Scheidungskosten

Scheidungskosten berechnen + Steuertipps

Scheidungskostenrechner: Was kostet eine Scheidung? Wer zahlt und was können Sie von der Steuer absetzen?



Kosten einer Scheidung online berechnen

Die Scheidungskosten setzen sich aus Gerichtskosten als auch Anwaltsgebühren zusammen und berechnen sich nach dem Verfahrenswert. Mit unserem kostenfreien Scheidungskostenrechner können Sie Ihre Scheidungskosten schnell + einfach berechnen:

Scheidungskostenrechner

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Drei Tipps, um Ihre Scheidungskosten zu reduzieren

Sie haben sich von Ihrem Ehepartner getrennt und möchten sich jetzt scheiden lassen? Über die Kosten möchten Sie am liebsten gar nicht nachdenken? Sicher haben Sie auch schon von dem Sprichwort gehört, dass die Scheidung oft teurer kommt als die Hochzeit. Das muss aber nicht so sein!

Grundsätzlich hängt die Höhe der Scheidungskosten vom Einkommen und Vermögen der Eheleute ab. Zusätzlich gibt es weitere Faktoren, die die Kosten in die Höhe treiben. Gewusst wie, können Sie die finanziellen Aspekte Ihrer Scheidung nach unten drücken und viel Geld sparen.


1. Tipp: Einvernehmliche Scheidung

Der einfachste Weg, Ihre Scheidungskosten niedrig zu halten, ist eine einvernehmliche Scheidung. Die Kosten einer Scheidung erhöhen sich, je mehr Konfliktpunkte es gibt, über die das Gericht entscheiden muss. Am besten ist es deshalb, wenn Sie und Ihr Ehepartner sich von Anfang an über die Scheidungsfolgen (Hausrat, Unterhalt, Sorgerecht etc.) einig sind.

Gibt es Streitigkeiten über die Folgen der Scheidung, sollten Sie versuchen, diese zunächst außergerichtlich beizulegen. Das ist z. B. im Rahmen einer Familienmediation möglich. Diese ist zwar nicht kostenlos, jedoch wesentlich günstiger, als alle Punkte vor Gericht zu klären.


Scheidungskosten für eine einvernehmliche Scheidung

StreitwertGerichtskostenAnwaltskostenGesamtkosten
3.000 216 621,78 837,78
4.000 254 773,501 027,50
5.000 292 925,231 217,23
6.000 3301.076,951.406,95
7.000 3681.228,681.596,68
8.000 4061.380,401.786,40
9.000 4441.532,13 1.976,13
10.000 4821.683,85 2.165,85
13.000 5341.820,70 2.354,70
16.000 5861.957,55 2.543,55
19.000 6382.094,40 2.732,40
22.000 6902.231,25 2.921,25
25.000 7422.368,10 3.110,10
30.000 8122.591,233.403,23
35.000 8822.814,353.696,35
40.000 9523.037,483.989,48
45.0001.0223.260,604.282,60
50.0001.0923.483,734.575,73

2. Tipp: Scheidung mit nur einem Anwalt

Geld sparen können Sie auch bei den Anwaltskosten. Im Scheidungsverfahren herrscht Anwaltszwang, ganz ohne Anwalt kann man sich also nicht scheiden lassen. Das heißt aber nicht, dass unbedingt jeder der getrennten Ehegatten einen eigenen Anwalt haben muss. Es reicht aus, wenn sich einer von Ihnen von einem Rechtsanwalt vertreten lässt, dessen Kosten Sie sich dann gerecht teilen.

Das ist aber nur sinnvoll, wenn Sie sich vollständig einvernehmlich scheiden lassen möchten. Derjenige, der den Anwalt nicht beauftragt, wird vor Gericht effektiv nicht anwaltlich vertreten und ist dem anderen möglicherweise schutzlos ausgeliefert.


3. Tipp: Rechtzeitig Ehevertrag abschließen

Handeln Sie vorausschauend und schließen Sie bereits frühzeitig mit Ihrem Ehepartner einen Ehevertrag ab. Die wenigsten möchten bei der Hochzeit schon an eine mögliche Trennung oder Scheidung denken – der Aufwand lohnt sich aber.

Wer sich für den Ernstfall absichert, erspart sich im Fall der Fälle eine Menge Zeit, Nerven und Geld. Sollten Sie im Streit auseinandergehen, müssen Sie sich mit einem Ehevertrag nicht monate- oder sogar jahrelang über Anwälte und Gericht über die Scheidungsfolgen einigen. Die wichtigsten Punkte sind in Ihrem Ehevertrag geregelt und treten dann in Kraft.

Wichtig zu wissen: Den Ehevertrag müssen Sie nicht bereits vor der Eheschließung oder bei der Hochzeit abschließen. Auch danach ist das jederzeit noch möglich.


Prüfen Sie jetzt Ihre Scheidungskosten!

