Verlustabzug Rechner

Verlustabzug
(Verlustrücktrag + Verlustvortrag)
Berechnung


Berechnen Sie schnell & einfach die steuerlich optimale Verteilung des Verlustabzuges.

Verlustabzug Rechner


Verlustjahr:
Veranlagungsart:
negativer Gesamtbetrag der Einkünfte: Euro

RücktragsjahrVortragsjahr
Zu versteuerndes Einkommen

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Verlustrücktrag

Im Jahr der Entstehung nicht ausgeglichene Verluste zieht Ihr Finanzamt automatisch von Ihren im Vorjahr erzielten Einkünften ab (Verlustrücktrag). Der Verlustrücktrag ist auf eine Million Euro beschränkt. Bei zusammenveranlagten Ehegatten/ Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag.

Sie können den Verlustrücktrag ganz oder teilweise beschränken. Auf Antrag sieht das Finanzamt von der Verrechnung mit den Einkünften des Vorjahres ab und erlässt einen Verlustfeststellungsbescheid. Der Verlust mindert dann Ihre Einkünfte in den folgenden Jahren (Verlustvortrag). Den Antrag stellen Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung für das Verlustentstehungsjahr.


Einkommensteuererklärung 2019:
Vordruck Zeile
Hauptvordruck 2
Anlage Sonstiges 8

Tipp: Liegt Ihr Einkommen des Vorjahres unter dem Grundfreibetrag, fallen keine Steuern an. In diesem Fall sollten Sie auf den Verlustrücktrag verzichten.


Bitte beachten Sie: Der Verlustrücktrag führt in der Regel zu einer Erstattung der für das Vorjahr gezahlten Einkommensteuer. Erstattungszinsen erhalten Sie in diesem Fall jedoch erst, wenn seit Ablauf des Verlustentstehungsjahrs bereits mehr als 15 Monate vergangen sind.


Verlustvortrag

Ist nach dem Verlustrücktrag noch ein Teil des Verlustes übrig oder wurde kein Verlustrücktrag durchgeführt, erhalten Sie einen Verlustfeststellungsbescheid. Den darin genannten (verbleibenden) Verlust zieht das Finanzamt automatisch von Ihren Einkünften in den Folgejahren ab (Verlustvortrag). Hat Ihr Finanzamt einen verbleibenden Verlustvortrag festgestellt, sind Sie im Folgejahr zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet.


Tipp: Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie erhöht sich der Verlustrücktrag für die Jahre 2020 und 2021 auf fünf Millionen Euro bei Einzelveranlagung und zehn Millionen Euro bei Zusammenveranlagung. Der Rücktrag kann bereits in der Steuererklärung für 2019 angesetzt werden. Der Verlustrücktrag kann unmittelbar finanzwirksam schon mit der Steuererklärung 2019 genutzt werden. Neben der Möglichkeit eines Pauschalansatzes in Höhe von 30 % kann auch ein höherer rücktragsfähiger Verlust anhand detaillierter Unterlagen (z. B. betriebswirtschaftlicher Auswertungen) nachgewiesen werden. Er kann nicht nur bei der Jahressteuerfestsetzung für 2019, sondern auch bei der Herabsetzung von Vorauszahlungen genutzt werden. Sollte sich im Rahmen der Jahressteuerfestsetzung für 2019 eine Nachzahlung aufgrund der herabgesetzten Vorauszahlungen wegen eines voraussichtlich erwarteten rücktragsfähigen Verlustes für 2020 ergeben, wird diese auf Antrag zinslos gestundet.


Das Finanzamt trägt den Verlust so lange vor, bis er vollständig aufgebraucht ist. Bis dahin erhalten Sie mit jedem Einkommensteuererbescheid einen Verlustfeststellungsbescheid. Eine Beschränkung des Verlustvortrags ist nicht möglich.


Einkommensteuererklärung 2019:
Vordruck Zeile
Hauptvordruck 2
Anlage Sonstiges 7

Hinweis: Der Verlustvortrag ist gestaffelt. Bis zur Höhe von einer Million Euro mindert der Verlust vollständig Ihre Einkünfte im Folgejahr. Bei zusammenveranlagten Ehegatten/Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag. Übersteigt Ihr Verlust eine Million Euro und übersteigen Ihre Einkünfte im Folgejahr ebenfalls eine Million Euro, ist der Verlustvortrag für den eine Million übersteigenden Betrag Ihrer Einkünfte auf 60 % dieses übersteigenden Teils begrenzt.


