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Steuerberater & Kosten

Steuerberatergvergütung nach Steuerberatervergütungsverordnung und Rechner


Willkommen auf meiner Seite Steuerberater & Kosten (Vergütung, vormals Gebühren),

Bevor Sie die Steuerberatung eines Steuerberaters in Anspruch nehmen, möchten Sie sicherlich wissen, wie hoch die Steuerberatungskosten sind. Gerne erkläre ich Ihnen nachfolgend, wie sich die Steuerberaterkosten berechnen.

 

 

Übersicht Steuerberaterkosten

 

Hinweis: Der Steuerberater ist an die sog. Steuerberatervergütungsverordnung (früher: Steuerberatergebührenverordnung) gebunden. Die neue Steuerberatervergütung gleicht in vielen Punkten den Steuerberatergebühren.

 

 

Steuerberaterkosten Rechner online

Sie können die Steuerberaterkosten schnell und kostenlos online berechnen. Wählen Sie hierfür aus einer Vorlage oder fügen Sie Steuerberatungsleistungen hinzu:

Steuerberaterkosten

Für die Zusammenstellung von typischen Steuerberatungskosten wählen Sie bitte:


Tätigkeit Gegenstandswert
Einheiten
Satz Jahresbetrag
in EUR
    pro Monat pro Jahr
Netto EUR  
zzgl. 19% MwSt. EUR
Steuerberatervergütung brutto EUR

Hinweis: Der Rechner dient nur dem Abschätzen der Steuerberatervergütung. Die Vergütung kann im Einzelfall abweichen. Die Angaben erfolgen ohne Gewähr.

 

Was darf ein Steuerberater kosten?

Wer zahlt schon gerne Steuerberaterkosten dafür, dass man "nur" die vom Finanzamt angeforderten Steuererklärungen bekommt? Entscheidend ist, was Sie von Ihrem Steuerberater an Steuerberatung möchten.

 

  1. Pflicht: Der Steuerberater kann Ihnen die bürokratischen Aufgaben abnehmen, die Sie gegenüber dem Finanzamt erfüllen müssen, wie z.B. Buchführung und Steuererklärungen.
  2. Kür: Steuerrechtliche und betriebswirtschaftliche Beratung.

 

Wie Sie wissen -  hat jede Leistung Ihren Preis, so auch Ihr Steuerberater und seine Steuerberatung (siehe auch Leistungen eines Steuerberaters und Vergütung).

 

"Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte." (John Ruskin)

 

 

Es kommt also auch in der Steuerberatung - wie bei jeder Leistung - auf das Preis-/ Leistungsverhältnis an. Steuerberatung ist eine Investition mit folgenden Vorteilen:

  • Sie sparen Zeit und Zeit ist Geld. Sie sollten sich ausrechnen, wie viel Geld Sie in der Zeit verdienen könnten, wenn Sie sich nicht um Ihre Steuern kümmern müssen.
  • Die Steuerersparnis sollte auf Dauer höher als die Steuerberatergebühren sein. Leider werden Sie wahrscheinlich nie erfahren, wie viel Steuern Sie mit einem Steuerberater sparen können. Daher lässt sich diese Größe nur schwer bestimmen. Abgesehen davon können eigene Fehler zu nicht unerheblichen Steuermehrbelastungen führen. Aber auch das werden Sie wahrscheinlich niemals erfahren. Denn das Finanzamt merkt es vielleicht selbst nicht und wird es Ihnen mit Sicherheit auch nicht verraten.
  • Sie sparen nicht nur Steuern, sondern vor allem auch Nerven. Wer möchte sich schon als steuerlicher Laie mit den Steuervorschriften und mit dem Finanzamt auseinander setzen? Es wird den meisten schwer fallen, sämtliche steuerrechtlichen Vorschriften zu beachten. Eigene Fehler können zu Steuerordnungswidrigkeiten führen. Eventuell sieht man sich sogar dem Vorwurf der Steuerhinterziehung (Straftat) ausgesetzt und bekanntlich schützt Unwissenheit nicht vor Strafe.
  • Ein weiteres Argument dürfte sein, dass die Wahrscheinlichkeit einer Betriebsprüfung geringer sein dürfte, wenn ein Steuerberater Ihre Steuerangelegenheiten bearbeitet. Denn das Fehlerrisiko ohne Steuerberater liegt deutlich höher.

Top Steuerberatergebühren

 

Wie hoch sind die Steuerberaterkosten?

