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Verdeckte Gewinnausschüttung: vGA erkennen, berechnen und steuerlich vermeiden

Eine verdeckte Gewinnausschüttung, kurz vGA, liegt vor, wenn eine Kapitalgesellschaft einem Gesellschafter oder einer nahestehenden Person einen Vorteil gewährt, den ein ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsleiter einem fremden Dritten nicht eingeräumt hätte.

Typische Fälle sind ein zu hohes Geschäftsführergehalt, unangemessene Tantiemen, überhöhte Mieten oder Zinsen, private Kostenübernahmen, unverzinsliche Darlehen, die private Nutzung von Gesellschaftsvermögen oder nicht fremdübliche Verträge zwischen GmbH und Gesellschafter.

Stand: Juni 2026. Eine vGA ist steuerlich nicht „verboten“, führt aber zu Korrekturen: Die Kapitalgesellschaft muss ihr Einkommen außerbilanziell erhöhen; beim Gesellschafter kann der Vorteil als Kapitalertrag oder Betriebseinnahme zu versteuern sein.

Infografik: Verdeckte Gewinnausschüttung schnell prüfen

Fremdvergleich, Steuerfolgen und typische Risikofälle auf einen Blick

Merksatz: Eine vGA entsteht meistens dort, wo GmbH und Gesellschafter nicht so miteinander umgehen wie fremde Dritte.

1. Die drei zentralen Prüffragen

Vorteil gewährt?

Geld, Nutzung, Verzicht

Die GmbH zahlt zu viel, verlangt zu wenig oder verzichtet auf einen Anspruch. Auch verhinderte Vermögensmehrungen können eine vGA auslösen.

Fremdvergleich bestanden?

Wie unter Dritten?

Entscheidend ist, ob ein ordentlicher Geschäftsleiter den Vorteil einem fremden Dritten unter gleichen Umständen ebenfalls gewährt hätte.

Gesellschafterbezug?

Direkt oder nahestehend

Begünstigt sein kann der Gesellschafter selbst, aber auch eine nahestehende Person wie Ehegatte, Kind, Schwesterfirma oder Angehöriger.

2. Typische vGA-Risikofälle

Häufige Auslöser

  • überhöhtes Geschäftsführergehalt
  • unangemessene Tantieme oder Nur-Tantieme
  • überhöhte Miete an Gesellschafter
  • zu niedrige Miete von Gesellschafter an GmbH
  • unverzinsliches oder zu niedrig verzinstes Darlehen
  • private Pkw-, Reise- oder Lebenshaltungskosten über die GmbH
  • Pensionszusage ohne Fremdüblichkeit

Besonders wichtig bei beherrschenden Gesellschaftern

  • Vereinbarung im Voraus treffen
  • klar und eindeutig formulieren
  • zivilrechtlich wirksam vereinbaren
  • tatsächlich wie vereinbart durchführen
  • nachträgliche Änderungen vermeiden
  • Angemessenheit regelmäßig dokumentieren

3. Steuerliche Folgen in Kurzform

Eine vGA wirkt auf zwei Ebenen

Bei der GmbH wird der Gewinn außerbilanziell erhöht. Beim Gesellschafter ist der Vorteil grundsätzlich als Beteiligungsertrag zu erfassen. Zusätzlich können Kapitalertragsteuer, Umsatzsteuer, Schenkungsteuer oder Lohnsteuerfragen relevant werden.

§ 8 Abs. 3 KStG
§ 20 EStG
KapESt prüfen

Was ist eine verdeckte Gewinnausschüttung?

Verdeckte Gewinnausschüttung und Pensionszusage

Eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt vor, wenn eine Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter oder einer diesem nahestehenden Person einen Vorteil zuwendet, der durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist und nicht auf einem ordnungsgemäßen Gewinnverwendungsbeschluss beruht.

Steuerlich ist die vGA in § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG verankert. Danach dürfen verdeckte Gewinnausschüttungen das Einkommen der Kapitalgesellschaft nicht mindern. Der Aufwand wird daher außerbilanziell wieder hinzugerechnet.

vGA einfach erklärt

Die GmbH darf mit ihrem Gesellschafter Geschäfte machen. Sie muss dabei aber Bedingungen vereinbaren, die auch zwischen fremden Dritten üblich wären. Weichen Preis, Vertrag oder Durchführung zulasten der GmbH ab, kann das Finanzamt den unangemessenen Teil als vGA behandeln.

