{"id":9880,"date":"2012-12-06T17:31:47","date_gmt":"2012-12-06T15:31:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9880"},"modified":"2012-12-06T17:31:47","modified_gmt":"2012-12-06T15:31:47","slug":"iv-r-15-09-aufwendungen-im-zusammenhang-mit-der-beteiligung-an-einer-windkraftfonds-gmbh-co-kg-abgrenzung-zwischen-anschaffungskosten-und-sofort-abzugsfaehigen-betriebsausgaben-zuruecktreten-der-ges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-15-09-aufwendungen-im-zusammenhang-mit-der-beteiligung-an-einer-windkraftfonds-gmbh-co-kg-abgrenzung-zwischen-anschaffungskosten-und-sofort-abzugsfaehigen-betriebsausgaben-zuruecktreten-der-ges\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;15\/09 &#8211; Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an einer Windkraftfonds-GmbH &#038; Co. KG &#8211; Abgrenzung zwischen Anschaffungskosten und sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben &#8211; Zur&uuml;cktreten der gesellschaftsbezogenen Betrachtung als Folge der Anwendung von &sect; 42 AO &#8211; Aussetzung des Revisionsverfahrens bis zur Entscheidung &uuml;ber beantragten Billigkeitserlass"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.4.2011, IV R 15\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an einer Windkraftfonds-GmbH &#038; Co. KG &#8211; Abgrenzung zwischen Anschaffungskosten und sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben &#8211; Zur&uuml;cktreten der gesellschaftsbezogenen Betrachtung als Folge der Anwendung von &sect; 42 AO &#8211; Aussetzung des Revisionsverfahrens bis zur Entscheidung &uuml;ber beantragten Billigkeitserlass<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Aufwendungen eines in der Rechtsform einer GmbH &#038; Co. KG gef&uuml;hrten Windkraftfonds f&uuml;r die Platzierungsgarantie, f&uuml;r die Prospekterstellung und Prospektpr&uuml;fung, f&uuml;r die Koordinierung\/Baubetreuung und f&uuml;r die Eigenkapitalvermittlung sind in der Steuerbilanz der KG in voller H&ouml;he als Anschaffungskosten zu behandeln, wenn sich die Kommanditisten aufgrund eines vom Projektanbieter vorformulierten Vertragswerks an dem Fonds beteiligten (Anschluss an BFH-Urteil vom 28. Juni 2001 IV R 40\/97, BFHE 196, 77, BStBl II 2001, 717).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine im August 1999 gegr&uuml;ndete sog. Fondsgesellschaft in der Rechtsform einer GmbH &#038; Co. KG, die zw&ouml;lf Windkraftanlagen in X betreibt. Komplement&auml;rin ist die A-GmbH, Gr&uuml;ndungskommanditistin war die BAG. Gesellschafterin der BAG ist &#8211;u.a.&#8211; die G Bank.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Dezember 1999 beauftragte die Kl&auml;gerin die A AG und eine Rechtsanwaltssoziet&auml;t mit der Erstellung der rechtlichen Grundlagen eines Fonds sowie der Liquidit&auml;ts-, Investitions- und Prognoserechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 14. April 2000 vereinbarte die Kl&auml;gerin mit der G Bank, dass diese die Prospekterstellung, den Eigenkapitalvertrieb, die Besorgung der Fremdfinanzierung und eine sog. Platzierungsgarantie &uuml;bernehmen sollte. Ebenfalls im April 2000 schloss die Kl&auml;gerin eine Vereinbarung &uuml;ber die Begutachtung des Beteiligungsprospektes mit der F GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erwarb im April 2000 zw&ouml;lf Windkraftanlagen, die sie bis Oktober 2000 in Betrieb nahm.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Mai 2000 schloss die Kl&auml;gerin einen Dienstleistungsvertrag mit der BAG, in dem sich diese &#8211;&uuml;ber die Bauleitung hinaus&#8211; zur Koordinierung aller an diesem Projekt Beteiligten bis zur Fertigstellung des Windkraftparks verpflichtete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die G Bank bot ab August 2000 interessierten Anlegern an, sich mit einer Einlage an dem vorgesehenen Kommanditkapital der Kl&auml;gerin von 7 Mio. DM zu beteiligen. Insgesamt sind &uuml;ber 250 Anleger an der Kl&auml;gerin beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung