keinerlei Hinweis darauf vorsehe, dass in den dort geregelten H&ouml;chsts&auml;tzen die Umsatzsteuer ber&uuml;cksichtigt sei, wie dies nunmehr im Rahmen des VBVG der Fall sei. Sie l&auml;sst aber au&szlig;er Betracht, dass nach Auffassung des BFH &sect; 13 Abs. 1 Nr. 3 SpielV n.F. einen gewerblichen Betreiber von Geldspielger&auml;ten nicht rechtlich daran hindert, die Umsatzsteuer an die Endverbraucher (Spieler) weiter zu berechnen (BFH-Urteil in BFHE 231, 373, BStBl II 2011, 311, unter II.3.b bb). Es besteht deshalb keine Veranlassung, die Rechtsprechung im Hinblick auf den von der Kl&auml;gerin zitierten Beschluss des BVerfG in BFH\/NV 2009, 1388 neu zu &uuml;berdenken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch der von der Kl&auml;gerin genannte Gesichtspunkt, der BFH habe durch das Unterlassen eines Vorabentscheidungsersuchens nach Art. 267 des Vertrages &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG versto&szlig;en, gebietet keine erneute &Uuml;berpr&uuml;fung der Rechtsprechung des BFH. Denn der EuGH hat in dem Urteil vom 10. Juni 2010 Rs. C-58\/09 &#8211;Leo Libera&#8211; (BFH\/NV 2010, 1590) keine Bedenken gegen die &Uuml;bereinstimmung von &sect; 4 Nr. 9 Buchst. b UStG mit dem Unionsrecht ge&auml;u&szlig;ert und ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass kein Versto&szlig; gegen den Neutralit&auml;tsgrundsatz vorliegt (Rz 34 ff. des Urteils).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.6.2011, XI B 38\/11 Die Frage der Vereinbarkeit der Steuerpflicht von Ums&auml;tzen eines Betreibers von Geldspielger&auml;ten mit dem Unionsrecht und Verfassungsrecht hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) wegen Nichtzulassung der Revision ist unbegr&uuml;ndet. 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