Rechtsstand: 28.06.2026 Steuerberater · Ausbildung · Studium · Steuerberaterprüfung · Berufsrecht · Steuerberater finden

Steuerberater werden: Beruf, Ausbildung und Steuerberaterprüfung

Steuerberaterin und Steuerberater: Beruf, Ausbildung und Prüfung

Steuerberater werden ist kein klassischer Ausbildungsberuf, sondern ein geregelter Berufsweg über Studium oder kaufmännische Ausbildung, praktische Tätigkeit, Steuerberaterprüfung und Bestellung durch die Steuerberaterkammer. Dieser Ratgeber zeigt die Wege in den Beruf, die Prüfungsanforderungen, typische Tätigkeiten, Gehaltsfragen und woran Mandanten einen guten Steuerberater erkennen.

Steuerberater werden: Wie läuft der Berufsweg ab?

Wer Steuerberater werden möchte, braucht zunächst einen zulässigen Bildungsweg. Danach folgt eine mehrjährige praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der von Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern. Erst dann ist die Zulassung zur Steuerberaterprüfung möglich. Nach bestandener Prüfung folgt die Bestellung durch die zuständige Steuerberaterkammer.

Steuerberater werden: Schritte im Überblick
Schritt Was passiert? Worauf achten?
1. Bildungsweg wählen Studium, kaufmännische Ausbildung oder Finanzverwaltung. Der Bildungsweg bestimmt die notwendige Praxiszeit.
2. Praktische Tätigkeit sammeln Mindestens 16 Wochenstunden steuerliche Praxis. Arbeitgeberbescheinigungen frühzeitig dokumentieren.
3. Prüfungsvorbereitung Lehrgang, Klausurentraining, Wiederholung des Steuerrechts. Die Vorbereitung dauert häufig 12 bis 24 Monate.
4. Steuerberaterprüfung Drei schriftliche Aufsichtsarbeiten und mündliche Prüfung. Die Prüfung ist anspruchsvoll und darf nur zweimal wiederholt werden.
5. Bestellung Antrag bei der Steuerberaterkammer. Persönliche Eignung und Berufshaftpflichtversicherung erforderlich.
6. Beruf ausüben Selbstständig, angestellt, in Kanzlei, Unternehmen oder als Syndikus. Berufspflichten, Fortbildung und Verschwiegenheit beachten.
Die Grafik zeigt die Stationen Studium oder Ausbildung, praktische Tätigkeit, Steuerberaterprüfung und Bestellung. Steuerberater werden Vorbildung Studium, Ausbildung oder Finanzverwaltung Praxiszeit 2, 3, 6 oder 8 Jahre Prüfung 3 Klausuren und mündliche Prüfung Bestellung Kammer, Eignung, Haftpflicht Der Beruf bleibt lernintensiv – auch nach bestandener Prüfung Fortbildung, Digitalisierung, Berufsrecht und Mandantenkommunikation gehören dauerhaft dazu
Achtung / veraltete Angabe korrigiert: Der berufspraktische Weg über eine kaufmännische Ausbildung erfordert nicht mehr 10 Jahre Praxis, sondern regelmäßig 8 Jahre. Mit Steuerfachwirt- oder Bilanzbuchhalterprüfung sind es 6 Jahre.

Was macht ein Steuerberater?

Steuerberater leisten geschäftsmäßige Hilfe in Steuersachen. Dazu gehören insbesondere Steuererklärungen, Jahresabschlüsse, Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, steuerliche Gestaltungsberatung, Vertretung gegenüber Finanzämtern und Finanzgerichten sowie betriebswirtschaftliche Beratung.

