{"id":9777,"date":"2012-12-06T17:30:23","date_gmt":"2012-12-06T15:30:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9777"},"modified":"2012-12-06T17:30:23","modified_gmt":"2012-12-06T15:30:23","slug":"viii-b-18-10-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-par-12-estg-aufteilung-von-aufwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-18-10-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-par-12-estg-aufteilung-von-aufwendungen\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;18\/10 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; &sect; 12 EStG &#8211; Aufteilung von Aufwendungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.5.2011, VIII B 18\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; &sect; 12 EStG &#8211; Aufteilung von Aufwendungen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat kann offenlassen, ob die Beschwerdebegr&uuml;ndung den Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgr&uuml;nden i.S. von &sect; 115 Abs. 2 i.V.m. &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO entspricht, denn jedenfalls ist die Beschwerde unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) aufgeworfene Frage,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;ob Aufwendungen f&uuml;r Wohnr&auml;ume im Rahmen doppelter Haushaltsf&uuml;hrung bei gemischt betrieblich\/beruflich und privat veranlasster Motivation in abziehbare Betriebsausgaben\/Werbungskosten und nicht abziehbare Aufwendungen f&uuml;r die private Lebensf&uuml;hrung nach Ma&szlig;gabe der jeweils betrieblich\/beruflich und privat veranlassten Anteile der Beweggr&uuml;nde &#8211;ggf. durch Sch&auml;tzung&#8211; aufgeteilt werden k&ouml;nnen, wenn die betrieblichen\/beruflichen Motivationsgr&uuml;nde feststehen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind&quot;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ist bereits mangels Entscheidungserheblichkeit nicht von grunds&auml;tzlicher Bedeutung (vgl. dazu Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 115 Rz 30). Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers ist das Finanzgericht (FG) bei seiner Entscheidung n&auml;mlich nicht davon ausgegangen, dass die Anmietung der Wohnungen in M durch den Kl&auml;ger &uuml;berhaupt in irgendeiner Form betrieblich motiviert war. Das FG hat sich in den Urteilsgr&uuml;nden vielmehr umfangreich mit dem Sachverhalt und dem Vorbringen des Kl&auml;gers zur angeblich beruflich veranlassten Anmietung der Wohnungen auseinander gesetzt und ist letztlich zu dem Schluss gekommen, eine berufliche Veranlassung sei nicht nachgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar k&ouml;nnten manche Formulierungen in der Urteilsbegr&uuml;ndung daraufhin deuten, das FG bejahe jedenfalls eine teilweise berufliche Veranlassung f&uuml;r die Anmietung der Wohnungen aufgrund der Operationst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers. Das gilt zum Beispiel f&uuml;r die Formulierung &quot;Der Vortrag des Kl&auml;gers vermag dem erkennenden Senat nicht die &Uuml;berzeugung zu vermitteln, dass die Aufwendungen f&uuml;r die Unterhaltung der zweiten Wohnung in M &#8230; (nahezu) ausschlie&szlig;lich durch seine ambulante Operationst&auml;tigkeit veranlasst waren und nicht (auch) private Gr&uuml;nde f&uuml;r die Anmietung der Wohnungen urs&auml;chlich gewesen sind&quot; (vgl. FG-Urteil, S. 17, Abs. 3) wie auch f&uuml;r S. 22, Abs. 2 des Urteils der Vorinstanz, in der es lautet, &quot;Da nach alledem und mangels weiterer Aufkl&auml;rungsm&ouml;glichkeiten &#8230; nicht festgestellt werden kann, dass der Begr&uuml;ndung der Wohnungen &#8230; ausschlie&szlig;lich berufliche Erw&auml;gungen und nicht m&ouml;glicherweise auch private Motive zu Grunde lagen, scheidet ein Abzug der streitigen Aufwendungen als Betriebsausgaben aus &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes w&auml;re eine solche Betrachtungsweise mit dem eigentlichen Kern der Begr&uuml;ndung des FG unvereinbar und w&uuml;rde dessen Feststellungen und Schlussfolgerungen ins Gegenteil verkehren. Das FG hat sich in