Steuerberater Berlin Michael Schröder Steuerberater
 

Willkommen bei Rechnung schreiben

Hier erfahren Sie, wie Sie schnell und einfach eine Rechnung ordnungsgemäß erstellen. Außerdem finden Sie hier Muster, Vorlagen und Freeware-Programme mit denen Sie als Unternehmer bzw. auch als Kleinunternehmer ordnungsgemäße Rechnungen schreiben können.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Rechnung Definition

Rechnungen online schreiben

Natürlich wissen die meisten Personen im Großen und Ganzen was eine Rechnung ist, jedoch ist es was komplett anderes, wenn man zum ersten Mal selbst eine Rechnung schreiben muss. Man sollte das Ganze nicht zu sehr auf die leichte Schulter nehmen, da Formvorschriften beachtet werden müssen. Zunächst sollten Sie wissen, was eine Rechnung überhaupt ist, damit das Finanzamt die Rechnung schließlich auch anerkennt. Eine Rechnung ist eine Urkunde, mit der ein Unternehmer gegenüber dem Leistungsempfänger seine Leistung abrechnet. Eine Rechnung ist also eine Auflistung von Preisen und Leistungen an den Kunden und eine Geldforderung an den Kunden gestellt wird. Jeder wird schon einmal eine Rechnung in der Hand gehalten haben. Nach einem Online-Einkauf hat man beispielsweise oft die Möglichkeit "auf Rechnung" oder "per Nachnahme" zu bezahlen. Eine Rechnung listet detailliert die Waren und Dienstleistungen auf, die man in Anspruch genommen hat. Obendrein muss die in den Preisen enthaltene Umsatzsteuer in der Rechnung angewiesen sein. Nicht selten werden auf einer Rechnung auch detaillierte Zahlungsweisen und Kundennummern mitgeteilt. Rechnungsnummern und Kontaktpersonen sollten ebenfalls vermerkt sein. Normalerweise wird die Tilgung einer Rechnung mit einer Quittung bestätigt.

Weitere Infos auch im Steuerlexikon: Rechnung - Begriff

 

Rechnung erstellen

Rechnungen dürfen nur Unternehmer ausstellen. Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Selbständig ist, wer auf eigene Rechnung mit der Absicht, Einnhamnen zu erzielen sich nachhaltig am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt.

 

Die Papierform ist nicht erforderlich. Die Rechnung kann alternativ aber auch elektronisch verschickt bzw. digital signiert werden. Rechnungen sind auch in elektronischer Form per E-Mail zulässig. Siehe PDF Rechnungen online erstellen.. Hierfür ist jedoch das Einverständnis des Empfängers notwendig. Mehr Infos unter siehe elektronische Rechnung ...

 

Wenn eine Rechnung nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht, ist diese nicht ordnungsgemäß. Dann kann keine Vorsteuer abgezogen werden. Daher ist der Rechnungsempfänger in einem solchen Fall berechtigt, den Rechnungsbetrag einzubehalten.

Weitere Infos auch im Steuerlexikon: Rechnung

 

Pflichtangaben in der Rechnung

Nur für ordnungsgemäße Rechnungen bekommen Sie bzw. Ihr Kunde die Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet. Bestimmte Angaben müssen dafür auf der Rechnung ersichtlich sein. Zudem gibt es Spezialfälle, in denen zusätzliche Angaben erforderlich sind - vor allem Gutschriften sowie Rechnungen, bei denen der Empfänger die Umsatzsteuer schuldet. Sehen Sie in diesem Video, wie ordnungsgemäßge Rechnungen aussehen.

Die Mindestbestandteile einer Rechnung sind im Umsatzsteuergesetz festgehalten. Laut § 14 UStG muss sie mindestens folgende Bestandteile vorweisen:

  1.  Name des leistenden Unternehmers
  2.  Anschrift des leistenden Unternehmers
  3.  Name und Anschrift des Leistungsempfängers
  4.  Angabe der Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  5.  Rechnungsdatum
  6.  Fortlaufende Rechnungsnummer
  7.  Bezeichnung der erbrachten Leistung
  8.  Zeitpunkt der Leistung
  9.  Entgelt
  10.  Steuersatz und Steuerbetrag
  11.  Bezeichnung als Gutschrift bei Abrechnung durch Leistungsempfänger

 

1. Angabe Ihres Namens

Sie müssen als leistender Unternehmer und Rechnungsaussteller Ihren vollständigen Namen angeben. Betreiben Sie kein Einzelunternehmen, sondern führen Sie eine Personengesellschaft oder GmbH muss der Name der Gesellschaft in der Rechnung genannt werden.

