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Anpassung Einkommensteuer-Vorauszahlung zürückfordern bzw. herabsetzen

Jetzt Einkommensteuer sofort zurückholen bevor überhaupt die Steuererklärung gemacht wird.



Berechnung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen

Wie hoch Sie die Vorauszahlung zur Einkommensteuer? Mit unserem online Rechner können Sie die Höhe Ihrer Einkommensteuer-Vorauszahlungen berechnen und einen begründeten Einspruch bzw. Antrag auf Anpassung (s.u.) stellen.

Einkommensteuer Vorauszahlung - Rechner

 



Bruttoarbeitslohn:
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Einbehaltene Lohnsteuer:
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Einbehaltener SolZ:
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Rentenversicherung AGA:
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Rentenversicherung ANA:
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gesetzl. Krankenversicherung:
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gesetzl. Pflegeversicherung:
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Arbeitslosenversicherung:
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Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit:
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Einkünfte aus Gewerbebetrieb:
(ohne GewSt. nicht abziehbar)
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Gewerbesteuer-Hebesatz
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Kirchensteuer:
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Rentenversicherung:
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Krankenversicherung:
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Pflegeversicherung:
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Unfall- und Haftpflichtversicherungen sowie zu Risikoversicherungen:
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Einkommensteuer-Vorauszahlungen lt. Bescheid:

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Wann müssen Sie Vorauszahlung zur Einkommensteuer leisten

Die Einkommensteuer-Vorauszahlung ist eine Abschlagszahlung auf die voraussichtliche Jahressteuerschuld (§ 37 Einkommensteuergesetz (Einkommensteuer-Vorauszahlung)). Dies stellt auch bei Selbständigen eine zeitnahe Erhebung der Steuer sicher. Vorauszahlungen sind grundsätzlich in vier gleich großen Teilbeträgen zu leisten. Auf die voraussichtliche Einkommensteuerschuld müssen vierteljährlich, nämlich am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember, Vorauszahlungen geleistet werden. Eine Ausnahme hiervon kommt auch dann nicht in Betracht, wenn der Steuerpflichtige geltend macht, der Gewinn des laufenden Veranlagungsjahres entstehe nicht gleichmäßig. Sie wird von dem zuständigen Finanzamt durch Vorauszahlungsbescheid festgesetzt, soweit die voraussichtlich entstehende Einkommensteuer nicht bereits durch Steuerabzugsbeträge (z.B. Lohnsteuer) gedeckt werden kann. Neben Einkommensteuer-Vorauszahlungen werden auch Vorauszahlungen auf den Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls auf die Kirchensteuer festgesetzt. Die für den Veranlagungszeitraum geleisteten Vorauszahlungen werden auf die Jahressteuerschuld angerechnet. Verbleibt trotz der geleisteten Vorauszahlungen noch eine Einkommensteuerschuld, muss sie mit einer Abschlusszahlung beglichen werden. Haben Sie zu viel Einkommensteuer vorausgezahlt, wird Ihnen diese Überzahlung erstattet.


Hinweis: Die Festsetzung von Einkommensteuer-Vorauszahlungen ist auch dann zulässig, wenn der Stpfl. ausschließlich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielt, die dem Lohnsteuerabzug unterliegen.

Die Festsetzung von Vorauszahlungen kommt insbesondere dann in Betracht, wenn Sie Einkünfte erzielen, von denen kein Steuerabzug vorgenommen wird, z.B.:

  • positive Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,
  • Renteneinkünfte,
  • Gewinne aus Gewerbebetrieb, freiberuflicher Tätigkeit oder aus der Land- und Forstwirtschaft oder
  • Kapitalerträge aus Konten und Depots im Ausland.

In manchen Fällen reicht auch der Steuerabzug nicht aus, um die voraussichtliche Einkommensteuerschuld auszugleichen. Dies kann z. B. auftreten, wenn der Lohnsteuerabzug zu niedrig ist (je nach Steuerklassenwahl bzw. wenn die Mindestvorsorgepauschale die tatsächlichen Aufwendungen übersteigt) oder wenn zusätzliche steuerfreie Einnahmen (z. B. Arbeitslosengeld, Aufstockungsbeträge bei Altersteilzeit oder Elterngeld) den persönlichen Einkommensteuersatz erhöhen (sog. Progressionsvorbehalt). Auch dann kann es zu einer Festsetzung von Vorauszahlungen kommen.

Vorauszahlungen werden nur festgesetzt, wenn sie im Kalenderjahr mindestens 400,00 Euro und für einen der vierteljährlichen Vorauszahlungstermine mindestens 100,00 Euro betragen. Bei der Veranlagung von Ehegatten nach § 26a EStG ist für die Ermittlung der 400-Euro-Grenze in § 37 Abs. 3 EStG die Summe der für beide Ehegatten in Betracht kommenden Aufwendungen und abziehbaren Beträge zugrunde zu legen.