gelangte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zu der Auffassung, dass die von der Kl&auml;gerin als sofort abziehbare Betriebsausgaben behandelten Aufwendungen f&uuml;r die Platzierungsgarantie (280.000 DM), f&uuml;r die Prospekterstellung (120.000 DM + 65.000 DM) und -pr&uuml;fung (30.000 DM) sowie f&uuml;r die Koordinierung\/Baubetreuung (gesch&auml;tzt 80.000 DM) in H&ouml;he von insgesamt 575.000 DM als Anschaffungsnebenkosten anzusehen seien. Auch die Provision f&uuml;r die Beschaffung des Eigenkapitals sei nur in H&ouml;he von 6 % angemessen und damit als Betriebsausgabe zu ber&uuml;cksichtigen. Die weiteren 3 % (= 210.000 DM) seien als Anschaffungsnebenkosten anzusehen. Die Anschaffungskosten f&uuml;r die Windkraftanlagen seien mithin um 785.000 DM zu erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend erlie&szlig; das FA Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 2000 bis 2002 und Bescheide zur gesonderten Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31. Dezember 2000 bis 31. Dezember 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die zwischenzeitlich ausgeschiedenen Gesellschafter der Kl&auml;gerin beigeladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte zum einen insoweit Erfolg, als das FG sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben in H&ouml;he von 705.000 DM anerkannte und lediglich die Aufwendungen f&uuml;r die Baubetreuung von 80.000 DM den Anschaffungskosten zurechnete. Zum anderen hatte die Klage insoweit Erfolg, als das FG die Absetzungen f&uuml;r Abnutzung f&uuml;r die Windkraftanlagen unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von zw&ouml;lf Jahren ermittelte. In diesem Streitpunkt hatte das FA die Kl&auml;gerin bereits im Klageverfahren mit Schriftsatz vom 2. M&auml;rz 2009 klaglos gestellt. Das Urteil ist der Kl&auml;gerin am 27. M&auml;rz 2009 zugestellt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidungsgr&uuml;nde sind in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1109 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage insoweit abzuweisen, als sie auf die Ber&uuml;cksichtigung von weiteren sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben in H&ouml;he von 785.000 DM gerichtet ist, und die Anschlussrevision als unzul&auml;ssig zu verwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Vorentscheidung sowie die Einspruchsentscheidung vom 2. August 2005 aufzuheben und die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 2000 bis 2002 in der ge&auml;nderten Fassung vom 29. Juli 2005, den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31. Dezember 2000 vom 7. April 2004 und die Bescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31. Dezember 2001 und den 31. Dezember 2002 vom 22. April 2004 dahin zu &auml;ndern, dass die Besteuerungsgrundlagen bzw. der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust unter Zugrundelegung von sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben in H&ouml;he von 785.000 DM und unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer der Windkraftanlagen von zw&ouml;lf Jahren festgestellt werden, sowie die Revision des FA zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vorliegend streitigen Aufwendungen seien vom FG zutreffend nicht den Anschaffungsnebenkosten gem&auml;&szlig; &sect; 255 Abs. 1 Satz 2 des Handelsgesetzbuchs (HGB) zugerechnet worden. S&auml;mtliche Aufwendungen st&uuml;nden nicht im Zusammenhang mit dem Erwerb der Windkraftanlagen. Die Leistungen seien vielmehr von anderen Vertragspartnern zu erbringen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Neben den bereits vom FG anerkannten Betriebsausgaben von 705.000 DM sei auch das Entgelt f&uuml;r die Dienstleistung in H&ouml;he von 80.000 DM zum Sofortabzug zuzulassen. Diese Leistungen h&auml;tten nicht die Baukoordinierung umfasst. Es habe sich vielmehr um eine Gesch&auml;ftsf&uuml;hrert&auml;tigkeit gehandelt, die nicht zu Anschaffungskosten f&uuml;hren k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen wiederholt und vertieft die Kl&auml;gerin die Ausf&uuml;hrungen des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erg&auml;nzend f&uuml;hrt sie u.a. aus, es best&uuml;nde f&uuml;r sie &#8211;die Kl&auml;gerin&#8211; aufgrund des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 24. Oktober 2001 IV C 3-S 2253 a-15\/01 (BStBl I 2001, 780) Vertrauensschutz, da der Au&szlig;envertrieb der Fondsanteile der Kl&auml;gerin vor der Entscheidung des IV. Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (Urteil vom 28. Juni 2001 IV R 40\/97, BFHE 196, 77, BStBl II 2001, 717) bereits abgeschlossen gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. A. Revision des FA<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und Abweisung der Klage (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), soweit diese auf die Ber&uuml;cksichtigung von weiteren sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben in H&ouml;he von 785.000 DM gerichtet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die angefochtenen Bescheide sind hinsichtlich der vorliegenden Streitpunkte rechtm&auml;&szlig;ig und verletzen die Kl&auml;gerin nicht in ihren Rechten (&sect; 100 Abs. 1 Satz 1 FGO). Zu Recht hat das FA die Aufwendungen f&uuml;r die Platzierungsgarantie, f&uuml;r die Prospekterstellung und -pr&uuml;fung, f&uuml;r die Koordinierung\/Baubetreuung und f&uuml;r die Eigenkapitalvermittlung nicht als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben, sondern als Anschaffungskosten der Windkraftanlagen behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach der Rechtsprechung des IX. Senats des BFH werden alle Aufwendungen, die von Anlegern eines Bauherrenmodells geleistet worden sind, als Anschaffungskosten und nicht als sofort abziehbare Werbungskosten behandelt (BFH-Urteil vom 14. November 1989 IX R 197\/84, BFHE 158, 546, BStBl II 1990, 299), wenn sich die Anleger aufgrund eines vom Projektanbieter vorformulierten Vertragswerks beteiligen. Diese Beurteilung hat der IX. Senat gleicherma&szlig;en zu Grunde gelegt, wenn sich die Anleger zu einer GbR oder einer KG zusammengeschlossen haben und die Initiatoren zu den Gesellschaftern geh&ouml;ren (BFH-Urteile vom 7. August 1990 IX R 70\/86, BFHE 161, 526, BStBl II 1990, 1024, und vom 8. Mai 2001 IX R 10\/96, BFHE 195, 310, BStBl II 2001, 720). Dementsprechend hat der IX. Senat auch die Vertr&auml;ge, die der Errichtung eines Immobilienfonds in der Rechtsform einer KG zu Grunde lagen, als einheitliches Vertragswerk behandelt und s&auml;mtliche Aufwendungen des Fonds als Anschaffungskosten des von ihm erworbenen Grundst&uuml;cks angesehen (BFH-Urteil vom 11. Januar 1994 IX R 82\/91, BFHE 174, 127, BStBl II 1995, 166). Diese Rechtsprechung st&uuml;tzt sich auf die Erw&auml;gung, dass die steuerliche Beurteilung der Aufwendungen f&uuml;r den Erwerb eines Grundst&uuml;cks nicht davon abh&auml;ngen kann, ob die Gegenleistung f&uuml;r den Erwerb aufgrund eines Vertrages in einer Summe gezahlt wird oder aufgrund mehrerer Vertr&auml;ge, in die der einheitliche Vorgang aus steuerlichen Gr&uuml;nden aufgespalten wird, in Teilbetr&auml;gen zu zahlen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Dieser Rechtsprechung hat sich der erkennende Senat mit Urteil in BFHE 196, 77, BStBl II 2001, 717 unter ausdr&uuml;cklicher Aufgabe der zuvor im Vorlagebeschluss dargelegten abweichenden Rechtsauffassung (Senatsbeschluss vom 29. April 1999 IV R 40\/97, BFHE 188, 374, BStBl II 1999, 828) auch f&uuml;r Immobilienfonds in der Rechtsform einer gewerblich gepr&auml;gten KG mit folgenden Erw&auml;gungen angeschlossen: &quot;Zwar sind im Fall einer solchen Personengesellschaft (hier gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft) f&uuml;r die handelsrechtliche Bilanzierung die Aufwendungen des Fonds aus der Perspektive der Gesellschaft zu betrachten. Ob Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder aber sofort den Gewinn mindernde