 

2. Angabe Ihrer Anschrift

In der Rechnung muss außerdem Ihre vollständige Geschäftsanschrift bzw. bei Gesellschaften deren Geschäftsadresse angegeben werden.

 

3. Name und Anschrift Ihres Kunden

Die Rechnung muss an Ihren Kunden gerichtet werden und dessen Namen sowie (Geschäfts-)Anschrift enthalten; denn er ist der Leistungsempfänger, der die Vorsteuer geltend machen will. Ist Ihr Kunde eine Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft (z. B. GmbH), muss die Rechnung an die Personen- bzw. Kapitalgesellschaft gerichtet sein. Statt der Anschrift genügt übrigens auch ein Postfach oder eine Großkundenadresse.

 

4. Angabe der Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummerm (Mehr Infos unter Rechnung - EU)

In der Rechnung müssen Sie entweder Ihre Steuernummer oder Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angegeben. Mehr Infos zur UID im Steuerlexikon .

 

5. Rechnungsdatum

Ihre Rechnung muss ein Rechnungsdatum (Ausstellungsdatum) ausweisen. Dies ist der Tag, an dem Sie die Rechnung erstellen.

 

6. Fortlaufende Rechnungsnummer

Weiterhin müssen Sie eine fortlaufende Rechnungsnummer verwenden, damit das Finanzamt sicherstellen kann, dass die Rechnung nur einmal erstellt worden ist. Es empfehlen sich fortlaufende Nummern. Die Rechnungsnummer soll sicherstellen, dass die Rechnung wirklich einmalig ist. Bei der Erstellung der Rechnung ist es zugelassen, eine oder mehrere Zahlen und Buchstaben zu verwenden. Obendrein ist die Kombination von Ziffern und Buchstaben zulässig. Der Aussteller der Rechnung kann selbst entscheiden, wie viele Nummerkreise für organisatorisch, zeitlich und geografisch abgegrenzte Bereiche geschaffen werden, in denen eine Nummer jeweilig einmalig vergeben wird. Bei Kaufverträgen über Dauerleistungen ist es nicht schädlich, wenn vor Januar 2004 abgeschlossene Verträge keine Nummer haben, die fortlaufend ist. Es ist auch nicht erforderlich eine solche Rechnung um eine fortlaufende Nummer zu ergänzen.

 

7. Bezeichnung der erbrachten Leistung

Sie müssen die von Ihnen erbrachte Leistung in der Rechnung bezeichnen: Bei einer Warenlieferung müssen Sie die Menge und Art, d. h. die handelsübliche Bezeichnung, der gelieferten Waren angeben.

Bei einer sonstigen Leistung (Dienstleistung) müssen Sie den Umfang und die Art Ihrer Leistung konkret bezeichnen. Allgemeine Beschreibungen wie „Beratung“ oder „Handwerkerarbeiten“ reichen nicht aus.

Ist eine Leistungsbeschreibung in der Rechnung zu umfangreich, können Sie in der Rechnung auf andere Geschäftsunterlagen, z. B. auf den zugrunde liegenden Vertrag, verweisen, in dem die Leistung beschrieben wird.

 

8. Zeitpunkt der Leistung

Weiterhin müssen Sie in der Rechnung den Zeitpunkt nennen, an dem Sie Ihre Leistung erbracht haben. Dabei genügt die Angabe des Monats, in dem die Leistung ausgeführt worden ist. Auch wenn das Datum der Rechnung und das der Lieferung identisch ist, muss es doppelt aufgeführt werden. Wenn das Ausstellungsdatum des Lieferscheins den Zeitpunkt der Leistung richtig wiedergibt, wird jedoch auch folgender Satz auf der Rechnung akzeptiert: Erstellen Sie Ihre Rechnung noch am Tag Ihrer Leistung, genügt der Hinweis: „Leistungsdatum entspricht Rechnungsdatum“. Der Empfänger kann aber auch durch seine Empfangsbestätigung die Rechnung ergänzen, womit diese ebenfalls zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.  Der Zeitpunkt der Leistung ist bei Lieferungen der Tag der Warenlieferung und bei sonstigen Leistungen wie z. B. Handwerkerleistungen der Tag der Vollendung.  Die Angabe des Leistungszeitpunkts kann nicht durch die Beifügung des Lieferscheins ersetzt werden; allerdings genügt der ausdrückliche Verweis in der Rechnung auf den Lieferschein, wenn sich aus dem Lieferschein das Lieferdatum ergibt. "Das Datum des Lieferscheins entspricht dem Leistungszeitpunkt"

