{"id":9885,"date":"2012-12-06T17:31:56","date_gmt":"2012-12-06T15:31:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9885"},"modified":"2012-12-06T17:31:56","modified_gmt":"2012-12-06T15:31:56","slug":"x-b-186-10-hotelbetrieb-als-liebhaberei-gewinnerzielungsabsicht-feststellung-des-wegfalls-der-gewinnerzielungsabsicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-186-10-hotelbetrieb-als-liebhaberei-gewinnerzielungsabsicht-feststellung-des-wegfalls-der-gewinnerzielungsabsicht\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;186\/10 &#8211; Hotelbetrieb als Liebhaberei &#8211; Gewinnerzielungsabsicht &#8211; Feststellung des Wegfalls der Gewinnerzielungsabsicht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.4.2011, X B 186\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Hotelbetrieb als Liebhaberei &#8211; Gewinnerzielungsabsicht &#8211; Feststellung des Wegfalls der Gewinnerzielungsabsicht<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Aus den vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) herausgearbeiteten Rechtsfragen ergibt sich keine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn &uuml;ber Rechtsfragen zu entscheiden ist, deren Kl&auml;rung das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt und die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar sind (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 24. September 2008 X B 86\/07, BFH\/NV 2009, 18, m.w.N.). Nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist eine Rechtsfrage, die h&ouml;chstrichterlich bereits entschieden ist, ohne dass zwischenzeitlich neue gewichtige Gesichtspunkte in Erscheinung getreten sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei der Beurteilung, ob eine T&auml;tigkeit als gewerbliche T&auml;tigkeit oder Liebhaberei zu qualifizieren ist, kommt nach Auffassung des Kl&auml;gers der Frage grunds&auml;tzliche Bedeutung zu, ob ein Steuerpflichtiger seinen Betrieb steuerlich wirksam so lange weiterf&uuml;hren darf, solange die stillen Reserven des Betriebs die aufgelaufenen Verluste &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsfrage verleiht dem Streitfall keine grunds&auml;tzliche Bedeutung. Sie ist &#8211;im Gegensatz zur Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; bereits h&ouml;chstrichterlich entschieden, und zwar in dem Sinne, dass es nicht m&ouml;glich ist, einen (Verlust-)Betrieb mit steuerlicher Anerkennung der aufgelaufenen Verluste so lange weiterzuf&uuml;hren, solange die stillen Reserven des Betriebs die Verluste &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) setzt eine gewerbliche T&auml;tigkeit u.a. voraus, dass die T&auml;tigkeit in der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird. Gewinnerzielungsabsicht als Tatbestandsmerkmal gewerblicher T&auml;tigkeit ist das Streben nach Betriebsverm&ouml;gensmehrung in Gestalt eines Totalgewinns (vgl. den Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25. Juni 1984 GrS 4\/82, BFHE 141, 405, 434, BStBl II 1984, 751, 766, unter C.IV.3.c). Angestrebt werden muss ein positives Ergebnis zwischen Betriebsgr&uuml;ndung und Betriebsbeendigung, und zwar aufgrund einer Bet&auml;tigung, die, &uuml;ber eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von Jahren gesehen, auf die Erzielung positiver Ergebnisse hin angelegt ist. Das f&uuml;r den Tatbestand der Eink&uuml;nfteerzielung notwendige Gewinnstreben ist anhand &auml;u&szlig;erer Merkmale zu beurteilen. Zu den &auml;u&szlig;eren Kriterien, an denen die Gewinnerzielungsabsicht zu messen ist, geh&ouml;rt nicht nur der Erfolg, sondern auch die Art der auf diesen Erfolg hin ausgerichteten T&auml;tigkeit. Dazu bedarf es einer in die Zukunft gerichteten, langfristigen Prognose, f&uuml;r die die Verh&auml;ltnisse eines bereits abgelaufenen Zeitraums wichtige Anhaltspunkte bieten (BFH-Urteil vom 17. Juni 1998 XI R 64\/97, BFHE 186, 347, BStBl II 1998, 727).