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Fragebogen zur steuerlichen Erfassung PDF Download + Hilfe

Ausfüllhilfe für den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung Aufnahme einer  gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) oder
land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeit
und Beteiligung an einer Personengesellschaft/-gemeinschaft

Inhalt:
Einleitung
Abkürzungsverzeichnis
Allgemeine Angaben
Angaben zur gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) oder land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeit
Angaben zur Festsetzung der Vorauszahlungen
Angaben zur Gewinnermittlung
Angaben zur Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer
Angaben zur Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer
Kleinunternehmer-Regelung
Vereinbarte Entgelte (Sollversteuerung)
Vereinnahmte Entgelte (Istversteuerung)
Dauerfristverlängerung
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Angaben zur Beteiligung an einer Personengesellschaft/-gemeinschaft

Einleitung

Diese Ausfüllhilfe soll Ihnen die Bearbeitung des Fragebo-
gens zur steuerlichen Erfassung erleichtern. Im Folgenden
werden die Fragen zu den erbetenen Angaben näher er-
läutert.

Zur Einführung in die Pflichten, die sich aus Ihrer Betäti-
gung ergeben bieten die Steuerverwaltungen der Länder
Broschüren an, die Ihnen Ihr Finanzamt zur Verfügung
stellt oder die Sie im Internet unter den Download-
Angeboten der Länder finden. Sollten Sie weitere Informa-
tionen benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren steuerli-
chen Berater. Im Übrigen steht Ihnen Ihr Finanzamt gerne
für Einzelfragen zur Verfügung.

Soweit Datumsangaben erbeten werden, sind diese wie
folgt anzugeben: TT.MM.JJJJ

(T = Tag, M = Monat, J = Jahr, z.B. 24.06.2002).

Abkürzungsverzeichnis

AO =Abgabenordnung
EStG =Einkommensteuergesetz
UStG =Umsatzsteuergesetz

Allgemeine Angaben

Zeilen 5 und 15
Hier sind auch eventuell vorhandene Namenszusätze (z.B. Prof., Dr., Graf, von) einzutragen.

Zeilen 6 und 16
Tragen Sie Ihren derzeit ausgeübten Beruf bzw. den Ihres
Ehegatten ein.

Geldinstitut nicht aus, kürzen Sie bitte die Angaben in ge
eigneter Weise ab.

Ändert sich künftig Ihre Bankverbindung, teilen Sie dies
bitte umgehend Ihrem Finanzamt schriftlich mit.

Für die Erstattung von Steuern haben Sie folgende Mög-
lichkeiten:
1. Die Angabe einer Bankverbindung füral le Steuerer-
stattungen in Zeile 23.
2. Die Angabe je einer gesonderten Bankverbindung für
die Erstattung von Personensteuern (z.B. Einkom-
mensteuer) in Zeile 31 und die Angabe einer weiteren
Bankverbindung für die Erstattung von Betriebssteu-
ern (z.B. Umsatzsteuer, Lohnsteuer) in Zeile 34.

Zeilen 7 und 17
Tragen Sie die Religionszugehörigkeit ein, wenn Sie/Ihr
Ehegatte einer Religionsgemeinschaft angehö-
ren/angehört, die Kirchensteuer erhebt.

Zeilen 7 und 8
Tragen Sie bitte Ihre jetzige Postanschrift ein. Haben Sie
zurzeit mehrere Wohnsitze, wird um die Angabe aller
Wohnsitze auf einem Zusatzblatt gebeten. Der Haupt-
wohnsitz als Mittelpunkt Ihrer Lebensinteressen (z.B. Fa-
milienwohnsitz) ist dabei besonders zu kennzeichnen.
Soweit Sie über ein Postfach verfügen, tragen Sie Post-
fachnummer und Postfachpostleitzahl mit Ort ein.

Zeile 14
Eine dauernde Trennung liegt nicht vor, wenn Ehegatten
nur vorübergehend, z.B. bei auswärtiger beruflicher Tätig-
keit, nicht zusammen leben.

Zeile 17
Tragen Sie hier die ggf. abweichende Anschrift des Ehe-
gatten ein.

