{"id":9810,"date":"2012-12-06T17:33:06","date_gmt":"2012-12-06T15:33:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9810"},"modified":"2012-12-06T17:33:06","modified_gmt":"2012-12-06T15:33:06","slug":"x-b-69-10-umwandlung-einer-dauernden-last-in-eine-leibrente-anforderungen-an-die-begruendung-einer-auf-par-115-abs-2-nr-1-und-2-fgo-gestuetzten-nichtzulassungsbeschwerde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-69-10-umwandlung-einer-dauernden-last-in-eine-leibrente-anforderungen-an-die-begruendung-einer-auf-par-115-abs-2-nr-1-und-2-fgo-gestuetzten-nichtzulassungsbeschwerde\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;69\/10 &#8211; Umwandlung einer dauernden Last in eine Leibrente &#8211; Anforderungen an die Begr&uuml;ndung einer auf &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 FGO gest&uuml;tzten Nichtzulassungsbeschwerde"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.4.2011, X B 69\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Umwandlung einer dauernden Last in eine Leibrente &#8211; Anforderungen an die Begr&uuml;ndung einer auf &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 FGO gest&uuml;tzten Nichtzulassungsbeschwerde<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) begehren den Abzug von Geldleistungen als dauernde Last. Der Kl&auml;ger erhielt im Jahr 1986 von seinen Eltern einen landwirtschaftlichen Betrieb in vorweggenommener Erbfolge &uuml;bertragen. Er hatte zur Versorgung der Eltern einen monatlichen Betrag von 2.300 DM (nach dem Tod des Erstversterbenden noch 1.530 DM) zu zahlen. Dieser Betrag war wertgesichert; zus&auml;tzlich war ausdr&uuml;cklich auf &sect; 323 der Zivilprozessordnung (ZPO) Bezug genommen. Ferner r&auml;umte der Kl&auml;ger seinen Eltern ein lebenslanges Wohnungsrecht ein und verpflichtete sich, sie auf seine Kosten zu pflegen und verpflegen, ihnen Wohnung, Kleidung und W&auml;sche in Ordnung zu halten und im Krankheitsfall f&uuml;r &auml;rztliche Hilfe, Medikamente und einen Krankenhausaufenthalt zu sorgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Tod der Mutter des Kl&auml;gers kam es zu tiefgreifenden Zerw&uuml;rfnissen zwischen dem Kl&auml;ger und seinem Vater (V), der in der Folgezeit aus dem Geb&auml;ude, in dem das Wohnungsrecht bestand, auszog. In einem wegen der Versorgungsleistungen durch V angestrengten Zivilprozess kam es am 5. M&auml;rz 2004 zu einem gerichtlichen Vergleich. Danach sollte der Kl&auml;ger ab M&auml;rz 2004 an V unter Abl&ouml;sung aller im fr&uuml;heren Versorgungsvertrag eingegangenen Verpflichtungen monatlich 2.265 EUR zahlen. Die Bestimmung des &sect; 323 ZPO wurde ausdr&uuml;cklich ausgeschlossen; nur die Wertsicherungsklausel wurde beibehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) behandelte die ab M&auml;rz des Streitjahres 2004 zu zahlenden Betr&auml;ge nicht mehr als dauernde Last, sondern zog sie bei den Kl&auml;gern nur noch mit dem Ertragsanteil als Sonderausgaben ab. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von den Kl&auml;gern geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) liegen &#8211;ungeachtet der Zweifel daran, ob die Kl&auml;ger sie &uuml;berhaupt in einer den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO entsprechenden Weise dargelegt haben&#8211; nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO) zuzulassen, weil das FG nicht von den mit der Beschwerde angef&uuml;hrten Entscheidungen des Bundesfinanzhofs (BFH) abgewichen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird die Beschwerde darauf gest&uuml;tzt, dass das FG von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen sei, setzt die Darlegung dieses Zulassungsgrundes die Gegen&uuml;berstellung einander widersprechender abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und der herangezogenen Divergenzentscheidung andererseits voraus (BFH-Beschl&uuml;sse vom 19. August 2004 II B 22\/03, BFH\/NV 2005, 156, und vom 17. August 2005 IX B 58\/05, BFH\/NV 2005, 2044). Daran fehlt es hier.