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In die Totalgewinnprognose sind die Gewinne und Verluste eines Unternehmens von der Gr&uuml;ndung bis zur Betriebsver&auml;u&szlig;erung oder -aufgabe einzubeziehen (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751). Der f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Gewinnerzielungsabsicht ma&szlig;gebliche erzielbare Totalgewinn setzt sich aus den in der Vergangenheit erzielten und k&uuml;nftig zu erwartenden laufenden Gewinnen\/Verlusten und dem sich bei Betriebsbeendigung voraussichtlich ergebenden Ver&auml;u&szlig;erungs- bzw. Aufgabegewinn\/ -verlust zusammen. Kommt es &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht zu einer Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs, ist der Sch&auml;tzung des Totalgewinns ein (fiktiver) Aufgabegewinn\/-verlust gem&auml;&szlig; &sect; 16 Abs. 3 EStG zugrunde zu legen (BFH in BFHE 186, 347, BStBl II 1998, 727).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Zugrundelegung dieser Rechtsprechung, insbesondere der Festlegung, dass der zeitliche Ma&szlig;stab f&uuml;r die Beurteilung des Totalerfolgs sich im Regelfall aus der Gesamtdauer der Bet&auml;tigung ergibt (siehe auch BFH-Urteil vom 30. August 2007 IV R 12\/05, BFH\/NV 2008, 759), ist die Frage des Kl&auml;gers, ob ein (Verlust-)Betrieb mit steuerlicher Anerkennung so lange weitergef&uuml;hrt werden kann, bis die stillen Reserven des Betriebs aufgezehrt worden sind, zu verneinen. W&auml;re n&auml;mlich eine Weiterf&uuml;hrung des Betriebs mit entsprechender Anerkennung der aufgelaufenen Verluste bis zur H&ouml;he der stillen Reserven m&ouml;glich, w&auml;re der zeitliche Ma&szlig;stab der Totalgewinnprognose nicht die Gesamtdauer der wirtschaftlichen Bet&auml;tigung, sondern der Verbrauch der stillen Reserven.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die (verneinende) Antwort auf die von ihm dargelegte Rechtsfrage h&auml;tte der Kl&auml;ger ebenfalls der BFH-Rechtsprechung zu den Rechtsfolgen des &Uuml;bergangs eines Betriebs zur Liebhaberei entnehmen k&ouml;nnen. Nach dem Senatsurteil vom 15. Mai 2002 X R 3\/99 (BFHE 199, 241, BStBl II 2002, 809, m.w.N.) wirkt sich die Zuordnung zur Privatsph&auml;re aufgrund des Wegfalls der Gewinnerzielung in der Weise aus, dass bei einer sp&auml;teren &#8211;ausdr&uuml;cklich erkl&auml;rten&#8211; Betriebsaufgabe f&uuml;r die Ermittlung des Aufgabegewinns ausschlie&szlig;lich der Wert des Betriebsverm&ouml;gens im Zeitpunkt des &Uuml;bergangs zur Liebhaberei ma&szlig;geblich ist. Alle Wert&auml;nderungen des Betriebsverm&ouml;gens w&auml;hrend der Zugeh&ouml;rigkeit zum Liebhabereibetrieb sind steuerlich unbeachtlich, mit der Folge, dass die im Zeitpunkt des &Uuml;bergangs zur Liebhaberei vorhandenen stillen Reserven festzuhalten sind und bei einem sp&auml;teren gewinnrealisierenden Vorgang aufgel&ouml;st werden. Die realisierten festgeschriebenen stillen Reserven sind dann als nachtr&auml;gliche Einnahmen aus dem vormals bestehenden Betrieb i.S. von &sect; 13, &sect; 15 oder &sect; 18 EStG zu versteuern (Senatsurteil in BFHE 199, 241, BStBl II 2002, 809, m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung setzt damit voraus, dass im Zeitpunkt des &Uuml;bergangs zur Liebhaberei noch stille Reserven vorhanden sein k&ouml;nnen; dies w&auml;re nicht der Fall, wenn die Rechtsfrage des Kl&auml;gers bejaht w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der weiteren vom Kl&auml;ger herausgearbeiteten Rechtsfrage kommt ebenfalls keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu, da sie bei Zugrundelegung der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung eindeutig zu beantworten ist. Bei Vorliegen beachtlicher stiller Reserven ist zur Feststellung des Zeitpunkts des &Uuml;bergangs vom Gewerbebetrieb in den Bereich der steuerlich unbeachtlichen Liebhaberei f&uuml;r einen bestimmten Veranlagungszeitraum nicht zu ermitteln, ob die aufgelaufenen Verluste die stillen Reserven dauerhaft &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grund ist, dass der Zeitpunkt des &Uuml;bergangs zur Liebhaberei nicht dadurch bestimmt wird, dass die aufgelaufenen Verluste die stillen Reserven &uuml;bersteigen, sondern dadurch, dass ein &quot;Totalverlust&quot; zu erwarten ist und der Steuerpflichtige keine Gewinnerzielungsabsicht (mehr) hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Feststellung des Wegfalls der Gewinnerzielungsabsicht von Steuerpflichtigen, die eine gewerbliche T&auml;tigkeit aus&uuml;ben, die &#8211;wie der Hotelbetrieb der Ehefrau des Kl&auml;gers&#8211; nicht typischerweise in der N&auml;he des Hobbybereichs anzusiedeln ist, hat die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung folgende Kriterien entwickelt. Danach kann zwar die Gewinnerzielungsabsicht in diesen F&auml;llen allein wegen