Zeilen 20 bis 22
Tragen Sie nur die Kinder ein, für die Sie Kindergeld oder
vergleichbare Leistungen bzw. Freibeträge nach § 32 Abs.
6 EStG (Kinderfreibetrag/Betreuungsfreibetrag) erhalten.
Sollten die für die Antwort vorgesehenen Zeilen nicht aus-
reichen, fügen Sie die weiteren Angaben bitte auf einem
gesonderten Blatt bei.

Zeilen 23 bis 36
Der Zahlungsverkehr mit dem Finanzamt wird unbar ab-
gewickelt. Geben Sie deshalb Ihre Girokontonummer, die
Bankleitzahl, das Geldinstitut und den Kontoinhaber an.
Reichen die Schreibstellen für die Angaben zu Ihrem

Zeile 37
Das Lastschrifteinzugsverfahren ist für beide Seiten der
einfachste Weg, den Zahlungsverkehr fristgerecht abzuwi-
ckeln. Damit verhindern Sie, dass beispielsweise Fällig-
keitstermine für Steuern in Vergessenheit geraten und Ih-
nen dadurch Säumniszuschläge entstehen.
Wenn Sie am Lastschrifteinzugsverfahren teilnehmen
möchten, füllen Sie bitte den beigefügten Vordruck aus.

Zeilen 43 bis 47
Sie haben die Möglichkeit, eine dritte Person als Emp-
fangsbevollmächtigten zu benennen.
Bitte beachten Sie, dass diesbezügliche Angaben von Ih-
rem Finanzamt nur berücksichtigt werden können, wenn
eine entsprechende Vollmacht beigefügt ist.

Zusätzlich zu den Angaben in Zeile 43 und 44 ist es au-
ßerdem erforderlich, die Zuständigkeit des Empfangsbe
vollmächtigten in Zeile 45 näher zu bestimmen. Dabei
können Sie zwischen den folgenden Möglichkeiten wäh-
len:
1. Die Empfangsvollmacht gilt für das Feststellungs-/
Festsetzungs- und das Erhebungsverfahren.
(Der Bevollmächtigte erhält sämtliche Schreiben und
Bescheide der Finanzverwaltung.)
2. Die Empfangsvollmacht gilt nur
für das Feststellungs-
Festsetzungsverfahren.

(Der Bevollmächtigte erhält nur die Schreiben und
Bescheide, welche in erster Linie die Ermittlung der
tatsächlichen Verhältnisse zur Berechnung und Fest-
stellung der Besteuerungsgrundlagen gem. §§ 179ff.
AO bzw. die Berechnung und Festsetzung der Steu-
ern, Steuermessbeträgeuerlice, sthen Nebenleistun-
gen usw. betreffen, z.B. auch die Steuerbescheide.)
3. Die Empfangsvollmacht gilt nur für das Erhebungs-
verfahren.

(Der Bevollmächtigte erhält nur die Schreiben und
Bescheide, welche ausschließlich der reinen Zahlung
und Erstattung der Steuern sowie der steuerlichen
Nebenleistungen dienen.)

Angaben zur gewerblichen, selbständigen
(freiberuflichen) oder land- und forstwirt-
schaftlichen Tätigkeit

Zeile 52
Beschreiben Sie kurz die Art und den Umfang des ausge-
übten Gewerbes bzw. der von Ihnen nachgegangenen Tä-
tigkeit, z.B.:
• Handel mit Hilfsmitteln zum Schweißen oder Löten
von Metallen,

• Bäckerei (Handel mit Bäckereierzeugnissen – Bröt-
chen, Brot, Backwaren),

• Handel mit Baustoffen (ohne ausgeprägten Schwer-
punkt),
• Arzt - Internist,
• landwirtschaftlicher Gartenbaubetrieb.

Zeile 53
Tragen Sie an dieser Stelle die Bezeichnung Ihres Unter-
nehmens/Ihrer Firma ein, z.B.:

• Otto Müller – Gerüstbau,
• Imbiss „Balkangrill“, Inhaber Horst Spieß,

• Friedrich Spanisch – Übersetzungen,
• Hofgut „Jotwede“, Inhaber Harald Schauinsland.