Ich kann verstehen, dass Sie vorher möglichst genau wissen möchten, welche Steuerberatergebühren auf Sie zu kommen. Dafür muss ich dann auf der anderen Seite natürlich auch vorher genau wissen, welchen Umfang der Steuerberatung haben soll. Insbesondere muss ich die die sog. Gegenstandswerte kennen (Erläuterungen s. u.). Dann kann ich Ihnen anhand der Steuerberatergebührenverordnung die Steuerberatergebühren berechnen. In den meisten Fällen kann ich unterhalb der Mittelgebühr der Steuerberatergebührenverordnung abrechnen. Wie Sie bei den Steuerberatergebühren sparen können, finden sie weiter unten. Für bestimmte Steuerberatungsleistungen kann ich die Steuerberatergebühren im vorhinein festlegen und wiederkehrende Leistungen kann ich auch gerne pauschal abrechnen. Allerdings halte ich es nicht für seriös, ohne Kenntnis des Steuerfalls Pauschalangebote zu unterbreiten. Steuerberatung ist und bleibt eine Leistung auf der Grundlage von Vertrauen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit kann dauerhaft nur erfolgen, wenn beide Geschäftspartner zufrieden sind.

 

Dennoch ist es sinnvoll, wenn die Frage nach den Steuerberatungskosten frühzeitig angesprochen und geklärt wird. Gerne erarbeite ich für Sie ein konkretes Angebot, damit Sie keine bösen Überraschungen erleben. Allerdings kann ich Ihnen erst nach nach dem persönlichen Gespräch seriös Auskunft über die Steuerberatergebühren geben. In diesem ersten persönlichen Gespräch analysieren wir Ihre steuerliche Situation und besprechen die weitere Zusammenarbeit. Sie bestimmen, welche Steuerberatungsleistungen Sie erhalten möchten und ich mache Ihnen ein individuelles Angebot zu den Steuerberatungskosten. Das endgültige Steuerberaterhonorar bestimmt sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung, wobei die Bemessungsgrundlage oftmals erst nach erbrachter Steuerberatung feststeht. Sie wissen aber bereits vorher mit welchen Steuerberaterkosten Sie rechnen können. Ihre Anfrage ist selbstverständlich kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen. Sie können auch vorab die Steuerberatungskosten online berechnen: Rechner Steuerberatergebühren

 

Mit diesem Rechner können Sie die Mindest-, Mittel- und Höchstgebühren berechnen. Mit dem Schieberegler können Sie die Gegenstandswerte verändern:

Steuerberaterkosten nach der Steuerberatervergütungsverordnung

GegenstandGegenstandswertMindest-GebührMittel-GebührMaximal-Gebühr
Bilanz
Anhang
EÜR
 
Einkommensteuererklärung
Gesonderte Feststellung
Körperschaftsteuererklärung
Gewerbesteuererklärung
Umsatzsteuererklärung
Einkünfte Vermietung
Einkünfte Kapitalvermögen
Einkünfte Rente
 
Buchführung
Lohnbuchhaltung (Mitarbeiter)
Zeitgebühr (h)

 

Top Steuerberatergebühren

 