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben aus dem FG-Urteil zwar zutreffend den Rechtssatz herausgearbeitet, der &Uuml;bergang von einer dauernden Last zu einer Leibrente komme durch Ausschluss des &sect; 323 ZPO und aufgrund der Interessenlage der Beteiligten, nicht mehr an einer dauernden Last festhalten zu wollen, zustande. Es fehlt jedoch an der Benennung abstrakter Rechtss&auml;tze aus den von ihnen angef&uuml;hrten BFH-Entscheidungen, die dem vom FG herangezogenen Rechtssatz widersprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Senatsurteil vom 31. M&auml;rz 2004 X R 11\/03 (BFH\/NV 2004, 1389) enth&auml;lt keine Aussagen zur Bedeutung eines ausdr&uuml;cklichen Ausschlusses des &sect; 323 ZPO, der dort gar nicht vereinbart worden war. Im &Uuml;brigen hat der Senat in dieser Entscheidung selbst ohne einen ausdr&uuml;cklichen Ausschluss des &sect; 323 ZPO im Ergebnis lediglich eine Leibrente, nicht aber die von den dortigen Revisionskl&auml;gern begehrte dauernde Last angenommen. Der dort zu beurteilende Sachverhalt ist im entscheidenden Punkt insofern mit dem Streitfall vergleichbar, als der Senat ausgef&uuml;hrt hat, der dortige &Uuml;bergabevertrag komme angesichts der Regelung zahlreicher zivilrechtlicher Streitigkeiten &quot;gerichtlichen Vergleichen im Ergebnis nahe&quot; (Senatsurteil in BFH\/NV 2004, 1389, unter II.3.b bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch das Senatsurteil vom 15. M&auml;rz 1994 X R 93\/90 (BFH\/NV 1994, 848) &auml;u&szlig;ert sich nicht zu einem ausdr&uuml;cklichen Ausschluss des &sect; 323 ZPO. Vielmehr war dort &#8211;gerade im Gegenteil&#8211; ausdr&uuml;cklich die Anwendung des &sect; 323 ZPO vereinbart worden. Trotz dieser Bezugnahme hat der Senat indes ausgef&uuml;hrt, es k&ouml;nnten gleichm&auml;&szlig;ige Leistungen vorliegen, wenn die Vertragspartner deren H&ouml;he materiell-rechtlich von Voraussetzungen abh&auml;ngig gemacht haben, die einer Wertsicherungsklausel entsprechen (Senatsurteil in BFH\/NV 1994, 848, unter 3.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dieser Rechtssatz &#8211;nicht aber ein vom FG-Urteil abweichender Rechtssatz&#8211; ist auch in dem weiteren von den Kl&auml;gern angef&uuml;hrten Senatsurteil vom 27. August 1997 X R 54\/94 (BFHE 184, 337, BStBl II 1997, 813, unter II.1.b aa) wiederholt worden. Der Senat hat erg&auml;nzt, nur wenn die Vertragsparteien die Voraussetzungen einer Ab&auml;nderung nicht ausdr&uuml;cklich geregelt h&auml;tten, k&ouml;nne sich die Ab&auml;nderbarkeit aus der Rechtsnatur des Vertrages ergeben (BFH-Urteil in BFHE 184, 337, BStBl II 1997, 813, unter II.1.b bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger f&uuml;hren hierzu lediglich an, der BFH habe bisher nicht entschieden, ob durch Ausschluss des &sect; 323 ZPO bei einem Altenteilsvertrag die vertragstypisch ab&auml;nderbaren Versorgungsleistungen zu einer Leibrente werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allein der Hinweis auf das Fehlen einer h&ouml;chstrichterlichen Entscheidung zu der aufgeworfenen Rechtsfrage gen&uuml;gt den Darlegungsanforderungen indes nicht (BFH-Beschluss vom 8. September 2005 II B 122\/04, BFH\/NV 2006, 100).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aber auch der Sache nach bedarf die von den Kl&auml;gern aufgeworfene Frage keiner &#8211;nochmaligen&#8211; Kl&auml;rung, weil sie von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung bereits entschieden worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar trifft es zu, dass der Senat es in seinem Urteil vom 3. M&auml;rz 2004 X R 135\/98 (BFHE 205, 447, BStBl II 2004, 824, unter II.2. vor a) &#8211;im ersten Schritt&#8211; zun&auml;chst offen gelassen hat, ob bei einem typischen Altenteilsvertrag die Leistungen trotz ausdr&uuml;cklichen Ausschlusses von &sect; 323 ZPO als dauernde Last anzusehen seien. Diese Aussage beruhte aber ausdr&uuml;cklich darauf, dass die dortigen Barleistungen integraler Bestandteil eines den Typus &quot;Altenteil&quot; konstituierenden B&uuml;ndels verschiedenartiger Leistungen waren, die in ihrer Gesamtheit ab&auml;nderbar waren (&Uuml;bernahme der Betriebskosten, Instandhaltungsarbeiten und Sch&ouml;nheitsreparaturen f&uuml;r das Einfamilienhaus, &Uuml;bernahme der Beitr&auml;ge zur Krankenversicherung und Alterskasse). Im Streitfall fehlt es seit dem Prozessvergleich vom 5. M&auml;rz 2004 hingegen an einem derartigen Leistungsb&uuml;ndel; vielmehr hat der Kl&auml;ger an V ausschlie&szlig;lich einen Geldbetrag zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entscheidend