Zeilen 54 bis 56
Tragen Sie bitte die Postanschrift des Unternehmens ein.
Soweit das Unternehmen über ein Postfach verfügt, tra-
gen Sie Postfachnummer und Postfachpostleitzahl mit Ort
ein.

Zeilen 64 bis 70
Werden in mehreren Gemeinden Betriebstätten unterhal-
ten, geben Sie bitte die Anschriften und Telefonnummern
aller Betriebstätten an. Eine Betriebstätte ist jede feste
Geschäftseinrichtung oder Anlage, die der Tätigkeit eines
Unternehmens dient, z. B. ätte der Geschäftsleitung,St
Zweigniederlassung, Fabrikations- und Werkstätten, Wa-
renlager, Einkaufs- und Verkaufsstellen (§ 12 AO).

Zeile 72
Soweit Sie als Kaufmann im Sinne des Handelsrechts zur
Eintragung in das Handelsregister verpflichtet sind, fügen
Sie bitte dem Fragebogen eine Kopie des aktuellen Aus-
zuges bei bzw. reichen diese nach.

Zeilen 73 bis 76
Geben Sie die Anschrift der Geschäftsleitung an, soweit
diese von der Anschrift des Unternehmens (Zeilen 52 bis
- 54) abweicht. Als Geschäftsleitung gilt der Ort, an dem der
unternehmerische Wille gebildet wird (§ 10 AO).

Zeilen 77 bis 82
Geben Sie die Gründungsform sowie das Gründungsda-
tum Ihres Unternehmens/IhrFirma an. er Soweit eine Ü-
bernahme, Verlegung oder Umwandlung vorliegt, sind au-
ßerdem der Name und die Anschrift des vorherigen Un-
ternehmens bzw. des Vorinhabers sowie das bisher zu-
ständige Finanzamt einschließlich der Steuernummer, un-
ter welcher das Unternehmen/die Firma bisher geführt
wurde, anzugeben. Im Falle einer Übernahme, Verlegung
oder Umwandlung fügen Sie bitte die entsprechenden
Verträge bei.

Wichtiger Hinweis:
Die Umsätze im Rahmen einer Geschäftsveräußerung im
Ganzen an einen anderen Unternehmer für dessen Unter-
nehmen unterliegen nicht der Umsatzsteuer. Unberechtigt
vom Veräußerer ausgewiesene Umsatzsteuer kann der
Erwerber nicht als Vorsteuer abziehen.

Angaben zur Festsetzung der Vorauszah-
lungen
Zeilen 91 bis 97

Geben Sie für das Jahr der Betriebseröffnung sowie das
Folgejahr alle voraussichtlichen Einkünfte von Ihnen und
ggf. Ihrem Ehegatten an.

Zeilen 98 und 99
Geben Sie für das Jahr der Betriebseröffnung sowie das
Folgejahr alle voraussichtlichen Sonderausgaben sowie
Steuerabzugsbeträge von Ihnen und ggf. Ihrem Ehegatten
an.

Angaben zur Gewinnermittlung
Zeilen 100 bis 102

raum - Kalenderjahr oder abweichendes Wirtschaftsjahr -
anzugeben.

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den steuerlichen
Gewinn zu ermitteln:
a) Buchführung mit Jahresabschluss (= Bilanzierung),
b) Aufzeichnungen mit Einnahmenüberschussrechnung.

Sind Gewerbetreibende oder land- und forstwirtschaftliche
Betriebe nach außersteuerlichen Vorschriften, z. B. nach
Handelsrecht, zur Buchführung verpflichtet, so ist auf die
ser Grundlage der steuerliche Gewinn zu ermitteln. Wei-
terhin sind zur Bilanzierung alle Gewerbetreibenden ver-
pflichtet, deren Umsatz (einschl. der steuerfreien Umsät-
ze, ausgenommen die Umsätze nach § 4 Nr. 8 -10 UStG)
500.000 € im Kalenderjahr oder deren Gewinn 50.000 €
im Wirtschaftsjahr jährlich übersteigt und die Finanzbe-
hörde auf den Beginn der Verpflichtung hingewiesen hat.
Unbenommen bleibt die Möglichkeit freiwillig Bücher zuden
führen.