  • Höhe und Fälligkeit der Abschlagszahlungen entnehmen Sie dem Vorauszahlungsbescheid / Einkommensteuerbescheid
  • Überweisen Sie die Beträge zu den festgelegten Terminen oder erteilen Sie dem Finanzamt das SEPA-Lastschriftmandat auf dem dafür vorgesehenen Formular

Bedeutung von Einkommensteuer-Vorauszahlungen: Einkommensteuer-Vorauszahlungen sind nach § 37 Abs. 1 EStG – unabhängig davon, wer sie zahlt oder von wessen Konto sie abgebucht werden – auf die für den laufenden Veranlagungszeitraum voraussichtlich geschuldete Einkommensteuer zu entrichten. Bei Vorauszahlungen ohne Tilgungsbestimmung ist davon auszugehen, dass sich der Ehegatte, der auf einen an ihn und seinen Ehegatten gerichteten Vorauszahlungsbescheid leistet, nicht nur bewusst ist, dass seine Zahlungen in Höhe der später festgesetzten Einkommensteuer endgültig beim Fiskus verbleiben sollen, sondern dass er die – wenn auch unmittelbar zur Erfüllung der Gesamtschuld aus dem Vorauszahlungsbescheid entrichteten – Zahlungen auch leistet, um damit die zu erwartende Einkommensteuer beider Ehegatten zu tilgen. Ist die im Zeitpunkt der Vorauszahlungen nach Kenntnisstand des Finanzamts noch bestehende Wirtschaftsgemeinschaft hinreichender Anknüpfungspunkt dafür, die Vorauszahlungen als für Rechnung beider Ehegatten geleistet zu unterstellen, dann ist daraus auch der in diesem Zeitpunkt übereinstimmende Wille abzuleiten, dass diese Vorauszahlungen später dafür verwendet werden sollen, die auf beide Ehegatten später entfallenden Steuerschulden auszugleichen (vgl. BFH-Urteil vom 22.3.2011, VII R 42/10, BStBl 2011 II S. 607).

Top Anpassung Einkommensteuer-Vorauszahlung


Höhe der Vorauszahlungen

Die Höhe der Vorauszahlungen setzt das zuständige Finanzamt durch Bescheid fest. Dabei orientiert sich das Finanzamt an der Einkommensteuer, die sich bei der letzten Veranlagung ergeben hat. Die Vorauszahlungen bemessen sich grundsätzlich nach der Einkommensteuer, die sich nach Anrechnung von Steuerabzugsbeträgen bei der letzten Einkommensteuerfestsetzung ergeben hat. In der Regel wird der Vorauszahlungsbescheid mit dem Einkommensteuerbescheid verbunden. Hat im vergangenen Kalenderjahr keine Einkommensteuerfestsetzung stattgefunden, zum Beispiel weil die Steuerpflicht erst begründet wurde, so bemisst das Finanzamt die Vorauszahlungen nach der voraussichtlichen Einkommensteuerschuld, die sich nach dem zu erwartenden zu versteuernden Einkommen ergibt. Sind Sie der Meinung, dass die Vorauszahlungen für das aktuelle Kalenderjahr zu hoch festgesetzt wurden, weil sich wichtige Rahmenbedingungen geändert haben, können Sie die Herabsetzung der Vorauszahlungen beantragen (siehe Anpassung (Herabsetzung bzw. Erhöhung) der Vorauszahlungen + Musterschreiben).

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Anpassung (Herabsetzung bzw. Erhöhung) von Einkommensteuer-Vorauszahlungen

Vorauszahlungen können angepasst werden, wenn sich z. B. aufgrund einer Änderung der Einkommensverhältnisse nachträglich ergibt, dass die Vorauszahlungen zu hoch oder zu niedrig bemessen sind. Sie können die Herabsetzung Ihrer Vorauszahlungen beantragen, wenn Sie gegenüber Ihrem zuständigen Finanzamt darlegen, dass Ihre voraussichtliche Einkommensteuerschuld (unter Berücksichtigung der anzurechnenden Steuerabzugsbeträge) niedriger ist. Festgesetzte Vorauszahlungen dürfen nur erhöht werden, wenn der Erhöhungsbetrag für einen Vorauszahlungszeitpunkt mindestens 100,00 Euro beträgt. Einen Antrag auf Anpassung können Sie bis zu 15 Monaten nach Ablauf des Veranlagungsjahres stellen, da die Festsetzung der Vorauszahlungen immer unter dem Vorbehalt der Nachprüfung erfolgt. Eine Anpassung ist auch dann noch möglich, wenn eine Einkommensteuererklärung für den abgelaufenen Veranlagungszeitraum bereits abgegeben worden ist.

Gegen die Festsetzung von Vorauszahlungen ist innerhalb der Einspruchsfrist der Einspruch mit dem Antrag auf Aussetzung der Vollziehung möglich.

Hinweis: Das Finanzamt wird die ggf. notwendigen Nachweise und Erklärungen nach den Verhältnissen des Einzelfalls anfordern. Es entstehen keine Gebühren oder sonstige Kosten. Quelle: Hessisches Ministerium der Finanzen

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Antrag Anpassung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen Muster

An das zuständige Finanzamt.
(Dieses können Sie hier ermitteln: Finanzamtssuche)


Einspruch/ Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuervorauszahlungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beantrage die Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommensteuer, [Kirchensteuer] und zum Solidaritätszuschlag ab dem nächsten bzw. rückwirkend zum letzten Vorauszahlungstermin.


Aufgrund der bisherigen wirtschaftlichen Entwicklung dieses Jahres ist mit einem niedrigeren Einünften zu rechnen. Ich bitte Sie daher von einer verminderten Bemessungsgrundlage für die Vorauszahlungen gemäß Anlage Berechnung auszugehen.


Mit freundlichen Grüßen

Top Anpassung Einkommensteuer-Vorauszahlung


Steuergesetze zum Thema: Steuervorauszahlung

EStR 36;
GewStR 19.2;
AEAO 218; 233a; 234; 235; 251;
EStH 11; 36;

Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:


BFH Urteile zu diesem Thema und weiteres:




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Dipl.-Kfm. Michael Schröder, Steuerberater
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