{"id":9963,"date":"2012-12-20T02:40:14","date_gmt":"2012-12-20T00:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9963"},"modified":"2012-12-20T02:40:14","modified_gmt":"2012-12-20T00:40:14","slug":"x-b-151-10-darlegungserfordernisse-bei-grundsaetzlicher-bedeutung-verfahrensmangel-bei-zeugenvernehmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-151-10-darlegungserfordernisse-bei-grundsaetzlicher-bedeutung-verfahrensmangel-bei-zeugenvernehmung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;151\/10 &#8211; Darlegungserfordernisse bei grunds&auml;tzlicher Bedeutung &#8211; Verfahrensmangel bei Zeugenvernehmung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.3.2011, X B 151\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegungserfordernisse bei grunds&auml;tzlicher Bedeutung &#8211; Verfahrensmangel bei Zeugenvernehmung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wenden sich dagegen, dass der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) sowie das Finanzgericht (FG) eine eingegangene Zahlung als steuerpflichtige Einnahme in dem Einzelunternehmen der Kl&auml;gerin erfasst hat, da bei wirtschaftlicher Betrachtung kein Zufluss vorgelegen habe. Mit der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision machen sie geltend, die Frage der ertragsteuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Zahlungen unter dem Vorbehalt sofortiger R&uuml;ckgew&auml;hr besitze grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Ferner beruhe das FG-Urteil auf einer unvertretbaren Beweisw&uuml;rdigung, damit auf einem Verfahrensmangel nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO, und sei insoweit auch willk&uuml;rlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit die Kl&auml;ger sich auf grunds&auml;tzliche Bedeutung berufen, ist die Beschwerde unzul&auml;ssig. Sie haben entgegen &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO die Voraussetzungen dieses Zulassungsgrundes nicht hinreichend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Macht der Beschwerdef&uuml;hrer geltend, die Rechtssache habe grunds&auml;tzliche Bedeutung (vgl. &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), so muss er zun&auml;chst eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herausstellen. Daf&uuml;r ist erforderlich, dass er die entscheidungserhebliche Rechtsfrage hinreichend konkretisiert; nicht ausreichend ist eine Fragestellung, deren Beantwortung von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngt (Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 116 FGO Rz 171). Des Weiteren muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen dargetan werden, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu muss dargelegt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 20. M&auml;rz 2007 X B 185\/06, BFH\/NV 2007, 1181; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 116 Rz 32, 35, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An einem solchen Vorbringen fehlt es.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die von den Kl&auml;gern aufgeworfene Frage, ob ein ertragsteuerlich relevanter Zufluss bei einem Zahlungsempf&auml;nger erfolge, wenn der Zahlende seine Leistung unter der Auflage erbringe, dass der Zahlbetrag vereinbarungsgem&auml;&szlig; ohne Recht zur Zur&uuml;ckbehaltung oder Aufrechnung sofort wieder an den Zahlenden gew&auml;hrt werde, stellt keine hinreichend konkrete und entscheidungserhebliche Rechtsfrage dar. Insbesondere bleibt unklar, ob die Leistungen im eigenen oder fremden Namen und f&uuml;r eigene oder fremde Rechnung erfolgen. Dass sich insoweit unterschiedliche Rechtsfolgen &#8211;je nach Sachverhaltskonstellation&#8211; ergeben k&ouml;nnen, ergibt sich bereits aus &sect; 4 Abs. 3 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG), der f&uuml;r sog. durchlaufende Posten eine abweichende Zurechnung vornimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zudem bleibt unklar, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;ger ersch&ouml;pft sich im Wesentlichen in der Aussage, dass die Beantwortung der dargelegten Rechtsfrage Anlass zu Zweifeln g&auml;be, mithin mehrere L&ouml;sungen vertretbar seien. Des Weiteren f&uuml;hren die Kl&auml;ger aus, dass der Bundesfinanzhof (BFH) in mehreren Entscheidungen zu dem Themenkomplex Zufluss Stellung genommen habe und der vorliegende Fall dazu beitragen k&ouml;nne, die Zuflussproblematik in einem weiteren Bereich durch den BFH zu kl&auml;ren. Die Kl&auml;ger verweisen auf die BFH-Urteile vom 23. April 1996 VIII R 30\/93 (BFHE 181, 7), vom 14. Juni 2005 VIII R 