Anderen Gewerbetreibenden und Land- und Forstwirten
sowie Freiberuflern steht die Einnahmenüberschussrech-
nung als einfachste Art der Gewinnermittlung offen. Der
Gewinn ermittelt sich bei der Einnahmenüberschussrech-
nung wie folgt:

Betriebseinnahmen
abzüglich Betriebsausgaben
= Gewinn oder Verlust

Sie müssen dabei die Betriebseinnahmen dem Kalender-
jahr zuordnen, in dem das Geld bei Ihnen eingegangen
bzw. gutgeschrieben worden ist. Die Betriebsausgaben
ordnen Sie dem Kalenderjahr der Zahlung zu. Eine Aus-
nahme bilden die Anschaffungskosten der längerfristig
nutzbaren Anlagegüter (z.B.Lad eneinrichtung, Betriebs-
PKW). Diese sind verteilt auf die Gesamtnutzungsdauer
des jeweiligen Anlageguts in jährlichen Abschreibungsbe-
trägen als Betriebsausgaben abziehbar.

Der Steuererklärung ist die Einnahmenüberschussrech-
nung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (Anlage
EÜR) der Steuererklärung beizufügen (§§ 60 Abs. 4, 84
Abs. 3c Einkommensteuer-Durchführungsverordnung).
Den Vordruck und eine Anleitung dazu finden Sie unter
www.finanzamt.de bzw. hier.

Liegen die Betriebseinnahmen für den Betrieb unter der
Grenze von 17.500 Euro, kann der Steuererklärung an
Stelle der Anlage EÜR weiterhin eine formlose Gewinner-
mittlung beigefügt werden.

Die Ermittlung des Gewinns muss auch in diesen Fällen den gesetzlichen Vorschriften des § 4 Abs. 3 EStG ent-
sprechen.

Bei Land- und Forstwirten, die nicht aufgrund gesetzlicher
Vorschriften zur Buchführung verpflichtet sind, gibt es un
ter bestimmten Voraussetzungen die Besonderheit der
Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen (§ 13a EStG).

Geben Sie die Art der Gewinnermittlung an. Für den Fall
der Bilanzierung ist eine Eröffnungsbilanz beim Finanzamt
einzureichen. Außerdem ist der Gewinnermittlungszeit-

Angaben zur Anmeldung und Abführung der
Lohnsteuer
Die Lohnsteuer-Anmeldung ist bis zum 10. Tag nach Ab-
lauf jedes Anmeldungszeitraums mit amtlich vorgeschrie-
benem Vordruck auf elektronischem Weg nach Maßgabe
der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung zu übermitteln.
Auf Antrag kann das Finanzamt zur Vermeidung von unbil-

ligen Härten auf eine elektronische Übermittlung verzich-
ten; in diesem Fall ist die Lohnsteuer-Anmeldung vom Ar-
beitgeber oder von einer zu seiner Vertretung berechtigten
Person zu unterschreiben (§ 41a Abs. 1 Sätze 2 und 3

EStG). Weitere Informationen können Sie im Internet ab-
rufen unter www.elster.de bzw. www.finanzamt.de.

Zeile 105
Geben Sie bitte die Anzahl aller Arbeitnehmer einschließ-
lich der Aushilfskräfte, Familienangehörigen und geringfü-
gig Beschäftigten an, die in Ihrem Betrieb tätig sind. Die
Anzahl der beschäftigten Familienangehörigen und der
geringfügig Beschäftigten in sog. Minijobs sind zusätzlich
gesondert anzugeben.

Zeile 107
- Jeder Arbeitgeber unterliegt der Verpflichtung, von den
seinen Arbeitnehmern ausbezahlten Löhnen und Gehäl-
tern Lohnsteuer einzubehalten und an das Finanzamt ab-
zuführen.

