Ausgleichszahlung Rente: Rechner mit Steuervorteil

Vorzeitige Rente mit 63: Wie Sie Rentenabschläge langfristig durch freiwillige Sonderzahlung vermeiden + Steuern sparen

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Abschläge bei der Rente

Wer früher in Rente gehen möchte, muss mit Abschlägen rechnen. Abschläge sind Abzüge von der Rente. Solche Abzüge, gibt es

  • bei der Altersrente, wenn sie vorzeitig in Anspruch genommen wird,
  • bei Renten wegen Erwerbsminderung und bei Erziehungsrenten, wenn sie vor dem 63. Geburtstag in Anspruch genommen werden, und
  • bei Hinterbliebenenrenten (Witwen-/Witwerrenten, Waisenrenten), wenn der Versicherte vor seinem 63. Geburtstag gestorben ist.

Das 63. Lebensjahr galt übergangsweise bis zum Jahr 2012 und wird danach schrittweise bis zum 65. Lebensjahr angehoben. Ab 2024 können abschlagsfreie Renten wegen Erwerbsminderung oder Erziehungsrenten erst mit 65 Jahren geleistet werden. Auch Hinterbliebenenrenten werden dann erst abschlagsfrei geleistet, wenn der verstorbene Versicherte mindestens 65 Jahre alt war.

Der Abschlag beträgt 0,3 Prozent pro Monat, den die Rente vorzeitig beansprucht wird. Bei Altersrenten liegt der maximale Abschlag bei 18 Prozent, bei Renten wegen Erwerbsminderung, Erziehungsrenten und Hinterbliebenenrenten sind es höchstens 10,8 Prozent. Der Abschlag und die damit verbundene Rentenminderung können ganz oder teilweise nach § 187a SGB VI durch eine Ausgleichszahlung ganz oder teilweise ausgeglichen werden. Der Ausgleichsbetrag ist als Teilzahlung auch in den Folgejahren frei wählbar. Ausgleichbeiträge können Sie also zeitlich steueroptimiert verteilen. Bis zu welcher Höhe Sie diese Ausgleichszahlungen als Altervorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen können, können Sie mit unserem Rechner jetzt einfach + schnell berechnen:

Renten-Ausgleichsrechner

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Tipps: Berechnen Sie die Höhe Ihrer Rente und die Abschläge. Ein weiterer Vorteil ist, dass Renteneinkünfte nachgelagert besteuert werden und der steuerpflichtige Anteil geringer ist, je früher Sie in Rente gehen, siehe Renten-Steuerrechner.


Lohnt sich die Ausgleichszahlung?

Ab dem 50. Lebensjahr können Versicherte Abschläge bei der Rente ausgleichen. Der Rentenabschlag für den Jahrgang 1954 bis 1964 für die vorzeitige Rente mit 63 Jahren beträgt 9,6 % bis 14,4 %. Angenommen, der Rentenabschlag beträgt ca. 100 Euro monatlich, müssten 25.000 Euro zusätzlich gezahlt werden, um die Rentenminderung auszugleichen. Das bedeutet: Die 25.000 Euro sind erst nach 21 Jahren Rentenbezug zurückgezahlt. Erst mit einem Alter von 84 Jahren würde eine positives Ergebnis erzielt werden (ohne Zins und Zinseszins).

Hinweis: Es können sich weitere Vorteile ergeben: Erwerbsminderungsschutz, Hinterbliebenenschutz + Rehabilitationsleistungen.

Beispiel: Ein Rentner mit Jahrgang 1955 geht mit 63 Jahren in Rente. Der Rentenabschlag beträgt 9,9 % für die Inanspruchnahme von 33 Monaten vor der Regelaltersgrenze. Der Abschlag beträgt 183 Euro monatlich bei einer angenommenen Rente von 1.850 Euro. Der Abschlag kann durch eine Zahlung von 47.000 Euro in die Rentenkasse ausgeglichen werden. Nach mehr als 21 Jahren Rentenbezug würde dieser erst zurückgezahlt sein.

Fazit: Ob sich Sonderzahlungen zum Ausgleich einer Rentenminderung lohnen, hängt davon ab, wie alt der Versicherte wird. Man muss also schon sehr alt werden, damit der Ausgleich sich lohnt.


Renten Ausgleichszahlung

Die Rentenminderung durch Abschläge bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme einer Altersrente kann ganz oder teilweise durch die Sonderzahlung von Beiträgen ausgeglichen werden. Eine Ausgleichszahlung ist ab Vollendung des 50. Lebensjahres möglich. Die voraussichtliche Höhe der auszugleichenden Rentenminderung ergibt sich aus einer besonderen Rentenauskunft, die unter Angabe des gewünschten Rentenbeginns beantragt werden muss.


Rentenauskunft

Die Rentenauskunft ist eine schriftliche oder elektronische Information der Deutschen Rentenversicherung, die Versicherte ab dem 55. Geburtstag alle drei Jahre automatisch erhalten. Auf Antrag wird sie auch früher versandt. Die Rentenauskunft informiert unter anderem über

  • alle rentenrechtlichen Zeiten des Versicherten,
  • die bisher erworbenen Rentenansprüche,
  • den frühestmöglichen und den regulären Rentenbeginn.

Auf Antrag wird in einer besonderen Rentenauskunft auch über die Höhe der Beitragszahlung informiert, die notwendig wäre, um die Rentenminderung (Abschläge), die durch eine vorzeitige Inanspruchnahme einer Altersrente entstehen würde, auszugleichen (Ausgleichszahlung).

 

 

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Steuergesetze zum Thema: Ausgleichszahlung

UStAE 1.3; 1.3;
UStR 3;
EStH 4.7;
GewStH 7.1.3;
ErbStH E.3.1.1; E.3.1.4; E.13.4; E.13a.3; E.13c;
BGB 558; 1568b;

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