Steuersparmodell Medienfonds

Was sagt das Finanzgericht bzw. der BFH zum Steuersparmodell Medienfonds bzw. Filmfonds?


Das Steuersparmodell Medienfonds

Hinweis: Das Steuersparmodell der Medienfonds gibt es so nicht mehr. Allerdings beschäftigen die Medienfonds noch die Finanzämter. Durch Betriebsprüfungen bei den Fonds werden oftmals die Verluste steuerlich nicht anerkannt. Streitpunkt ist der sog. Medienerlass, in dem die steuerliche Behandlung der Medienfonds geregelt ist. Es gibt inzwischen Rechtsprechung der Finanzgerichte und vom Bundesfinanzhof (BFH). Hier erfahren Sie mehr über das damalige Steuersparmodell:


 

Konzeption

Ab einer Einlage von ca. 10.000 Euro können sich Anleger an einem Steuersparmodell Medienfonds bzw. Filmfonds (Filmproduktionen etc.) beteiligen. Die Einnahmen werden durch die Vermarktung von Verleih- und Senderechten sowie aus Merchandising erzielt. Die Medienfonds, die in der Regel als Co-Produzenten einen oder aber auch mehrere Filme finanzieren, laufen zwischen 5 und 20 Jahren. (Medienfonds in der Presse).


 

Steuervorteil

Selbst hergestellte Filme sind immaterielle Wirtschaftsgüter, die nicht aktiviert werden dürfen. Somit ist der gesamte Aufwand einer Filmproduktion sofort abzugsfähiger Aufwand. Dadurch ergeben sich hohe Verlustzuweisungen. Der Steuervorteil könnte daher vom Finanzamt gestrichen werden. Aufgrund von Ausnahmen bei der Anwendung des § 2b EStG werden die Medienfonds zum Teil verschont bleiben. Solange die Beteiligung ausreichend hohe Erträge abwirft, also nicht als reines Steuersparmodell dient, bleiben die Verlustzuweisungen erhalten. Anleger können mit Verlustzuweisungen von bis zu 100 Prozent ihrer Einlage rechnen.

 

Chancen

Medienfonds schütten durchschnittlich 5 Prozent aus. Ob über die gesamte Laufzeit die Einlagen zurück gezahlt werden, hängt vom Erfolg des Medienfonds ab. Besonders aussichtsreich sind Fonds, die neben den Filmrechten auch noch Musik- und Merchandisingrechte vermarkten.


 

Risiken

Mit dem Medienerlass sind die Bedingungen verschärft worden, die Herstellereigenschaft der Anleger nachzuweisen. Das wird besonders schwierig für Initiatoren, die kein filmisches Know-how haben. Sie sammeln Geld ein und geben es Dritten, die damit Filme produzieren und vermarkten („stupid german money“). Bei diesen Medienfonds haben die Anleger bisher noch keine Gewinne erzielt – und das werden auch nur sehr wenige schaffen. Auch die Garantien sind oft so teuer erkauft, dass es fraglich ist, ob noch Einnahmen über die Garantie hinaus erzielt werden. Für den wirtschaftlichen Erfolg eines Medienfonds muss ein Initiator Know-how und Erfahrung haben und die Projekte tatsächlich selbst herstellen und vermarkten. Dann kann auch der Anleger bei der Produktion mitbestimmen und die steuerliche Anerkennung nach dem Medienerlass ist gegeben. Außerdem hat der Fonds die Kontrolle über alle Einnahmen und Ausgaben, und es können keine Dritten mehr abkassieren.


 

Beratungsangebot

Seit vielen Jahren bieten wir Unabhängigkeit und Objektivität bei der Auswahl von steuerbegünstigten Kapitalanlagen. Diese ermöglichen Ihnen die Nutzung interessanter Steuersparmodelle und eine sinnvolle Streuung Ihrer Vermögensanlagen. Durch die Vielzahl der Angebote ist eine gründliche und neutrale Prüfung besonders wichtig. Da wir unabhängig von Initiatoren sind, können wir die Angebote objektiv prüfen, vergleichen und beurteilen. E-Mail: Medienfonds@steuerschroeder.de

 

Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:




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