47\/03 (BFH\/NV 2005, 2181) und vom 4. Mai 2006 VI R 19\/03 (BFHE 213, 381, BStBl II 2006, 832) jedoch ohne inhaltlich auf diese einzugehen und die in den genannten Entscheidungen herausgearbeiteten Rechtsgrunds&auml;tze zu w&uuml;rdigen. Die Kl&auml;ger setzen sich insbesondere nicht mit der Rechtsprechung und den Auffassungen des Schrifttums zu der Frage des R&uuml;ckflusses von Einnahmen bei entsprechenden vorherigen Absprachen, wie insbesondere Bedingungen und Verf&uuml;gungsbeschr&auml;nkungen, auseinander (vgl. z.B. Birk\/Kister in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect; 11 EStG Rz 29 ff., und Trzaskalik, in: Kirchhof\/ S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 11 Rz B 70 ff., jeweils m.w.N. aus der Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ein Verfahrensmangel, der zur Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO f&uuml;hren k&ouml;nnte, liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger f&uuml;hren aus, die Schlussfolgerung des FG, dass (auch) der Zeuge M best&auml;tigt habe, der Betrag in H&ouml;he von &#8230; DM sei auf die Honorarforderung der Kl&auml;gerin auf deren Gesch&auml;ftskonto bezahlt worden, sei nicht von dessen Aussage gedeckt. Damit wenden sie sich im Kern gegen die Beweisw&uuml;rdigung des FG. Mit Einw&auml;nden gegen die Beweisw&uuml;rdigung wird jedoch kein Verfahrensmangel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO geltend gemacht. Die Sachverhaltsw&uuml;rdigung und die Grunds&auml;tze der Beweisw&uuml;rdigung sind revisionsrechtlich dem materiellen Recht zuzuordnen und deshalb der Pr&uuml;fung des BFH im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde entzogen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 4. Juli 2007 IV B 103\/06, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;, juris). Selbst Verst&ouml;&szlig;e gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze stellen in der Regel materiell-rechtliche Fehler dar, und zwar auch dann, wenn sich diese Fehler auf die W&uuml;rdigung von Tatsachen erstrecken (Senatsbeschluss vom 23. September 2008 X B 87\/08, n.v., juris); sie sind damit der R&uuml;ge eines Verfahrensmangels entzogen (z.B. BFH-Beschluss vom 5. Januar 2007 II B 31\/06, BFH\/NV 2007, 972; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 83).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit die Kl&auml;ger vorbringen, der Zeuge M habe im Rahmen seiner protokollierten Aussage gerade nicht best&auml;tigt, dass die streitgegenst&auml;ndliche Zahlung auf die Honorarforderung erfolgt sei, kann darin auch kein Versto&szlig; gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 FGO i.S. eines Versto&szlig;es gegen den klaren Inhalt der Akten gesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 FGO entscheidet das Gericht nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung. Zum Gesamtergebnis des Verfahrens geh&ouml;rt auch die Auswertung des Inhalts der dem Gericht vorliegenden Akten. Ein Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten liegt u.a. dann vor, wenn das FG eine nach Aktenlage feststehende Tatsache, die richtigerweise in die Beweisw&uuml;rdigung h&auml;tte einflie&szlig;en m&uuml;ssen, unber&uuml;cksichtigt l&auml;sst oder seiner Entscheidung einen Sachverhalt zugrunde gelegt hat, der dem protokollierten Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht (vgl. Senatsbeschl&uuml;sse vom 19. Mai 2000 X B 75\/99, BFH\/NV 2000, 1458, und vom 17. M&auml;rz 2010 X B 95\/09, BFH\/NV 2010, 1827, m.w.N.). Entsprechendes gilt, wenn die Entscheidung des FG auf einer Zeugenaussage beruht, die mit den protokollierten Bekundungen eines Zeugen nicht im Einklang steht (Senatsbeschluss vom 30. Mai 2007 X B 176\/06, BFH\/NV 2007, 1698). Kein Verfahrensfehler ist dagegen die fehlerhafte W&uuml;rdigung eines erhobenen Beweises durch das FG (vgl. Senatsbeschluss vom 22. Februar 2005 X B 177\/03, BFH\/NV 2005, 909).