Hinweis:: Hat das Finanzamt Ihren Verlust nicht oder nicht in voller Höhe anerkannt, können Sie sich mit einem Einspruch wehren. Den Einspruch müssen Sie in der Regel gegen den Einkommensteuerbescheid einlegen. Ein Einspruch allein gegen den Verlustfeststellungsbescheid ist nur dann ausreichend, wenn der Einkommensteuerbescheid zutreffend ist und der Verlustfeststellungsbescheid davon abweicht oder die Aufteilung des verbleibenden Verlustvortrags auf die Ehegatten/Lebenspartner fehlerhaft ist.


Verlustabzug nach Veranlagungsart

Bei Ehegatten/Lebenspartnern unterscheidet sich der Verlustabzug nach der Veranlagungsart::

Veranlagungsart im Verlustentstehungsjahr Veranlagungsart im Verlustabzugsjahr Verlustabzugsmöglichkeiten
Einzelveranlagung Einzelveranlagung Der Verlustabzug erfolgt bei dem Ehegatten/ Lebenspartner, der den Verlust erwirtschaftet hat. Ein verbleibender Verlust ist nicht auf den anderen Ehegatten/ Lebenspartner übertragbar. Für den Verlustrücktrag und Verlustvortrag gilt jeweils der Höchstbetrag von einer Million Euro.
Einzelveranlagung Zusammenveranlagung Der Verlustabzug erfolgt vorrangig bei dem Ehegatten/ Lebenspartner, der den Verlust erwirtschaftet hat. Ein verbleibender Verlust ist auf den anderen Ehegatten/Lebenspartner übertragbar. Für den Verlustrücktrag und Verlustvortrag gilt der Höchstbetrag von zwei Millionen Euro.
Zusammenveranlagung Einzelveranlagung Der Verlust ist auf die Ehegatten/ Lebenspartner im Verhältnis der erwirtschafteten Verluste im Entstehungsjahr aufzuteilen. Ein verbleibender Verlust ist nicht auf den anderen Ehegatten/Lebenspartner übertragbar. Für den Verlustrücktrag und Verlustvortrag gilt jeweils der Höchstbetrag von einer Million Euro.

Bitte beachten Sie: Die Aufteilung der Verluste finden Sie in Ihrem letzten Verlustfeststellungsbescheid .
Zusammenveranlagung Zusammenveranlagung Der Verlustabzug erfolgt vorrangig bei dem Ehegatten/ Lebenspartner, der den Verlust erwirtschaftet hat. Ein verbleibender Verlust ist auf den anderen Ehegatten/Lebenspartner übertragbar. Für den Verlustrücktrag und Verlustvortrag gilt jeweils der Höchstbetrag von zwei Millionen Euro.

Besondere Verlustverrechnungskreise

Für Verluste aus bestimmten Einkunftsarten gelten Besonderheiten: Sie bilden jeweils einen eigenen Verlustverrechnungskreis. Sie dürfen nur mit Gewinnen der gleichen Einkunftsart verrechnet werden. Zu diesen Verlusten gehören z.B.:

  • Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften
  • Verluste aus der Veräußerung von Aktien
  • Verluste aus sonstigem Kapitalvermögen
  • Verluste aus gewerblicher Tierzucht oder gewerblichem Tierhandel
  • Verluste aus sonstigen Leistungen (z.B. Vermietung eines Wohnwagens)

Der Höchstbetrag für einen Verlustrücktrag bzw. Verlustvortrag gilt je Verlustverrechnungskreis.


Bitte beachten Sie: Verluste aus der Veräußerung von Aktien und aus sonstigem Kapitalvermögen können lediglich im Jahr ihrer Entstehung oder in den Folgejahren (Verlustvortrag) berücksichtigt werden. Ein Verlustrücktrag ist nicht zulässig. Weitere Informationen finden Sie in den BMF-Schreiben vom 18.01.2016, vom 10.05.2019 und vom 16.09.2019.


Den Verlustausgleich bei Verlusten aus Kapitalvermögen, die der Kapitalertragsteuer unterliegen, führt Ihre Bank durch. Eine Berücksichtigung durch das Finanzamt ist nur bei Vorlage einer Verlustbescheinigung möglich. Ihre Bank ist verpflichtet, Ihnen auf Wunsch eine solche Bescheinigung auszustellen.


Verluste im Todesjahr oder vorhandene Verlustvorträge eines Verstorbenen können in der Regel nicht auf den Erben übertragen werden. Ausnahmen bestehen für zusammenveranlagte Ehegatten/ Lebenspartner und Verluste als Kommanditist einer Personengesellschaft.