Meine Steuerberatergebühren, die ich vorab beziffern kann

  • Beratungen, insbesondere auch zur Anerkennung als Freiberufler: Zeitgebühr je angefangener halben Stunde 45 Euro - sofern es sich nicht um eine Erstberatung handelt.
  • Betriebsprüfung: Zeitgebühr je angefangener halben Stunde 45 Euro.
  • Erstberatung: i. d. R. 180 Euro zzgl. Auslagen und Umsatzsteuer.
  • Finanzbuchhaltung: Sie können mit ca. 1 Euro pro Buchung kalkulieren. Die endgültige Gebühr liegt nach Steuerberatervergütungsverordnung zwischen 2 - 12/10 bei einer Gebühr nach Tabelle C (Buchhaltungstabelle) zum entsprechendem Gegenstandswert (der höhere Betrag aus Umsatz oder Kosten). Bei z. B. 100.000 Euro Umsatz beträgt die Steuerberatergebühr zwischen 30 und 180 Euro pro Monat. Maßgeblich für die Bemessung des Zehntelsatzes ist der erforderliche Zeitaufwand und die Komplexität der Buchhaltung. In der Regel berechne ich die Mittelgebühr bzw. auch weniger. Wie Sie den Aufwand und damit die Steuerberatergebühren minimieren können erfahren Sie weiter unten. Die Gebühr kann pauschaliert werden (s.u.).
  • Lohn- und Gehaltsabrechnung: Eine Abrechnung kostet monatlich 15 Euro, Meldungen an die Berufsgenossenschaft, Anträge auf Erstattungen von Lohnfortzahlungen bei Krankheit und bei Schwangerschaft kosten 25 Euro.
  • Lohnsteuerjahresausgleich: Die Steuerberatergebühren richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung. Sie werden jedoch die Steuererstattung mit Sicherheit nicht übersteigen, da ich vorab prüfe - wie die Steuerberaterkammer Berlin in ihrem Rundschreiben 14/2001 empfiehlt -, ob sich ein Lohnsteuerjahresausgleich für Sie lohnt.
  • Pauschalgebühren: Für regelmäßig wiederkehrende Leistungen wie Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss und Steuererklärungen vereinbare ich gerne mit Ihnen einen Pauschalpreis.
  • Prüfung Steuerbescheid: Zeitgebühr je angefangener halben Stunde 45 Euro.
  • Zeitgebühr: Ich berechne in den Fällen, in der die Vergütungsverordnung eine Zeitgebühr vorsieht, i.d.R. 45 Euro je angefangener halben Stunde.
  • Alle Steuerberatervergütungen verstehen sich zzgl. Auslagenersatz und 19% Umsatzsteuer.
  • Kurze Telefonate stelle ich in der Regel nicht in Rechnung.
  • Bei der Höhe der Steuerberatergebühren habe ich selbstverständlich auch Ihren Nutzen im Auge, der in der Regel um ein Vielfaches höher liegt.

Top Steuerberatergebühren

 

Wie können Sie die Steuerberatergebühren senken?

Gerne helfe ich Ihnen die Steuerberatergebühren zu senken. Denn Steuerberatung ist nur sinnvoll, wenn Ihr Nutzen höher als die Steuerberatungskosten ist. Gerne mache ich Ihnen Vorschläge, wie Sie Steuerberatergebühren sparen können und erstelle Ihnen ein Angebot.

 

Die höchste Ersparnis können Sie bei der Finanzbuchhaltung erzielen. Die Steuerberatergebühren für die Finanzbuchhaltung machen ca. 50% der Steuerberaterkosten aus. Die anderen 50% fallen für Jahresabschluss und Steuererklärungen an. Bei der Buchhaltung lassen sich also bis zu ca. 50% der Steuerberatergebühren sparen. Aber wie können Sie nun bei der Finanzbuchhaltung so viele Gebühren sparen? Ganz einfach, durch den Austausch von vorhandenen Daten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Sie senden uns Ihre elektronischen Bankdaten, die Sie kostenlos beim Online-Banking als Download erhalten.
  • Sie übersenden uns vorbereitete Tabellen zu, in denen Sie die Bank- bzw. Kassenbewegungen eingetragen haben.
  • Durch den Datenaustausch mit einem Buchhaltungsprogramm, dass Sie benutzen. Ich stelle Ihnen auch gerne ein Buchhaltungsprogramm kostenlos zur Verfügung.

 

Wenn Sie uns keine Daten übersenden möchten, dann sollten Sie Ihre Unterlagen möglichst ordentlich und vollständig vorbereiten, denn je ordentlicher und vollständiger die Unterlagen vorbereitet sind, desto günstiger wird es für Sie. Für die Bearbeitung eines "Schuhkartons" benötigen wir logischerweise länger und müssen dementsprechend auch eine höhere Steuerberaterrechnung stellen.

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Steuerliche Absetzbarkeit von Steuerberatungskosten

Steuerberatungskosten können Sie von der Steuer absetzen. Die Absetzbarkeit wurde zum 1. Januar 2006 geringfügig eingeschränkt. Den größten Teil der Steuerberatungskosten können Sie jedoch weiterhin als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben absetzen. Bitte lesen Sie zur Abzugsfähigkeit von Steuerberatungskosten hier weiter...

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Die Steuerberatervergütungsverordnung als gesetzliche Grundlage der Steuerberaterkosten

Die Steuerberatergebühren sind gesetzlich gemäß § 57 Abs. 3  Nr. 2 und 3 Steuerberatungsgesetz (StBerG) in der Steuerberatergebührenverordnung (StbGebV) geregelt. Für Verfahren vor den Finanzgerichten verweist die Steuerberatergebührenverordnung auf die Gebührenordnung der Rechtsanwälte (RVG). Die relativ komplizierte gesetzliche Regelung macht die Steuerberatergebühren nicht unbedingt transparent (Download:Grundlagen der deutschen Steuerberatergebühren).

