Warnung vor Phishing: Betrügerische E-Mails zu angeblichen Betriebsprüfungen im Umlauf

Die Senatsverwaltung für Finanzen warnt aktuell vor einer neuen Betrugsmasche, die gezielt Steuerpflichtige ins Visier nimmt. Im Umlauf sind täuschend echt gestaltete Phishing-E-Mails, die angeblich von der Finanzverwaltung stammen und eine bevorstehende Betriebsprüfung ankündigen.

Täuschend echte E-Mails im Namen der Finanzverwaltung

Die betrügerischen Nachrichten geben vor, von der Poststelle der Finanzverwaltung versendet worden zu sein. Inhaltlich wird eine „Außenprüfung gemäß § 193 Abgabenordnung“ angekündigt – ein Begriff, der vielen Unternehmen vertraut ist und daher gezielt Vertrauen schaffen soll.

Im Text der E-Mail wird auf einen angeblichen PDF-Anhang verwiesen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine manipulierte HTML-Datei.

Gefährlicher Anhang: Passwortabfrage als Betrugsversuch

Nach dem Öffnen der Datei werden Empfänger aufgefordert, ein Passwort einzugeben. Diese Aufforderung dient ausschließlich dazu, sensible Daten abzugreifen. Es handelt sich hierbei eindeutig um einen Phishing-Versuch.

Besonders kritisch: Solche Angriffe sind oft professionell gestaltet und für Laien nur schwer zu erkennen.

So sollten Sie reagieren

Die Finanzverwaltung stellt klar, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. Steuerpflichtige sollten daher folgende Maßnahmen beachten:

  • Öffnen Sie keine verdächtigen Anhänge, insbesondere keine HTML-Dateien.
  • Geben Sie unter keinen Umständen persönliche Daten oder Passwörter ein.
  • Leisten Sie keine Zahlungen aufgrund solcher E-Mails.
  • Löschen Sie die betreffende Nachricht umgehend.

Wichtig zu wissen: So kommuniziert das Finanzamt wirklich

Ein zentraler Hinweis zur Einordnung:

Die Finanzverwaltung fordert niemals per E-Mail zur Eingabe von Passwörtern oder zu Zahlungen auf. Offizielle Kommunikation erfolgt in der Regel schriftlich per Post oder über bekannte, sichere digitale Zugänge wie ELSTER.

Fazit für Unternehmen und Steuerpflichtige

Gerade im Kontext von Betriebsprüfungen nutzen Betrüger gezielt Unsicherheit und Zeitdruck aus. Unternehmen sollten ihre internen Prozesse und Mitarbeiter regelmäßig für solche Risiken sensibilisieren.

Ein kurzer Sicherheitscheck kann hier bereits großen Schaden verhindern.