Pendlerpauschale

Pendlerpauschale

Berechnung Pendlerpauschale + Steuertipps.


Pendlerpauschale + Fahrtkosten: Hier erhalten Sie Steuertipps und einen Rechner zur Berechnung der Fahrtkosten bzw. Pendlerpauschale. Mit der Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) können Sie die Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte pauschaliert in der Steuererklärung von der Steuer absetzen.

Für jeden Arbeitstag, an dem Sie Ihren Arbeitgeber (erste Tätigkeitsstätte) aufsuchen, erhalten Sie unabhängig vom Verkehrsmittel die Entfernungspauschale als Werbungskosten. Diese beträgt 0,30 Euro je vollen Kilometer der kürzesten Straßenverbindung zwischen Ihrer Wohnung und Ihrer ersten Tätigkeitsstätte (einfache Entfernung).


Pendlerpauschale Steuerersparnis-Rechner

Weg zur Arbeit Km

Arbeitstage mit
- eigenem PKW

Tage
- andere Verkehrsmitteln Tage

Entfernungspauschale für die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (§ 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4 und Absatz 2 EStG) oder für Fahrten nach § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 3 EStG
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Mit der Entfernungspauschale sind bei PKW-Nutzung sämtliche Kosten, wie z.B. Parkgebühren, Versicherungs- und Reparaturkosten, abgegolten. Eine Ausnahme gilt für Unfallkosten. Die tatsächlichen Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel können Sie als Werbungskosten ansetzen, wenn sie insgesamt höher sind als die Entfernungspauschale.


Bitte geben Sie die Tage, an denen Sie Ihren Arbeitgeber aufgesucht haben, und die kürzesten Straßenverbindung in der Einkommensteuererklärung an.


Einkommensteuererklärung 2019:
Vordruck Zeile
Anlage N 31 und 35
32 und 36 bis 38 bei Wechsel der ersten Tätigkeitsstätte

Online Checkliste-Einkommensteuererklärung





Entfernungspauschale: Günstigerprüfung, unterschiedliche Verkehrsmittel

FinMin Nordrhein-Westfalen, 22.10.2003, S 2351 - 6 - V B 3

Nach dem Ergebnis der erneuten Erörterung zu TOP 17a) der LSt III/03 bitte ich hinsichtlich der Günstigerprüfung bei Benutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel folgende Auffassung zu vertreten:

Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel können angesetzt werden, soweit sie den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG). Für die Prüfung, ob die tatsächlichen Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel den als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen, ist eine auf das Kalenderjahr bezogene Vergleichsrechnung durchzuführen. Dies schließt einen Wechsel vom Ansatz der tatsächlichen Aufwendungen zum Ansatz der Entfernungspauschale und umgekehrt im Kalenderjahr aus. Eine andere Wahl ist erst für das nächste Kalenderjahr möglich.

Diese jahresbezogene Betrachtung gilt grundsätzlich auch in den Fällen, in denen behinderte Menschen auf Grund ihres Wahlrechts gem. § 9 Abs. 2 Satz 3 EStG anstelle der Entfernungspauschale die tatsächlichen Aufwendungen geltend machen dürfen. Erfüllt der Steuerpflichtige bereits zu Beginn des Veranlagungszeitraums die Voraussetzungen des § 9 Abs. 2 Satz 3 Nr. 1 oder Nr. 2 EStG, kann sich der Steuerpflichtige für das ganze Kalenderjahr einheitlich entweder für die Entfernungspauschale oder aber für den Ansatz der tatsächlichen Kosten entscheiden.

Tritt die Behinderung erst im Laufe des Kalenderjahres ein, kann das Wahlrecht gem. § 9 Abs. 2 Satz 3 EStG zu diesem Zeitpunkt unabhängig davon ausgeübt werden, ob für den ersten Teil des Kalenderjahres bis zum Eintritt der Behinderung die Entfernungspauschale oder aber die höheren tatsächlichen Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel angesetzt worden sind.

Normenkette

EStG § 9 Abs. 2 Satz 2 und

EStG § 9 Abs. 2 Satz 3


Pendlerpauschale, Eintragung von Freibeträgen auf der Lohnsteuerkarte

FinMin Saarland, 10.10.2007, B/1-3 - 262/2007 - S 0623

Die Vertreter der obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben in der Sitzung AO III/2007 folgenden, von den Abteilungsleitern (Steuern) bestätigten Beschluss zur unbürokratischen Eintragung von Freibeträgen auf der Lohnsteuerkarte im Zusammenhang mit der Neuregelung der Entfernungspauschale gefasst:

1. Steuerpflichtigen, die wegen der Eintragung eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte im FA vorsprechen, wird ermöglicht, ihren Einspruch und ihren Antrag auf Aussetzung der Vollziehung zu Protokoll zu erklären. Anschließend wird sogleich im Wege der Aussetzung der Vollziehung der begehrte Freibetrag für die ersten 20 Entfernungskilometer auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.