Die Steuerberatergebührenverordnung kennt folgende Steuerberatergebühren:

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Gebührenvereinbarung, Mindestgebühr, Höchstgebühr und erfolgsabhängige Steuerberatergebühren

Sofern keine besondere Gebührenvereinbarung vereinbart wurde, gilt die Steuerberatergebührenverordnung. Niedrigere und auch höhere Gebühren, als in der Gebührenverordnung vorgesehen, dürfen nicht berechnet werden (Mindestgebühren bzw. Höchstgebühren). Insbesondere darf keine kostenlose Steuerberatung erbracht werden. Die Berechnung der Steuerberater-Mindest- bzw. Höchstgebühren können Sie gleich durchführen.

Höhere Steuerberatergebühren als in der Steuerberatergebührenverordnung können nur schriftlich durch eine gesonderte Vergütungsvereinbarungen vereinbart werden. Es kann auch ein erfolgsabhängiges Steuerberaterhonorar vereinbart werden. Bitte beachten Sie, dass nur in bestimmten Fällen erfolgsabhängige Steuerberatergebühren vereinbart werden dürfen.

Top Steuerberatergebühren

 

Wie berechnen sich die Steuerberatungskosten?

Im folgenden erkläre ich die Berechnung der Steuerberatergebühren nach der Steuerberatergebührenverordnung. Die Berechnung der Steuerberatergebühren können Sie auch online gleich selbst durchführen: Steuerberatergebühren-Rechner

Top Steuerberatergebühren

 

Einzelabrechnung Steuerberatergebühren

1. Wertgebühr (§ 10 StBGebV)

Die Wertgebühr (§ 10 StBGebV) ermittelt sich aus

a) dem sog. Gegenstandswert der Tätigkeit des Steuerberaters, dieser ist in der Steuerberatergebührenverordnung definiert, wie z.B.

  • Buchhaltung: Gegenstandswert ist der jeweils höchste Betrag, der  sich aus dem Jahresumsatz oder aus der Summe des Aufwandes ergibt (-> § 33 StbGebV Buchführung).
  • Jahresabschluss (Aufstellung der Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung): Gegenstandswert ist das Mittel zwischen berichtigter Bilanzsumme (entspricht etwa Summe der Aktivseite) und der betrieblichen Jahresleistung (entspricht etwa Jahresumsatz) bzw. der betriebliche Jahresaufwand, wenn dieser höher ist als die Jahresleistung.
  • Steuererklärungen, insbesondere Einkommensteuererklärung: Gegenstandswert ist die Summe der positiven Einkünfte, jedoch mindestens 8.000 Euro.
  • Der Gegenstandswert kann auch der Wert des Interesses sein, wie z.B. bei einem Einspruch die Höhe der strittigen Steuer.

b) der Anwendung eines Zehntelsatzes (Gebührenrahmen) für diese Tätigkeit

  • Die Steuerberatervergütungsverordnung gibt einen Gebührenrahmen durch einen unteren und oberen Zehntelsatz für die jeweilige Tätigkeiten vor (Mindest- und Höchstgebühren).
  • Der Steuerberater hat sein Honorar zwischen der vorgegebenen Mindestgebühr und Höchstgebühr festzusetzen.
  • Innerhalb dieses Rahmens bestimmt der Steuerberater die Gebühr unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere der Bedeutung der Angelegenheit, des Umfanges und des Schwierigkeitsgrades der im konkreten Fall vom Steuerberater erbrachten Leistungen (§ 11 StBGebV).

c)  auf die Gebühr der in der Steuerberatergebührenverordnung vorgeschriebenen Gebührentabelle (Tabellen A, B, C, D und E).

Beispiel:

Tätigkeit

Vorschrift

Gegenstands-
wert
= Einkünfte

Gebühren-tabelle

Volle Gebühr

Gebühren-rahmen

Mindest-gebühr
1/10

Mittel-gebühr
3,5/10

Höchst-gebühr
6/10

Einkommensteuer-
erklärung

§ 24 Abs. 1 Nr. 1 StBGebV

z.B.
48.000 Euro

A

1.046 Euro

1/10 - 6/10

104,60 Euro

366,10 Euro

627,60 Euro

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2. Betragsrahmengebühren

Bei den Betragsrahmengebühren ist im Gegensatz zu den Wertgebühren der Gebührenrahmen nicht durch einen unteren und oberen Zehntelsatz vorgegeben, sondern ein oberer und ein unterer Euro-Betrag. Die Betragsrahmengebühr kommt nur bei Rat oder Auskunft in steuerstrafrechtlichen, bußgeldrechtlichen oder ähnlichen Angelegenheiten (§ 21 Abs. 1 Satz 3 StBGebV) und bei der Lohnbuchführung (§ 34 StBGebV) zur Anwendung.

