Rechnungswesen Lexikon

Rechnungswesen Lexikon: Rechnungswesen verstehen - Grundlagen & Themen einfach & verständlich erklärt.



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Skonto-Rechner: Skonto ziehen oder Zahlungsziel nutzen?

Mit diesem Skonto-Rechner prüfen Sie in wenigen Sekunden, ob sich der Skontoabzug lohnt oder ob es finanziell günstiger ist, das längere Zahlungsziel auszunutzen. Der Rechner vergleicht den Skontovorteil mit Ihren Kredit- beziehungsweise Kontokorrentkosten.

Skonto online berechnen

Tragen Sie Rechnungsbetrag, Skontosatz, Skontofrist, reguläres Zahlungsziel und Ihren Finanzierungszins ein. Das Ergebnis zeigt, ab welchem Zinssatz Skonto wirtschaftlich sinnvoll ist.

Beispiel: 2.500,00 €
Beispiel: 2,00 oder 4,00
Bis zu diesem Tag darf Skonto gezogen werden.
Reguläres Zahlungsziel ohne Abzug.
Zinssatz, zu dem die frühere Zahlung finanziert würde.
Dient nur der überschlägigen Aufteilung des Skontoabzugs in Netto- und USt-Anteil.

Wie funktioniert die Skonto-Berechnung?

Skonto ist wirtschaftlich betrachtet ein Preisnachlass für schnelle Zahlung. Wer den Skonto nicht nutzt, erhält zwar länger Liquidität, verzichtet aber auf den Preisnachlass. Dieser Verzicht kann als sehr teurer Lieferantenkredit wirken.

Skontorendite p. a. = Skontosatz ÷ (100 − Skontosatz) × 360 ÷ zusätzliche Finanzierungstage
Steuer-Tipp: Prüfen Sie bei größeren Rechnungen nicht nur den Euro-Vorteil, sondern auch die interne Zahlungsfreigabe. Häufig geht der Skontovorteil verloren, weil Rechnungseingang, Prüfung und Zahlungsfreigabe nicht schnell genug ineinandergreifen.
Achtung / häufiger Fehler: Viele überschlagen Skonto nur mit „Skontosatz × 360 ÷ Tage“. Präziser ist die Berechnung bezogen auf den tatsächlich früher zu zahlenden Betrag nach Skonto.
Entscheidung: Skonto ziehen oder Zahlungsziel nutzen Die Infografik zeigt den Ablauf: Rechnungsdaten erfassen, Skontorendite berechnen, mit Kreditzins vergleichen und Entscheidung treffen. 1. Rechnung Betrag, Skonto, Zahlungsziele 2. Skontorendite Preisnachlass als Jahreszins berechnen 3. Vergleich Skontorendite gegen Kreditzins Ist die Skontorendite höher als der Kreditzins, spricht die Rechnung für Skonto.

Praxisbeispiel: 2.500 € Rechnung mit 4 % Skonto

Beispiel: Eine Rechnung über 2.500 € brutto kann innerhalb von 20 Tagen mit 4 % Skonto gezahlt werden. Ohne Skonto beträgt das Zahlungsziel 90 Tage. Die zusätzliche Finanzierungsdauer beträgt damit 70 Tage. Bei einem Kreditzins von 11,5 % p. a. ist der Skontoabzug rechnerisch vorteilhaft, solange die Skontorendite über dem Kreditzins liegt.

Checkliste: So sichern Sie den Skontovorteil

  • Skontofrist schon beim Rechnungseingang erfassen.
  • Rechnung fachlich und rechnerisch sofort prüfen lassen.
  • Zahlungslauf so planen, dass die Bankvaluta innerhalb der Skontofrist liegt.
  • Kontokorrentzins oder alternative Finanzierungskosten realistisch ansetzen.
  • Skontoabzug in Buchhaltung und Umsatzsteuer/Vorsteuer sauber berücksichtigen.

Häufige Fragen zum Skonto-Rechner

Was berechnet der Skonto-Rechner genau?

Der Rechner ermittelt den Brutto-Skontoabzug, die Zahlung nach Skonto, die effektive Skontorendite p. a., die Finanzierungskosten für die frühere Zahlung und den rechnerischen Vorteil oder Nachteil des Skontoabzugs.

Wann lohnt sich Skonto?

Skonto lohnt sich rechnerisch, wenn die effektive Skontorendite höher ist als Ihr Finanzierungszins. Zusätzlich sollten Liquidität, Kreditlinie und Zahlungsprozesse berücksichtigt werden.

Warum ist Skonto oft so attraktiv?

Schon kleine Skontosätze können auf das Jahr gerechnet hohe Renditen ergeben, weil der Preisnachlass nur für wenige Tage frühere Zahlung gewährt wird.

