{"id":9875,"date":"2012-12-06T17:31:43","date_gmt":"2012-12-06T15:31:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9875"},"modified":"2012-12-06T17:31:43","modified_gmt":"2012-12-06T15:31:43","slug":"iv-r-52-09-zur-beruecksichtigung-von-afa-beim-gewerbeertrag-im-zeitpunkt-der-aufnahme-des-gewerbebetriebs-zur-ermittlung-der-anschaffungskosten-eines-windparks-afa-tabelle-fuer-die-ermittlung-der-betr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-52-09-zur-beruecksichtigung-von-afa-beim-gewerbeertrag-im-zeitpunkt-der-aufnahme-des-gewerbebetriebs-zur-ermittlung-der-anschaffungskosten-eines-windparks-afa-tabelle-fuer-die-ermittlung-der-betr\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;52\/09 &#8211; Zur Ber&uuml;cksichtigung von AfA beim Gewerbeertrag im Zeitpunkt der Aufnahme des Gewerbebetriebs &#8211; Zur Ermittlung der Anschaffungskosten eines Windparks &#8211; AfA-Tabelle f&uuml;r die Ermittlung der betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer &#8211; Gegenstand der Gewerbesteuer &#8211; Vereinfachungsregelung in R 44 Abs. 2 Satz 3 EStR"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.4.2011, IV R 52\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Ber&uuml;cksichtigung von AfA beim Gewerbeertrag im Zeitpunkt der Aufnahme des Gewerbebetriebs &#8211; Zur Ermittlung der Anschaffungskosten eines Windparks &#8211; AfA-Tabelle f&uuml;r die Ermittlung der betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer &#8211; Gegenstand der Gewerbesteuer &#8211; Vereinfachungsregelung in R 44 Abs. 2 Satz 3 EStR<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Nach den Vorschriften des EStG bemessene AfA f&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter ist in voller H&ouml;he bei der Ermittlung des Gewerbeertrags gem&auml;&szlig; &sect; 7 GewStG zu ber&uuml;cksichtigen, wenn der Zeitpunkt des Beginns der AfA mit dem Zeitpunkt des Beginns des Gewerbebetriebs zusammenf&auml;llt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine sog. Fondsgesellschaft in der Rechtsform einer GmbH &#038; Co. KG, die einen Windpark bestehend aus zwei Windkraftanlagen (WKA) betreibt. An der Kl&auml;gerin sind neben dem Gr&uuml;ndungskommanditisten Z acht weitere Kommanditisten mit Kommanditeinlagen von insgesamt 1 Mio. DM sowie Haftkapital von 1,5 Mio. DM beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin &uuml;bernahm im Dezember 1997 von der Y-AG f&uuml;r 111.956 DM das bereits entwickelte und genehmigte Windparkprojekt &quot;Windpark X&quot;. Daneben zahlte sie f&uuml;r die betriebswirtschaftliche und vertragliche Konzeption des Windparks an die Y-AG einen Betrag von 114.842 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im M&auml;rz 1998 schloss die Kl&auml;gerin mit der A-GmbH einen Vertrag &uuml;ber die Lieferung von zwei Windenergieanlagen und im Juni 1998 mit der B-AG &uuml;ber die Herstellung des Stromanschlusses f&uuml;r den geplanten Windpark. Im Juli 1998 beauftragte sie die T-GmbH mit der Erstellung und Errichtung des Windparks und schloss mit der Gemeinde X einen Vertrag &uuml;ber Nutzung von Gemeindefl&auml;chen mit einer Laufzeit von 25 Jahren. Die &Uuml;bergabe des Windparks erfolgte zum 31. Dezember 1998.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin behandelte s&auml;mtliche Aufwendungen in H&ouml;he von 4.264.532 DM als Herstellungskosten f&uuml;r das Wirtschaftsgut &quot;Windpark&quot; und ermittelte die Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) f&uuml;r 1998 mit 533.066 DM (degressive AfA 25 v.H. x 6\/12) sowie 852.906 DM (20 v.H. Sonderabschreibung gem&auml;&szlig; &sect; 7g des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte den so ermittelten Gewinn zun&auml;chst bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung der Besteuerungsgrundlagen 1998 sowie als Gewerbeertrag bei der Ermittlung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31. Dezember 1998.