Kfz-Ratgeber · Rechtsstand: 03.07.2026
Autokennzeichen Deutschland: alle Kfz-Kennzeichen von A bis Z
Autokennzeichen Deutschland bestehen aus dem regionalen Unterscheidungszeichen, einer individuellen Erkennungsnummer und – je nach Fahrzeug oder Nutzung – möglichen Zusätzen wie E, H, Saisonzeitraum oder grüner Schrift. Hier finden Sie die wichtigsten Regeln, Kosten, Kennzeichenarten und eine alphabetische Übersicht der deutschen Kfz-Kennzeichen.
Was bedeutet ein deutsches Autokennzeichen?
Ein deutsches Kfz-Kennzeichen dient der eindeutigen Zuordnung eines Fahrzeugs. Es besteht grundsätzlich aus einem Unterscheidungszeichen für den Zulassungsbezirk und einer Erkennungsnummer. Die Zulassungsbehörde teilt das Kennzeichen zu, damit Fahrzeug und Halter identifiziert werden können.
Beispiel: Bei B–AB 123 steht B für Berlin. Die Kombination AB 123 ist die individuelle Erkennungsnummer. Zusätze wie E für elektrisch betriebene Fahrzeuge oder H für Oldtimer werden am Ende angefügt.
Infografik: Aufbau eines Kfz-Kennzeichens
Kfz-Kennzeichen in Deutschland alphabetisch
Die aktuelle amtliche Übersicht der festgelegten und auslaufenden Unterscheidungszeichen wird vom Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlicht. Für SEO und Nutzerführung empfiehlt sich, die bestehende A–Z-Liste regelmäßig gegen diese KBA-Liste zu prüfen.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Wie ist ein deutsches Kfz-Kennzeichen aufgebaut?
Ein reguläres deutsches Kennzeichen enthält zunächst das Unterscheidungszeichen des Verwaltungsbezirks. Dieses besteht aus einem bis drei Buchstaben. Danach folgt die Erkennungsnummer, also die individuelle Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Mehr als acht Stellen aus Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer sind auf einem Kennzeichen nicht zulässig.
- Euro-Feld: blauer Randbereich mit EU-Sternen und Länderkennung „D“.
- Unterscheidungszeichen: Stadt oder Landkreis, etwa B, M, HH, K oder AC.
- Plaketten: Stempelplakette der Zulassungsbehörde und HU-Plakette.
- Erkennungsnummer: individuelle Buchstaben- und Zahlenkombination.
- Zusätze: z. B. E, H oder Saisonzeitraum.
Welche Unterlagen brauche ich für die Kfz-Zulassung?
Für die Zulassung benötigen Sie je nach Vorgang verschiedene Unterlagen. Bei der klassischen Zulassung vor Ort sind regelmäßig folgende Dokumente relevant:
- Personalausweis oder Reisepass,
- Zulassungsbescheinigung Teil II, früher Fahrzeugbrief,
- Zulassungsbescheinigung Teil I bei bereits zugelassenen Gebrauchtfahrzeugen, früher Fahrzeugschein,
- elektronische Versicherungsbestätigung, kurz eVB-Nummer,
- Nachweis über gültige Hauptuntersuchung, soweit erforderlich,
- SEPA-Lastschriftmandat beziehungsweise IBAN für die Kfz-Steuer,
- gegebenenfalls Vollmacht, Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung.
Viele Zulassungsvorgänge können inzwischen auch digital über i-Kfz erledigt werden. Dafür sind unter anderem ein geeigneter Identitätsnachweis, die eVB-Nummer, die IBAN und je nach Vorgang Sicherheitscodes auf Zulassungsbescheinigungen oder Plaketten erforderlich.
Checkliste vor dem Termin
- Wunschkennzeichen online prüfen und reservieren.
- eVB-Nummer bei der Kfz-Versicherung anfordern.
- HU-Nachweis und Fahrzeugpapiere bereitlegen.
- SEPA-Daten für die Kfz-Steuer vorbereiten.
- Kosten für Zulassung, Reservierung und Schilder einplanen.
Was kostet ein Wunschkennzeichen?
Die Gebühren für ein Wunschkennzeichen sind bundesweit geregelt. Für die Zuteilung eines Wunschkennzeichens fällt regelmäßig ein Zuschlag von 10,20 Euro an. Eine Vorabreservierung kostet zusätzlich 2,60 Euro. Zusammen sind das 12,80 Euro – zuzüglich Zulassungsgebühren und Kosten für die Schilderprägung.
| Position | Typischer Betrag | Hinweis |
|---|---|---|
| Wunschkennzeichen | 10,20 Euro | Zusätzlich zur regulären Zulassungsgebühr |
| Reservierung | 2,60 Euro | Bei Vorabreservierung |
| Schilderprägung | marktüblich unterschiedlich | Vor Ort oder online; kein Behördenpreis |
Welche Sonderkennzeichen gibt es?