Wird Skonto brutto oder netto berechnet?

Im Zahlungsverkehr wird Skonto häufig vom Bruttorechnungsbetrag abgezogen. Umsatzsteuerlich mindert der tatsächlich in Anspruch genommene Skontoabzug anteilig Entgelt und Umsatzsteuer beziehungsweise Vorsteuer.

Muss der Skontobetrag auf der Rechnung stehen?

Nach Verwaltungsauffassung genügt bei Skontovereinbarungen regelmäßig eine Angabe wie „2 % Skonto bei Zahlung bis …“. Der konkrete Skontobetrag muss nicht zwingend betragsmäßig ausgewiesen werden.

Welche Zahlungsfristen sollte ich zusätzlich prüfen?

Maßgeblich sind die vertraglichen Vereinbarungen und die gesetzlichen Regeln zur Leistungszeit, zu Zahlungsfristen und zum Verzug. Bei ungewöhnlich langen Zahlungszielen oder öffentlichen Auftraggebern sollte die Wirksamkeit gesondert geprüft werden.

Passende interne Verlinkungen

Quellen und Rechtsstand

Rechtsstand: 16.07.2026. Bitte prüfen Sie bei Veröffentlichung, ob zwischenzeitlich Gesetzesänderungen oder neue Verwaltungsanweisungen ergangen sind.

Dieser Beitrag stellt keine individuelle steuerliche Beratung dar und ersetzt nicht das Gespräch mit einem Steuerberater.


Skonti

Skonti sind Rechnungskürzungen für die kurzfristige Zahlung eines Rechnungsbetrages (z.B. 3 % bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen). Ein Unternehmen gewährt seinen Kunden einen so genannten Kundenskonto; von seinen Lieferanten erhält es einen so genannten Lieferantenskonto.

Die Voraussetzungen für den Skontoabzug sind bei jeder Rechnung neu zu prüfen. Die prozentuale Kürzung bezieht sich auf den gesamten Rechnungsbetrag, sodass die in diesem Betrag enthaltene Umsatzsteuer herausgerechnet werden muss (§ 17 Abs. 1 UStG).

Skonti für die Anschaffung von Anlagevermögen sind unmittelbar auf dem Anlagekonto im Haben als Minderung der Anschaffungskosten zu buchen.

Skonti für Wareneinkäufe und -verkäufe werden auf gesonderten Skontokonten als Unterkonten zum Wareneinkaufskonto und zum Warenverkaufskonto (getrennte Warenkonten) erfasst. Skonti mindern den Wert der verkauften Ware (Kundenskonti) oder den Wert des Wareneingangs (Lieferantenskonti), Skontokonten sind daher reine Erfolgskonten.

Der Abschluss von Skontokonten erfolgt regelmäßig zum Ende des Geschäftsjahres entweder direkt über das Gewinn- und Verlustkonto oder über die Warenkonten. Letzeres ist insbesondere bei Kapitalgesellschaften und bestimmten Personengesellschaften im Sinne des § 264 a HGB (§ 277 Abs. 1 HGB) und in Einzelhandelsunternehmen der übliche Weg. Beim direkten Abschluss über das Gewinn- und Verlustkonto sind Wareneinsatz und Sollumsatz sowie der durch Inventur ermittelte Schlussbestand um die darin enthaltenen anteiligen Skontobeträge zu korrigieren.

Beispiele:

Lieferantenskonto

Kauf von Ware auf Ziel in Höhe von 5.000 EUR (+ 950 EUR USt)

Buchungssatz:

Wareneinkauf5.000 EUR
und Vorsteuer950 EURanVerbindlichkeiten5.950 EUR

Überweisung unter Abzug von 2 % Skonto: 5.831 EUR

Buchungssatz:

Verbindlichkeiten5.950 EURanBank5.831 EUR
und Lieferantenskonti119 EUR

Herausrechnen der Vorsteuer: 2 % von 950 EUR

Buchungssatz:

Lieferantenskonti19 EURanVorsteuer19 EUR
Beispiel für Lieferantenskonto

Fortsetzung Beispiele:

Kundenskonto

Verkauf von Ware auf Ziel in Höhe von 10.000 EUR

(+ 1.900 EUR USt)

Buchungssatz:

Forderungen11.900 EURanWarenverkauf10.000 EUR
und Umsatzsteuer1.900 EUR

Kunde überweist nach Abzug von 3 % Skonto: 11.543 EUR

Buchungssatz:

Bank11.543 EUR
und Kundenskonti357 EURanForderungen11.900 EUR

Herausrechnen der Umsatzsteuer: 3 % von 1.900 EUR

Buchungssatz:

Umsatzsteuer57 EURanKundenskonti57 EUR
Beispiel für Kundenskonto

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