der Tatsache langj&auml;hriger Erwirtschaftung von Verlusten und fehlender Reaktionen auf bereits eingetretene hohe Verluste nicht verneint werden. Das Unterlassen geeigneter Umstrukturierungsma&szlig;nahmen im Hinblick auf das darin liegende nicht marktgerechte Verhalten kann aber als ein gewichtiges Beweisanzeichen f&uuml;r eine fehlende Gewinnerzielungsabsicht zu werten sein, da ein solches Verhalten den Schluss darauf zul&auml;sst, dass die Betriebsf&uuml;hrung nicht ernstlich darauf gerichtet war, erfolgreich am Markt t&auml;tig zu sein. An die Feststellung pers&ouml;nlicher Gr&uuml;nde oder Motive, die den Steuerpflichten trotz &uuml;berwiegender Verluste zur Weiterf&uuml;hrung seines Unternehmens bewogen haben k&ouml;nnten, sind deshalb in diesen F&auml;llen keine hohen Anforderungen zu stellen (vgl. dazu Senatsurteil vom 17. November 2004 X R 62\/01, BFHE 208, 522, BStBl II 2005, 336, m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung). Der Aspekt, wann die aufgelaufenen Verluste die stillen Reserven dauerhaft &uuml;bersteigen, ist dagegen f&uuml;r die Feststellung der Gewinnermittlungsabsicht unbeachtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die weitere Rechtsfrage des Kl&auml;gers, ob erst ab dem Zeitpunkt, in dem die Verluste die stillen Reserven &uuml;bersteigen, die Prognose des Totalgewinns zu stellen ist, ist ebenfalls bereits von der Rechtsprechung beantwortet worden. Nach der BFH-Rechtsprechung ist zu pr&uuml;fen, ob der Steuerpflichtige zum Zeitpunkt der Aufnahme seiner wirtschaftlichen T&auml;tigkeit die notwendige Gewinnerzielungsabsicht hatte (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2008, 759). In die Totalgewinnprognose sind dann die Gewinne und Verluste eines Unternehmens von der Gr&uuml;ndung bis zur Betriebsver&auml;u&szlig;erung oder -aufgabe einzubeziehen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats in BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751). Der Zeitpunkt, in dem die aufgelaufenen Verluste die stillen betrieblichen Reserven &uuml;bersteigen, ist dagegen unbeachtlich und die Frage des Kl&auml;gers infolgedessen zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Aus denselben Gr&uuml;nden &#8211;wie unter 1. dargestellt&#8211; kommt die Zulassung der Revision auch nicht wegen des Erfordernisses einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (vgl. &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO) in Betracht (zur Qualifikation dieses Zulassungsgrundes als speziellen Tatbestand der &quot;Grundsatzrevision&quot; vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 20. Juni 2007 X B 116\/06, BFH\/NV 2007, 1705; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 116 Rz 38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Kern richtet sich die Beschwerdebegr&uuml;ndung &#8211;nach Art einer Revisionsbegr&uuml;ndung&#8211; gegen die materiell-rechtliche Richtigkeit der angefochtenen Entscheidung des Finanzgerichts (FG), insbesondere dagegen, dass das FG aufgrund der von ihm vorgenommenen Gewinnprognose eine Gewinnerzielungsabsicht der Ehefrau des Kl&auml;gers beim Betrieb ihres Hotels verneint hat. Fehler bei der Auslegung und Anwendung des materiellen Rechts im konkreten Einzelfall rechtfertigen indessen f&uuml;r sich genommen die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung nicht (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 24, m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.4.2011, X B 186\/10 Hotelbetrieb als Liebhaberei &#8211; Gewinnerzielungsabsicht &#8211; Feststellung des Wegfalls der Gewinnerzielungsabsicht Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 2&nbsp; 1. Aus den vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) herausgearbeiteten Rechtsfragen ergibt sich keine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). 3&nbsp; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-186-10-hotelbetrieb-als-liebhaberei-gewinnerzielungsabsicht-feststellung-des-wegfalls-der-gewinnerzielungsabsicht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;186\/10 &#8211; Hotelbetrieb als Liebhaberei &#8211; Gewinnerzielungsabsicht &#8211; Feststellung des Wegfalls der Gewinnerzielungsabsicht<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9885","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9885\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}