den Urteilsgr&uuml;nden ausf&uuml;hrlich mit den jeweiligen Argumenten des Kl&auml;gers f&uuml;r die angeblich betrieblich veranlasste Motivation zur Anmietung der Wohnungen auseinandergesetzt und diese s&auml;mtlich f&uuml;r nicht stichhaltig erachtet. Einen objektiven Zusammenhang zwischen der Anmietung der Wohnungen und der beruflichen T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers hat das FG nicht einmal im Ansatz bejaht. Vielmehr hat es stets zum Ausdruck gebracht, die Wohnungen h&auml;tten einen unmittelbaren Bezug zur privaten Lebensf&uuml;hrung des Kl&auml;gers aufgewiesen. Die angeblich betrieblichen Motive des Kl&auml;gers f&uuml;r die Anmietung der Objekte hat das FG als ungereimt, nicht &uuml;berzeugend sowie als durch die vertraglichen Absprachen widerlegt betrachtet und daher insgesamt keinen konkreten betrieblichen Zusammenhang mit der T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers festgestellt. Ist aber ein betrieblicher Zusammenhang zu verneinen, ist die mit der Beschwerdeschrift aufgeworfene Frage der Aufteilbarkeit der Aufwendungen &#8211;ggf. durch Sch&auml;tzung&#8211; nicht entscheidungserheblich und daher nicht von grunds&auml;tzlicher Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Selbst wenn man zu Gunsten des Kl&auml;gers &#8211;entgegen den Feststellungen des FG&#8211; davon ausginge, die Anmietung der Wohnungen sei aus betrieblichen Gr&uuml;nden erfolgt, k&ouml;nnte das nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren. Auch nach der &Auml;nderung der Rechtsprechung zu &sect; 12 des Einkommensteuergesetzes (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21. September 2009 GrS 1\/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672) geht der BFH davon aus, dass an der Grenzlinie zwischen Berufs- und Privatsph&auml;re ein Anreiz f&uuml;r die Steuerpflichtigen besteht, Privataufwendungen als beruflich veranlasst darzustellen, um so den Abzug dieser Aufwendungen zu erreichen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672). Daher muss der Steuerpflichtige die berufliche Veranlassung der Aufwendungen im Einzelnen umfassend darlegen und nachweisen. Erfolgt ein derartiger Nachweis, sind gemischt betrieblich\/beruflich und privat veranlasste Aufwendungen aufzuteilen und der betrieblich\/beruflich veranlasste Anteil kann als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden. Das setzt aber voraus, dass nachvollziehbare Aufteilungskriterien vorhanden sind. Selbst wenn man den Vortrag des Kl&auml;gers als richtig unterstellt, fehlte es an derartigen Aufteilungsma&szlig;st&auml;ben, zumal auch nach dem Vortrag des Kl&auml;gers keinerlei nachvollziehbare Anhaltspunkte daf&uuml;r best&auml;nden, in welchem Umfang die Kosten f&uuml;r die Anmietung der Wohnungen dem betrieblichen Bereich oder dem privaten zuzuordnen w&auml;ren. Fehlt es aber an objektivierbaren Kriterien f&uuml;r eine Aufteilung, so kommt ein Abzug der Aufwendungen insgesamt nicht in Betracht (Beschluss des Gro&szlig;en des BFH in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.5.2011, VIII B 18\/10 Nichtzulassungsbeschwerde: Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; &sect; 12 EStG &#8211; Aufteilung von Aufwendungen Gr&uuml;nde 1&nbsp; Der Senat kann offenlassen, ob die Beschwerdebegr&uuml;ndung den Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgr&uuml;nden i.S. von &sect; 115 Abs. 2 i.V.m. &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO entspricht, denn jedenfalls ist die Beschwerde unbegr&uuml;ndet. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-18-10-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-par-12-estg-aufteilung-von-aufwendungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;B&nbsp;18\/10 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; &sect; 12 EStG &#8211; Aufteilung von Aufwendungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9777","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9777"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9777\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}