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung erlie&szlig; das FA &Auml;nderungsbescheide. Nunmehr behandelte es, der Rechtsansicht des Betriebspr&uuml;fers folgend, die WKA einschlie&szlig;lich Fundament, Projektsteuerung sowie interner Verkabelung als eigenst&auml;ndiges Wirtschaftsgut, f&uuml;r das es entsprechend der f&uuml;r das Streitjahr geltenden AfA-Tabelle von einer Nutzungsdauer von zw&ouml;lf Jahren ausging.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einen Teil der Aufwendungen ordnete es den selbst&auml;ndigen Wirtschaftsg&uuml;tern &quot;Netzanschluss&quot; (70.000 DM), &quot;Kabelbau&quot; (120.000 DM), &quot;Wegebau&quot; (Schotterweg ohne Packlage, 110.000 DM), &quot;&Uuml;bergabestation&quot; (80.000 DM) und &quot;Standortvorteil&quot; (&Uuml;bernahme der Genehmigung, 111.956 DM, und Konzeption, 114.842 DM, zusammen 226.798 DM) zu. Die H&ouml;he der degressiven AfA f&uuml;r den Netzanschluss und den Kabelbau ermittelte es ausgehend von einer Nutzungsdauer von 25 Jahren und f&uuml;r die &Uuml;bergabestation ausgehend von einer Nutzungsdauer von 20 Jahren. Die Nutzungsdauer f&uuml;r den Wegebau setzte das FA mit 15 Jahren an und ermittelte davon ausgehend die lineare AfA. F&uuml;r den Standortvorteil gew&auml;hrte es unter Ber&uuml;cksichtigung einer Nutzungsdauer von 25 Jahren ebenfalls nur lineare AfA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die &Auml;nderungsbescheide wandte sich die Kl&auml;gerin nach erfolglosem Einspruchsverfahren mit ihrer Klage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte teilweise Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) behandelte den Wegebau als selbst&auml;ndiges unbewegliches Wirtschaftsgut, welches nach der ma&szlig;geblichen AfA-Tabelle eine Nutzungsdauer von f&uuml;nf Jahren habe und linear abzuschreiben sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch der Kabelbau, der Netzanschluss und die &Uuml;bergabestation seien selbst&auml;ndige Wirtschaftsg&uuml;ter, die entsprechend dem Klagebegehren der Kl&auml;gerin &uuml;ber eine Nutzungsdauer von 20 Jahren degressiv abzuschreiben seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Wirtschaftsgut Standortvorteil existiere nicht in der vom FA angenommenen Weise. Die Aufwendungen f&uuml;r die Genehmigung von 111.956 DM seien Teil der Herstellungskosten der WKA. Lediglich die Aufwendungen f&uuml;r die Konzeptionierung des Windparks von 114.842 DM seien einem eigenst&auml;ndigen Wirtschaftsgut zuzuordnen. Es handele sich bei dem erworbenen Konzept um eine Excel-Tabelle und der Projekterwerber bezahle lediglich die dem Projekt zu Grunde liegende Idee. Das Wirtschaftsgut sei entsprechend der Konzeptionierung auf 20 Jahre linear abzuschreiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit f&uuml;r die einzelnen Wirtschaftsg&uuml;ter die degressive AfA in Anspruch genommen worden sei, sei diese gem&auml;&szlig; der Regelung in R 44 Abs. 2 Satz 3 der Einkommensteuer-Richtlinien 1998 (EStR) mit der H&auml;lfte des f&uuml;r das gesamte Wirtschaftsjahr in Betracht kommenden AfA-Betrags anzusetzen. Im Falle der Inanspruchnahme der linearen AfA sei 1\/12 des Jahres-AfA-Betrags anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes ergebe sich keine abweichende Ermittlung der Abschreibung. Auch wenn der gewerbesteuerliche Beginn eines Gewerbebetriebs von dem einkommensteuerlichen Beginn abweichen k&ouml;nne, sei f&uuml;r die Gewerbesteuer der nach den Vorschriften des EStG zu ermittelnde Gewinn aus Gewerbetrieb ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision des FA. Die Revisionsbegr&uuml;ndung wurde dem Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;gerin am 14. Januar 2010 zugestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage gegen die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Besteuerungsgrundlagen 1998 und &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31. Dezember 1998 insoweit&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; abzuweisen, als sie auf den Ansatz der degressiven AfA f&uuml;r die Konzeptionierung (Standortvorteil), f&uuml;r den Kabelbau und den Netzanschluss&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; unter Annahme einer Nutzungsdauer von weniger als 25 Jahren gerichtet ist;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; sowie die Klage gegen die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31. Dezember 1998 zus&auml;tzlich auch insoweit&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; abzuweisen, als sie auf den Ansatz der degressiven AfA f&uuml;r die WKA und f&uuml;r die damit zusammenh&auml;ngenden Wirtschaftsg&uuml;ter in H&ouml;he von mehr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; als 1\/12 der Jahres-AfA-Betr&auml;ge beim Gewerbeertrag gerichtet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revisionserwiderung, welche am 24. Februar 2010 beim Bundesfinanzhof (BFH) eingegangen ist, beantragte die Kl&auml;gerin zun&auml;chst, &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; der Klage auch insoweit stattzugeben, als die Aufwendungen f&uuml;r die Konzeptionierung als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; zuzulassen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung hat die Kl&auml;gerin die Anschlussrevision mit Zustimmung des FA zur&uuml;ckgenommen und beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 1998.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Ermittlung der AfA-Betr&auml;ge f&uuml;r den Kabelbau, den Netzanschluss und die Konzeptionierung ist nicht von einer l&auml;ngeren betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer auszugehen, als sie das FG seiner Entscheidung zu Grunde gelegt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der erkennende Senat hat mit Urteilen vom heutigen Tag (IV R 52\/10 und IV R 46\/09) entschieden, dass eine Windenergieanlage (Windpark) aus mehreren selbst&auml;ndigen Wirtschaftsg&uuml;tern besteht. Eigenst&auml;ndige (zusammengesetzte) Wirtschaftsg&uuml;ter sind danach die WKA mit Fundament und dem Transformator einschlie&szlig;lich der gesamten Niederspannungsverkabelung (interne Verkabelung) &#8211;im Weiteren WKA&#8211;, die komplette Mittelspannungsverkabelung (externe Verkabelung) zusammen mit der &Uuml;bergabestation &#8211;im Weiteren &Uuml;bergabestation&#8211;, sowie daneben die Zuwegung. Im Einzelnen wird auf die Entscheidungsgr&uuml;nde des in neutralisierter Fassung beigef&uuml;gten Urteils IV R 46\/09 Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ebenfalls mit Urteil vom heutigen Tag (IV R 15\/09) hat der erkennende Senat entschieden, dass alle Aufwendungen, die von Anlegern eines Windkraftfonds geleistet worden sind, aufgrund der modellimmanenten Verkn&uuml;pfung aller diesbez&uuml;glichen Vertr&auml;ge in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Erlangung des Eigentums an den WKA stehen und deshalb als Anschaffungskosten und nicht als sofort abziehbare Betriebsausgaben zu behandeln sind. Im Einzelnen wird auf die Entscheidungsgr&uuml;nde des in neutralisierter Fassung beigef&uuml;gten Urteils IV R 15\/09 Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Entscheidung IV R 15\/09 hatte der Senat indes nicht dar&uuml;ber zu entscheiden, inwieweit die Anschaffungskosten auf ein oder mehrere Wirtschaftsg&uuml;ter zu verteilen sind. Wie oben unter II.1.a dargelegt, besteht ein Windpark aus mehreren Wirtschaftsg&uuml;tern. Die Anschaffungskosten sind danach zweistufig zu ermitteln. Auf der ersten