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Unternehmensbewertung nach dem Ertragswertverfahren


Als Bewertungsverfahren für Unternehmen ist i.d.R. das Ertragswertverfahren heranzuziehen.


 

Mit dem Online-Rechner können Sie den Unternehmenswert nach dem Ertragswertverfahren schnell & einfach berechnen:

Unternehmensbewertung nach dem Ertragswert-Verfahren

Unternehmensform:
Jahr
2016 2015
Gewinn i.S.d. §4 Abs. 1 S. 1 bzw. Abs. 3 EStG
+Hinzurechnungen
Sonderabschreibungen, erhöhte Absetz.,Investitionsabzugsbetr.
Bewertungsabschläge
Zuführung zu steuerfreien Rücklagen, Teilwertabschreibungen
Absetzungen auf Firmenwert und ähnliche WG
Einmalige Veräußerungsverluste, a.o. Aufwend.
Nicht enthaltene Investitionszulagen
Ertragssteueraufwand
Aufwendungen für nicht betriebsnotw. Vermögen
Aufwendungen für junges Vermögen
Übernommene Verluste aus Beteiligungen
Sonstige Vermögensminderungen
-Kürzungen
Gewinnerhöhende Auflösung steuerfreier Rücklagen
Teilwertzuschreibungen
Einmalige Veräußerungsgewinne
Enthaltene Investitionszulagen
Angemessener Unternehmerlohn
Erstattung von Ertragssteuern
Erträge aus nicht betriebsnotw. Vermögen
Erträge aus jungem Vermögen
Erträge aus Beteiligungen
Sonstige Vermögensmehrungen
=Bereinigtes Betriebsergebnis vor Steuern
-Ertragssteuer pauschal 30%
=Betriebsergebnis
xGewichtungsfaktor
=Gewichtetes Betriebsergebnis
Summe der gewichteten Betriebsergebnisse
=Durchschnittsertrag
Kapitalisierungsfaktor
Kapitalisierungszinsfuß
Basiszins in %
+Risikozuschlag (nach Steuern) in %4.50
=Kapitalisierungszinsfuß in %
Kapitalisierungsfaktor
Ertragswert vor gesondertem Ansatz0
Gesonderter Ansatz mit dem gemeinen Wert
+Gemeiner Wert
Gemeiner Wert der Beteiligungen
Gemeiner Wert des nicht betriebsnotwendigen Vermögengs
Gemeiner Wert des jungen Vermögens
-Schulden
Schulden für nicht betriebsnotwendiges Vermögen
Schulden für junges Vermögen
Vereinfachter Ertragswert des Unternehmens0
Substanzwert des Unternehmens
Wert des Unternehmens0


Unternehmenskauf und Unternehmensverkauf - Asset Deal oder Share Deal

Der Kauf bzw. Verkauf eines Unternehmens erfordert nicht nur die genaue Unternehmensbewertung, sondern auch Überlegungen auf betriebswirtschaftlicher Ebene und auf dem Gebiet des Gesellschaftsrechts. Auch hinsichtlich der breiten Palette der Unternehmenssteuern stellen Unternehmensakquisitionen eine außerordentliche Herausforderung dar. Lassen Sie mich im Anschluss kurz erläutern, worauf es steuerlich im Wesentlichen ankommt.

Unternehmenstransaktionen haben in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Häufige Gründe für einen Unternehmenskauf bzw. -verkauf sind:

• Nachfolgeprobleme,

• Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung oder auch

• die Nutzung (vermeintlicher) Synergieeffekte.

Ein Unternehmen kann erworben bzw. verkauft werden, indem entweder die gesamten Wirtschaftsgüter einzeln erworben/ veräußert werden oder indem der Käufer alle Gesellschaftsanteile erwirbt. Letzteres bezeichnet man als einen Share Deal. Ein Share Deal ist bei allen Gesellschaften möglich, bei denen das Grundkapital in Anteilscheinen an die Gesellschafter ausgegeben wurde, also z. B. bei allen Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaft, GmbH) oder auch einer Kommanditgesellschaft oder sonstigen Personengesellschaften.

 

Den Kauf der einzelnen Wirtschaftsgüter bezeichnet man hingegen als Asset Deal. Ein Asset Deal ist bei jeder Gesellschaftsform möglich.

