Schuldzinsen als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen


Schuldzinsen

Stehen Schulden mit der Erzielung von Einkünften im Zusammenhang, so können die Schuldzinsen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden.


 

Schuldzinsen sind als Betriebsausgaben abziehbar, wenn und soweit sie durch den Betrieb veranlasst sind (§ 4 Abs. 4 EStG). Gehört eine Verbindlichkeit zum notwendigen Betriebsvermögen, sind die für die Verbindlichkeit gezahlten Schuldzinsen betrieblich veranlasst und damit Betriebsausgaben. Die Betriebsausgaben darstellenden Schuldzinsen sind aber nur nach Maßgabe des § 4 Abs. 4a EStG abziehbar:

Schuldzinsenabzug gem. § 4 Abs. 4a EStG

 

Entnahmen Euro
Einlagen Euro

Gewinn(+)/Verlust(-) Euro
nicht abziehbare Betriebsausgaben Euro

Überentnahme vorheriges Wirtschaftsjahr Euro
Unterentnahme vorheriges Wirtschaftsjahr Euro
Verlust vorheriges Wirtschaftsjahr Euro

Schuldzinsen insgesamt Euro
├ davon Zinsen auf Anlagevermögen Euro
└ davon Zinsen auf langfriste Darlehen Euro


Kreditzinsen steuerlich absetzen

Hier finden Sie einen Kreditvergleich für Selbstständige + Privatpersonen


 

Inhaltsübersicht Schuldzinsen - Betriebsausgaben

§ 4 Abs. 4a EStG

  1. Übersicht
  2. Prüfung auf der ersten Stufe: Ermittlung der betrieblich veranlassten Schuldzinsen
    1. Zuordnung der Schuldzinsen nach dem Verwendungszweck in Betriebs- und Privatausgaben
    2. Gemischtes Kontokorrentkonto
    3. Zinszahlenstaffelmethode
    4. Zwei-Konten-Modell
  3. Prüfung auf der zweiten Stufe: Abziehbarkeit der betrieblich veranlassten Schuldzinsen
    1. Umqualifilzierung in nichtabziehbare Schuldzinsen
    2. Überentnahme
    3. Schuldzinsen aus Investitionsdarlehen
    4. Ausscheidung der auf der ersten Stufe fremdfinanzierten Entnahmen
    5. Unterentnahme
    6. Über- und Unterentnahmen früherer Wirtschaftsjahre
    7. Verluste
    8. Als Betriebsausgaben abziehbare Schuldzinsen
    9. Einnahmen-Überschussrechnung

 




 




Bearbeitungsgebühr für Unternehmerdarlehen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass von Banken vorformulierte Bestimmungen über ein laufzeitunabhängiges Bearbeitungsentgelt in Darlehensverträgen, die zwischen Kreditinstituten und Unternehmern geschlossen wurden, unwirksam sind.


Sachverhalt: In beiden Verfahren waren die Darlehensnehmer Unternehmer. Die mit den jeweiligen Banken geschlossenen Darlehensverträge enthielten Formularklauseln, wonach der Darlehensnehmer ein laufzeitunabhängiges „Bearbeitungsentgelt“ zu entrichten hat. Gegenstand der Klagen ist die Rückzahlung dieses Entgelts, weil die angegriffenen Klauseln nach Ansicht der Darlehensnehmer unwirksam sind.


Entscheidung: Der BGH erklärte die angegriffenen Klauseln für unwirksam:

- Die streitigen Klauseln halten einer Inhaltskontrolle nicht stand. Soweit die beklagten Banken die Vereinbarung laufzeitunabhängiger Bearbeitungsentgelte mit einem entsprechenden Handelsbrauch gerechtfertigt haben, stützt ihr Sachvortrag das Bestehen eines solchen Handelsbrauches nicht.

- Die Angemessenheit der Klauseln lässt sich auch nicht mit Besonderheiten des kaufmännischen Geschäftsverkehrs rechtfertigen. Dass ein Unternehmer möglicherweise eine sich aus verschiedenen Entgeltkomponenten ergebende Gesamtbelastung besser abschätzen kann als ein Verbraucher, belegt nicht die Angemessenheit der Klausel bei Verwendung gegenüber Unternehmern. Denn die Inhaltskontrolle soll vor Klauseln schützen, bei denen das auf einen gegenseitigen Interessenausgleich gerichtete dispositive Gesetzesrecht durch einseitige Gestaltungsmacht des Klauselverwenders außer Kraft gesetzt wird.

- Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass Kreditinstitute gegenüber Unternehmern keine solche einseitige Gestaltungsmacht in Anspruch nehmen könnten. Auf ein gesteigertes wirtschaftliches Verständnis von Unternehmern kommt es bei den vorliegenden Klauseln nicht an, weil sie von einem Verbraucher ebenso wie von einem Unternehmer ohne Weiteres zu verstehen sind.


Hinweis: Bereits zuvor hatte der BGH vorformulierte Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherdarlehen und Darlehensgebühren bei Bausparverträgen für unzulässig erklärt. Jetzt gilt dies auch für Kreditverträge zwischen Banken und Unternehmern.


 

 

Das könnte Sie aus dem Bereich 'Einkommensteuer' auch interessieren:


zurück zu Steuerrechner

to Top Steuerrechner

Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:




Buchhaltungssoftware für PC & online
Buchhaltungssoftware MS-Buchhalter
Jetzt kostenlos downloaden …
Buchhaltung online (kostenlos)


Steuerberater


Schmiljanstraße 7, 12161 Berlin
(Tempelhof-Schöneberg/ Friedenau)
E-Mail: Steuerberater@steuerschroeder.de
Öffnungszeiten Steuerbüro: Mo. - Fr. 9 - 18 Uhr

Facebook Steuerberater-Twitter Steuerberater Dipl.-Kfm. Michael Schröder auf Xing kontaktieren



Steuer App




Steuerberatung und Steuererklärung vom Steuerberater in Berlin

Impressum, Haftungsausschluss & Datenschutz | © Dipl.-Kfm. Michael Schröder, Steuerberater Berlin