Betriebsausgaben vorliegen, kann danach nicht davon abh&auml;ngen, inwieweit sich die Aufwendungen f&uuml;r den Gesellschafter oder k&uuml;nftigen Gesellschafter als Bestandteil eines von ihm zu tragenden Gesamtaufwands darstellen. Aus dem Grundsatz der Ma&szlig;geblichkeit der Handelsbilanz f&uuml;r die Steuerbilanz (&sect; 5 Abs. 1 EStG) ergibt sich andererseits aber auch nicht, dass steuerlich der handelsrechtlichen Behandlung von Aufwendungen als laufende Betriebsausgabe aus der Perspektive der Gesellschafter gefolgt werden muss. Die einheitliche Betrachtung des Vertragswerks f&uuml;r Zwecke der Besteuerung beruht n&auml;mlich auf &sect; 42 AO 1977, wonach der Besteuerung anstelle einer wirtschaftlich unangemessenen Gestaltung der Rechtsverh&auml;ltnisse diejenige Rechtsgestaltung unterworfen wird, die den wirtschaftlichen Vorg&auml;ngen angemessen gewesen w&auml;re. Die angemessene Gestaltung best&auml;nde hier in der Vereinbarung eines Gesamtkaufpreises f&uuml;r die Immobilie, so dass die im Zusammenhang mit der Abwicklung des Projekts vereinbarten Provisionen oder &#8218;Geb&uuml;hren&#8216; wie Anschaffungskosten zu werten sind &#8230; Denn das wirtschaftliche Ziel der Fonds-Gesellschaft und ihrer Gesellschafter, in gesamth&auml;nderischer Verbundenheit hier ein Grundst&uuml;ck zu erwerben, zu bebauen und zu verwalten und dabei aus wohnungsbaupolitischen Gr&uuml;nden einger&auml;umte Verg&uuml;nstigungen in Anspruch zu nehmen, kann und soll nur in der Zusammenfassung der verschiedenen Teile des Vertragswerks erreicht werden. Die einzelnen Teilvertr&auml;ge haben keine selbst&auml;ndige Bedeutung und lassen sich nur aus der gew&uuml;nschten Schaffung sofort steuerlich abziehbarer Ausgaben erkl&auml;ren &#8230; F&uuml;r die steuerrechtliche Beurteilung eines geschlossenen Immobilienfonds mit gewerblichen Eink&uuml;nften (kommt es nicht darauf an), wie die betreffenden Vorg&auml;nge in der Handelsbilanz der KG behandelt worden sind. &sect; 42 AO 1977 geht als spezielle Regelung dem Grundsatz des &sect; 5 Abs. 1 EStG vor &#8230;, denn die Handelsbilanz bildet in Ermangelung einer handelsrechtlichen Regelung nach Art des &sect; 42 AO 1977 nur die tats&auml;chliche Zivilrechtslage ab.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die f&uuml;r den geschlossenen Immobilienfonds entwickelten Grunds&auml;tze, an denen der erkennende Senat festh&auml;lt, sind gleicherma&szlig;en auf den vorliegend zu beurteilenden Fall eines geschlossenen Windkraftfonds zu &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Anschaffung, Verwaltung und der Betrieb einer Windkraftanlage unterscheiden sich insoweit weder rechtlich noch wirtschaftlich von der Anschaffung, Verwaltung und Vermietung einer Gro&szlig;immobilie. Vergleichbar dem Immobilienfonds ist das vorliegende Fondskonzept darauf ausgerichtet, in gesamth&auml;nderischer Verbundenheit Windkraftanlagen zu errichten und zu betreiben sowie steuerliche Vorteile und Verg&uuml;nstigungen, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz gew&auml;hrt, in Anspruch zu nehmen. Dieses Ziel konnte und sollte nach dem wirtschaftlichen Fondskonzept durch die B&uuml;ndelung verschiedener, bereits vor der Aufnahme zuk&uuml;nftiger Gesellschafter abgeschlossener Vertr&auml;ge erreicht werden. Der einzelne dem Fonds beitretende Gesellschafter hatte mithin im Zeitpunkt des Eintritts in die Gesellschaft keinerlei (unternehmerischen) Einfluss mehr auf das wirtschaftliche Konzept, welches die Fondsinitiatoren, die teilweise Gr&uuml;ndungsgesellschafter waren, im Einzelnen ausgearbeitet hatten. Aus der Sicht der beitretenden Gesellschafter standen die Aufwendungen f&uuml;r die einzelvertraglich vereinbarten Dienstleistungen, hier f&uuml;r die Platzierungsgarantie, f&uuml;r die Prospekterstellung und -pr&uuml;fung, f&uuml;r die Koordinierung\/Baubetreuung und f&uuml;r die Eigenkapitalvermittlung, aufgrund der modellimmanenten Verkn&uuml;pfung aller diesbez&uuml;glichen Vertr&auml;ge