{"id":9967,"date":"2012-12-20T02:43:32","date_gmt":"2012-12-20T00:43:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=9967"},"modified":"2012-12-20T02:43:32","modified_gmt":"2012-12-20T00:43:32","slug":"ix-b-151-10-nichtzulassungsbeschwerde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-151-10-nichtzulassungsbeschwerde\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;151\/10 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.3.2011, IX B 151\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Beschwerde ist zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Rechtsbehelf ist grunds&auml;tzlich so auszulegen, dass er dem materiell-rechtlichen Begehren des Rechtsbehelfsf&uuml;hrers am ehesten zum Erfolg verhilft (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1. Juli 2003 IX B 208\/02, BFH\/NV 2003, 1534). Die vorliegende Nichtzulassungsbeschwerde ist als solche der Grundst&uuml;cksgemeinschaft und nicht der Gemeinschafter als Feststellungsbeteiligte auszulegen. Sie zielt auf eine Erh&ouml;hung der Verluste der Grundst&uuml;cksgemeinschaft. Beteiligter im finanzgerichtlichen Verfahren war die Grundst&uuml;cksgemeinschaft (&sect; 57 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Eine als Vermieterin auftretende Grundst&uuml;cksgemeinschaft ist im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung ihrer Vermietungseink&uuml;nfte beteiligtenf&auml;hig und beschwerdebefugt (BFH-Beschluss vom 21. Februar 2006 IX B 119\/05, BFH\/NV 2006, 1297).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Beschwerde ist jedoch nicht begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit sich die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) dagegen wendet, dass das Finanzgericht (FG) zu wenig an Fahrtkosten anerkannt habe, wird damit keine Verletzung der Pflicht zur Sachverhaltsermittlung (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) dargelegt. Vielmehr wendet sich die Kl&auml;gerin in der Sache gegen die finanzgerichtliche Beweisw&uuml;rdigung, wonach nur f&uuml;nf Fahrten von England nach X durch die Vermietungst&auml;tigkeit veranlasst sind. Das FG hat sich im Urteil mit der Frage der anzuerkennenden Fahrtkosten auseinandergesetzt, es lediglich f&uuml;r unglaubhaft erachtet, dass solch lange Reisen durchgef&uuml;hrt w&uuml;rden, um sich um die Vermietung des Objekts zu k&uuml;mmern. Angriffe gegen die finanzgerichtliche Beweisw&uuml;rdigung k&ouml;nnen die Revisionszulassung jedoch nicht rechtfertigen. Soweit die Kl&auml;gerin daraus, dass das FG im Urteil von &quot;Fahrtkosten 2004 wegen Kaufvertrag von 5.606,56 EUR&quot; spricht, schlussfolgern m&ouml;chte, dass sich dem FG weitere Ermittlungsma&szlig;nahmen bzw. eine Beweiserhebung aufdr&auml;ngen h&auml;tten m&uuml;ssen, weil eine Tagesreise zum Notar nicht solch hohe Fahrtkosten ausl&ouml;sen k&ouml;nne, wird dies der Argumentation des FG nicht gerecht. Vielmehr geht es in der genannten Passage des finanzgerichtlichen Urteils darum, dass diese Fahrtkosten nicht AfA-Bemessungsgrundlage sein k&ouml;nnten, da sie eben nicht der Anschaffung zuzuordnen w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn die Kl&auml;gerin meint, dass FG h&auml;tte die Zuordnung der geltend gemachten Fahrtkosten zur AfA-Bemessungsgrundlage nicht anders beurteilen d&uuml;rfen als der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt), wird eine materiell-rechtliche Unrichtigkeit der finanzgerichtlichen Entscheidung geltend gemacht, die die Revisionszulassung ebenfalls nicht rechtfertigen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Beschwerde eine &Uuml;berraschungsentscheidung daraus ableiten will, dass eine &Auml;nderung der AfA-Bemessungsgrundlage nicht er&ouml;rtert worden w&auml;re, so liegt dieser Umstand schon nicht au&szlig;erhalb dessen, womit ein fachkundig vertretener Beteiligter auch ohne einen richterlichen Hinweis rechnen musste. Im &Uuml;brigen ist nicht ersichtlich, was die Kl&auml;gerin jenseits der der finanzgerichtlichen Entscheidung zugrunde liegenden Tatsachengrundlage noch vorgetragen h&auml;tte, das &#8211;unter Zugrundelegung der ma&szlig;geblichen Rechtsauffassung des FG&#8211; zu einer anderen Entscheidung des FG f&uuml;hren h&auml;tte k&ouml;nnen. Dass das FG die geltend gemachten Fahrtkosten, insbesondere auch den kl&auml;gerischen Vortrag zur Erforderlichkeit zus&auml;tzlicher Fahrten, zur Kenntnis genommen und erwogen hat, ergibt sich schon daraus, dass das FG sich im Urteil mit der Ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higkeit von nur f&uuml;nf Fahrten auseinandergesetzt hat. Im &Uuml;brigen ist mangels besonderer Anhaltspunkte davon auszugehen, dass das FG den Akteninhalt und den Vortrag der Beteiligten zur Kenntnis genommen und erwogen hat. Ein Versto&szlig; gegen &sect; 96 Abs. 1 FGO liegt daher nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat auch das Verb&ouml;serungsverbot nicht verletzt. Der im angegriffenen Bescheid festgestellte Verlust ist niedriger als der sich aus der finanzgerichtlichen Entscheidung ergebende.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung wird gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 5 Satz 2&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.3.2011, IX B 151\/10 Nichtzulassungsbeschwerde Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 2&nbsp; 1. Die Beschwerde ist zul&auml;ssig. 3&nbsp; Ein Rechtsbehelf ist grunds&auml;tzlich so auszulegen, dass er dem materiell-rechtlichen Begehren des Rechtsbehelfsf&uuml;hrers am ehesten zum Erfolg verhilft (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1. Juli 2003 IX B 208\/02, BFH\/NV 2003, 1534). 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