Typische Tätigkeiten eines Steuerberaters
Bereich Beispiele Nutzen für Mandanten
Steuerdeklaration Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Erbschaftsteuer. Fristgerechte und korrekte Erklärung gegenüber dem Finanzamt.
Rechnungswesen Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, EÜR, Jahresabschluss, Bilanz. Verlässliche Zahlen für Steuer, Bank und Unternehmenssteuerung.
Rechtsdurchsetzung Einspruch, Steuerbescheidprüfung, Außenprüfung, Finanzgerichtsverfahren. Wahrung der Rechte gegenüber Finanzverwaltung und Gerichten.
Steuergestaltung Rechtsformwahl, Umstrukturierung, Nachfolge, Investitionen, Holding-Strukturen. Vorausschauende Steuerplanung statt bloßer Vergangenheitsverwaltung.
Betriebswirtschaft Liquiditätsplanung, Controlling, Finanzierung, Unternehmensbewertung. Bessere Entscheidungen auf Basis belastbarer Zahlen.
Sonderfunktionen Testamentsvollstreckung, Gutachten, Treuhand, freiwillige Prüfungen. Vertrauensstellung bei komplexen wirtschaftlichen Sachverhalten.
Berufsrechtlicher Kern: Steuerberater müssen unabhängig, eigenverantwortlich, gewissenhaft und verschwiegen arbeiten. Die Verschwiegenheit ist ein wesentlicher Grund für das besondere Vertrauensverhältnis zum Mandanten.

Steuerberater suchen und wechseln: Woran erkennen Sie Qualität?

Die Seite richtet sich nicht nur an Berufsanwärter, sondern auch an Mandanten, die einen Steuerberater suchen. Ein guter Steuerberater passt fachlich, organisatorisch und menschlich zu Ihrem Anliegen.

Steuerberater auswählen: Qualitätskriterien
Kriterium Woran Sie es erkennen Frage im Erstgespräch
Fachliche Spezialisierung Erfahrung mit Ihrer Branche, Rechtsform und Unternehmensgröße. Welche vergleichbaren Mandate betreuen Sie?
Digitale Zusammenarbeit DATEV, Lexoffice, sevDesk, digitale Belegprozesse, klare Schnittstellen. Wie läuft die Belegübergabe konkret ab?
Proaktive Beratung Hinweise auf Fristen, Gestaltungen, Risiken und Steuerwirkungen. Wie oft sprechen wir über Planung statt nur über Erklärung?
Transparente Kosten Klare Honorargrundlagen und Leistungsabgrenzung. Welche Leistungen sind enthalten, welche nicht?
Kommunikation Erreichbarkeit, verständliche Erklärungen, klare Zuständigkeiten. Wer ist mein laufender Ansprechpartner?
Praxis-Tipp: Ein Steuerberaterwechsel ist grundsätzlich jederzeit möglich. Praktisch sind Jahreswechsel oder Quartalswechsel oft einfacher, weil Buchhaltung, Lohnabrechnung und Jahresabschluss sauber übergeben werden können.

Welche Voraussetzungen braucht ein Steuerberater?

Für die Ausübung des Berufs genügt nicht allein die fachliche Qualifikation. Vor der Bestellung prüft die Steuerberaterkammer auch die persönliche Eignung. Außerdem ist eine Berufshaftpflichtversicherung erforderlich.

Persönliche Eignung

  • geordnete wirtschaftliche Verhältnisse,
  • keine strafgerichtliche Verurteilung, die der Bestellung entgegensteht,
  • gesundheitliche Fähigkeit zur ordnungsgemäßen Berufsausübung,
  • Verhalten, das die Einhaltung der Berufspflichten erwarten lässt,
  • keine unvereinbare Tätigkeit,
  • Berufshaftpflichtversicherung oder Mitversicherung beim Arbeitgeber.

Persönliche Stärken

Gute Steuerberater brauchen analytisches Denken, Zahlenverständnis, sorgfältiges Arbeiten, juristische Präzision, Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit, Organisationstalent und die Bereitschaft, sich dauerhaft fortzubilden.

Achtung: Steuerberater ist ein gesetzlich geschützter Beruf. Die Berufsbezeichnung darf nur führen, wer nach dem Steuerberatungsgesetz dazu berechtigt ist.

Welche Wege führen zur Steuerberaterprüfung?