in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Erlangung des Eigentums an den Windkraftanlagen. Den von den Initiatoren und Gr&uuml;ndungsgesellschaftern des Windkraftfonds abgeschlossenen einzelnen Vertr&auml;gen kam daher jedenfalls aus der ma&szlig;geblichen Sicht der beitretenden Gesellschafter keine selbst&auml;ndige Bedeutung zu. Die einzelvertraglichen Abreden lassen sich auch bei dem hier zu beurteilenden Windkraftfonds nur aus der gew&uuml;nschten Schaffung sofort steuerlich abziehbarer Ausgaben erkl&auml;ren. Ein Abzug von Aufwendungen als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben kommt insoweit nur in Betracht, als ein Erwerber einer Windkraftanlage au&szlig;erhalb der modellhaften Vertragsgestaltung diese ebenfalls sofort als Betriebsausgaben abziehen k&ouml;nnte. Dies ist bei den hier vorliegenden Aufwendungen aber nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass der Betrieb einer Windkraftanlage grunds&auml;tzlich eine gewerbliche und keine verm&ouml;gensverwaltende T&auml;tigkeit darstellt. Denn die Frage der Einordnung einer T&auml;tigkeit unter die Einkunftsarten gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 Nrn. 1 bis 7 des Einkommensteuergesetzes ist nicht relevant f&uuml;r die Zuordnung verschiedener Aufwendungen zu den Anschaffungskosten einerseits oder den sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben anderseits. Es entspricht vielmehr gefestigter Rechtsprechung, dass die Zuordnung von Aufwendungen zu den Anschaffungskosten f&uuml;r die Gewinneink&uuml;nfte und &Uuml;berschusseink&uuml;nfte &uuml;bereinstimmend nach der Definition des &sect; 255 Abs. 1 HGB erfolgt (vgl. allgemein Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 4. Juli 1990 GrS 1\/89, BFHE 160, 466, BStBl II 1990, 830, zu C.III.1.c dd).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die zu den geschlossenen Immobilienfonds ergangene Rechtsprechung und deren &Uuml;bertragung auf den vorliegenden Windkraftfonds steht auch nicht im Widerspruch zu den Beschl&uuml;ssen des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10. November 1980 GrS 1\/79 (BFHE 132, 244, BStBl II 1981, 164) und vom 25. Juni 1984 GrS 4\/82 (BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751). Zwar folgt aus der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats, dass die Personengesellschaft\/Gemeinschaft Steuerrechtssubjekt bei der Qualifikation und der Ermittlung der Eink&uuml;nfte und der Gesellschafter\/Gemeinschafter Subjekt der Eink&uuml;nfteerzielung ist (vgl. auch Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 11. April 2005 GrS 2\/02, BFHE 209, 399, BStBl II 2005, 679). Dem Gedanken der Einheit der Gesellschaft\/Gemeinschaft folgend sind deshalb grunds&auml;tzlich dem Gesellschafter nicht die einzelnen von der Gesellschaft verwirklichten Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle, sondern lediglich das Ergebnis der gemeinschaftlichen T&auml;tigkeit (Gewinn oder &Uuml;berschuss) anteilig zuzurechnen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3. Juli 1995 GrS 1\/93, BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.2.b aa). Daraus folgt zugleich, dass f&uuml;r die Zuordnung der Aufwendungen zu den Anschaffungskosten oder zu den sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben grunds&auml;tzlich auf die Sicht der Gesellschaft abzustellen ist. Diese gesellschaftsbezogene, dem Grundsatz der Einheit der Gesellschaft geschuldete Beurteilung muss jedoch gegen&uuml;ber dem Gedanken der Vielheit der Gesellschaft zur&uuml;cktreten, wenn andernfalls eine sachlich zutreffende Besteuerung des Gesellschafters nicht m&ouml;glich w&auml;re (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch vorliegend hat die Anwendung des &sect; 42 der Abgabenordnung (AO) zur Folge, dass die gesellschaftsbezogene Betrachtung gegen&uuml;ber der gesellschafterbezogenen Betrachtung zur&uuml;cktritt, um die auf der Ebene der Gesellschafter zutreffende Besteuerung zu erreichen. Anders als in dem