 

9. Entgelt

Das Entgelt ist der Nettobetrag, also ohne Umsatzsteuer. Haben Sie Leistungen zu unterschiedlichen Steuersätzen (19 % und 7 %) erbracht, müssen Sie das Entgelt nach den Steuersätzen aufteilen.

Sofern Sie ein Skonto gewähren, genügt die Angabe des Skontosatzes wie z. B. „2 % Skonto bei Zahlung bis zum …“; den genauen Skontobetrag müssen Sie nicht ausweisen. Besteht eine Bonus- oder Rabattvereinbarung, genügt in der Rechnung der Hinweis auf diese Vereinbarung. Beispiel: „Es gilt unsere Bonusvereinbarung vom …“.

 

10. Steuersatz und Steuerbetrags

Sowohl der Steuersatz (19 % oder 7 %) als auch der Steuerbetrag, also die sich ergebende Umsatzsteuer, müssen in der Rechnung ausgewiesen werden. Bei unterschiedlichen Steuersätzen müssen Steuersatz und Steuerbetrag sowohl für die Umsätze zu 7 % als auch für die Umsätze zu 19 % jeweils genannt werden.

Haben Sie eine umsatzsteuerfreie Leistung erbracht, müssen Sie in der Rechnung auf die Steuerbefreiung und den Grund für die Steuerbefreiung hinweisen, z. B. durch den Hinweis „steuerfrei wegen Vermittlung von Versicherungen“ oder durch die Angabe des Paragrafen, aus dem sich die Steuerbefreiung ergibt.

 

11. Bezeichnung als „Gutschrift“ bei Abrechnung durch Leistungsempfänger

Rechnen Sie als Leistungsempfänger mittels Gutschrift gegenüber dem leistenden Unternehmer ab, müssen Sie diese Abrechnung seit dem 30. 6. 2013 ausdrücklich als „Gutschrift“ bezeichnen. Unzulässig wäre also eine Bezeichnung als „Rechnung“ oder „Abrechnung“; denn dies gefährdet Ihren Vorsteuerabzug aus der (eigenen) Gutschrift.

Statt des Begriffs Gutschrift können Sie auch einen vergleichbaren Begriff aus einem anderen EU-Staat verwenden, z. B. „Self-billing“ (englisch) oder „autofacturation“ (französisch). Dies bietet sich an, wenn Ihr Vertragspartner als leistender Unternehmer aus einem anderen EU-Staat stammt und kein Deutsch versteht. Die Finanzverwaltung hat die entsprechenden Übersetzungen des Begriffs „Gutschrift“ veröffentlicht.

Der Begriff „Gutschrift“ muss auch dann verwendet werden, wenn Sie und Ihr Vertragspartner bei einem Tausch in einem einheitlichen Dokument sowohl über die Leistungen Ihres Geschäftspartners als auch über Ihre eigenen Leistungen abrechnen. Beachten Sie, dass in diesem Fall deutlich werden muss, wer welche Leistungen erbracht hat und dass eine Saldierung und Verrechnung der gegenseitig erbrachten Leistungen nicht zulässig ist.

Unschädlich ist es übrigens, wenn Sie Ihre kaufmännische Gutschrift, mit der Sie Ihre bisherige Rechnung korrigieren (z. B. aufgrund einer Beanstandung durch Ihren Kunden), als „Gutschrift“ und nicht als „Storno“ bezeichnen. Sie müssen dann nicht befürchten, die in dieser Gutschrift ausgewiesene Umsatzsteuer erneut abführen zu müssen.