2. Übermittelt der Steuerpflichtige seinen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung durch die Post und macht er in seinem Ermäßigungsantrag Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte geltend, wird davon ausgegangen, dass begehrt wird, Fahrtkosten auch für die ersten 20 Entfernungskilometer zu berücksichtigen. Ferner wird unterstellt, dass der Bearbeiter im FA vom Steuerpflichtigen bevollmächtigt wird, für ihn Einspruch gegen den Ablehnungsbescheid einzulegen und Antrag auf Aussetzung der Vollziehung zu stellen.

Nach Auffassung der Referatsleiter Abgabenordnung ist diese „unbürokratische” Lösung hier vertretbar, da sie sich für den Steuerpflichtigen nur vorteilhaft auswirken kann (keine Aussetzungszinsen). Von ihr ist aber nur Gebrauch zu machen, wenn dem Antrag in vollem Umfang entsprochen wird, somit beispielsweise nicht, wenn vom FA eine geringere Entfernungskilometerzahl anerkannt wird. Bei der Rücksendung der Lohnsteuerkarte sind die Rechtslage und das Verfahren zu erörtern. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass die Eintragung des Freibetrags hinsichtlich der ersten 20 Entfernungskilometer nur im Wege der Aussetzung der Vollziehung vorgenommen wurde und nicht dahingehend zu verstehen ist, dass dem Einspruch stattgegeben wurde.

Ich bitte bis auf weiteres nach den o.g. Grundsätzen zu verfahren. Bei Vorsprache des Steuerpflichtigen an Amtsstelle sind weiterhin Nr. 1 bis 5 meines Bezugserlasses vom 14.9.2007, B/1-3 – 262/2007 – S 0623 zu beachten. Nr. 6 des Erlasses ist überholt.

Normenkette

EStG i.d.F. des StÄndG 2007 § 9 Abs. 2


Freifahrten der uniformierten Polizeivollzugsbeamten: Anrechnung auf die Entfernungspauschale

FinMin Saarland, 26.5.2004, B/2 - 4 - 56/04 - S 2351

Die geldwerten Vorteile aus Freifahrten (sowohl für Privatfahrten als auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) uniformierter Polizeivollzugsbeamter in Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn AG sind nicht als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu behandeln (s. Bezugserlass = FinMin Saarland 14.11.1996, B/2 – 436/96 – S 2334). Zu diesen Polizeivollzugsbeamten gehören auch die Beamten des Bundesgrenzschutzes. Darüber hinaus gilt Entsprechendes auch für die unentgeltliche Benutzung anderer öffentlicher Verkehrsmittel, wenn der Verkehrsträger und der jeweilige Dienstherr eine Vereinbarung getroffen haben, die der Vereinbarung, die der damaligen Entscheidung zugrunde lag, vergleichbar ist.

Nach der nunmehr auf Bundesebene abgestimmten Rechtsauffassung ist gleichwohl ein geldwerter Vorteil auf die Entfernungspauschale nicht anzurechnen, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benutzt werden.

Die Freifahrten werden nicht vom Arbeitgeber erbracht, sondern beruhen auf einer eigenen Rechtsbeziehung des Arbeitnehmers zum Verkehrsträger.

Der Arbeitnehmer kann daher die Entfernungspauschale ungekürzt – allerdings unter Beachtung des Höchstbetrages von derzeit 4.500 EUR – geltend machen.

Normenkette

EStG § 8

EStG § 9 Abs. 1 Nr. 4


BVerfG zur Pendlerpauschale

FinMin Schleswig-Holstein, 28.1.2009, VI 315 - S 2353 - 118

Auswirkungen auf den Abzug von Kosten für öffentliche Verkehrsmittel, Fährkosten und Unfallkosten

Das BVerfG hat in seinen Urteilen vom 9.12.2008, 2 BvL 1/07u.a. entschieden, dass bis zur gesetzlichen Neuregelung der Entfernungspauschale vorläufig von der Kürzung der „wie Werbungskosten” nach § 9 Abs. 2 EStG zu behandelnden pauschalierten Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte um die ersten 20 Entfernungskilometer abzusehen ist. Es hat dagegen nicht § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG und § 9 Abs. 2 Satz 2 EStG in der bis zum Veranlagungszeitraum 2006 geltenden Fassung als wieder anwendbar erklärt. Folglich sind ab dem Veranlagungszeitraum 2007 auch weiterhin die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel, Fährkosten und Unfallkosten steuerlich nicht abzugsfähig.

Für behinderte Menschen gelten unabhängig von den o.g. Entscheidungen des BVerfG zur Pendlerpauschale Sonderregelungen (§ 9 Abs. 2 Satz 11 und Satz 12 EStG).

Normenkette

EStG § 9


Weitere Informationen zur Pendlerpauschale bzw. Fahrtkosten finden Sie hier:

Entfernungspauschale


 

 

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Rechtsgrundlagen zum Thema: Pendler

ErbStR 13.3
LStH 39c

Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:


BFH Urteile zu diesem Thema und weiteres:



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