Fall eines gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels, der dem Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617 zu Grunde lag, f&uuml;hrt jedoch die gesellschafterbezogene Betrachtung &#8211;dort die Einbeziehung der gewerblichen Aktivit&auml;ten des Gesellschafters&#8211; nicht erst zu einer Umqualifizierung der Aufwendungen im Rahmen der Eink&uuml;nftezurechnung auf der Gesellschafterebene. Denn die Frage des Vorliegens von Anschaffungskosten oder von sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben kann nur einheitlich beantwortet werden. Die einzelnen im wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Erwerb der Windkraftanlagen angefallenen Aufwendungen sind daher auch bei einem geschlossenen Windkraftfonds der hier vorliegenden Art bereits auf der Ebene der Gesellschaft den Anschaffungskosten zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach diesen Grunds&auml;tzen hat das FA die Aufwendungen f&uuml;r die Platzierungsgarantie, f&uuml;r die Prospekterstellung und -pr&uuml;fung, f&uuml;r die Koordinierung\/Baubetreuung und f&uuml;r die Eigenkapitalvermittlung zutreffend als Anschaffungskosten der Windkraftanlagen und nicht als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben beurteilt. Denn diese Aufwendungen standen aufgrund der modellimmanenten Verkn&uuml;pfung im wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Erlangung des Eigentums an den Windkraftanlagen. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob die Aufwendungen an einen Dritten oder den Initiator des Windkraftfonds, der zugleich Gesellschafter der Fondsgesellschaft, hier der Kl&auml;gerin, ist, gezahlt worden sind (vgl. BFH-Urteil in BFHE 196, 77, BStBl II 2001, 717).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Ob die Kl&auml;gerin unter Berufung auf das BMF-Schreiben in BStBl I 2001, 780 beanspruchen kann, dass die streitigen Aufwendungen ungeachtet der dargestellten Rechtslage als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben behandelt werden, kann im vorliegenden Revisionsverfahren nicht gekl&auml;rt werden. Denn die in dem BMF-Schreiben vorgesehene &Uuml;bergangsregelung stellt eine Billigkeitsma&szlig;nahme gem&auml;&szlig; &sect; 163 AO dar, &uuml;ber die in einem gesonderten Verfahren zu entscheiden ist (vgl. BFH-Urteil vom 30. November 2004 VIII R 76\/00, BFH\/NV 2005, 856).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Eine Aussetzung des Revisionsverfahrens nach &sect; 74 FGO bis zur Entscheidung &uuml;ber einen Billigkeitserlass nach &sect; 163 AO ist aus Rechtsgr&uuml;nden nicht geboten und bei Ber&uuml;cksichtigung des Sach- und Streitstandes auch nicht zweckm&auml;&szlig;ig. Zwar ist es regelm&auml;&szlig;ig sinnvoll, den Rechtsstreit um die Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Folgebescheids auszusetzen, solange noch unklar ist, ob und wie ein angefochtener Grundlagenbescheid ge&auml;ndert wird. Auch der Verwaltungsakt, der eine Billigkeitsma&szlig;nahme nach &sect; 163 AO zul&auml;sst, wird als Grundlagenbescheid angesehen (vgl. BFH-Urteil vom 21. Januar 1992 VIII R 51\/88, BFHE 168, 500, 504, BStBl II 1993, 3, m.w.N.). Da das FA &uuml;ber die erstmals im Revisionsverfahren geltend gemachte Billigkeitsma&szlig;nahme noch nicht entschieden hat, w&uuml;rde sich die Erledigung des anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens aber bei einer Aussetzung nach &sect; 74 FGO erheblich verz&ouml;gern. Im &Uuml;brigen h&auml;lt es der Senat f&uuml;r sinnvoll, zun&auml;chst die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der angefochtenen Steuerfestsetzung festzustellen, ehe &uuml;ber eine Billigkeitsma&szlig;nahme entschieden wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Anschlussrevision der Kl&auml;gerin<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat legt die Revisionserwiderung der Kl&auml;gerin, welche am 20. Juli 2009 beim BFH eingegangen ist, dahin aus, dass damit eine Anschlussrevision (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 