 

3. Zeitgebühren

Die Zeitgebühr (§ 13 StBGebV) ist nur anzuwenden, wenn die Steuerberatergebührenverordnung es vorsieht oder kein Gegenstandswertherangezogen werden kann, wie z. B. bei einer Betriebsprüfung. Die Zeitgebühr berechnet sich nach dem für die Bearbeitung des Auftrages erforderlichen Zeitaufwand und beträgt zwischen 19 Euro und 46 Euro je angefangene halbe Stunde.

 

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Pauschalvergütung Steuerberatergebühren

Die Steuerberatergebührenverordnung bietet die Möglichkeit anstelle der Einzelabrechnung eine Pauschalvergütung zu vereinbaren (§ 14 StBGebV). Sie muss schriftlich für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr abgeschlossen werden und ist nur auf laufend auszuführende Tätigkeiten (z.B. Buchhaltung, Jahresabschluss bzw. Einnahmenüberschussrechnung und Steuererklärungen) anzuwenden. Es handelt sich hierbei nicht um eine eigenständige Gebührenart, sondern lediglich um eine Vereinfachungsregelung.

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Auslagenersatz

Zusätzlich zu den o.g. Steuerberatergebühren hat der Steuerberater gem. Steuerberatergebührenverordnung Anspruch auf:

  • Ersatz der bei der Ausführung des Auftrages für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen zu zahlenden Entgelte.
  • Der Steuerberater kann anstelle der tatsächlich entstandenen Kosten eine Auslagenpauschale i.H.v. 20 % der sich nach der StBGebV ergebenden Gebühr fordern, in derselben Angelegenheit jedoch höchstens 20 Euro, in Strafsachen und Bußgeldverfahren höchstens 15 Euro (§ 16 StBGebV).
  • Ersatz der Schreibauslagen für bestimmte Abschriften und Fotokopien (§ 17 StBGebV).
  • Erstattung der Fahrtkosten und Übernachtungskosten als Reisekosten sowie ein Tage- und Abwesenheitsgeld bei Geschäftsreisen (§ 18 StBGebV) und
  • die auf die Tätigkeit entfallende Umsatzsteuer (§ 15 StBGebV), es gilt der Normalsteuersatz von zur Zeit 19 %.

Der Steuerberater hat keinen weiteren Auslagenersatz Anspruch wegen der EDV-Kosten, wie z.B. für seine eingesetzte Buchhaltungssoftware. Etwas anderes gilt, wenn die Software dem Mandanten zur Verfügung gestellt wird und hierfür Kosten verauslagt werden.

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Steuerberatergebühren für die wichtigsten Steuerberatungsleistungen