Beispiel: Eine GmbH mietet vom Gesellschafter ein Büro für 100.000 € jährlich. Marktüblich wären nur 70.000 €. Die Differenz von 30.000 € kann eine verdeckte Gewinnausschüttung sein.

Definition der vGA

Eine vGA ist eine Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung der Kapitalgesellschaft, die:

  • durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist,
  • sich auf den steuerlichen Gewinn auswirkt,
  • nicht auf einem offenen Gewinnverwendungsbeschluss beruht und
  • geeignet ist, beim Gesellschafter einen Beteiligungsertrag auszulösen.

Tipp: Das Video erklärt die steuerlichen Folgen einer verdeckten Gewinnausschüttung und warum eine vGA nicht immer nur Nachteil sein muss.

vGA-Rechner: Steuerliche Mehrbelastung berechnen

Mit dem folgenden Rechner können Sie überschlägig berechnen, welche steuerlichen Folgen eine verdeckte Gewinnausschüttung auf Ebene der GmbH und des Gesellschafters haben kann.

verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) Rechner

Verfahren
Betrag der Ausschüttung
Euro

Kirchensteuer
Wenn Kirchensteuer Ja: Bundesland


Hinweis: Der Rechner ersetzt keine Einzelfallprüfung. Kapitalertragsteuer, Gewerbesteuer-Hebesatz, Teileinkünfteverfahren, Beteiligungshöhe, Kirchensteuer und Sonderfälle können das Ergebnis erheblich verändern.

Voraussetzungen einer verdeckten Gewinnausschüttung

Eine vGA wird regelmäßig anhand mehrerer Prüfungsschritte festgestellt. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung im Vertrag, sondern der wirtschaftliche Gehalt.

1. Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung

Eine Vermögensminderung liegt vor, wenn die GmbH zu hohe Aufwendungen trägt. Eine verhinderte Vermögensmehrung liegt vor, wenn die GmbH auf ein angemessenes Entgelt verzichtet.

  • Die GmbH zahlt ein überhöhtes Geschäftsführergehalt.
  • Die GmbH mietet ein Grundstück vom Gesellschafter zu teuer.
  • Die GmbH überlässt dem Gesellschafter Wirtschaftsgüter zu günstig.
  • Die GmbH verzichtet auf Zinsen oder Forderungen.
  • Die GmbH übernimmt private Kosten des Gesellschafters.

2. Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis

Die Vorteilsgewährung muss durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst sein. Das ist der Fall, wenn ein fremder Dritter den Vorteil unter gleichen Bedingungen nicht erhalten hätte.

3. Auswirkung auf den Gewinn

Die vGA muss sich auf den Steuerbilanzgewinn auswirken. Auf Ebene der Gesellschaft wird sie außerbilanziell hinzugerechnet, weil sie das Einkommen nicht mindern darf.

4. Kein Zusammenhang mit offener Ausschüttung

Eine offene Gewinnausschüttung beruht auf einem ordnungsgemäßen Gewinnverwendungsbeschluss. Eine vGA ist dagegen in einem anderen Rechtsgeschäft versteckt, zum Beispiel in einem Miet-, Darlehens-, Arbeits- oder Dienstvertrag.

5. Eignung als Beteiligungsertrag

Der Vorteil muss objektiv geeignet sein, beim Gesellschafter einen Beteiligungsertrag auszulösen. Ein tatsächlicher Zufluss ist auf Gesellschaftsebene nicht zwingend erforderlich, spielt aber für die Besteuerung beim Gesellschafter eine wichtige Rolle.

Fremdvergleich: Würde ein ordentlicher Geschäftsleiter so handeln?

Der Fremdvergleich ist das wichtigste Prüfungsinstrument. Gefragt wird, ob ein ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsleiter die Vereinbarung mit einem fremden Dritten genauso abgeschlossen hätte.