ist aber, dass der Senat im angef&uuml;hrten Urteil in BFHE 205, 447, BStBl II 2004, 824 (unter II.2.a) darauf verwiesen hat, dass von der Rechtsprechung seit jeher die M&ouml;glichkeit zugelassen worden ist, durch den Ausschluss der Rechte aus &sect; 323 ZPO eine lediglich mit dem Ertragsanteil abziehbare und steuerbare Leibrente zu vereinbaren. Dies habe der Gro&szlig;e Senat des BFH (Beschluss vom 15. Juli 1991 GrS 1\/90, BFHE 165, 225, BStBl II 1992, 78) jedenfalls aus Gr&uuml;nden der Rechtskontinuit&auml;t fortgelten lassen, auch wenn die zivilrechtliche Rechtsnatur als Altenteilsleistung durch eine solche Vereinbarung nicht ber&uuml;hrt werde. So liegt nach der &uuml;berkommenen und vom Gro&szlig;en Senat ausdr&uuml;cklich fortgef&uuml;hrten Rechtsprechung eine Leibrente (nur) vor, wenn auf die Rechte aus &sect; 323 ZPO ausdr&uuml;cklich verzichtet wird (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 165, 225, BStBl II 1992, 78, unter C.I.5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn die Rechtsprechung den Parteien eines Versorgungsvertrags die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet, auf ge&auml;nderte Bedarfslagen mit der Umwandlung einer urspr&uuml;nglich als Leibrente vereinbarten Zahlung in eine dauernde Last zu reagieren (Senatsurteil in BFHE 205, 447, BStBl II 2004, 824), dann besteht auch die M&ouml;glichkeit, eine urspr&uuml;nglich als dauernde Last vereinbarte Versorgungsleistung bei ge&auml;nderter Interessenlage in eine Leibrente umzuwandeln. Dies muss jedenfalls dann gelten, wenn &#8211;wie hier&#8211; ein tiefgreifendes Zerw&uuml;rfnis zwischen den Vertragsparteien besteht. Denn dann w&uuml;rde ein Festhalten an der &#8211;von den schwankenden und im Einzelfall nicht immer eindeutig quantifizierbaren Gr&ouml;&szlig;en &quot;Leistungsf&auml;higkeit&quot; und &quot;Bedarf&quot; abh&auml;ngigen&#8211; Ab&auml;nderbarkeit der Leistungen absehbar laufend neue Streitigkeiten hervorrufen, an deren Vermeidung beide Parteien ein erhebliches Interesse haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erg&auml;nzend ist darauf hinzuweisen, dass der Vorbehalt der Rechte aus &sect; 323 ZPO &#8211;anders als die Kl&auml;ger meinen&#8211; nicht allein prozessual zu verstehen ist, sondern dar&uuml;ber hinaus nach den Gepflogenheiten, die sich in der kautelarjuristischen Praxis herausgebildet haben, bedeutet, dass der Vertrag nach Ma&szlig;gabe des materiellen Rechts, auf das die Vorschrift des &sect; 323 ZPO Bezug nimmt, ab&auml;nderbar sein soll (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 165, 225, BStBl II 1992, 78, unter C.II.3.). Nichts anderes gilt f&uuml;r die Bedeutung eines ausdr&uuml;cklichen Ausschlusses des &sect; 323 ZPO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Annahme einer grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache w&uuml;rde im &Uuml;brigen bereits entgegenstehen, dass es sich bei der Feststellung, ob wiederkehrende Leistungen ab&auml;nderbar sind, um eine Vertragsauslegung handelt, die vom BFH nur eingeschr&auml;nkt &uuml;berpr&uuml;fbar ist (Senatsurteil in BFH\/NV 2004, 1389, unter II.3. vor a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.4.2011, X B 69\/10 Umwandlung einer dauernden Last in eine Leibrente &#8211; Anforderungen an die Begr&uuml;ndung einer auf &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 FGO gest&uuml;tzten Nichtzulassungsbeschwerde Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) begehren den Abzug von Geldleistungen als dauernde Last. Der Kl&auml;ger erhielt im Jahr 1986 von &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-69-10-umwandlung-einer-dauernden-last-in-eine-leibrente-anforderungen-an-die-begruendung-einer-auf-par-115-abs-2-nr-1-und-2-fgo-gestuetzten-nichtzulassungsbeschwerde\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;69\/10 &#8211; Umwandlung einer dauernden Last in eine Leibrente &#8211; Anforderungen an die Begr&uuml;ndung einer auf &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 FGO gest&uuml;tzten Nichtzulassungsbeschwerde<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9810","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9810"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9810\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}