Leistung des Steuerberaters, Gebührenart, Gebührenrahmen, Gegenstandswert

  • Einrichten einer Buchhaltung (erstmalig): Zeitgebühr 19,00 Euro bis 46,00 Euro je angefangene halbe Stunde.
  • Erledigung der gesamten Buchführung einschl. Kontieren der Belege und Anfertigung der Umsatzsteuer-Voranmeldungen: Wertgebühr (Monatsgebühr) nach Tabelle C 2/10 bis 12/10 Jahresumsatz oder Summe des Aufwandes
  • Einrichtung von Lohnkonten und Aufnahme der Stammdaten: Betragsgebühr 2,60 Euro bis 9,00 Euro je Arbeitnehmer
  • Führung von Lohnkonten und Anfertigung der Lohnabrechnung: Betragsgebühr 2,60 Euro bis 15,00 Euro je Arbeitnehmer und Abrechnungszeitraum (in der Regel monatlich). In besonders schwierigen Fällen, z.B. beim Baulohn, sind auch Gebühren von z.B. 20,00 Euro möglich.
  • Jahresabschluss (Erstellung einer Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung): Wertgebühr nach Tabelle B 10/10 bis 40/10 das Mittel zwischen der berichtigten Bilanzsumme und der betrieblichen Jahresleistung
  • Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung: Wertgebühr nach Tabelle A 1/20 bis 12/20 Summe der Einnahmen oder Summe der Werbungskosten (der jeweils höhere Betrag), mindestens 8.000 Euro
  • Anfertigung der Einkommensteuererklärung ohne Ermittlung der Einkünfte: Wertgebühr nach Tabelle A 1/10 bis 6/10 Summe der positiven Einkünfte, mindestens 8.000 Euro
  • Anfertigung der Körperschaftsteuererklärung: Wertgebühr nach Tabelle A 2/10 bis 8/10 Einkommen vor Berücksichtigung eines Verlustabzuges, mindestens 12.500 Euro
  • Anfertigung der Gewerbesteuererklärung nach dem Gewerbeertrag: Wertgebühr nach Tabelle A 1/10 bis 6/10 Gewerbeertrag vor Berücksichtigung des Freibetrages und eines Gewerbeverlustes, mindestens 8.000 Euro
  • Anfertigung der Kapitalertragssteuererklärung: Wertgebühr nach Tabelle A 1/20 bis 6/20 Summe der kapitalertragssteuerpflichtigen Kapitalerträge, mindestens 3.000 Euro
  • Anfertigung der Umsatzsteuer-Voranmeldung: Wertgebühr nach Tabelle A 1/10 bis 6/10 10 % des Gesamtbetrages der für Lieferungen oder sonstige Leistungen erhaltenen Entgelte zzgl. des Eigenverbrauches, mindestens 500 Euro
  • Umsatzsteuerjahreserklärung: Wertgebühr nach Tabelle A 1/10 bis 8/10 wie 11., Mindestgegenstandswert hier jedoch 8.000 Euro

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Vorschuss Steuerberatergebühren

Der Steuerberater kann von seinem Auftraggeber gem. § 8 StBGebV für die entstandenen und die voraussichtlich entstehenden Steuerberatergebühren und Auslagen einen angemessenen Vorschuss fordern.

 

Erstattung von Steuerberatergebühren durch das Finanzamt

Sind Ihnen wegen eines Fehlers, z.B. falscher Steuerbescheid, Steuerberatergebühren entstanden, können Sie diese vom Finanzamt erstattet bekommen. Das gilt auch für den Fall, dass sich die Rechtsprechung geändert hat und der Finanzbeamte davon noch nichts wusste. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Koblenz (AZ: 1 U 1588/01) muss das Finanzamt seine Mitarbeiter zeitnah über grundlegende BFH-Urteile informieren. Ergehen  auf Grund der Unkenntnis des Finanzbeamten fehlerhafte Steuerbescheide so können Sie zivilrechtlich Schadensersatz für die zusätzlich verursachten Steuerberatungskosten verlangen.

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Leistungsverweigerungsrecht und Zurückbehaltungsrecht bei offenen Steuerberatergebühren

Ich werde immer wieder mal gefragt, ob ein Steuerberater die Unterlagen zurückbehalten darf, wenn die Steuerberatergebühren nicht bezahlt wurden. Ja, der Steuerberater hat ein Zurückbehaltungs- bzw. Leistungsverweigerungsrechtes und kann die Herausgabe von Mandantenunterlagen und Arbeitsergebnissen verweigern:

§ 66 Abs. 4 StBerG
Der Steuerberater oder Steuerbevollmächtigte kann seinem Auftraggeber die Herausgabe der Handakten verweigern, bis er wegen seiner Gebühren und Auslagen befriedigt ist. Dies gilt nicht, soweit die Vorenthaltung der Handakten oder einzelner Schriftstücke nach den Umständen, insbesondere wegen verhältnismäßiger Geringfügigkeit der geschuldeten Beträge, gegen Treu und Glauben verstoßen würde.

Zu dem Begriff der Handakte, wie in § 66 Abs. 2 StBerG definiert, zählen u.a. folgende Unterlagen:

  • vom Auftraggeber zu Beginn des Mandates übergebene Schriftstücke und Urkunden, z. B. Kontoauszüge, Rechnungen, Buchführungsunterlagen, Grundaufzeichnungen, Steuerbescheide und Bilanzen früherer Veranlagungszeiträume;
  • während des bestehenden Mandates dem Berater durch Finanzbehörden, Gerichte oder Dritte direkt übermittelte oder ihm vom Mandanten übergebene Bescheide, Entscheidungen und sonstiger Schriftverkehr.
  • Sachkonten etc.