Wichtige Kriterien beim Fremdvergleich

  • Marktüblicher Preis oder marktübliche Vergütung,
  • klare vertragliche Vereinbarung,
  • tatsächliche Durchführung wie vereinbart,
  • angemessene Sicherheiten bei Darlehen,
  • übliche Laufzeiten und Kündigungsfristen,
  • keine einseitige Risikoverlagerung zulasten der GmbH,
  • saubere Dokumentation der Entscheidungsgrundlagen.

Praxistipp: Dokumentieren Sie bei Gesellschafterverträgen immer, warum die Konditionen fremdüblich sind. Vergleichsangebote, Gutachten, Gehaltsstudien, Mietspiegel oder Bankkonditionen können entscheidend sein.

Besonderheiten beim beherrschenden Gesellschafter

Bei beherrschenden Gesellschaftern gelten besonders strenge Anforderungen. Eine Leistung der GmbH ist nur dann steuerlich anzuerkennen, wenn sie auf einer Vereinbarung beruht, die im Voraus getroffen, klar und eindeutig formuliert, zivilrechtlich wirksam und tatsächlich durchgeführt wurde.

Wann ist ein Gesellschafter beherrschend?

Beherrschend ist ein Gesellschafter typischerweise, wenn er seinen Willen in der Gesellschafterversammlung durchsetzen kann. Das ist regelmäßig bei einer Stimmenmehrheit der Fall. Auch gleichgerichtete Interessen mehrerer Gesellschafter oder besondere Stimmrechtsvereinbarungen können eine Beherrschung begründen.

Typische Fehler bei beherrschenden Gesellschaftern

  • Geschäftsführergehalt wird erst rückwirkend vereinbart.
  • Tantieme wird ohne klare Bemessungsgrundlage gezahlt.
  • Darlehen wird ohne schriftlichen Vertrag gewährt.
  • Mietvertrag wird nicht wie vereinbart durchgeführt.
  • Pensionszusage wird ohne ausreichende Probezeit oder Erdienbarkeit erteilt.
  • Verträge werden erst im Rahmen der Betriebsprüfung nachgereicht.

Merksatz: Bei beherrschenden Gesellschaftern reicht Angemessenheit allein nicht. Form, Zeitpunkt und tatsächliche Durchführung der Vereinbarung sind ebenso wichtig.

Typische Beispiele für verdeckte Gewinnausschüttungen

1. Überhöhtes Geschäftsführergehalt

Zahlt eine GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer eine Gesamtvergütung, die deutlich über dem fremdüblichen Niveau liegt, kann der unangemessene Teil eine vGA sein.

2. Unangemessene Tantieme

Tantiemen müssen klar vereinbart, im Voraus festgelegt und angemessen sein. Besonders kritisch sind Nur-Tantiemen, nachträglich beschlossene Tantiemen oder Gewinnbeteiligungen, die die GmbH übermäßig belasten.

3. Pensionszusage an Gesellschafter-Geschäftsführer

Pensionszusagen können eine vGA auslösen, wenn sie nicht fremdüblich sind. Typische Prüfpunkte sind Probezeit, Erdienbarkeit, Finanzierbarkeit, Angemessenheit und klare schriftliche Zusage.

4. Miete und Immobilienüberlassung

Vermietet der Gesellschafter ein Grundstück oder Gebäude an seine GmbH, muss die Miete angemessen sein. Überhöhte Mieten führen beim unangemessenen Teil zur vGA.

5. Gesellschafterdarlehen

Darlehen zwischen GmbH und Gesellschafter müssen fremdüblich verzinst, besichert und tatsächlich durchgeführt werden. Unverzinsliche Darlehen, fehlende Rückzahlungsvereinbarungen oder nicht durchsetzbare Forderungen sind vGA-Risikofälle.

6. Private Kosten über die GmbH

Übernimmt die GmbH private Aufwendungen des Gesellschafters, etwa private Reisen, private Feiern, private Pkw-Kosten oder Lebenshaltungskosten, kann eine vGA vorliegen.

7. Nahestehende Personen

Auch Vorteile an Ehegatten, Kinder, Eltern, Schwesterunternehmen oder andere nahestehende Personen können eine vGA sein, wenn der Vorteil wirtschaftlich durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist.

Steuerliche Rechtsfolgen einer vGA

Auf Ebene der GmbH

Die vGA darf das Einkommen der Kapitalgesellschaft nicht mindern. Deshalb wird der unangemessene Aufwand oder die verhinderte Vermögensmehrung außerbilanziell hinzugerechnet.