Es gibt keinen einheitlichen Studiengang und keine klassische „Ausbildung zum Steuerberater“. Entscheidend ist, ob Sie die Zulassungsvoraussetzungen nach dem Steuerberatungsgesetz erfüllen.

Zulassungswege zur Steuerberaterprüfung
Weg Vorbildung Praxiszeit
Akademischer Weg Wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudium oder anderes Studium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung. 2 Jahre bei Regelstudienzeit ab 4 Jahren; 3 Jahre bei Regelstudienzeit unter 4 Jahren.
Berufspraktischer Weg Kaufmännische Ausbildung oder gleichwertige Vorbildung, z. B. Steuerfachangestellte. 8 Jahre praktische Tätigkeit.
Verkürzter berufspraktischer Weg Geprüfter Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt. 6 Jahre praktische Tätigkeit.
Finanzverwaltungsweg Gehobener Dienst oder vergleichbare Tätigkeit in der Finanzverwaltung. 6 Jahre als Sachbearbeiter oder in mindestens gleichwertiger Stellung.
Wichtig: Die Praxiszeit zählt nur, wenn die Tätigkeit steuerlich einschlägig ist und mindestens 16 Wochenstunden umfasst. Reine Buchhaltung ohne steuerlichen Schwerpunkt kann im Einzelfall problematisch sein.

Akademischer Weg: Steuerberater werden mit Studium

Typische Studiengänge sind Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsrecht, Rechtswissenschaft, Steuerlehre, Prüfungswesen oder ein anderes Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung. Entscheidend ist nicht der Titel des Studiengangs allein, sondern ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Geeignete Studienrichtungen

  • Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Steuern oder Rechnungswesen,
  • Wirtschaftswissenschaften,
  • Wirtschaftsrecht,
  • Rechtswissenschaft,
  • Steuern und Prüfungswesen,
  • duale Studiengänge mit steuerlichem Schwerpunkt.
Steuer-Tipp für die Karriereplanung: Wer früh sicher ist, dass er Steuerberater werden möchte, sollte bei Praktika, Werkstudententätigkeiten und erster Anstellung darauf achten, dass die Tätigkeit für die spätere Praxiszeit dokumentiert werden kann.

Berufspraktischer Weg: Steuerberater werden ohne Studium

Der Beruf ist auch ohne Hochschulabschluss erreichbar. Besonders häufig ist der Weg über die Ausbildung zum Steuerfachangestellten, anschließend Berufspraxis und ggf. Fortbildung zum Steuerfachwirt oder geprüften Bilanzbuchhalter.

Berufspraktischer Karriereweg
Station Typischer Inhalt Vorteil
Steuerfachangestellte/r Buchführung, Steuererklärungen, Lohn, Kanzleiorganisation. Direkter Einstieg in die Kanzleipraxis.
Berufspraxis Laufende Mandatsbetreuung, Abschlüsse, Deklaration, Beratungsvorbereitung. Aufbau von Routine und Mandantenverständnis.
Steuerfachwirt / Bilanzbuchhalter Vertiefung in Steuerrecht, Bilanzierung und Rechnungswesen. Verkürzt die Praxiszeit auf 6 Jahre.
Steuerberaterprüfung Staatliche Prüfung mit hohem fachlichem Niveau. Öffnet den Zugang zum geschützten Beruf.

Ausbildungsvergütung Steuerfachangestellte

Die Vergütung hängt vom Bundesland und der zuständigen Steuerberaterkammer ab. Als Beispiel empfiehlt die Steuerberaterkammer Berlin monatlich 1.200 € im 1. Ausbildungsjahr, 1.300 € im 2. Ausbildungsjahr und 1.400 € im 3. Ausbildungsjahr. Regionale Empfehlungen können abweichen.

Achtung / veraltete Gehaltswerte: Alte Empfehlungen wie 850 €, 950 € und 1.050 € sind für Berlin nicht mehr aktuell. Nutzen Sie immer die Empfehlung der zuständigen Steuerberaterkammer.