Das Zurückbehaltungsrecht ist auch in den Allgemeinen Auftragsbedingungen (AGB) für Steuerberater geregelt. Bitte begleichen Sie beim vorigen Steuerberater die Gebühren rechtzeitig, damit es keine Probleme bei der Mandatsübernahme und mit dem Finanzamt gibt. Für regelmäßig wiederkehrende Steuerberatergebühren richten Sie am Besten einen Dauerauftrag ein, dann können Sie die Begleichung nicht vergessen.

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Anlagen: Steuerberatervergütungsverordnung Tabellen

Anlage 1 Tabelle A
(Beratungstabelle)

(Fundstelle: BGBl. I 2012, 2642 - 2643)

Gegenstandswert bis … Euro

Volle Gebühr (10/10) Euro

300

26

600

47

900

68

1 200

89

1 500

110

2 000

140

2 500

169

3 000

198

3 500

228

4 000

257

4 500

287

5 000

316

6 000

355

7 000

394

8 000

433

9 000

471

10 000

510

13 000

552

16 000

594

19 000

636

22 000

678

25 000

720

30 000

796

35 000

872

40 000

947

45 000

1 023

50 000

1 098

65 000

1 179

80 000

1 260

95 000

1 341

110 000

1 422

125 000

1 503

140 000

1 583

155 000

1 664

170 000

1 745

185 000

1 826

200 000

1 907

230 000

2 031

260 000

2 155

290 000

2 279

320 000

2 408

350 000

2 464

380 000

2 519

410 000

2 573

440 000

2 624

470 000

2 674

500 000

2 724

550 000

2 796

600 000

2 867

vom Mehrbetrag
bis 5 000 000 Euro
je angefangene 50 000 Euro

126

vom Mehrbetrag
über 5 000 000 Euro
bis 25 000 000 Euro
je angefangene 50 000 Euro

95

vom Mehrbetrag
über 25 000 000 Euro
je angefangene 50 000 Euro

74

Anlage 2 Tabelle B
(Abschlusstabelle)

(Fundstelle: BGBl. I 2012, 2644 -2645)

Gegenstandswert bis … Euro

Volle Gebühr (10/10) Euro

3 000

41

3 500

48

4 000

57

4 500

64

5 000

72

6 000

81

7 000

88

8 000

97

9 000

102

10 000

108

12 500

113

15 000

127

17 500

140

20 000

150

22 500

161

25 000

170

37 500

181

50 000

221

62 500

255

75 000

285

87 500

297

100 000

311

125 000

356

150 000

396

175 000

431

200 000

462

225 000

490

250 000

516

300 000

540

350 000

587

400 000

629

450 000

666

500 000

701

625 000

734

750 000

815

875 000

885

1 000 000

948

1 250 000

1 005

1 500 000

1 115

1 750 000

1 212

2 000 000

1 299

2 250 000

1 377

2 500 000

1 447

3 000 000

1 513

3 500 000

1 644

4 000 000

1 760

4 500 000

1 865

5 000 000

1 961

7 500 000

2 291

10 000 000

2 663

12 500 000

2 965

15 000 000

3 217

17 500 000

3 431

20 000 000

3 616

22 500 000

3 852

25 000 000

4 070

30 000 000

4 477

35 000 000

4 851

40 000 000

5 199

45 000 000

5 524

50 000 000

5 832

vom Mehrbetrag
bis 125 000 000 Euro
je angefangene 5 000 000 Euro

230

vom Mehrbetrag
über 125 000 000 Euro
bis 250 000 000 Euro
je angefangene 12 500 000 Euro

402

vom Mehrbetrag
über 250 000 000 Euro
je angefangene 25 000 000 Euro

573

Anlage 3 Tabelle C
(Buchführungstabelle)

(Fundstelle: BGBl. I 2012, 2646)

Gegenstandswert bis … Euro

Volle Gebühr (10/10) Euro

15 000

61

17 500

67

20 000

74

22 500

79

25 000

85

30 000

91

35 000

98

40 000

103

45 000

109

50 000

116

62 500

122

75 000

133

87 500

146

100 000

158

125 000

176

150 000

194

200 000

231

250 000

267

300 000

303

350 000

340

400 000

371

450 000

400

500 000

431

vom Mehrbetrag
über 500 000 Euro
je angefangene 50 000 Euro

30

Anlage 4 Tabelle D

(Fundstelle: BGBl. I 2012, 2647 - 2650;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