Stufe sind die Aufwendungen, soweit sie einzelnen Wirtschaftsg&uuml;tern unmittelbar zugeordnet werden k&ouml;nnen, als Anschaffungskosten der entsprechenden Wirtschaftsg&uuml;ter zu erfassen. Auf der zweiten Stufe sind die Aufwendungen, die nicht unmittelbar einem Wirtschaftsgut zugeordnet werden k&ouml;nnen, entsprechend dem Verh&auml;ltnis der auf der ersten Stufe ermittelten Anschaffungskosten auf alle Wirtschaftsg&uuml;ter zu verteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Des Weiteren hat der Senat in dem Urteil IV R 46\/09 entschieden, dass die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer der eigenst&auml;ndigen Wirtschaftsg&uuml;ter &Uuml;bergabestation und Zuwegung aufgrund des besonderen technischen und baulichen Zuschnitts auf die WKA grunds&auml;tzlich in Anlehnung an die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer der WKA zu sch&auml;tzen ist. Im Einzelnen wird auch diesbez&uuml;glich auf die Entscheidungsgr&uuml;nde des beigef&uuml;gten Urteils IV R 46\/09 Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen sind die Aufwendungen f&uuml;r die wirtschaftliche und steuerliche Konzeption anteilig den Anschaffungskosten der beiden WKA, der &Uuml;bergabestation sowie der Zuwegung zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aufwendungen f&uuml;r den Kabelbau und den Netzanschluss sind den Anschaffungskosten f&uuml;r die &Uuml;bergabestation zuzuordnen. Ausweislich der in Bezug genommenen Anlage 1 zum Generalunternehmervertrag beziehen sich die als Kabelbau und Netzanschluss bezeichneten Arbeiten ausschlie&szlig;lich auf die Lieferung, Verlegung und den Anschluss der Mittelspannungsverkabelung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer f&uuml;r die WKA haben das FA und das FG nach der im Streitjahr g&uuml;ltigen AfA-Tabelle (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 18. April 1997 IV A 8-S 1551-37\/97, BStBl I 1997, 376, Ziffer 3.1.5) zutreffend mit zw&ouml;lf Jahren angenommen. In Anlehnung daran ist auch die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer der &Uuml;bergabestation mit zw&ouml;lf Jahren zu sch&auml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat demgegen&uuml;ber entschieden, dass bei der Berechnung der AfA-Betr&auml;ge f&uuml;r die seiner Rechtsansicht nach selbst&auml;ndigen Wirtschaftsg&uuml;ter Kabelbau, Netzanschluss und Konzeptionierung von einer betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer von 20 Jahren auszugehen ist. Die Vorentscheidung weicht daher von den oben dargestellten Rechtsgrunds&auml;tzen nur zu Lasten der Kl&auml;gerin ab. Das FA ist durch die Vorentscheidung insoweit nicht in seinen Rechten verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31. Dezember 1998.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Ergebnis zutreffend hat das FG entschieden, dass die AfA in derselben H&ouml;he, in der sie bei der Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 1, &sect; 5 Abs. 1 EStG ber&uuml;cksichtigt worden ist, auch bei der Ermittlung des Gewerbeertrags gem&auml;&szlig; &sect; 7 des Gewerbesteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (GewStG) zu ber&uuml;cksichtigen ist und deshalb in den Gewerbeverlust i.S. des &sect; 10a GewStG eingeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach letzterer Vorschrift ist der ma&szlig;gebende Gewerbeertrag (&sect; 10 Abs. 1 GewStG) um die Fehlbetr&auml;ge zu k&uuml;rzen, die sich bei der Ermittlung des ma&szlig;gebenden Gewerbeertrags f&uuml;r die vorangegangenen Erhebungszeitr&auml;ume nach den Vorschriften der &sect;&sect; 7 bis 10 GewStG ergeben haben, soweit die Fehlbetr&auml;ge nicht bei der Ermittlung des Gewerbeertrags f&uuml;r die vorangegangenen Erhebungszeitr&auml;ume ber&uuml;cksichtigt worden sind (&sect; 10a Satz 1 GewStG). Fehlbetrag im