 

Ob nun der Asset Deal oder der Share Deal der richtige Akquisitionsschritt auf dem Weg zu Ihrem Zielunternehmen ist, hängt von vielen unterschiedlichen Gegebenheiten ab. Für Sie als Käufer kann ein Asset Deal von Vorteil sein, wenn das Unternehmen über umfangreiche stille Reserven beim abschreibbaren abnutzbaren Anlagevermögen verfügt. Der Asset Deal ermöglicht es Ihnen hierbei, einen sog. Step Up zu vollziehen. Als Step Up wird die Hinzuschreibung der Buchwerte für abschreibbare abnutzbare Wirtschaftsgüter auf die Verkehrswerte bzw. die Anschaffungskosten, die Sie entrichtet haben, bezeichnet. Das verschafft Ihnen neues Abschreibungsvolumen und Sie können den darauf entfallenden Kaufpreisanteil über die Abschreibungen steuerlich geltend machen.

 

Neben einem möglichen Step Up besteht ein weiterer wesentlicher Vorteil des Asset Deals für Sie als Käufer darin, dass Sie nicht den rechtlichen Gesellschaftsmantel mit allen möglichen Steuerrisiken übernehmen müssen. Das mindert Ihre Haftung für Steuerschulden enorm. Wenig vorteilhaft ist der Asset Deal hingegen bei nur mäßigem Abschreibungsvolumen. In solchen Fällen wirkt sich der in der Regel höhere Kaufpreis im Rahmen des Asset Deals für Sie kaum vorteilhaft aus.

 

Als (Mit-)Verkäufer einer Kapitalgesellschaft werden Sie hingegen auf einen Share Deal drängen. Denn die Besteuerung der Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen an der Kapitalgesellschaft wie z. B. Anteile an einer Aktiengesellschaft oder einer GmbH erfolgt nach dem sog. Teileinkünfteverfahren. Dies bedeutet, dass 40 % des Veräußerungserlöses für Sie steuerfrei sind. Beträgt die Beteiligung an der Kapitalgesellschaft nicht mehr als 1 % – es handelt sich dann nicht um eine wesentliche Beteiligung i. S. d. § 17 EStG – unterliegen die Veräußerungsgewinne der Abgeltungsteuer. Dann kommen Sie zumindest in den Genuss des moderaten Steuersatzes von 25 % (zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer).

 

Einen "Königsweg" gibt es nicht. Ich analysiere für Sie gerne alle Vor- und Nachteile eines Asset Deals oder Share Deals, stelle Ihnen die jeweilige steuerliche Situation dar, zeige Ihnen Gestaltungsmöglichkeiten auf und erarbeite/erarbeiten die für Sie optimale "Mischstrategie". Eine solche kann z. B. darin bestehen, dass abschreibungsfähige Wirtschaftsgüter mit hohen stillen Reserven vorab vom Unternehmen gekauft werden (ein dadurch entstehender Gewinn kann evtl. mit Verlustvorträgen verrechnet werden) und die verbleibenden Wirtschaftsgüter dann im Rahmen eines Share Deals erworben werden. Eine ausführliche Analyse unter Berücksichtigung sämtlicher möglicher Gestaltungsalternativen ist für Sie für die Kaufpreisfindung unerlässlich. Sprechen Sie mit mir.

 

Steuerliche Analyse (Due Diligence)

Eine zentrale Schlüsselrolle kommt der ausführlichen Analyse der steuerlichen Situation des Zielunternehmens zu. Die steuerliche sog. Due Diligence soll vor allem Risiken der Vergangenheit aufdecken, aber auch bisher ungenutzte Gestaltungsmöglichkeiten und steuerliche Synergien aufzeigen. Ich übernehme/Wir übernehmen die gesamte steuerliche Analyse für die noch nicht bestandskräftig veranlagten Besteuerungszeiträume und fordere/fordern hierzu die erforderlichen Unterlagen an. Dabei prüfe ich besonders:

• Unzutreffende Abgrenzungen zwischen Betriebsausgaben und aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten

• Unterlassene Wertaufholungen

• Überdotierte Rückstellungen und Drohverlust-Rückstellungen

• Beziehungen zu nahe stehenden Personen (bei Kapitalgesellschaften u. a. verdeckte Gewinnausschüttungen)

• Behalte- und Nachversteuerungsfristen

• Die unzutreffende Inanspruchnahme steuerlicher Vergünstigungen

Auch übernehme ich die gesamte Korrespondenz.

 

Haftung für Steuerverbindlichkeiten des Unternehmens

Mit dem Kauf eines Unternehmens übernimmt ein Käufer in der Regel alle eventuellen Steuerverbindlichkeiten. So sehe ich/sehen wir es als die wichtigste Aufgabe, im Rahmen der steuerlichen Due Diligence sämtliche tatsächlichen und eventuell entstehenden Verbindlichkeiten aufzuzeigen.

 

Die optimale Möglichkeit, Ihre Haftung für Steuerschulden des Veräußerers zu minimieren, besteht durch den Kauf des Unternehmens im Wege eines Asset Deals. In diesem Fall haften Sie für die Betriebssteuern nur im Rahmen gesetzlicher Regelungen. Ich erläutere Ihnen gerne, um welche Steuern es sich dabei handelt und über welchen Zeitraum Sie rückwirkend haften.