Weitere Infos auch im Steuerlexikon: Rechnung - Gutschrift

 

Weitere Infos auch im Steuerlexikon: Rechnung - Inhalt und Rechnung - Inhalt - Sonderfälle. Siehe auch Rechnung - Inhalt - Übergangsregelung

 

Rechnung Beispiel

 

Lebensmittelgroßhandel Hans Müller Obststraße 4

k12345 Feldstadt

Tel. 02324-141 007

Fax 02324-141 008

E-Mail: hans-mueller-lebensmittel@web.de

Internet: www.lebensmittel-mueller.de

Lebensmittel Hans Müller, Obststraße 4, 12345 Feldstadt

Frische-Supermarkt Klara Schmidt

Spargelweg 17

56789 Maisbachl

Rechnung

Rechnungsnummer Kundennummer Datum

7268/13 o 1234567 02. Juli 2013n

Lieferdatum

Ware

Menge

Entgelt

Umsatzsteuer 7 %s

Umsatzsteuer 19 %s

Summe

24. 6. 2013q

Äpfel „Gala“p

300 kgp

360,- €r

25,20 €10s

-,-

385,20 €

26. 6. 2013q

Apfelsaft „Obsti“p

50 lp

50,- €r

-,-

9,50 €s

59,50 €

Gesamtbetrag

410,- €

25,20 €

9,50 €

444,70 €

Der Gesamtbetrag ist innerhalb von 14 Tagen unter Abzug von 2 % Skontor zahlbar.

Es gelten unsere AGB.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen.

Ihr Lebensmittelgroßhandel Hans Müller

Lebensmittelgroßhandel Hans Müller St.-Nr. 12/345/6789m Bankverbindung:

Obststraße 4 Finanzamt Feldstadt Agrarbank Feldstadt

12345 Feldstadt BLZ: 444 555 6600

Kto: 0135 7911 13

Außerdem sollten Ihre Rechnungen Einleitungs- und Schlusstexte beinhalten. Sprechen Sie Ihren Kunden persönlich an und geben Sie klare Zahlungsnaweisungen:

Beispiel Anrede:
Sehr geehrter Herr Meyer, vielen Dank für Ihre Bestellung und das uns entgegengebrachte Vertrauen. Wir berechnen Ihnen hiermit wie folgt: ...

Beispiel Schlusstext:
Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag - ohne Abzug (oder mit Skonto) - innerhalb von 14 Tagen unter Angabe der Rechnungsnummer auf folgendes Konto: IBAN // BIC

Bitte vermeiden Sie Formulierungen wie " … bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag auf unser Konto…" In der Fußzeile sind dann in kaum lesbarer Schriftgröße gleich mehrere Bankverbindungen aufgeführt.

 

Beispiele für eine ordnungsgemäße Rechnung sowie Kleinbetragsrechnung mit Erläuterungen der Oberfinanzdirektion Niedersachsen zum Ausstellen von Rechnungen finden Sie hier:

 

Rechnungsvorlagen zum Download

Wenn Sie nur gelegentlich eine Rechnung schreiben, genügt eine einfache kostenlose Rechnungsvorlage beispielsweise für Word oder Excel. Sie suchen nach einer Rechnungsvorlage zum Download? Hier erhalten Sie einen Überblick, wo Sie kostenlose Rechnungsvorlagen herunterladen können. Die Vorlagen sind bereits fertig formatiert, Sie müssen nur noch die Rechnung ausfüllen:

Top Rechnung schreiben

 

Verpflichtung + Fristen zur Ausstellung einer Rechnung

Wenn ein Unternehmer eine Leistung an andere Unternehmen oder juristische Personen ohne Unternehmereigenschaft ausführt, ist es immer verpflichtet eine Rechnung auszustellen. Seit dem 1. 1. 2004 ist nämlich derjenige Unternehmer, der einen Umsatz an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen oder an eine juristische Person, ausführt, dazu verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung, eine Rechnung auszustellen. Bei Leistungen gegenüber privaten Personen gilt die Verpflichtung im Grunde genommen nicht. Es gibt jedoch Ausnahmen, wie beispielsweise bei Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück. Dann muss binnen 6 Monaten eine Rechnung ausgestellt werden. Sollte ein Verstoß begangen werden, droht eine Strafe von bis zu 5.000 Euro. Die Angaben, die auf der Rechnung zu finden sind, müssen richtig und vollständig sein, damit man zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Sollten die Angaben auf der Rechnung erst im Nachhinein vervollständigt werden, ist der Abzug der Vorsteuer erst später möglich. Der Empfänger der Rechnung ist dazu verpflichtet, die Rechnung auf ihre Vollständigkeit hin zu prüfen.