Steuerberaterprüfung: Inhalt, Ablauf und Wiederholung

Die Steuerberaterprüfung ist eine Staatsprüfung. Sie besteht aus einem schriftlichen Teil mit drei Aufsichtsarbeiten und einer mündlichen Prüfung. Die organisatorische Durchführung liegt bei den Steuerberaterkammern; die Prüfungsleistungen werden von staatlichen Prüfungsausschüssen bewertet.

Steuerberaterprüfung im Überblick
Prüfungsteil Inhalt Hinweis
Schriftliche Prüfung Drei Aufsichtsarbeiten. Üblicherweise: Verfahrensrecht/andere Steuerrechtsgebiete, Ertragsteuerrecht, Buchführung/Bilanzwesen.
Bearbeitungszeit Mindestens 4 und höchstens 6 Stunden je Arbeit. In der Praxis werden regelmäßig sechsstündige Klausuren geschrieben.
Mündliche Prüfung Vortrag und Prüfungsgespräch. Die Prüfungszeit je Bewerber soll 90 Minuten nicht überschreiten.
Wiederholung Zweimal möglich. Nach drei erfolglosen Versuchen ist der reguläre Prüfungsweg ausgeschöpft.
Gebühren Zulassungs-/Auskunftsgebühr und Prüfungsgebühr. Nach BStBK-Hinweis regelmäßig 200 € und 1.000 €, soweit keine abweichende Kammergebührenordnung gilt.

Prüfungsgebiete

  • steuerliches Verfahrensrecht sowie Steuerstraf- und Steuerordnungswidrigkeitenrecht,
  • Steuern vom Einkommen und Ertrag,
  • Bewertungsrecht, Erbschaftsteuer und Grundsteuer,
  • Verbrauch- und Verkehrsteuern sowie Grundzüge des Zollrechts,
  • Handelsrecht sowie Grundzüge des Bürgerlichen Rechts, Gesellschaftsrechts, Insolvenzrechts und EU-Rechts,
  • Betriebswirtschaft und Rechnungswesen,
  • Volkswirtschaft,
  • Berufsrecht.
Praxis-Tipp: Die beste Vorbereitung ist nicht nur Stoffwiederholung, sondern Klausurtechnik: Zeitmanagement, Prüfungsschema, Gutachtenstil, saubere Subsumtion und sichere Gesetzesarbeit.

Bestellung zum Steuerberater

Nach bestandener Steuerberaterprüfung ist der Beruf noch nicht automatisch eröffnet. Erst die Bestellung durch die zuständige Steuerberaterkammer berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung.

Typische Unterlagen für den Bestellungsantrag

  • Nachweis über die bestandene Steuerberaterprüfung oder Befreiung,
  • Passbild,
  • persönliche Erklärungen zur Eignung,
  • vorläufige Deckungszusage der Berufshaftpflichtversicherung oder Nachweis der Mitversicherung,
  • bei Syndikus-Steuerberatern zusätzlich Arbeitgeberbescheinigungen und besondere Nachweise.
Achtung: Ungeordnete wirtschaftliche Verhältnisse, unvereinbare Tätigkeiten oder fehlender Versicherungsschutz können die Bestellung verhindern oder später berufsrechtliche Folgen auslösen.

Gehalt und Vergütung: Was verdient ein Steuerberater?

Das Gehalt angestellter Steuerberater ist nicht tariflich einheitlich geregelt. Es hängt von Region, Kanzleigröße, Verantwortung, Spezialisierung, Berufserfahrung, Führungsaufgaben und Verhandlung ab. Selbstständige Steuerberater rechnen ihre Leistungen nach Vereinbarung oder nach der Steuerberatervergütungsverordnung ab.