Die exakte Höhe der Scheidungskosten ist immer im Einzelfall zu prüfen. Mit einigen wenigen Angaben können Sie jedoch eine erste Einschätzung erhalten, wie hoch die Kosten in Ihrem Fall ausfallen können. anwalt.de hilft Ihnen schnell und unkompliziert weiter.

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Ablauf einer Scheidung: Was Sie wissen sollten

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Scheidungsantrag

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Scheidungskosten + Steuer

Scheidungskosten + Aufwendungen für ein Mediationsverfahren sind nicht mehr als außergewöhnliche Belastung (§ 33 EStG) von der Steuer absetzbar

Bisher gehörten die Ehescheidungskosten zu den als außergewöhnliche Belastung abzugsfähigen Kosten. Hierzu gehörten die unmittelbaren und unvermeidbaren Kosten des Scheidungsprozesses (Anwalts- und Gerichtskosten) einschließlich der Scheidungsfolgeregelungen (H 186 - 189 ”Scheidung” EStH 1999 ). Nach geltendem Scheidungsrecht entscheidet das Familiengericht grundsätzlich in einem einheitlichen Verfahren über die Scheidung, die vermögens- und unterhaltsrechtliche Auseinandersetzung sowie über die elterliche Gewalt (§§ 621 , 623 ZPO).

Steuerliche Auswirkungen bei Scheidung

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Scheidungskosten sind anders als nach der bisherigen Rechtsprechung aufgrund einer seit dem Jahr 2013 geltenden Neuregelung nicht mehr als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Seit der Änderung des § 33 Einkommensteuergesetzes (EStG) im Jahr 2013 sind Aufwendungen für die Führung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) grundsätzlich vom Abzug als außergewöhnliche Belastung ausgeschlossen. Nach § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG greift das Abzugsverbot nur dann nicht ein, wenn der Steuerpflichtige ohne die Aufwendungen Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können.


Auf diese Ausnahmeregelung berief sich die Klägerin. Sie machte in ihrer Einkommensteuererklärung Aufwendungen für ein Scheidungsverfahren als außergewöhnliche Belastung geltend. Mit Urteil vom 18. Mai 2017 VI R 9/16 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass die Kosten eines Scheidungsverfahrens unter das neu eingeführte Abzugsverbot für Prozesskosten fallen. Anders als das Finanzgericht sah der BFH die Voraussetzungen des § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG in einem solchen Fall nicht als gegeben an. Der Ehegatte wende die Kosten für ein Scheidungsverfahren regelmäßig nicht zur Sicherung seiner Existenzgrundlage und seiner lebensnotwendigen Bedürfnisse auf. Hiervon könne nur ausgegangen werden, wenn die wirtschaftliche Lebensgrundlage des Steuerpflichtigen bedroht sei. Eine derartige existenzielle Betroffenheit liege bei Scheidungskosten nicht vor, selbst wenn das Festhalten an der Ehe für den Steuerpflichtigen eine starke Beeinträchtigung seines Lebens darstelle. Zwar habe der BFH die Kosten einer Ehescheidung bis zur Änderung des § 33 EStG im Jahr 2013 als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt. Dies sei nach der Neuregelung jedoch nicht länger möglich. Denn dadurch habe der Gesetzgeber die Steuererheblichkeit von Prozesskosten auf einen engen Rahmen zurückführen und Scheidungskosten vom Abzug als außergewöhnliche Belastung bewusst ausschließen wollen.


Nicht anders wird ein Mediationsverfahren beurteilt werden, bei dem eine selbstbestimmte und einvernehmliche Regelung von Problemen, insbesondere bei Trennung und Scheidung erreicht werden soll. In diesem Verfahren werden die Scheidungsfolgeregelungen vorab in einem außergerichtlichen Vergleich durch die Ehegatten gemeinsam vereinbart. Das Ergebnis wird in Form einer Scheidungsfolgenvereinbarung festgehalten und i.d.R. notariell beurkundet. Auf dieser Grundlage kann die gerichtliche Ehescheidung durchgeführt werden. Langwierige und kostenintensive anwaltschaftliche Auseinandersetzungen im Scheidungsverfahren vor Gericht können daher mit Hilfe der Mediation vermieden werden.


Steuertipp: Sie können Sie aber weiterhin Unterhaltskosten und einen Versorgungsausgleich von der Steuer absetzen. Sie hierzu Unterhaltsrechner, Ehegattenunterhalt und Düsseldorfer Tabelle ...

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Scheidung + Versorgungsausgleich

Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Ausgleichszahlungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs

Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Ausgleichszahlungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs
1/11

Mehr Infos zum Versorgungsausgleich im Steuerlexikon ...

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Scheidungsrecht (BGB)

Scheidung der Ehe


Untertitel 1a - Behandlung der Ehewohnung und der Haushaltsgegenstände anlässlich der Scheidung



Untertitel 3 - Versorgungsausgleich

§ 1587 Verweis auf das Versorgungsausgleichsgesetz

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Musterverträge Scheidung, Trennung + Eheverträge

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Siehe auch:

 

 

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