  • Erhöhung des körperschaftsteuerpflichtigen Einkommens,
  • zusätzliche Körperschaftsteuer von 15 %,
  • zusätzlicher Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer,
  • regelmäßig höhere Gewerbesteuer,
  • mögliche Nachzahlungszinsen und Säumnisfolgen,
  • gegebenenfalls Korrektur mehrerer Veranlagungszeiträume.

Auf Ebene des Gesellschafters

Beim Gesellschafter wird die vGA grundsätzlich als Beteiligungsertrag behandelt, wenn ihm der Vorteil zugeflossen ist. Hält der Gesellschafter seine Beteiligung im Privatvermögen, handelt es sich regelmäßig um Einkünfte aus Kapitalvermögen.

Beteiligung im Betriebsvermögen

Hält eine natürliche Person die Beteiligung im Betriebsvermögen, kann das Teileinkünfteverfahren greifen. Dann sind grundsätzlich 60 % der Einnahmen steuerpflichtig und 60 % der damit zusammenhängenden Aufwendungen abziehbar.

Körperschaft als Anteilseigner

Ist der Anteilseigner selbst eine Kapitalgesellschaft, können Beteiligungserträge nach § 8b KStG grundsätzlich zu 95 % steuerfrei sein. Bei Streubesitzbeteiligungen von weniger als 10 % zu Beginn des Kalenderjahres ist die Steuerfreistellung für Bezüge jedoch grundsätzlich ausgeschlossen.

Korrekturhinweis: Die Steuerfreistellung nach § 8b KStG gilt nicht pauschal für alle Körperschaft-Anteilseigner. Die 10-%-Grenze bei Streubesitzdividenden muss gesondert geprüft werden.

Kapitalertragsteuer bei verdeckter Gewinnausschüttung

Eine vGA kann kapitalertragsteuerpflichtig sein. Die Kapitalertragsteuer beträgt grundsätzlich 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Die Kapitalgesellschaft muss die Kapitalertragsteuer grundsätzlich einbehalten, anmelden und abführen. Wird eine vGA erst später im Rahmen einer Betriebsprüfung festgestellt, kann es zu Nachforderungen und Haftungsfragen kommen.

Materielle und formelle Korrespondenz

Steuerlich wichtig ist das Korrespondenzprinzip. Wird die vGA auf Ebene der Gesellschaft korrigiert, kann auch die Besteuerung beim Gesellschafter angepasst werden. Umgekehrt können Steuervergünstigungen beim Gesellschafter eingeschränkt sein, wenn die vGA das Einkommen der Gesellschaft tatsächlich gemindert hat und dort nicht korrigiert wurde.

Umsatzsteuer und Schenkungsteuer bei vGA

Umsatzsteuerliche Folgen

Eine vGA kann zusätzlich umsatzsteuerliche Folgen haben. Insbesondere bei Leistungen zwischen GmbH und Gesellschafter ist zu prüfen, ob die Mindestbemessungsgrundlage nach § 10 UStG anzuwenden ist oder ob eine unentgeltliche Wertabgabe vorliegt.

Schenkungsteuerliche Risiken

Bei Vorteilen an nahestehende Personen kann neben der vGA auch Schenkungsteuer relevant werden. Das betrifft insbesondere Fälle, in denen der Vorteil nicht unmittelbar dem Gesellschafter, sondern einer ihm nahestehenden Person zufließt.

Hinweis: Eine gemischte freigebige Zuwendung kann trotz körperschaftsteuerlicher Behandlung als vGA auch schenkungsteuerliche Folgen auslösen. Schenkungsteuer berechnen

Praxisbeispiel: Überhöhte Miete als vGA

Melanie ist Alleingesellschafterin einer GmbH. Sie vermietet der GmbH ein Bürogebäude für jährlich 30.000 €. Ein fremder Dritter hätte für vergleichbare Räume nur 25.000 € gezahlt.

