{"id":9904,"date":"2012-12-06T17:31:49","date_gmt":"2012-12-06T15:31:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9904"},"modified":"2012-12-06T17:31:49","modified_gmt":"2012-12-06T15:31:49","slug":"x-b-142-10-anforderung-an-die-sachverhaltsfeststellung-bei-einer-gesamtwuerdigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-142-10-anforderung-an-die-sachverhaltsfeststellung-bei-einer-gesamtwuerdigung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;142\/10 &#8211; Anforderung an die Sachverhaltsfeststellung bei einer Gesamtw&uuml;rdigung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.4.2011, X B 142\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderung an die Sachverhaltsfeststellung bei einer Gesamtw&uuml;rdigung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist &#8211;bei erheblichen Zweifeln an ihrer Zul&auml;ssigkeit im Hinblick auf die Erf&uuml;llung der Darlegungsanforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO)&#8211; jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Innerhalb der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist hat der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ausschlie&szlig;lich einen Verfahrensmangel (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) in Gestalt eines Versto&szlig;es gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO ger&uuml;gt. So habe das Finanzgericht (FG) den Prozessstoff nicht vollst&auml;ndig erfasst. Auch sei es von Sachverhaltsunterstellungen ausgegangen, die nicht durch ausreichende tats&auml;chliche Feststellungen getragen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann offenbleiben, ob der Kl&auml;ger derartige Verfahrensm&auml;ngel in schl&uuml;ssiger Weise geltend gemacht hat; sie liegen jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger betreibt als Einzelunternehmer zwei Tankstellen (S und H) in derselben Gemeinde selbst; eine weitere, in der Umlandgemeinde A belegene Tankstelle verpachtet er. In materiell-rechtlicher Hinsicht war zwischen den Beteiligten im Klageverfahren streitig, ob der Kl&auml;ger damit einen einheitlichen Gewerbebetrieb i.S. des &sect; 2 Abs. 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) oder aber drei selbst&auml;ndige Gewerbebetriebe unterh&auml;lt. Letzteres entsprach der vom Kl&auml;ger vertretenen Auffassung; dies h&auml;tte die mehrfache Gew&auml;hrung des Freibetrags und Staffeltarifs nach &sect; 11 GewStG in der im Streitjahr 2002 geltenden Fassung zur Folge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist in dem angefochtenen Urteil auf der Grundlage einer umfassenden W&uuml;rdigung zu der Auffassung gekommen, der Kl&auml;ger habe einen einheitlichen Gewerbebetrieb unterhalten. In seiner klageabweisenden Entscheidung hat es die folgenden Sachverhaltsmerkmale angef&uuml;hrt, die aus Sicht des FG f&uuml;r die Einheitlichkeit sprachen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; Einheitliche Bezeichnung des Betriebs in den vom Kl&auml;ger verwendeten Rechnungsformularen unter Verwendung des Plurals &quot;Tankstellen&quot;, Angabe aller drei Tankstellen in S, H und A sowie der f&uuml;r die Tankstellen S und H gef&uuml;hrten Bankkonten;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; mit dieser einheitlichen Au&szlig;endarstellung stehe in Zusammenhang, dass Gesch&auml;ftspartner des Kl&auml;gers ihre Rechnungen &quot;in Einzelf&auml;llen&quot; nicht an diejenige Tankstelle adressiert h&auml;tten, der die jeweilige Eingangsleistung zuzuordnen sei; hierf&uuml;r k&ouml;nne der Kl&auml;ger nicht seine Gesch&auml;ftspartner verantwortlich machen;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; es habe nicht gekl&auml;rt werden k&ouml;nnen, in welchem Umfang der Schriftverkehr f&uuml;r s&auml;mtliche Tankstellen einheitlich von S aus gef&uuml;hrt worden sei, weil der Kl&auml;ger trotz Aufforderung seine Gesch&auml;ftsbriefe nicht vorgelegt habe;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; die Buchf&uuml;hrung sei f&uuml;r alle drei Tankstellen von S aus unter Einsatz der dortigen Betriebsmittel gef&uuml;hrt worden;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;die drei Betriebsteile seien gleichartig und bef&auml;nden sind r&auml;umlich zueinander im n&auml;heren Einzugsgebiet;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;zwar seien die Buchf&uuml;hrungen und Jahresabschl&uuml;sse grunds&auml;tzlich getrennt erstellt worden; die Aufteilung der Umsatz- und Lohnsteuern sowie die hinsichtlich eines