Einflussfaktoren auf Einkommen und Vergütung
Faktor Wirkung
Berufserfahrung Mehr Erfahrung ermöglicht komplexere Mandate und höhere Verantwortung.
Spezialisierung Internationales Steuerrecht, Umwandlungen, Nachfolge, Umsatzsteuer oder Tax Technology können den Marktwert erhöhen.
Position Angestellter Steuerberater, Teamleitung, Partner, Syndikus oder selbstständige Kanzlei.
Region und Mandatsstruktur Großstadt, Mittelstand, Konzernmandate oder digitale Nischenkanzlei beeinflussen Honorare und Gehälter.
Unternehmerisches Risiko Selbstständige tragen Personal-, Haftungs-, Akquise- und Organisationsrisiken.
Praxis-Hinweis: Konkrete Gehaltsangaben sollten nur mit aktuellem regionalem Marktvergleich veröffentlicht werden. Die im Internet häufig genannten Durchschnittswerte altern schnell und sind ohne Quelle nur eingeschränkt belastbar.

Zukunft des Berufs: Digitalisierung, Fachkräftemangel und Beratung

Der Beruf verändert sich stark. Routinetätigkeiten in Buchhaltung und Deklaration werden digitaler, während Beratungsleistungen, Prozessgestaltung, Datenqualität, Tax Compliance und betriebswirtschaftliche Begleitung wichtiger werden.

Wichtige Zukunftskompetenzen

  • digitale Buchhaltung und Schnittstellenkompetenz,
  • Umsatzsteuer- und E-Rechnungsprozesse,
  • Controlling und betriebswirtschaftliche Beratung,
  • Nachfolge-, Umwandlungs- und Gestaltungsberatung,
  • Kommunikation mit Mandanten und Behörden,
  • Qualitätsmanagement und Haftungsprävention,
  • KI- und Automatisierungsverständnis.
Steuer-Tipp für Kanzleien: Positionieren Sie sich nicht nur über „Steuererklärungen“, sondern über Spezialisierungen: Gründer, Heilberufe, Immobilien, E-Commerce, GmbH-Geschäftsführer, Nachfolge oder Internationales Steuerrecht.

Checkliste: Steuerberater werden

  1. Prüfen, welcher Zulassungsweg passt: Studium, Ausbildung oder Finanzverwaltung.
  2. Regelstudienzeit oder Ausbildungsabschluss dokumentieren.
  3. Praktische Tätigkeit mit mindestens 16 Wochenstunden planen.
  4. Arbeitgeberbescheinigungen laufend sammeln.
  5. Frühzeitig verbindliche Auskunft der Steuerberaterkammer erwägen.
  6. Vorbereitungskurs und Klausurenplan auswählen.
  7. Gesetzestexte und zugelassene Hilfsmittel sicher beherrschen.
  8. Mindestens 30 bis 50 Probeklausuren realistisch einplanen.
  9. Prüfungsgebühren und Lehrgangskosten budgetieren.
  10. Nach bestandener Prüfung Berufshaftpflichtversicherung organisieren.
  11. Bestellungsantrag vollständig bei der Steuerberaterkammer einreichen.
  12. Nach Bestellung Fortbildung, Berufsrecht und Kanzleiorganisation dauerhaft im Blick behalten.

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FAQ: Steuerberater werden

Wie wird man Steuerberater?

Sie benötigen einen zulässigen Bildungsweg, praktische steuerliche Tätigkeit, die Zulassung zur Steuerberaterprüfung, das Bestehen der Prüfung und anschließend die Bestellung durch die Steuerberaterkammer.

Gibt es eine Ausbildung zum Steuerberater?

Nein. Es gibt keine klassische Ausbildung zum Steuerberater. Der Weg führt über Studium oder kaufmännische Ausbildung mit anschließender Praxis und Steuerberaterprüfung.

Wie lange dauert der Weg zum Steuerberater?

Das hängt vom Bildungsweg ab. Nach Studium sind regelmäßig 2 oder 3 Jahre Praxis erforderlich. Nach kaufmännischer Ausbildung sind es 8 Jahre, mit Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter 6 Jahre.

Kann man ohne Studium Steuerberater werden?