Sinne dieser Vorschrift ist der Gewerbeverlust, d.h. der negative Ertrag des Gewerbebetriebs. Besteht (noch) kein Gewerbebetrieb, so kann demzufolge auch kein (abzugsf&auml;higer) Gewerbeverlust entstehen. Erst mit dem Beginn der sachlichen Gewerbesteuerpflicht k&ouml;nnen abzugsf&auml;hige und damit vortragsf&auml;hige Verluste entstehen (BFH-Urteil vom 19. August 1977 IV R 107\/74, BFHE 123, 352, BStBl II 1978, 23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die sachliche Gewerbesteuerpflicht beginnt erst, wenn alle tatbestandlichen Voraussetzungen eines Gewerbebetriebs erf&uuml;llt sind (&sect; 2 Abs. 1 GewStG i.V.m. &sect; 15 Abs. 2 EStG) und der Gewerbebetrieb in Gang gesetzt worden ist. W&auml;hrend die Einkommensteuer als Personensteuer s&auml;mtliche betrieblichen Vorg&auml;nge von der ersten Vorbereitungshandlung zur Er&ouml;ffnung eines Betriebs an erfasst, ist Gegenstand der Gewerbesteuer nur der auf den laufenden Betrieb entfallende, durch eigene gewerbliche Leistungen entstandene Gewinn. Entscheidend ist, wann die Voraussetzungen f&uuml;r die erforderliche Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr tats&auml;chlich erf&uuml;llt sind, so dass das Unternehmen sich mit eigenen gewerblichen Leistungen beteiligen kann. Der Zeitpunkt des Beginns der werbenden T&auml;tigkeit kann nicht weiter gehend generell definiert werden. Er ist vielmehr unter Ber&uuml;cksichtigung der Verkehrsauffassung nach den jeweiligen Umst&auml;nden des Einzelfalls zu ermitteln und kann f&uuml;r die verschiedenen Betriebsarten ebenfalls unterschiedlich zu bestimmen sein. Diese Rechtsgrunds&auml;tze gelten gleicherma&szlig;en f&uuml;r Einzelgewerbetreibende wie f&uuml;r Personengesellschaften, und zwar unabh&auml;ngig von der Rechtsform ihrer Gesellschafter (BFH-Urteil vom 5. M&auml;rz 1998 IV R 23\/97, BFHE 186, 142, BStBl II 1998, 745, mit umfangreichen Nachweisen zur Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgehend von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen hat die Kl&auml;gerin, worauf das FA zutreffend hinweist, ihren Gewerbebetrieb erst mit der Fertigstellung des Windparks und der Inbetriebnahme der WKA begonnen. Die Inbetriebnahme der WKA erfolgte ausweislich des &Uuml;bergabeprotokolls, dessen Inhalt vom FG festgestellt worden ist, sp&auml;testens am 21. Dezember 1998. Danach ist die Anlage im automatischen Betrieb am 21. Dezember 1998 &uuml;bergeben worden. Dass die Vertragsbeteiligten den Gefahr&uuml;bergang des gesamten Windparks erst zum 31. Dezember 1998 vereinbart haben, &auml;ndert nichts an der Tatsache, dass der Gewerbetrieb sp&auml;testens am 21. Dezember 1998 in Gang gesetzt worden ist. Das FA geht sogar seinerseits davon aus, dass der Gewerbebetrieb bereits am 8. Dezember 1998 zum Zeitpunkt der Aufnahme des Probebetriebs in Gang gesetzt worden ist. Daf&uuml;r k&ouml;nnte sprechen, dass die WKA im Zeitpunkt der &quot;offiziellen&quot; &Uuml;bergabe ausweislich des &Uuml;bergabeprotokolls bereits in erheblichem Umfang Strom produziert und in das Netz eingespeist hatte und die daraus erzielten Erl&ouml;se der Kl&auml;gerin offensichtlich zugerechnet worden sind. Im Streitfall kommt es auf den genauen Zeitpunkt indes nicht an. Es reicht die Feststellung, dass der Gewerbebetrieb jedenfalls im Dezember 1998 begonnen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Anders als das FA meint, ist die geltend gemachte AfA f&uuml;r die hier in Streit stehenden Wirtschaftsg&uuml;ter in voller H&ouml;he bei der Ermittlung des Gewerbeertrags gem&auml;&szlig; &sect; 7 GewStG zu ber&uuml;cksichtigen, da der Zeitpunkt des Beginns der AfA mit dem Zeitpunkt des Beginns des Gewerbebetriebs der Kl&auml;gerin zusammenfiel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Abzug von Anschaffungskosten im Rahmen der AfA kommt