Einkommensteuer Verlustabzug

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Verlustabzugsbeschränkung für Körperschaften § 8c KStG

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Rechtsgrundlagen zum Thema: Verlust

EStG 3; 4f; 4h; 5; 5a; 5b; 7g; 10d; 13a; 15; 15a; 15b; 17; 19; 20; 22; 23; 26a; 32c; 32d; 43a; 44a; 44b; 51; 52; 55; 57;
EStR 2; 2a; 4.2; 4.5; 6a; 7a; 10d; 13a.2; 15.10; 15a; 24.2; 26b; 32d; 33.2; 34.1; 34c; 46.2; 49.1;
EStDV 56; 60; 62d; 84;
GewStG 8; 10a; 35b;
KStG 5; 8; 8a; 8b; 8c; 8d; 9; 12; 14; 15; 17; 20; 22; 33; 35;
AO 149; 152; 233a; 362; 394; 149; 152; 233a; 362; 394;
UStAE 1.6; 1.8; 2.3; 3g.1; 4.8.2; 4.11b.1; 13b.3a; 15a.6; 18.14; 1.6; 1.8; 2.3; 3g.1; 4.8.2; 4.11b.1; 13b.3a; 15a.6; 18.14; 22.6;
GewStR 7.1; 8.1; 8.4; 8.6; 10a.1; 10a.2; 10a.3; 10a.4; 33.1; 35b.1;
UStR 6; 12; 18; 42n; 57; 217b; 242; 259;
KStR 4.2; 5.7; 6; 7.1; 8.10; 14.5; 14.7; 15; 16; 17; 22; 35;
AEAO 38; 46; 53; 55; 58; 62; 64; 67a; 122; 141; 180; 194; 233a; 251; 350; 361; 362;
HGB 110; 120; 121; 167; 168; 169; 172; 231; 232; 235; 236; 242; 249; 252; 253; 264; 264c; 265; 266; 268; 272; 274; 275; 276; 277; 284; 285; 297; 299; 305; 307; 308a; 312; 313; 314; 326; 335; 336; 340c; 340e; 340f; 340g; 340h; 340l; 341e; 367; 390; 411; 413; 418; 424; 425; 426; 427; 429; 430; 431; 432; 433; 434; 436; 437; 438; 439; 445; 446; 449; 451d; 451e; 451f; 451h; 452a; 452b; 461; 466; 471; 475; 475a; 480; 484; 487; 491; 498; 499; 500; 501; 503; 504; 505; 506; 507; 508; 509; 510; 511; 512; 520; 521; 523; 536; 539; 542; 546; 547; 548; 549; 550; 551; 577; 590; 592; 596; 598; 606; 607; 609;
ErbStG 13a;
ErbStR 13a.4; 13a.8; 13a.10;
LStR 3.12; 39a.2; 40b.1;
BewG 137; 202;
EStH 2a; 4.2.1; 4.2.9; 4.2.15; 4.3.2.4; 4.5.2; 4.6; 4.8; 5.3; 5.7.1; 6.2; 6.7; 6.8; 7.4; 10.6; 10d; 13a.2; 15.3; 15.7.5; 15.8.1; 15.8.3; 15.8.6; 15.9.4; 15.9.5; 15.10; 15a; 15b; 16.4; 16.10; 17.4; 17.5; 17.7; 17.8; 18.1; 20.1; 20.2; 21.2; 21.7; 22.1; 22.8; 23; 24.1; 32b; 33.1.33.4; 44a; 46.2; 46.3; 49.1; 55;
StbVV 24; 35; 36;
GewStH 2.1.6; 2.3.1; 2.6.1; 2.7; 3.14; 7.1.1; 7.1.3; 7.1.4; 7.1.5; 8.4; 8.6; 9.4; 10a.1; 10a.2; 10a.3.1; 10a.3.2; 10a.3.3; 10a.4; 35b.1;
KStH 6; 7.1; 8.5; 8.8; 8.9; 8.10; 8.12; 8b; 8c; 9; 11; 14.5; 14.7; 14.8; 15; 17; 22; 27; 31.2;
LStH 9.1; 9.8; 9.9; 9.10; 19.3; 39b.6; 40b.1;
ErbStH E.7.4.1; B.97.1; B.97.3; B.163.8;
AStG 8; 10;
GrStR 38;
StBerG 4; 19;
BGB 55a; 255; 354; 357; 357b; 616; 675l; 675m; 701; 702; 702a; 703; 707; 721; 722; 729; 735; 739; 740; 804; 925; 925a; 926; 927; 928; 929; 929a; 930; 931; 932; 932a; 933; 934; 935; 936; 937; 938; 939; 940; 941; 942; 943; 944; 945; 946; 947; 948; 949; 950; 951; 952; 953; 954; 955; 956; 957; 958; 959; 960; 961; 962; 963; 964; 965; 966; 967; 968; 969; 970; 971; 972; 973; 974; 975; 976; 977; 978; 979; 980; 981; 982; 983; 984; 1238; 1435;

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