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Skonto

Skonti sind Rechnungskürzungen für die kurzfristige Zahlung eines Rechnungsbetrages (z.B. 3 % bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen). Ein Unternehmen gewährt seinen Kunden einen so genannten Kundenskonto; von seinen Lieferanten erhält es einen so genannten Lieferantenskonto .

Die Voraussetzungen für den Skontoabzug sind bei jeder Rechnung neu zu prüfen. Die prozentuale Kürzung bezieht sich auf den gesamten Rechnungsbetrag, sodass die in diesem Betrag enthaltene Umsatzsteuer herausgerechnet werden muss (§ 17 Abs. 1 UStG).

Skonti für die Anschaffung von Anlagevermögen sind unmittelbar auf dem Anlagekonto im Haben als Minderung der Anschaffungskosten zu buchen.

Skonti für Wareneinkäufe und -verkäufe werden auf gesonderten Skontokonten als Unterkonten zum Wareneinkaufskonto und zum Warenverkaufskonto (getrennte Warenkonten) erfasst. Skonti mindern den Wert der verkauften Ware (Kundenskonti) oder den Wert des Wareneingangs (Lieferantenskonti), Skontokonten sind daher reine Erfolgskonten.

Der Abschluss von Skontokonten erfolgt regelmäßig zum Ende des Geschäftsjahres entweder direkt über das Gewinn- und Verlustkonto oder über die Warenkonten. Letzeres ist insbesondere bei Kapitalgesellschaften und bestimmten Personengesellschaften im Sinne des § 264 a HGB (§ 277 Abs. 1 HGB) und in Einzelhandelsunternehmen der übliche Weg. Beim direkten Abschluss über das Gewinn- und Verlustkonto sind Wareneinsatz und Sollumsatz sowie der durch Inventur ermittelte Schlussbestand um die darin enthaltenen anteiligen Skontobeträge zu korrigieren.

Beispiele:

Lieferantenskonto

Kauf von Ware auf Ziel in Höhe von 5.000 EUR (+ 950 EUR USt)

Buchungssatz:

Wareneinkauf 5.000 EUR


und Vorsteuer 950 EUR an Verbindlichkeiten 5.950 EUR

Überweisung unter Abzug von 2 % Skonto: 5.831 EUR

Buchungssatz:

Verbindlichkeiten 5.950 EUR an Bank 5.831 EUR



und Lieferantenskonti 119 EUR

Herausrechnen der Vorsteuer: 2 % von 950 EUR

Buchungssatz:

Lieferantenskonti 19 EUR an Vorsteuer 19 EUR

Fortsetzung Beispiele:

Kundenskonto

Verkauf von Ware auf Ziel in Höhe von 10.000 EUR

(+ 1.900 EUR USt)

Buchungssatz:

Forderungen 11.900 EUR an Warenverkauf 10.000 EUR



und Umsatzsteuer 1.900 EUR

Kunde überweist nach Abzug von 3 % Skonto: 11.543 EUR

Buchungssatz:

Bank 11.543 EUR


und Kundenskonti 357 EUR an Forderungen 11.900 EUR

Herausrechnen der Umsatzsteuer: 3 % von 1.900 EUR

Buchungssatz:

Umsatzsteuer 57 EUR an Kundenskonti 57 EUR

Änderung der Bemessungsgrundlage

Bei der Gewährung von Boni, Skonti und Rabatten steht die Höhe der Entgeltsminderung zum Zeitpunkt der Vereinbarung bzw. der Leistung häufig noch nicht fest. Die Berichtigung des Umsatzsteuer- und Vorsteuerbetrages ist für den Zeitpunkt vorzunehmen, in dem sich die Minderung der Bemessungsgrundlage durch die Inanspruchnahme des Skonto bzw. der Gewährung des Bonus oder Rabattes verwirklicht, s. BMF – Schreiben vom 3. August 2004 – IV B 7 – S 7280a – 145/04, BStBl. 2004 I S. 739, Ziffer 3.

Bei Skontovereinbarungen genügt eine Angabe wie z.B. „2 % Skonto bei Zahlung bis …” den Anforderungen des § 14 Abs. 4 Nr. 7 UStG . Das Skonto muss nicht betragsmäßig (weder mit dem Bruttobetrag noch mit dem Nettobetrag zzgl. USt) ausgewiesen werden.


Die Berichtigung des Steuerbetrags nach § 17 Abs. 1 UStG ist durch den leistenden Unternehmer für den Zeitpunkt vorzunehmen, in dem sich die Minderung der Bemessungsgrundlage durch Inanspruchnahme des Skonto oder die Gewährung des Bonus oder des Rabattes verwirklicht. Das gilt für die Berichtigung des Vorsteuerabzugs durch den Leistungsempfänger entsprechend.


Die Höhe des Umsatzes bemisst sich entsprechend § 10 UStG nach dem Entgelt. Dabei sind Entgeltminderungen, wenn dem Lieferempfänger Rabatte, Skonti, Preisnachlässe u. ä. gewährt werden, zu berücksichtigen. Die Entgeltminderung ist nicht gesondert aufzuzeichnen.

Gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 7 UStG ist auf Rechnungen ab dem 01.07.2004 jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgeltes anzugeben, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist.

Bei Entgeltsminderungen, deren Höhe bereits feststeht (z.B. Skontovereinbarungen), genügt ein Hinweis auf die Höhe der Entgeltsminderung, z.B.: „Bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen Rechnungsbetrag abzgl. 2 % Skonto.”

Gemäß § 31 Abs. 1 UStDV kann eine Rechnung auch aus mehreren Dokumenten bestehen, aus denen sich die nach § 14 Abs. 4 UStG geforderten Angaben insgesamt ergeben. Es sind jedoch in dem Dokument, in dem das Entgelt und der darauf entfallende Steuerbetrag zusammen angegeben sind, die anderen Dokumente zu bezeichnen, aus denen sich die anderen Angaben ergeben. Diese Angaben müssen leicht und eindeutig nachprüfbar sein.

Bei anderen Entgeltsminderungen, deren Höhe noch nicht feststeht (z.B. nach Jahreseinkauf gestaffelte Bonivereinbarungen), genügt deshalb auf dem Dokument, das die Angabe des Entgeltes und des Steuerbetrages zusammengefasst enthält, ein hinreichend genauer Hinweis auf die entsprechende Konditionsvereinbarung, z.B.: „Zu den Bonusvereinbarungen vgl. unsere AGB/unser Vertrag vom…/unsere Vereinbarungen 2004….”

Eine Aufteilung der Entgeltsminderungen in Nettobetrag, Umsatzsteuer und Bruttobetrag ist weder dem Gesetzeswortlaut des § 14 Abs. 4 Nr. 7 UStG noch dem BMF-Schreiben vom 29.01.2004 – IV B 7 – S 7280 – 19/04 (Tz. 49) zu entnehmen und demnach nicht erforderlich.

Im Fall der Abrechnung von konkret rechnungsbezogenen Entgeltsminderungen (Minderungen aufgrund Mängelrüge etc.) ist es ausreichend, wenn auf die zugrunde liegende ursprüngliche Rechnung eindeutig Bezug genommen wird. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn in der Abrechnung die fortlaufende Nummer (Rechnungsnummer) der ursprünglichen Rechnung angegeben ist.

Ein Belegaustausch ist bei Inanspruchnahme des Skonto oder der Gewährung des Rabattes oder des Bonus nicht erforderlich. Entsprechend Abschnitt 223 Abs. 3 Satz 4 UStR ist ein Belegaustausch nur für die in § 17 Abs. 4 UStG bezeichneten Fälle vorgeschrieben. BMF v. 03.08.2004 - IV B 7 -S 7280 a - 145/04 BStBl 2004 I S. 739 BStBl 2005 I S. 937


Mehr Infos zu Skonti mit Beispielen auch im Steuerlexikon ...

Zur Buchung von Skonti siehe Buchhaltung-lernen.com ...


 

 

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Rechtsgrundlagen zum Thema: Skonto

UStAE 
UStAE 3.11. Kreditgewährung im Zusammenhang mit anderen Umsätzen

UStAE 4a.3. Nachweis der Voraussetzungen

UStAE 6a.5. Belegnachweis in Beförderungs- und Versendungsfällen – Andere Belege als die Gelangensbestätigung

UStAE 13c.1. Haftung bei Abtretung, Verpfändung oder Pfändung von Forderungen

UStAE 14.5. Pflichtangaben in der Rechnung

UStAE 17.1. Steuer- und Vorsteuerberichtigung bei Änderung der Bemessungsgrundlage

UStAE 3.11. Kreditgewährung im Zusammenhang mit anderen Umsätzen

UStAE 4a.3. Nachweis der Voraussetzungen

UStAE 6a.5. Belegnachweis in Beförderungs- und Versendungsfällen – Andere Belege als die Gelangensbestätigung

UStAE 13c.1. Haftung bei Abtretung, Verpfändung oder Pfändung von Forderungen

UStAE 14.5. Pflichtangaben in der Rechnung

UStAE 17.1. Steuer- und Vorsteuerberichtigung bei Änderung der Bemessungsgrundlage

UStAE 22.6. Erleichterungen für die Trennung der Bemessungsgrundlagen

UStR 
UStR 29a. Kreditgewährung im Zusammenhang mit anderen Umsätzen

UStR 125. Nachweis der Voraussetzungen

UStR 182b. Haftung bei Abtretung, Verpfändung oder Pfändung von Forderungen

UStR 185. Pflichtangaben in der Rechnung

UStR 223. Steuer- und Vorsteuerberichtigung bei Änderung der Bemessungsgrundlage

UStR 259. Erleichterungen für die Trennung der Bemessungsgrundlagen

BewG 137
EStH 4.8 6.2 11 15.8.3 15a 20.2
KStH 14.7
BGB 675f 675i 675r 675t 675u 675y

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