es auf den Zeitpunkt der Anschaffung an (BFH-Urteil vom 11. Januar 2005 IX R 15\/03, BFHE 209, 77, BStBl II 2005, 477). Nach &sect; 9a der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung ist die Anschaffung mit der Lieferung bewirkt. Lieferung bedeutet Verschaffen der Verf&uuml;gungsmacht. Es kommt somit auf den Zeitpunkt der &Uuml;bertragung des wirtschaftlichen Eigentums an. Das ist bei der &Uuml;bertragung eines Wirtschaftsguts in der Regel der Fall, wenn Eigenbesitz, Gefahr, Lasten und Nutzen auf den Erwerber &uuml;bergehen (so zum Grundst&uuml;ck: BFH-Urteil vom 4. Juni 2003 X R 49\/01, BFHE 202, 320, BStBl II 2003, 751, mit umfangreichen Nachweisen zur Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon ausgehend ist die Anschaffung des Windparks im Streitfall fr&uuml;hestens mit dessen &Uuml;bergabe zum 21. Dezember 1998 und sp&auml;testens mit dem Gefahr&uuml;bergang zum 31. Dezember 1998 erfolgt. Dementsprechend beginnt die AfA erst im Dezember 1998 und f&auml;llt damit mit dem Beginn des Gewerbebetriebs zusammen. Dies hat des Weiteren zur Folge, dass die f&uuml;r die hier streitigen Wirtschaftsg&uuml;ter geltend gemachte AfA in vollem Umfang (also zur H&auml;lfte statt &#8211;wie das FA meint&#8211; nur zu 1\/12 des Jahresbetrags) bei dem Gewerbeertrag zu ber&uuml;cksichtigen ist. Zwar ist die AfA nach der Vereinfachungsregelung in R 44 Abs. 2 Satz 3 EStR mit der H&auml;lfte des f&uuml;r das gesamte Wirtschaftsjahr in Betracht kommenden AfA-Betrags angesetzt worden. Diese Regelung betrifft jedoch ausschlie&szlig;lich die H&ouml;he der AfA, dadurch wird der f&uuml;r den Beginn der AfA ma&szlig;gebliche Zeitpunkt aber nicht ber&uuml;hrt. Die H&ouml;he der (auch) f&uuml;r die Bemessung des Gewerbeertrags ma&szlig;gebenden AfA richtet sich gem&auml;&szlig; &sect; 7 GewStG nach den Vorschriften des EStG. Eine hiervon abweichende Bemessung der AfA f&uuml;r Zwecke der Gewerbesteuer kommt nicht in Betracht. Vielmehr ist die nach den Vorschriften des EStG bemessene AfA in voller H&ouml;he auch dann bei der Ermittlung des Gewerbeertrags i.S. von &sect; 7 GewStG zu ber&uuml;cksichtigen, wenn der Zeitpunkt des Beginns der AfA mit dem Zeitpunkt des Beginns des Gewerbebetriebs zusammenf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das Verfahren &uuml;ber die Anschlussrevision war einzustellen, nachdem die Kl&auml;gerin mit Zustimmung des FA deren R&uuml;cknahme erkl&auml;rt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.4.2011, IV R 52\/09 Zur Ber&uuml;cksichtigung von AfA beim Gewerbeertrag im Zeitpunkt der Aufnahme des Gewerbebetriebs &#8211; Zur Ermittlung der Anschaffungskosten eines Windparks &#8211; AfA-Tabelle f&uuml;r die Ermittlung der betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer &#8211; Gegenstand der Gewerbesteuer &#8211; Vereinfachungsregelung in R 44 Abs. 2 Satz 3 EStR Leits&auml;tze Nach den Vorschriften des EStG bemessene &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-52-09-zur-beruecksichtigung-von-afa-beim-gewerbeertrag-im-zeitpunkt-der-aufnahme-des-gewerbebetriebs-zur-ermittlung-der-anschaffungskosten-eines-windparks-afa-tabelle-fuer-die-ermittlung-der-betr\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;52\/09 &#8211; Zur Ber&uuml;cksichtigung von AfA beim Gewerbeertrag im Zeitpunkt der Aufnahme des Gewerbebetriebs &#8211; Zur Ermittlung der Anschaffungskosten eines Windparks &#8211; AfA-Tabelle f&uuml;r die Ermittlung der betriebsgew&ouml;hnlichen Nutzungsdauer &#8211; Gegenstand der Gewerbesteuer &#8211; Vereinfachungsregelung in R 44 Abs. 2 Satz 3 EStR<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9875","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9875"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9875\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}