554 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;) eingelegt werden sollte. Zwar fehlt es an einer ausdr&uuml;cklichen Bezeichnung des Begehrens als Anschlussrevision; darauf kommt es aber nicht an, da der Wille der Kl&auml;gerin eindeutig erkennbar geworden ist, dass sie ebenfalls eine Ab&auml;nderung der Vorentscheidung erreichen will. Die Kl&auml;gerin hat sich in der Revisionserwiderung nicht darauf beschr&auml;nkt, die Zur&uuml;ckweisung der Revision des FA zu beantragen. Vielmehr hat sie die Stattgabe der Klage auch insoweit beantragt, als die Vorentscheidung dem Begehren der Kl&auml;gerin nicht entsprochen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die so auszulegende Anschlussrevision der Kl&auml;gerin war als unzul&auml;ssig zu verwerfen, weil sie nicht fristgerecht eingelegt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Anschlussrevision muss innerhalb eines Monats nach Zustellung der Revisionsbegr&uuml;ndung eingelegt werden (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 554 Abs. 2 Satz 2 ZPO; vgl. auch BFH-Urteil vom 19. Februar 2009 IV R 18\/06, BFHE 224, 330, BStBl II 2009, 654). Daran fehlt es vorliegend. Die Revisionsbegr&uuml;ndung des FA wurde der Kl&auml;gerin ausweislich deren Posteingangsstempel auf dem Empfangsbekenntnis am 3. Juni 2009 zugestellt. Die Anschlussrevision wurde jedoch erst am 20. Juli 2009 eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (&sect; 56 Abs. 1 FGO) wegen der Vers&auml;umung dieser Frist kommt nicht in Betracht. Die Kl&auml;gerin hat insoweit keinen Antrag gestellt. Auch nach Aktenlage sind Tatsachen, die eine Wiedereinsetzung rechtfertigen k&ouml;nnten, nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zwar ist eine unzul&auml;ssige Revision nach &sect; 126 Abs. 1 FGO grunds&auml;tzlich durch Beschluss zu verwerfen. Haben aber beide Beteiligte Revision eingelegt, und ist davon die eine unbegr&uuml;ndet, die andere unzul&auml;ssig, kann der Senat insgesamt &uuml;ber beide Revisionen durch Urteil entscheiden. Dies gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber eine unzul&auml;ssige Anschlussrevision, die neben einer zul&auml;ssigen Revision eingelegt worden ist (BFH-Urteil in BFHE 224, 330, BStBl II 2009, 654).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.4.2011, IV R 15\/09 Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an einer Windkraftfonds-GmbH &#038; Co. KG &#8211; Abgrenzung zwischen Anschaffungskosten und sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben &#8211; Zur&uuml;cktreten der gesellschaftsbezogenen Betrachtung als Folge der Anwendung von &sect; 42 AO &#8211; Aussetzung des Revisionsverfahrens bis zur Entscheidung &uuml;ber beantragten Billigkeitserlass Leits&auml;tze Aufwendungen eines in der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-15-09-aufwendungen-im-zusammenhang-mit-der-beteiligung-an-einer-windkraftfonds-gmbh-co-kg-abgrenzung-zwischen-anschaffungskosten-und-sofort-abzugsfaehigen-betriebsausgaben-zuruecktreten-der-ges\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;15\/09 &#8211; Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an einer Windkraftfonds-GmbH &#038; Co. KG &#8211; Abgrenzung zwischen Anschaffungskosten und sofort abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben &#8211; Zur&uuml;cktreten der gesellschaftsbezogenen Betrachtung als Folge der Anwendung von &sect; 42 AO &#8211; Aussetzung des Revisionsverfahrens bis zur Entscheidung &uuml;ber beantragten Billigkeitserlass<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9880","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9880","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9880"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9880\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9880"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9880"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9880"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}