Dazu hat er die Lohnsteuer bei maschineller Lohnabrech-
nung unmittelbar nach der Formel des Einkommensteuer-
tarifs mit Hilfe eines Lohnsteuer-Programms oder anhand
der im Buchhandel erhältlichen Lohnsteuertabellen und
Daten auf der Lohnsteuerkarte der Arbeitnehmer zu
ermitteln, es sei denn, die Lohnsteuerermittlung erfolgt
pauschal.

Der Anmeldungszeitraum (monatlich, vierteljährlich, jähr-
lich) richtet sich nach der Höhe der voraussichtlich zu ent-
richtenden Lohnsteuer im Kalenderjahr. Folgende Gren-
zen sind dabei maßgeblich:

Voraussichtliche jährliche Abgabezeitraum
Lohnsteuer
Bis 800 € Jährlich
Mehr als 800 € Vierteljährlich
bis 3.000 €
Mehr als 3.000 € Monatlich

Der Arbeitgeber ist von der Verpflichtung zur Abgabe einer
Lohnsteuer-Anmeldung befreit, wenn er dem Betriebsstät-
tenfinanzamt mitteilt, dass er im Lohnsteuer-Anmeldungs-
zeitraum keine Lohnsteuer einzubehalten oder zu über-
nehmen hat, weil der Arbeitslohn nicht steuerbelastet ist.

Dies gilt auch, wenn er nur Arbeitnehmer beschäftigt, für
die er lediglich die 2%-ige Pauschsteuer an die Deutsche
Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (Verwal-
tungsstelle Cottbus) abzuführen hat.

Der Arbeitgeber hat dafür Sorge zu tragen, dass die von
ihm aufbewahrten Lohnsteuerkarten seiner Arbeitnehmer
unter Verschluss gehalten und dem Zugriff unbefugter
Personen entzogen werden.

Zeile 108 bis 110
Die lohnsteuerliche Betriebstätte ist der im Inland gelege-
ne Betrieb oder Betriebsteil des Arbeitgebers, an dem der
Arbeitslohn insgesamt ermittelt wird, d.h. wo die einzelnen
- Lohnbestandteile oder bei maschineller Lohnabrechnung
die Eingabewerte zu dem für die Durchführung des Lohn-
steuerabzugs maßgebenden Arbeitslohn zusammenge-
fasst werden. Es kommt nicht darauf an, wo einzelne
Lohnbestandteile ermittelt, die Berechnung der Lohnsteu-
er vorgenommen wird und die für den Lohnsteuerabzug
maßgebenden Unterlagen aufbewahrt werden.

Angaben zur Anmeldung und Abführung der
Umsatzsteuer
Der Unternehmer hat bis zum 10. Tag nach Ablauf jedes
Voranmeldungszeitraums eine Umsatzsteuer-Voranmel-
dung USt 1 A auf elektronischem Weg nach Maßgabe der
Steuerdaten-Übermittlungsverordnung zu übermitteln, in
der er die Steuer für den Voranmeldungszeitraum (Vor-
auszahlung) selbst zu berechnen hat. Sofern Sie eine
Dauerfristverlängerung beantragen, können Sie diese
auch auf elektronischem Weg mit dem Vordruck USt 1 H beantragen (zur Anmeldung der Sondervoraus-
zahlung vgl. Hinweis zu Zeile 132). Auf Antrag kann das
Finanzamt zur Vermeidung von unbilligen Härten auf eine
lektronische Übermittlung verzichten (§ 18 Abs. 1 Satz 1

UStG). Weitere Informationen können Sie im Internet ab-
rufen unter www.elster.de bzw. www.finanzamt.de.

Voranmeldungszeitraum für abzugebende Umsatzsteuer-
Voranmeldungen ist im Jahr der Neugründung und im fol-
genden Kalenderjahr der Kalendermonat (§ 18 Abs. 2
Satz 4 UStG). Später richtet sich der Voranmeldungszeit-
raum nach der Umsatzsteuerschuld des Vorjahres. Über
eine eventuelle Änderung des Voranmeldungszeitraums
wird Sie das Finanzamt dann informieren.