Teil a
(Landwirtschaftliche Tabelle – Betriebsfläche)

Betriebsfläche bis … Hektar

Volle Gebühr (10/10) Euro

40

311

45

333

50

354

55

374

60

394

65

412

70

428

75

444

80

459

85

473

90

485

95

496

100

506

110

531

120

555

130

579

140

602

150

625

160

647

170

668

180

689

190

709

200

729

210

748

220

767

230

785

240

802

250

819

260

836

270

852

280

866

290

881

300

895

320

924

340

953

360

982

380

1 009

400

1 036

420

1 063

440

1 089

460

1 114

480

1 138

500

1 162

520

1 187

540

1 210

560

1 232

580

1 254

600

1 276

620

1 297

640

1 317

660

1 337

680

1 356

700

1 374

750

1 416

800

1 454

850

1 486

900

1 513

950

1 535

1 000

1 552

2 000 je ha

1,42 mehr

3 000 je ha

1,29 mehr

4 000 je ha

1,16 mehr

5 000 je ha

1,03 mehr

6 000 je ha

0,90 mehr

7 000 je ha

0,78 mehr

8 000 je ha

0,64 mehr

9 000 je ha

0,51 mehr

10 000 je ha

0,38 mehr

11 000 je ha

0,25 mehr

12 000 je ha

0,13 mehr

ab 12 000 je ha

0,13 mehr

Teil b
(Landwirtschaftliche Tabelle – Jahresumsatz)

Jahresumsatz im Sinne von
§ 39 Absatz 5 bis … Euro

Volle Gebühr (10/10) Euro

40 000

323

42 500

339

45 000

355

47 500

372

50 000

387

55 000

419

60 000

449

65 000

481

70 000

510

75 000

541

80 000

571

85 000

601

90 000

630

95 000

659

100 000

688

105 000

716

110 000

744

115 000

773

120 000

801

125 000

828

130 000

856

135 000

883

140 000

911

145 000

938

150 000

965

155 000

992

160 000

1 019

165 000

1 046

170 000

1 072

175 000

1 098

180 000

1 125

185 000

1 151

190 000

1 177

195 000

1 203

200 000

1 229

205 000

1 255

210 000

1 280

215 000

1 305

220 000

1 331

225 000

1 357

230 000

1 381

235 000

1 406

240 000

1 431

245 000

1 455

250 000

1 479

255 000

1 504

260 000

1 529

265 000

1 552

270 000

1 576

275 000

1 599

280 000

1 622

285 000

1 645

290 000

1 668

295 000

1 691

300 000

1 713

305 000

1 735

310 000

1 757

315 000

1 778

320 000

1 799

325 000

1 820

330 000

1 841

335 000

1 861

340 000

1 881

345 000

1 901

350 000

1 919

355 000

1 939

360 000

1 958

365 000

1 976

370 000

1 995

375 000

2 013

380 000

2 025

385 000

2 049

390 000

2 065

395 000

2 082

400 000

2 099

410 000

2 132

420 000

2 164

430 000

2 197

440 000

2 228

450 000

2 259

460 000

2 289

470 000

2 318

480 000

2 347

490 000

2 373

500 000

2 399

vom Mehrbetrag
über 500 000 Euro
je angefangene 50 000 Euro

139

Anlage 5 Tabelle E
(Rechtsbehelfstabelle)

(Fundstelle: BGBl. I 2012, 2651 - 2652)

Gegenstandswert bis … Euro

Volle Gebühr (10/10) Euro

300

26

600

47

900

68

1 200

89

1 500

110

2 000

140

2 500

169

3 000

198

3 500

228

4 000

257

4 500

287

5 000

316

6 000

355

7 000

394

8 000

433

9 000

471

10 000

510

13 000

552

16 000

594

19 000

636

22 000

678

25 000

720

30 000

796

35 000

872

40 000

947

45 000

1 023

50 000

1 098

65 000

1 179

80 000

1 260

95 000

1 341

110 000

1 422

125 000

1 503

140 000

1 583

155 000

1 664

170 000

1 745

185 000

1 826

200 000

1 907

230 000

2 031

260 000

2 155

290 000

2 279

320 000

2 402

350 000

2 526

380 000

2 650

410 000

2 774

440 000

2 898

470 000

3 022

500 000

3 146

vom Mehrbetrag
bis 500 000 Euro
je angefangene 50 000 Euro

158

 

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