 

Das Berichtigen einer Rechnung

Eine Rechnung kann immer korrigiert werden, wenn im Nachhinein festgestellt wird, dass sich fehlerhafte Angaben darin befinden. Es müssen lediglich die fehlenden Angaben ergänzt oder die Fehler berichtigt werden. Die Korrektur der Rechnung kann durch ein Dokument erfolgen, welches eindeutig auf die fehlerhafte Rechnung bezogen ist. Hierzu wird bestenfalls die Rechnungsnummer benutzt, die eine eindeutige Identifikation der Rechnung erlaubt.

 

Besonderheiten

Anzahlungen

Haben Sie mit Ihrem Kunden eine Anzahlung vereinbart und stellen Sie hierüber eine Rechnung aus, gelten die gleichen Grundsätze wie im Abschn. I. Nur den Zeitpunkt der Leistung brauchen Sie noch nicht anzugeben, weil er noch nicht feststeht.

Jedoch müssen Sie in der Rechnung angeben, dass Sie die Leistung noch nicht erbracht haben, z. B. durch die Angabe „Anzahlung“. Zudem müssen Sie den Monat der Vereinnahmung des Entgelts angeben, falls dieser Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt.

Bei der Erstellung der Schlussrechnung müssen Sie darauf achten, dass Sie sowohl die bereits erhaltenen Anzahlungen abziehen, und zwar sowohl die bereits vereinnahmten Nettobeträge als auch die bereits vereinnahmten Umsatzsteuerbeträge. Auf diese Weise vermeiden Sie einen doppelten – und damit unberechtigten – Ausweis der Umsatzsteuer (einmal in der Anzahlungsrechnung und ein weiteres Mal in der Schlussrechnung), die Sie ansonsten an das Finanzamt abführen müssten, obwohl Sie sie nur einmal vom Kunden erhalten haben.

Weitere Infos auch im Steuerlexikon: Rechnung - Anzahlung

 

Kunde als Steuerschuldner

In bestimmten Fällen schuldet Ihr Kunde die Umsatzsteuer, z. B. wenn Sie Bauleistungen an einen anderen Unternehmer oder Gebäude- und Fensterreinigungsleistungen an ein anderes Reinigungsunternehmen erbringen. Man spricht hier vom sog. Reverse-Charge-Verfahren.

Trotz der Schuldnerschaft Ihres Kunden bleiben Sie zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet, die die im Abschn. I. genannten Pflichtangaben enthalten muss. Zusätzlich müssen Sie mit dem Zusatz „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ in der Rechnung darauf hinweisen, dass der Rechnungs- und Leistungsempfänger, also Ihr Kunde, die Umsatzsteuer schuldet. Alternativ können Sie dies auch in der Sprache eines anderen EU-Staates formulieren; die Finanzverwaltung hat entsprechende Übersetzungen veröffentlicht, z. B. „Reverse Charge“ (englisch) oder „Autoliquidation“ (französisch).

 

Kleinbetragsrechnungen

Liegt der Gesamtbetrag Ihrer Rechnung nicht über 150 €, genügen Angaben zu Ihrem Namen und Ihrer Anschrift (s. I. 1.), zum Rechnungsdatum (s. Kap. I. 4.), zur erbrachten Leistung (s. I. 6.) und zum Steuersatz bzw. zu einer etwaigen Steuerbefreiung (s. I. 10.). Der Bruttobetrag kann dann in einer Summe genannt werden, so dass eine Aufteilung in Entgelt (Nettobetrag) und Umsatzsteuer nicht erforderlich ist. Auch der Name und die Anschrift Ihres Kunden muss in der Rechnung nicht genannt werden.

Weitere Infos auch im Steuerlexikon: Rechnung - Kleinbetrag

 

Hinweis auf Aufbewahrungspflicht

Haben Sie eine Bauleistung an einen Nicht-Unternehmer oder an einen Unternehmer für dessen Privatbereich erbracht, müssen Sie in der Rechnung darauf hinweisen, dass Ihr Kunde die Rechnung zwei Jahre lang aufbewahren muss.

Ein Unternehmer muss ein Duplikat der Rechnung, die er selbst in seinem Namen und für seine Rechnung ausgestellt hat, aufbewahren. Aber auch alle Rechnungen, die er ausgestellt hat, sind aufzubewahren. Die Frist beträgt 10 Jahre und beginnt mit dem Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Rechnung entworfen wurde. Man kann die Rechnungen auch auf digitalen Speichermedien festhalten, wenn diese den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Buchhaltung entsprechen. Sollte jemand gegen das Gesetz verstoßen, kann ihm eine Strafe von bis zu 500 Euro drohen.