Zeile 111
Tragen Sie den geschätzten Gesamtumsatz für das Jahr
der Betriebseröffnung und das Folgejahr ein. Diese Infor-
mation ist wichtig für die Beurteilung, ob Sie die Kleinun-
ternehmer-Regelung (s. Zeilen 122 bis 124) in Anspruch
nehmen können.

Zeile 121
Die notwendigen Angaben bei einer Geschäftsveräuße-
rung im Ganzen sind in den Zeilen 77 bis 82 einzutragen.

Zeilen 122 bis 124
Kleinunternehmer-Regelung
Unternehmer, die im Inland oder in einem Freihafen an-
sässig sind und deren Umsatz (zuzüglich der darauf ent-
fallenden Umsatzsteuer) im vorangegangenen Kalender-
jahr 17.500 € nicht überstiegen hat und im laufenden Ka-
lenderjahr voraussichtlich 50.000 € nicht übersteigen wird
(Kleinunternehmer), braucn gruhe ndsätzlich keine Um-
satzsteuer abzuführen (§ 19 Absatz 1 UStG). Bei Aufnah-
me der unternehmerischen Tätigkeit im Laufe des Kalen-
derjahres gilt für die Anwendung der Kleinunternehmer-
Regelung die Umsatzgrenze von 17.500 €.

Ein Kleinunternehmer darf in Rechnungen keine Umsatz-
steuer gesondert ausweisen. Bei Anwendung der Kleinun-
ternehmer-Regelung kann kein  Vorsteuerabzug geltend
gemacht werden.

Der Unternehmer kann dem Finanzamt erklären, dass er
auf die Anwendung des § 19 Abs. 1 UStG verzichtet. Er
unterliegt dann der Besteuerung nach den allgemeinen
Vorschriften des UStG. An diese Verzichtserklärung ist er
5 Jahre gebunden (§ 19 Abs. 2 UStG).

Zeile 130 und 131
Vereinbarte Entgelte (Sollversteuerung)
Das Umsatzsteuergesetz siehim Regelfall die Besteue-
rung nach vereinbarten Entgelten (so genannte „Soll-
versteuerung“) vor. Das bedeutet, Sie müssen die Um-
satzsteuer für den Voranmeldungszeitraum abführen, in
dem Sie die Lieferungen und sonstigen Leistungen er-
bracht haben, ohne Rücksicht darauf, ob der Kunde die
Rechnung sofort zahlt oder vielleicht erst Monate später.
Dies gilt auch, wenn Sie Waren oder Leistungen aus Ih-
rem Unternehmen für private Zwecke entnehmen. Werden
jedoch vor Ausführung des Umsatzes Anzahlungen geleis-
tet, so entsteht hierfür die Steuer bereits mit Vereinnah-
mung der Anzahlung.

Vereinnahmte Entgelte (Istversteuerung)
Das Finanzamt kann dem Unternehmer unter bestimmten
Voraussetzungen gestatten, die Besteuerung nach den
tatsächlich vereinnahmten Entgelten (so genannte
Istversteuerung“) vorzunehmen. Bei Angehörigen eines
freien Berufes – wie z. B. Architekten, Heilpraktikern,
Journalisten – ist dies ohne weitere Voraussetzungen
möglich.

Bei Gewerbetreibenden kann die Besteuerung nach ver-
einnahmten Entgelten dann gestattet werden, wenn der
Gesamtumsatz (Netto-Umsatz) im vorangegangenen Ka-
lenderjahr 250.000 € (500.000 € bei Gewerbetreibenden,
für deren Umsatzbesteuerung ein Finanzamt in den neuen
Bundesländern zuständig ist) nicht überschritten hat. Im
Jahr der Betriebseröffnung ist auf den voraussichtlichen
Gesamtumsatz abzustellen.

Bei der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten ent-
steht die Steuer für Lieferungen und sonstige Leistungen
mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Ent-
gelte vereinnahmt worden sind. Anzahlungen sind stets im
Voranmeldungszeitraum ihrer Vereinnahmung zu versteu-
ern. Als Zeitpunkt der Vereinnahmung gilt bei Überwei-
sungen auf ein Bankkonto grundsätzlich der Zeitpunkt der
Gutschrift.