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben haben die Kl&auml;ger lediglich eine fehlerhafte Beweisw&uuml;rdigung geltend gemacht. Der Zeuge hat ausweislich des Protokolls nicht (eindeutig) etwas anderes bekundet, als das FG angenommen hat. Das FG ist davon ausgegangen, der Zeuge habe best&auml;tigt, dass die Zahlung auf das Gesch&auml;ftskonto der Kl&auml;gerin, und zwar auf die Honorarforderungen erfolgt sei. Der erste Punkt ist unstreitig. Zu dem zweiten Punkt &#8211;der Zweckbestimmung&#8211; hat der Zeuge nicht nur die von den Kl&auml;gern herausgehobenen Aussagen getroffen, dass nach bzw. trotz der Zahlung die Verbindlichkeit nicht getilgt gewesen sei. Der Zeuge hat vielmehr auch ausgef&uuml;hrt, dass die Begleichung der Verbindlichkeit angemahnt worden sei, worauf er die Zahlung unter der Auflage, dass das Geld einem bestimmten Verwendungszweck zugef&uuml;hrt werde, veranlasst habe. Insoweit war die Zeugenaussage der Auslegung und W&uuml;rdigung zug&auml;nglich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Schlie&szlig;lich k&ouml;nnte auch dann kein Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten vorliegen, wenn der Zeuge hinsichtlich der Zweckbestimmung der Zahlung eindeutig etwas anderes ausgesagt h&auml;tte, als das FG meint. Die Frage, ob mit einer bestimmten Zahlung eine Forderung getilgt wird, ob die Zahlung bei dem Empf&auml;nger als Einnahme behandelt wird oder was sonst (steuer-)rechtlich aus der Zahlung folgt, ist eine Rechtsfrage. In das Wissen eines Zeugen k&ouml;nnen jedoch nur Tatsachen gestellt werden. Dessen Rechtsansichten sind deshalb jedenfalls dann, wenn es sich nicht um einfache, unter den konkreten Umst&auml;nden unzweifelhafte Rechtsbegriffe zur Umschreibung der darin liegenden Tatsachen handelt &#8211;was hier nicht der Fall ist&#8211;, nicht tauglicher Gegenstand der Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Versteht man das Vorbringen der Kl&auml;ger dahin gehend, die Beweisw&uuml;rdigung sei willk&uuml;rlich, so l&auml;sst sich auch damit eine Revisionszulassung nicht rechtfertigen (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO). Voraussetzung hierf&uuml;r ist, dass die Entscheidung des FG in einem solchen Ma&szlig;e fehlerhaft ist, dass das Vertrauen in die Rechtsprechung nur durch eine h&ouml;chstrichterliche Korrektur der finanzgerichtlichen Entscheidung wiederhergestellt werden k&ouml;nnte, also wenn etwa das FG eine offensichtlich einschl&auml;gige entscheidungserhebliche Vorschrift &uuml;bersehen hat oder wenn das Urteil jeglicher gesetzlichen Grundlage entbehrt oder auf einer offensichtlich Wortlaut und Gesetzeszweck widersprechenden Gesetzesauslegung beruht (vgl. Senatsbeschluss vom 17. M&auml;rz 2010 X B 118\/09, BFH\/NV 2010, 1277, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran fehlt es im Streitfall. Das FG hat neben der Aussage des Zeugen M ausdr&uuml;cklich auch die &Uuml;berweisungsbelege der X als ma&szlig;gebliche Indizien f&uuml;r seine Schlussfolgerung herangezogen, dass der streitgegenst&auml;ndliche Betrag auf die Honorarforderung der Kl&auml;gerin auf deren Gesch&auml;ftskonto bezahlt worden ist. Ferner hat es sinngem&auml;&szlig; ausgef&uuml;hrt, dass der R&uuml;ckfluss der Mittel nicht bezweckt habe, die Tilgung der Honorarforderungen r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, sondern es h&auml;tten andere Verpflichtungen bedient werden sollen. Vor diesem Hintergrund ist die rechtliche W&uuml;rdigung des FG, die Zahlung stelle einen Zufluss und keinen durchlaufenden Posten nach &sect; 4 Abs. 3 Satz 2 EStG dar, nicht nur nicht willk&uuml;rlich, sondern nahe liegend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Letztlich hat der wesentliche Teil des Vorbringens der Kl&auml;ger zum Gegenstand, dass und warum das FG den Streitfall in rechtlicher und tats&auml;chlicher Hinsicht falsch gew&uuml;rdigt habe. Die R&uuml;ge solcher Fehler rechtfertigt grunds&auml;tzlich nicht die Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 FGO (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 18. August 2009 X B 14\/09, Zeitschrift f&uuml;r Steuern und Recht 2009, R1144, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.3.2011, X B 151\/10 Darlegungserfordernisse bei grunds&auml;tzlicher Bedeutung &#8211; Verfahrensmangel bei Zeugenvernehmung Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wenden sich dagegen, dass der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) sowie das Finanzgericht (FG) eine eingegangene Zahlung als steuerpflichtige Einnahme in dem Einzelunternehmen der Kl&auml;gerin erfasst hat, da bei wirtschaftlicher Betrachtung kein &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-151-10-darlegungserfordernisse-bei-grundsaetzlicher-bedeutung-verfahrensmangel-bei-zeugenvernehmung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;151\/10 &#8211; Darlegungserfordernisse bei grunds&auml;tzlicher Bedeutung &#8211; Verfahrensmangel bei Zeugenvernehmung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-9963","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9963","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9963"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9963\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}