 

Fahrausweise

Für Fahrausweise gelten im Hinblick auf die Rechnung ebenfalls Erleichterungen. Auf der Rechnung müssen folgende Angaben stehen: Der Name und die Anschrift des Unternehmens, welches befördert. Obendrein muss das Ausstellungsdatum der Rechnung zu erlesen sein. Der Steuerbetrag und das Entgelt müssen in einer Summe auf der Rechnung stehen. Der Steuersatz, der aufzuwenden ist, sofern kein ermäßigter Steuersatz gilt. Gegebenenfalls sollte ein Hinweis auf eine grenzüberschreitende Beförderung im Luftverkehr erfolgen. Für beide Formen der Rechnung sollte jedoch am Ende erneut die Checkliste abgearbeitet werden, damit man sicher geht, dass nichts vergessen wurde und die Rechnung ordnungsgemäß verfasst wurde.

Top Rechnung schreiben

 

Rechnung + Kleinunternehmer

Wenn die umsatzsteuerliche Kleinunternehmensregelung Anwendung findet, muss keine Umsatzsteuer angewiesen werden. Hieraus kann aber nicht gefolgert werden, dass die Rechnungsvorschriften keine Rolle spielen. Auch Kleinunternehmer müssen eine ordnungsgemäße Rechnung schreiben. Kleinunternehmer sind Unternehmer, was so viel heißt, als dass sie die beschriebenen Rechnungspflichten ebenso beachten müssen wie steuerpflichtige Unternehmer. Das Besondere an der Rechnung ist aber, dass die Angaben zum Steuerausweis vollkommen entfallen. Kleinunternehmer müssen bei der Rechnung demnach im Prinzip folgende Angaben beachten und aufnehmen: Neben dem Namen und der Anschrift des leistenden Unternehmens sollte auch der Leistungsempfänger benannt werden. Auf der Rechnung muss auch dessen Adresse zu vernehmen sein. Die Steuernummer ist ebenso wichtig. Das Ausstellungsdatum der Rechnung und die fortlaufende Rechnungsnummer muss auch einen Platz auf der Rechnung finden. Die handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände und obendrein auch die Menge der Waren muss angegeben werden. Der Zeitpunkt der Lieferung oder der Leistung sollte ebenfalls ersichtlich sein. Gerade bei Leistungen kann es sich um eine längere Frist handeln, die auf der Rechnung vermerkt werden sollte. Minderungen des Entgeltes, die im Voraus besprochen wurden, müssen auf der Rechnung ersichtlich werden. Die Vereinfachungen für Kleinbetragsrechnungen gelten wie in der oben aufgeführten Beschreibung. Es besteht keine Hinweispflicht für die Anwendung der Kleinunternehmerregelung. Es sollte aber darauf hingewiesen werden, weil andernfalls mit einer Verzögerung der Zahlung zu rechnen ist. Der Empfänger der Rechnung wird womöglich den mangelnden Steuerausweis bei einer Kontrolle der Rechnung beanstanden.

Top Rechnung schreiben

 

Weitere Infos auch im Steuerlexikon: Rechnung - Sonderfälle

Alle Informationen und Angaben haben wir nach bestem Wissen zusammengestellt. Sie erfolgen jedoch ohne Gewähr. Diese Information kann eine individuelle Beratung im Einzelfall nicht ersetzen. Rechtsstand: 20. 11. 2013

Top Rechnung schreiben

 

 

Buchhaltungssoftware für PC
MS-Buchhalter 2016
Jetzt kostenlos downloaden …


 

Steuerrechner


10000 60000 120000
z.v. Einkommen 40000,- Euro

Steuerberatung

Montag - Freitag 9 - 18 Uhr

Schmiljanstraße 7, 12161 Berlin
(Tempelhof-Schöneberg/ Friedenau)
E-Mail: Steuerberater@steuerschroeder.de

 

StBK/B

Steuerberater-Verband Berlin-Brandenburg e.V.

Datev Steuerberater

Suche im Steuerblog:

 

www.steuerschroeder.de Steuerinformationen vom Steuerberater in Berlin

Steuerberatung und Steuererklärung vom Steuerberater in Berlin

Steuerberater-Twitter Steuerberater Dipl.-Kfm. Michael Schröder auf Xing kontaktieren