Zeile 132
Dauerfristverlängerung
Das Finanzamt verlängert auf Antrag die Fristen für die
Abgabe der Voranmeldungen und für die Entrichtung der
Vorauszahlungen um einen Monat, wenn der Steueran-
spruch nicht gefährdet erscheint.

Die Fristverlängerung wird einem Unternehmer, der die
Voranmeldungen monatlich abzugeben hat, unter der Auf-
lage gewährt, dass dieser eine Sondervorauszahlung auf
die Steuer eines jeden Kalenderjahres entrichtet. Der Un-
ernehmer hat die Fristverlängerung für die Abgabe der
Voranmeldungen bis zu dem Zeitpunkt zu beantragen, an
dem die Voranmeldung, für die die Fristverlängerung
erstmals gelten soll, abzugeben ist. Der Antrag ist nach
amtlich vorgeschriebenem Vordruck (USt 1 H) zu stellen.
Nähere Informationen zur Berechnung, Anmeldung und

Entrichtung der Sondervorauszahlung entnehmen Sie bitte
der Ausfüllanleitung für diesen Vordruck.

Zeilen 133 bis 140
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Bei der steuerlichen Neuaufnahme kann der Unternehmer
die Erteilung einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
beim Finanzamt beantragen (§ 27a UStG).

Angaben zur Beteiligung an einer Perso-
nengesellschaft/-gemeinschaft
Zeilen 151 bis 156
Wenn Sie an einer Persesellschaft/-gemeinschaft oneng
beteiligt sind, geben Sie bitte deren Firmennamen bzw.
die Bezeichnung, unter der die Gesellschaft/Gemeinschaft
auftritt, deren Anschrift, das für die Personengesellschaft/-
gemeinschaft zuständige Finanzamt und deren Steuer-
nummer an.

Einlageblatt zum Fragebogen zur steuerlichen Erfassung / Gründung einer Kapitalgesellschaft oder einer nach ausländischem Recht gegründeten Körperschaft
( FormularID: 034256 )    [Informationen]   [PDF]
Einlageblatt zum Fragebogen zur steuerlichen Erfassung / Gründung einer Körperschaft nach ausländischem Recht (Übersicht Arbeitnehmer)
( FormularID: 034254 )    [Informationen]   [PDF]
Einlageblatt zum Fragebogen zur steuerlichen Erfassung / Gründung einer Personengesellschaft/-gemeinschaft
( FormularID: 034257 )    [Informationen]   [PDF]
Einlageblatt zum Fragebogen zur steuerlichen Erfassung einer nach ausländischem Recht gegründeten Körperschaft (Übersicht zu Bauausführungen / Montagen in Deutschland)
( FormularID: 034255 )    [Informationen]   [PDF]
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung / Aufnahme einer gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) oder landwirtschaftlichen Tätigkeit / Beteiligung an einer Personengesellschaft/ -gemeinschaft
( FormularID: 034250 )    [Informationen]   [PDF]
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung / Gründung einer Körperschaft
( FormularID: 034252 )    [Informationen]   [PDF]
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung / Gründung einer Personengesellschaft/-gemeinschaft
( FormularID: 034251 )    [Informationen]   [PDF]
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung / Gründung eines Vereins oder einer anderen Körperschaft des privaten Rechts i. S. des § 1 Abs. 1 Nr. 4 und 5 Körperschaftsteuergesetz (KSTG) oder Aufnahme einer wirtschaftlichen / unternehmerischen Tätigkeit
( FormularID: 034259 )    [Informationen]   [PDF]
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung einer nach ausländischem Recht gegründeten Körperschaft
( FormularID: 034253 )    [Informationen]   [PDF]
Zusatzblatt für Arbeitsgemeinschaften zum Fragebogen zur steuerlichen Erfassung / Gründung einer Personengesellschaft/-gemeinschaft
( FormularID: 034258 )    [Informationen]   [PDF]