Fahrtenbuch oder pauschale 1%-Regelung


Firmenwagenrechner - Vergleich Fahrtenbuch und 1%-Methode

Was ist günstiger: Fahrtenbuch oder pauschale 1%-Regelung?


 

Einen Firmenwagen bzw. Dienstwagen dürfen Sie in der Regel nicht nur beruflich nutzen, sondern auch für private Fahrten. Für die private Nutzung (sog. geldwerter Vorteil) verlangt das Finanzamt Steuern. Die werden pauschal ermittelt, mit der sog. 1-%-Methode. Sie können aber auch ein Fahrtenbuch führen und damit Steuern sparen.

Firmenwagenrechner: Geldwerter Vorteil Fahrtenbuch + 1%-Methode

Berechnungsdaten

1% Methode
Bruttolistenpreis (inkl. USt.) Euro
Nutzungsdauer im Kalenderjahr
Tage der Nutzung (Fahrten Wohnung-Betrieb) Tage
Entfernung Wohnung-Betrieb km
Vorsteuerabzugsberechtigt ?
mit Vorsteuer belastete Kosten % (Standard: 80%)

Angaben Buchhaltung / Jahresabschluss
Kosten für den Zeitraumt
Kfz-Kosten mit Vorsteuerabzug (netto) Euro
Kfz-Kosten ohne Vorsteuerabzug Euro
Abschreibung AfA Euro
USt.-Prozentsatz bei Kostendeckelung (Standard: 50%)

Zusatzangaben für Fahrtenbuch

gefahrene km
betriebliche Fahrten km
Privatfahrten km

Anschaffungsdaten
Anschaffungsdatum
Anschaffungskosten (netto) Euro
Vorsteuer auf Anschaffungskosten Euro
Wirtschaftliche Nutzungsdauer gem. Afa-Tabelle Monate



 

Steuern sparen mit dem Fahrtenbuch

Checkliste: Wann lohnt es sich, ein Fahrtenbuch zu führen?

  • Der private Nutzungsanteil ist gering.
  • Der Listenpreis des Pkw ist hoch.
  • Der Pkw wurde gebraucht gekauft.
  • Der Pkw ist alt + bereits abgeschrieben.
  • Die Fahrleistung + die laufenden Kosten sind niedrig.
  • Bei Anwendung der 1 %-Methode ist der Privatanteil so hoch wie die gesamten Kfz-Kosten.
  • Im Betriebsvermögen gibt es mehrere Pkw, und ohne Fahrtenbuch müsste für jedes Fahrzeug ein Privatanteil nach der 1 %-Methode versteuert werden.
  • Wenige Fahrten zwischen Wohnung + Betrieb oder geringe Entfernung (z.B. Wohnung und Büro im selben Haus).

 

Als Firmenwagenfahrer steht man jedes Jahr erneut vor der Frage: Fahrtenbuch oder 1-Prozent-Methode? In den meisten Fällen kann mit einem Fahrtenbuch enorm an Steuerlast gespart werden, allerdings nicht ohne handschriftlichen Aufwand. Nach jeder einzelnen Fahrt müssen Kilometerstand, Datum, Zweck der Fahrt, die Start- und Zieladresse sowie gegebenenfalls der besuchte Geschäftspartner schriftlich notiert werden. Nicht so einfach, wenn man unter Zeitdruck steht und schnell zum nächsten Termin muss. Kleine Fehler, die unter Stress leicht passieren, dürfen nicht vorkommen — sonst kann es sein, dass das Finanzamt ein Fahrtenbuch ablehnt und doch die teure Ein-Prozent-Methode auferlegt. Ein Jahr mühevolles Schreiben wäre umsonst. Mit einem elektronischen Fahrtenbuch können Sie diesen Zeitaufwand und Ärger mit dem Finanzamt umgehen. Aber wie sieht so ein elektronisches Fahrtenbuch aus und was muss es können, damit das Finanzamt es nicht ablehnt?


Das Video zeigt, wann sich ein Fahrtenbuch lohnt:


Die richtige Technik macht den Unterschied

Von eingebauter Telematikbox bis OBD-Stecker – rein technisch gesehen gibt es eine Vielzahl an Optionen, die alle ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Grundsätzlich gelten dieselben Anforderungen wie an ein handschriftliches Fahrtenbuch, damit die Anerkennung des Finanzamtes gewährleistet werden kann. Neben den notwendigen Daten (Fahrtbeginn und -ende, Fahrzeit etc.) sollten Sie darauf achten, dass die folgenden Faktoren erfüllt werden.


  1. Manipulationssicherheit
    Einer der Hauptfaktoren zur Akzeptanz Ihres elektronischen Fahrtenbuches ist die Unveränderbarkeit. Damit muss technisch gewährleistet sein, dass keine nachträglichen Veränderungen gemacht werden können – oder diese zumindest genauestens dokumentiert werden. Ändern Sie beispielsweise den Namen des besuchten Kunden, weil Sie ihn versehentlich falsch eingetragen haben, so muss der vorherige Eintrag noch im Dokument erkennbar sein. Das heißt, dass Änderungen in einer Historie mit Änderungsdatum und ursprünglichem Inhalt verzeichnet werden müssen.

  2. Zeitnahe Führung
    Um sicherzustellen, dass alle Angaben korrekt sind und nicht manipuliert wurden, wird vom Fiskus vorgegeben, dass Sie Ihr Fahrtenbuch zeitnah führen. Das heißt, dass Sie jede getätigte Fahrt innerhalb von maximal sieben Tagen dokumentiert haben müssen. Bei einem elektronischen Fahrtenbuch wird dies von der Software unter anderem so umgesetzt, dass nach Ablauf der Frist undokumentierte Fahrten automatisch als Privatfahrten kategorisiert werden. Achten Sie darauf, wie Ihr Anbieter die zeitnahe Führung sicherstellt. Kann diese nicht genau nachgewiesen werden – wie durch die oben genannte automatische Kategorisierung – ist die Akzeptanz Ihres Fahrtenbuchs gefährdet.

  3. Lückenlosigkeit
    In einem ordnungsgemäßen Fahrtenbuch dürfen keine Fahrten fehlen. Diese Vorgabe ist besonders bei Apps kritisch, die ohne Hardware arbeiten. Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrtenbuch automatisch jede Fahrt aufzeichnet und sicher speichert. Außerdem darf das Löschen einer Fahrt nicht möglich sein, andernfalls verstößt der betroffene Anbieter gegen die Vorgabe der Lückenlosigkeit.

Fahrtenbuch führen: So zeichnen Sie Dienstwagenfahrten finanzamtssicher auf: Mehrere hundert Euro Steuern können Dienstwagenfahrer mit einem Fahrtenbuch sparen. Allerdings werden Fahrtenbücher vom Finanzamt streng geprüft. Hier erfahren Sie, was Sie tun müssen, damit Ihr Fahrtenbuch anerkannt wird.


Tipp: Mehr Infos zu Fahrtenbuch richtig führen ...


 

 

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