Position Betrag Steuerliche Folge
Fremdübliche Miete 25.000 € Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Überhöhter Anteil 5.000 € verdeckte Gewinnausschüttung
Korrektur bei GmbH 5.000 € außerbilanzielle Hinzurechnung

Die GmbH muss ihr Einkommen um 5.000 € erhöhen. Bei Melanie wird der überhöhte Anteil nicht als Vermietungseinkunft, sondern grundsätzlich als Beteiligungsertrag behandelt.

Checkliste: So vermeiden Sie verdeckte Gewinnausschüttungen

  • Verträge schriftlich abschließen: insbesondere bei Geschäftsführergehalt, Tantieme, Darlehen, Miete und Pensionszusage.
  • Vereinbarungen im Voraus treffen: keine rückwirkenden Zusagen an beherrschende Gesellschafter.
  • Fremdvergleich dokumentieren: Vergleichsangebote, Gutachten, Gehaltsstudien oder Marktdaten aufbewahren.
  • Tatsächliche Durchführung prüfen: Zahlungen, Fristen, Zinsen und Sicherheiten müssen wie vereinbart umgesetzt werden.
  • Gesamtvergütung kontrollieren: Festgehalt, Tantieme, Pkw, Pensionszusage und Nebenleistungen zusammen betrachten.
  • Nahestehende Personen einbeziehen: Verträge mit Ehegatten, Kindern und verbundenen Unternehmen besonders prüfen.
  • Betriebsprüfung vorbereiten: vGA-relevante Unterlagen geordnet bereithalten.
  • Kapitalertragsteuer prüfen: bei festgestellter vGA Melde- und Haftungsfragen klären.

Tipp: Verdeckte Gewinnausschüttungen und verdeckte Einlagen bei Kapitalgesellschaften gehören zu den klassischen Prüfungsschwerpunkten bei GmbHs. Unterstützung erhalten Sie über unsere Online-Steuerberatung.

FAQ: Verdeckte Gewinnausschüttung

Was ist eine verdeckte Gewinnausschüttung?

Eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt vor, wenn eine Kapitalgesellschaft einem Gesellschafter oder einer nahestehenden Person einen Vorteil gewährt, den ein fremder Dritter nicht erhalten hätte.

Welche Folgen hat eine vGA bei der GmbH?

Die GmbH muss den unangemessenen Vorteil außerbilanziell hinzurechnen. Dadurch erhöhen sich regelmäßig Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

Wie wird eine vGA beim Gesellschafter besteuert?

Hält der Gesellschafter die Beteiligung im Privatvermögen, wird die vGA grundsätzlich als Einkünfte aus Kapitalvermögen besteuert. Bei Betriebsvermögen oder Körperschaften gelten besondere Regeln.

Ist eine verdeckte Gewinnausschüttung verboten?

Eine vGA ist steuerlich nicht per se verboten. Sie muss aber zutreffend korrigiert und versteuert werden. Problematisch wird sie vor allem, wenn sie nicht erkannt, nicht erklärt oder nicht dokumentiert wird.

Wann ist ein Geschäftsführergehalt eine vGA?

Ein Geschäftsführergehalt kann insoweit eine vGA sein, als es unangemessen hoch ist oder bei einem beherrschenden Gesellschafter nicht im Voraus klar vereinbart und tatsächlich durchgeführt wurde.

Was gilt bei Tantiemen?

Tantiemen müssen klar, im Voraus und fremdüblich vereinbart sein. Unklare, nachträgliche oder unangemessene Tantiemen können zu einer vGA führen.

Können Zahlungen an Ehegatten oder Kinder eine vGA sein?

Ja. Auch Vorteile an nahestehende Personen können eine vGA auslösen, wenn sie durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst sind.

Muss bei einer vGA Kapitalertragsteuer angemeldet werden?

Ja, eine vGA kann kapitalertragsteuerpflichtig sein. Die Gesellschaft muss prüfen, ob Kapitalertragsteuer einzubehalten, anzumelden und abzuführen ist.

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Disclaimer: Dieser Beitrag stellt keine individuelle steuerliche Beratung dar und ersetzt nicht das Gespräch mit einem Steuerberater.

Rechtsgrundlagen zum Thema: vGA

KStR 7.1 8.2 8.5 8.6 8.7 9 10.1 14.6 14.7 22
KStH 7.1 8.2 8.5 8.6 8.7 8.8 8.9 9 22 31.2 32a

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