E-Kennzeichen für Elektrofahrzeuge
Das E-Kennzeichen wird auf Antrag für elektrisch betriebene Fahrzeuge vergeben. Dazu gehören reine Batterieelektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge und bestimmte von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge. Der Buchstabe E wird hinter der Erkennungsnummer angebracht. Wichtig: Das E-Kennzeichen selbst ist nicht die Kfz-Steuerbefreiung. Steuerliche Vorteile für reine Elektrofahrzeuge ergeben sich aus dem Kraftfahrzeugsteuergesetz.
Saisonkennzeichen
Ein Saisonkennzeichen eignet sich für Fahrzeuge, die nur in bestimmten Monaten genutzt werden, etwa Cabrios, Motorräder oder Wohnmobile. Der Betriebszeitraum muss in vollen Monaten angegeben werden und umfasst mindestens zwei und höchstens elf Monate. Außerhalb dieses Zeitraums darf das Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr grundsätzlich weder gefahren noch abgestellt werden.
Kurzzeitkennzeichen
Kurzzeitkennzeichen sind für Probe- oder Überführungsfahrten vorgesehen. Nach aktueller FZV enthält das Kennzeichen ein Ablaufdatum, das bis zum Ablauf des fünften auf die Zuteilung folgenden Tages bemessen ist. In der Praxis wird häufig von maximal fünf Tagen gesprochen; maßgeblich ist der konkrete Eintrag auf dem Kennzeichen.
H-Kennzeichen für Oldtimer
Ein H-Kennzeichen kann für ein Fahrzeug zugeteilt werden, wenn ein Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO vorliegt. Oldtimer sind Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitgehend dem Originalzustand entsprechen, gut erhalten sind und der Pflege kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts dienen. Die pauschale Jahressteuer beträgt 46,02 Euro für Krafträder und 191,73 Euro für alle übrigen Fahrzeuge.
Wechselkennzeichen
Mit einem Wechselkennzeichen können zwei Fahrzeuge desselben Halters ein gemeinsames Kennzeichenelement nutzen. Gefahren oder im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden darf jeweils nur das Fahrzeug, an dem das Wechselkennzeichen vollständig angebracht ist.
Rote Händlerkennzeichen
Rote Kennzeichen sind insbesondere für Prüfungs-, Probe- und Überführungsfahrten vorgesehen. Sie werden nicht an Privatpersonen zur freien Nutzung vergeben, sondern unter den gesetzlichen Voraussetzungen etwa an zuverlässige Kraftfahrzeughersteller, Händler oder Werkstätten.
Grüne Kennzeichen
Grüne Kennzeichen weisen auf eine kraftfahrzeugsteuerliche Begünstigung oder Befreiung hin. Sie kommen zum Beispiel bei bestimmten land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen oder begünstigten Anhängern in Betracht. Ob die Steuerbefreiung vorliegt, entscheidet nicht der Schilderhersteller, sondern die zuständige Stelle im Rahmen der Kfz-Steuer.
3D-Kennzeichen
3D-Kennzeichen aus Kunststoff sind keine eigene Kennzeichenart im rechtlichen Sinn. Entscheidend ist, dass das Kennzeichenschild die Anforderungen der Fahrzeug-Zulassungsverordnung, insbesondere an Ausgestaltung, Lesbarkeit, Reflexion und Prüfkennzeichnung, erfüllt und von der Zulassungsbehörde abgestempelt wird.
Kann ich Kfz-Kennzeichen online kaufen?
Ja, Kennzeichenschilder können online bestellt werden. Die Schilder allein berechtigen aber noch nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr. Erst durch die Zuteilung des Kennzeichens und die Abstempelung mit der Stempelplakette durch die Zulassungsbehörde wird das Kennzeichen zulassungsrechtlich vollständig.
FAQ: Häufige Fragen zu Autokennzeichen in Deutschland
Wie viele Zeichen darf ein deutsches Kfz-Kennzeichen haben?
Mehr als acht Stellen aus Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer sind unzulässig. Zusätze wie H oder E werden gesondert behandelt.
Was bedeutet der erste Buchstabe auf dem Kennzeichen?
Der erste Teil ist das Unterscheidungszeichen des Zulassungsbezirks. Es kann aus einem, zwei oder drei Buchstaben bestehen.
Was kostet ein Wunschkennzeichen?
Für das Wunschkennzeichen fallen 10,20 Euro an. Bei Reservierung kommen 2,60 Euro hinzu. Die Schilderprägung und weitere Zulassungsgebühren sind darin nicht enthalten.
Ist ein E-Kennzeichen automatisch steuerfrei?
Nein. Das E-Kennzeichen kennzeichnet elektrisch betriebene Fahrzeuge für mögliche Bevorrechtigungen. Die Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge richtet sich nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz.
Wie lange gilt ein Kurzzeitkennzeichen?
Das Ablaufdatum wird auf dem Kennzeichen angegeben. Nach aktueller FZV wird es bis zum Ablauf des fünften auf die Zuteilung folgenden Tages bemessen.
Wann bekomme ich ein H-Kennzeichen?
Erforderlich ist insbesondere ein Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO. Das Fahrzeug muss in der Regel mindestens 30 Jahre alt und erhaltenswert sein.
Darf ich ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen außerhalb der Saison auf der Straße parken?
Nein. Außerhalb des eingetragenen Betriebszeitraums darf das Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr grundsätzlich weder gefahren noch abgestellt werden.