Ja. Mit kaufmännischer Ausbildung, insbesondere als Steuerfachangestellte oder Steuerfachangestellter, ist der Zugang möglich, wenn die erforderliche Praxiszeit erfüllt wird.

Wie schwer ist die Steuerberaterprüfung?

Die Steuerberaterprüfung gilt als sehr anspruchsvoll. Sie umfasst drei schriftliche Aufsichtsarbeiten und eine mündliche Prüfung. Eine strukturierte Vorbereitung mit Klausurentraining ist praktisch unverzichtbar.

Wie oft darf man die Steuerberaterprüfung wiederholen?

Die Steuerberaterprüfung kann zweimal wiederholt werden.

Was kostet die Steuerberaterprüfung?

Nach BStBK-Hinweis fallen, soweit die jeweilige Gebührenordnung nichts anderes bestimmt, 200 € für Zulassung, Befreiung oder verbindliche Auskunft und 1.000 € Prüfungsgebühr an. Hinzu kommen Lehrgangs-, Literatur- und ggf. Reisekosten.

Was macht einen guten Steuerberater aus?

Fachliche Kompetenz, digitale Prozesse, klare Kommunikation, proaktive Beratung, transparente Kosten, Verschwiegenheit und Branchenverständnis sind wichtige Qualitätsmerkmale.

Downloads und Arbeitshilfen

Quellenverzeichnis

  1. § 33 StBerG – Inhalt der Tätigkeit von Steuerberatern; Rechtsstand: 28.06.2026.
  2. § 35 StBerG – Steuerberaterprüfung, Wiederholungsmöglichkeit; Rechtsstand: 28.06.2026.
  3. § 36 StBerG – Voraussetzungen für die Zulassung zur Steuerberaterprüfung, Praxiszeiten und 16-Wochenstunden-Grenze; Rechtsstand: 28.06.2026.
  4. § 37 StBerG – Steuerberaterprüfung und Prüfungsgebiete; Rechtsstand: 28.06.2026.
  5. § 37a StBerG – Prüfung in Sonderfällen, insbesondere verkürzte Prüfung für bestimmte Bewerber; Rechtsstand: 28.06.2026.
  6. § 38 StBerG – Befreiung von der Steuerberaterprüfung; Rechtsstand: 28.06.2026.
  7. § 39 StBerG – Gebühren für Zulassung, Befreiung, verbindliche Auskunft und Prüfung; Rechtsstand: 28.06.2026.
  8. §§ 40, 40a, 41 StBerG – Bestellungsverfahren, persönliche Eignung und Bestellung; Rechtsstand: 28.06.2026.
  9. § 43 StBerG – geschützte Berufsbezeichnung Steuerberater / Steuerberaterin; Rechtsstand: 28.06.2026.
  10. § 57 StBerG – allgemeine Berufspflichten: unabhängig, eigenverantwortlich, gewissenhaft und verschwiegen; Rechtsstand: 28.06.2026.
  11. § 67 StBerG – Berufshaftpflichtversicherung selbstständiger Steuerberater; Rechtsstand: 28.06.2026.
  12. §§ 16, 18, 26 DVStB – schriftliche und mündliche Steuerberaterprüfung, Aufsichtsarbeiten, Bearbeitungszeit und Ladung; Rechtsstand: 28.06.2026.
  13. StBVV – Vergütungsverordnung für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Berufsausübungsgesellschaften; Rechtsstand: 28.06.2026.
  14. BStBK – Steuerberaterprüfung, Zulassung, Prüfungsgebiete, Gebühren und Berufsrecht; Stand: 28.06.2026.
  15. Steuerberaterkammer Berlin – Empfehlung Ausbildungsvergütung Steuerfachangestellte: 1.200 € / 1.300 € / 1.400 €; Stand: 28.06.2026.

Dieser Beitrag stellt keine individuelle steuerliche Beratung dar und ersetzt nicht das Gespräch mit einem Steuerberater.

Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:


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