 

Gewerbesteuer bei Personengesellschaften

Personengesellschaften sind grundsätzlich keine Steuersubjekte. Dieser Grundsatz gilt allerdings nicht für die Gewerbesteuer. Steuerschuldner der Gewerbesteuer ist vielmehr die Personengesellschaft. Wird eine solche übernommen, ist unbedingt darauf zu achten, dass der Veräußerer weiterhin für Steuerschulden der Personengesellschaft haftet. Wie eine solche Haftung ausgeschlossen werden kann bzw. welche Klausel in das Vertragswerk aufzunehmen ist, erläutere ich Ihnen gerne.

 

Steuerfallen bei Grunderwerbsteuer und Umsatzsteuer

Umfasst das betriebliche Vermögen des Kaufunternehmens auch Grundstücke, löst ein Unternehmenskauf in der Regel auch Grunderwerbsteuer aus. Letzteres gilt vor allem dann, wenn es zu einer sog. Anteilsvereinigung kommt. Eine solche liegt dann vor, wenn – im Rahmen eines Share Deals – 95 % der Anteile an der Gesellschaft an einen neuen Erwerber übertragen werden. In der Praxis vermeiden Sie eine Grunderwerbsteuerzahlung dadurch, dass fremde Dritte mit einem Anteil von 5,1 % beteiligt werden. Als fremder Dritter kann z. B. Ihre Kredit gebende Hausbank beteiligt werden. Ich berate Sie hinsichtlich einer optimalen Vertragsgestaltung gerne.

 

Die Übernahme eines ganzen Betriebs unterliegt in der Regel nicht der Umsatzsteuer. Es wäre jedoch fatal, die Umsatzsteuer im Rahmen der Steuerprüfung außer Acht zu lassen. Denn es besteht die Möglichkeit, dass im Zeitpunkt des Kaufs bestimmte Vorsteuerberichtigungszeiträume noch nicht abgelaufen sind. In diesem Fall treten Sie als Käufer die "umsatzsteuerliche Rechtsnachfolge" an. Auch wäre ggf. die Möglichkeit einer Option für eine Umsatzsteuerpflicht zu prüfen. Ich übernehme diese Aspekte im Rahmen meiner vollumfänglichen Unternehmensakquisitionsanalyse.

 

Den Kauf Ihres Wunschunternehmens als auch den Verkauf Ihres eigenen Unternehmens, das Sie u. U. über Jahrzehnte aufgebaut haben, sollten Sie in fachlich kompetente Hände geben. Ich möchte Sie dabei gerne unterstützen.

 

 

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Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:

Bewertungsrecht: Basiszins für das vereinfachte Ertragswertverfahren nach § 203 Abs. 2 BewG
Bewertung nicht notierter Anteile an Kapitalgesellschaften und des Betriebsvermögens BMF, Schreiben (koordinierter Ländererlass) IV C 7 - S-3102 / 07 / 10001 vom 04.01.2016 Gemäß § 203 Abs. 2 BewG gibt das BMF den Basiszins für das vereinfachte Ertragswertverfahren bekannt, der aus der langfristig erzielbaren Rendite öffentlicher Anleihen abgeleitet ist. Die Deutsche Bundesbank hat hie...

Basiszins für das vereinfachte Ertragswertverfahren nach § 203 Absatz 2 BewG
Bewertung nicht notierter Anteile an Kapitalgesellschaften und des Betriebsvermögens BMF-Schreiben vom 2. Januar 2013 - IV D 4 - S 3102/07/0001 GZ IV D 4 - S 3102/07/10001 DOK 2013/0002641 (bei Antwort bitte GZ und DOK angeben)  Gemäß § 203 Absatz 2 BewG gebe ich den Basiszins für das vereinfachte Ertragswertverfahren bekannt, der aus der langfristig erzielbaren Rendite öffentlicher Anleihe...

Bewertung nicht notierter Anteile an Kapitalgesellschaften und des Betriebsvermögens; Basiszins für das vereinfachte Ertragswertverfahren nach § 203 Absatz 2 BewG
Gemäß § 203 Absatz 2 BewG gebe ich den Basiszins für das vereinfachte Ertragswertverfahren bekannt, der aus der langfristig erzielbaren Rendite öffentlicher Anleihen abgeleitet ist. Die Deutsche Bundesbank hat hierfür auf den 2. Januar 2013 anhand der Zinsstrukturdaten einen Wert von 2,04 Prozent errechnet. -> http://ertragswert-verfahren.de/...

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