Teils der Forderungen erforderlichen Korrekturen seien aber nicht zeitnah durchgef&uuml;hrt worden;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;die verpachtete Tankstelle in A sei nach dem Inhalt des Pachtvertrags lediglich als unselbst&auml;ndige Verkaufsstelle der Betriebsst&auml;tte S anzusehen;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;nicht nur gelegentlich, sondern immer wieder seien bei der Anlieferung von Kraftstoff zu einer der Tankstellen des Kl&auml;gers Restmengen bei einer anderen Tankstelle des Kl&auml;gers abgeladen worden;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;das Betriebsgrundst&uuml;ck der Tankstelle A sei in der f&uuml;r die Tankstelle S aufgestellten Bilanz aktiviert worden; die f&uuml;r A angefallenen Schuldzinsen seien durch entsprechende Entnahme- und Einlagebuchungen im wirtschaftlichen Ergebnis der Betriebsst&auml;tte S belastet worden;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;auch wenn grunds&auml;tzlich die Arbeitnehmer einer einzigen Tankstelle fest zugeordnet gewesen seien, sei in zwei F&auml;llen aus der Kasse der Tankstelle H Barlohn an Arbeitnehmer der Tankstelle S ausgezahlt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger hat nicht dargelegt, inwiefern diese Sachverhaltsmerkmale auf &quot;Sachverhaltsunterstellungen&quot; des FG im Sinne des vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrten Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 6. Dezember 1995 I R 111\/94 (BFH\/NV 1996, 554, unter II.2.) beruhen sollen. Vielmehr hat das FG alle genannten Sachverhaltsmerkmale auf konkrete Feststellungen gest&uuml;tzt, die dem Kl&auml;ger zudem bereits im Laufe des Klageverfahrens durch einen Er&ouml;rterungstermin, umfangreiche Hinweisschreiben sowie in der m&uuml;ndlichen Verhandlung mitgeteilt worden waren, und die das FG aufgrund der entsprechenden Einwendungen des Kl&auml;gers im Rahmen der Urteilsfindung modifiziert und pr&auml;zisiert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch ergibt sich aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers nicht, dass das FG den Prozessstoff nicht vollst&auml;ndig erfasst haben k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die insgesamt 33-seitige Beschwerdebegr&uuml;ndung besteht &#8211;nach einleitenden Ausf&uuml;hrungen zu den Anforderungen des &sect; 96 FGO (Bl. 1 bis 6 mitte der Beschwerdebegr&uuml;ndung)&#8211; im Wesentlichen aus w&ouml;rtlichen Wiederholungen des w&auml;hrend des Klageverfahrens vom Kl&auml;ger eingereichten Schriftsatzes vom 30. April 2009 (Bl. 6 mitte bis Bl. 32 unten der Beschwerdebegr&uuml;ndung entsprechen weitgehend Bl. 3 oben bis Bl. 31 mitte des Schriftsatzes vom 30. April 2009). Wesentlich neue Textpassagen finden sich in der Beschwerdebegr&uuml;ndung lediglich auf Bl. 17 (betreffend die W&uuml;rdigung eines Zeugenbeweises) sowie auf Bl. 27 (Hinweis auf vom FG unzutreffend mitgeteilte Bankkontonummern); diese sind indes f&uuml;r die Darlegung des vom Kl&auml;ger lediglich geltend gemachten Verfahrensfehlers ohne Belang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem genannten Schreiben vom 30. April 2009 hat der Kl&auml;ger zu Hinweisen des finanzgerichtlichen Pr&uuml;fers Stellung genommen, die ihm im Er&ouml;rterungstermin am 31. M&auml;rz 2009 sowie im Schreiben des finanzgerichtlichen Pr&uuml;fers vom 6. April 2009 &uuml;bermittelt worden waren. Der Kl&auml;ger meint nun sinngem&auml;&szlig;, das FG habe sein Schreiben vom 30. April 2009 in verfahrensfehlerhafter Weise nicht als Prozessstoff erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes ergibt sich sowohl aus den Akten als auch aus dem angefochtenen Urteil, dass gerade das Gegenteil der Fall ist: Soweit es dem Kl&auml;ger im Schreiben vom 30. April 2009 gelungen ist, die vom finanzgerichtlichen Pr&uuml;fer aufgezeigten Einzelsachverhalte und vorl&auml;ufig gezogenen Schlussfolgerungen zu widerlegen oder zumindest in Zweifel zu ziehen, ist das FG diesem Vorbringen des Kl&auml;gers gefolgt. An keiner Stelle des Urteils hat das FG sich diese vom Kl&auml;ger widerlegten oder in Zweifel gezogenen Sachverhaltsdarstellungen oder vorl&auml;ufigen Schlussfolgerungen des Pr&uuml;fers zu eigen gemacht. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung, die in diesem Zusammenhang durchg&auml;ngig auf die Schreiben des finanzgerichtlichen Pr&uuml;fers, nicht aber auf das angefochtene Urteil Bezug nimmt, geht insoweit ins Leere, so dass mit diesen Ausf&uuml;hrungen ein Verfahrensmangel schon im Ansatz nicht dargelegt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit dem Kl&auml;ger hinsichtlich eines Teils der Rechnungen seiner Gesch&auml;ftspartner die Widerlegung der Hinweise des finanzgerichtlichen Pr&uuml;fers nicht gelungen ist, hat das FG diese &quot;Vermischung&quot; der einzelnen Betriebsst&auml;tten in zul&auml;ssiger Weise in seine Gesamtw&uuml;rdigung einbezogen, dabei aber ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass es sich um &quot;konkrete Einzelf&auml;lle&quot; handele. Damit hat das FG deutlich zu erkennen gegeben, dass der gesamte &#8211;von ihm in Betracht gezogene&#8211; Prozessstoff umfassender ist als diese Einzelf&auml;lle. Dass das FG den &#8211;unbelegten&#8211; Behauptungen des Kl&auml;gers zu den Ursachen der von seinen Gesch&auml;ftspartnern vorgenommenen Rechnungsadressierung nicht gefolgt ist, weil dieser trotz mehrfacher Aufforderungen seine eigenen Gesch&auml;ftsbriefe nicht vorgelegt hatte, ist mindestens naheliegend. Im &Uuml;brigen geh&ouml;rt auch die Verletzung von Mitwirkungspflichten zum &quot;Prozessstoff&quot;, den das FG w&uuml;rdigen kann und muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner bem&auml;ngelt der Kl&auml;ger &#8211;wie bereits im Klageverfahren&#8211;, dass der finanzgerichtliche Pr&uuml;fer lediglich weniger als 1 % der Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle und ca. 3 % der Kraftstofflieferungen beanstandet habe. Damit sei der &uuml;berwiegende Teil des Prozessstoffs nicht einbezogen worden. Indes wird aus dem angefochtenen Urteil hinreichend deutlich erkennbar, dass das FG &#8211;&uuml;ber die von ihm aufgezeigten Umst&auml;nde hinaus&#8211; durchaus von einer Trennung zwischen den einzelnen Tankstellen ausgegangen ist bzw. das entsprechende Vorbringen des Kl&auml;gers als wahr unterstellt hat. Es hat jedoch im Rahmen seiner Gesamtw&uuml;rdigung den festgestellten Verbindungen zwischen den drei Tankstellen ein so gro&szlig;es Gewicht zugemessen, das die Annahme dreier getrennter Betriebe ausschlie&szlig;e. Damit greift der Kl&auml;ger im Kern lediglich die Gesamtw&uuml;rdigung des FG an, was im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde aber nicht zum Erfolg f&uuml;hren kann. Eine ungen&uuml;gende Erfassung des Prozessstoffs wird mit den Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers hingegen nicht dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen sind die Feststellungen des FG zu Einzelsachverhalten angesichts des erheblichen Umfangs der Buchf&uuml;hrungsunterlagen (24 Ordner, 3 Boxen, 3 Hefter), der eine Vollerhebung ausschlie&szlig;t, lediglich als Stichproben anzusehen. Hinzu kommt auch hier, dass der Kl&auml;ger seine Gesch&auml;ftsbriefe trotz mehrfacher Aufforderung nicht vorgelegt hat und damit dem FG einen erheblichen Teil dessen, was zum Prozessstoff geh&ouml;ren w&uuml;rde, bewusst nicht zug&auml;nglich gemacht hat. Weil der Inhalt dieser Gesch&auml;ftsbriefe unbekannt geblieben ist, gibt es keinen Beleg f&uuml;r die Behauptung des Kl&auml;gers, 99 % der Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle seien nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit der Kl&auml;ger erstmals in einem am 20. M&auml;rz 2011 eingegangenen Schriftsatz als weiteren Verfahrensmangel auch einen Versto&szlig; des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht r&uuml;gt, war zu diesem Zeitpunkt die h&ouml;chstens dreimonatige Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist des &sect; 116 Abs. 3 S&auml;tze 1 und 4 FGO bereits abgelaufen. Nach Ablauf der Begr&uuml;ndungsfrist k&ouml;nnen neue Zulassungsgr&uuml;nde nicht mehr nachgeschoben werden (BFH-Beschluss vom 7. Dezember 2010 X B 212\/09, BFH\/NV 2011, 564, unter 2., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus ersch&ouml;pft sich auch der Schriftsatz vom 20. M&auml;rz 2011 im Wesentlichen in einer w&ouml;rtlichen Wiederholung des bereits w&auml;hrend des Klageverfahrens eingereichten Schreibens vom 30. April 2009.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.4.2011, X B 142\/10 Anforderung an die Sachverhaltsfeststellung bei einer Gesamtw&uuml;rdigung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist &#8211;bei erheblichen Zweifeln an ihrer Zul&auml;ssigkeit im Hinblick auf die Erf&uuml;llung der Darlegungsanforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO)&#8211; jedenfalls unbegr&uuml;ndet. 2&nbsp; 1. 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