Erbschaftssteuer

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Sie finden hier Steuertipps zur Erbschaftssteuer: Wie Sie Erbschaftssteuer sparen - insbesondere bei Immobilien. Sie können die Erbschaftssteuer mit dem kostenlosen online Erbschaftssteuer-Rechner berechnen.



Erbschaftssteuer Rechner

Erbschaftssteuer Rechner

Verhältnis zum Erblasser
Hausrat Euro
(Geld-) Vermögen Euro
Selbst genutztes Wohneigentum Euro
Quadratmeterzahl (qm) m2
Vermietete Immobilien Euro
Nachlassverbindlichkeiten Euro


Erbschaftssteuer Grundlagen

Der Erbschaftssteuer (Steuerpflicht) unterliegen insbesondere

  • der Erwerb von Todes wegen und
  • die Schenkungen unter Lebenden.

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Steuertipp:

Erbschaftsteuer

Wann die Erbschaftssteuer greift und wie Sie Befreiungen nutzen. Informieren Sie sich mit diesem Video über die Steuererleichterungen und wie Sie davon profitieren.



Als steuerpflichtiger Erwerb gilt die Bereicherung des Erwerbers, soweit sie nicht steuerfrei ist (§§ 5, 13, 13a, 16, 17 und 18 ErbStG). Der steuerpflichtige Erwerb wird auf volle 100 Euro nach unten abgerundet.


Erbschaft steuerfrei

Erbschaftssteuerfrei bleiben insbesondere

  • Hausrat einschließlich Wäsche und Kleidungsstücke beim Erwerb durch Personen der Steuerklasse I, soweit der Wert insgesamt 41.000 Euro nicht übersteigt und beim Erwerb durch Personen der Steuerklassen II und III, soweit der Wert insgesamt 10.300 Euro nicht übersteigt.
  • andere bewegliche körperliche Gegenstände beim Erwerb durch Personen der Steuerklasse I, soweit der Wert insgesamt 10.300 Euro nicht übersteigt. Die Befreiung gilt nicht für Gegenstände, die zum Land- und forstwirtschaftlichen Vermögen, zum Grundvermögen oder zum Betriebsvermögen gehören, für Zahlungsmittel, Wertpapiere, Münzen, Edelmetalle, Edelsteine und Perlen.
  • ein Erwerb nach § 1969 des Bürgerlichen Gesetzbuchs und die Zuwendungen unter Lebenden, mit denen ein Ehegatte dem anderen Ehegatten Eigentum oder Miteigentum an einem im Inland gelegenen, zu eigenen Wohnzwecken genutzten Haus oder Eigentumswohnung (Familienwohnheim) verschafft oder den anderen Ehegatten von eingegangenen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anschaffung oder der Herstellung des Familienwohnheims freistellt. Entsprechendes gilt, wenn ein Ehegatte nachträglichen Herstellungs- oder Erhaltungsaufwand für ein Familienwohnheim trägt, das im gemeinsamen Eigentum der Ehegatten oder im Eigentum des anderen Ehegatten steht;
  • Zuwendungen unter Lebenden zum Zwecke des angemessenen Unterhalts oder zur Ausbildung des Bedachten;
  • die üblichen Gelegenheitsgeschenke.
  • Daneben gibt es weitere Steuerbefreiungen: Dem überlebenden Ehegatten steht im Todesfall z. B. ein besonderer Versorgungsfreibetrag in Höhe von € 256.000 zu. Kindern steht dieser Versorgungsfreibetrag ebenfalls gestaffelt nach Alter zu (siehe Erbschaftssteuerrechner).

Mehr Infos zum steuerfreien Wohneigentum ...

Top Erbschaftssteuer


Bewertung Erbschaftssteuer

Das Vermögen wird zum Zwecke der Erbschaftssteuer auf den Todestag wie folgt bewertet:

  • Barvermögen wird mit dem Nominalwert angesetzt.
  • Wertpapiere sind mit dem Kurswert anzusetzen.


Unternehmensbewertung

Unternehmen und Anteile an nicht notierten Kapitalgesellschaften (insbesondere GmbH-Anteile) werden nach dem sog. Ertragswertverfahren bewertet. Hier finden Sie eine kostenlose online Unternehmensbewertung nach dem Ertragswertverfahren + Unternehmensbewertung nach dem Stuttgarter Verfahren.


Reform der Erbschaftsteuer für die Übertragung betrieblichen Vermögens im Wege der Schenkung oder der Erbfolge

Video Erbschaftsteuerreform

Durch die ab dem 1. Juli 2016 geltende gesetzliche Neuregelung ist eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen bei der Übertragung betrieblichen Vermögens im Wege der Schenkung oder der Erbfolge erfolgt. Aufgrund der wiederum gestiegenen Komplexität der gesetzlichen Regelungen ist eine steuerliche Beratung unerlässlich.


Der Bundesfinanzhof in München hatte die Bevorzugung der Erben von Betriebsvermögen gegenüber Erben von Privatvermögen als ungerecht kritisiert. Der Bundesfinanzhof hielt die Verschonungsregeln für Betriebsvermögen für verfassungswidrig, da nicht unterstellt werden könne, dass die Erbschaftsteuer grundsätzlich die Betriebsfortführung gefährde, und hat sie deshalb dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt.


Was sich für Betriebsvermögen bei der Erbschaftssteuer ändert

Neu ist, dass es künftig ab einem Betriebsvermögen von 26 Millionen Euro eine sogenannte „Bedürfnisprüfung“ geben soll, in welcher der Erbe nachweisen muss, dass ihn die Zahlung der Erbschaftsteuer finanziell überfordern würde. Für Familienunternehmer soll sich dieser Wert sogar verdoppeln. Legt der Erbe sein Privatvermögen offen, kann auch dieses zur Steuerzahlung herangezogen werden; tut er dies nicht, muss er niedrigere Steuerabschläge in Kauf nehmen.


Grundsätzlich müssen künftig Unternehmen nachweisen, dass sie für die erlassene Erbschaftsteuer Arbeitsplätze erhalten. Ursprünglich sollten nur Kleinstbetriebe (Unternehmen mit wenigen Beschäftigten) mit bis zu drei Mitarbeitern komplett von der Lohnsummenprüfung für die Gewährung der Verschonung von der Erbschaft- und Schenkungsteuer befreit werden. Diese Zahl wurde auf fünf Beschäftigte angehoben. Für Betriebe mit sechs bis 15 Beschäftigten gibt es eine gestaffelte Regelung.


Im Wesentlichen beinhaltet die Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer folgende Punkte

  • Unternehmen mit wenigen Beschäftigten sollen auch weiterhin von bürokratischen Pflichten entlastet werden. Für Unternehmen mit maximal fünf Beschäftigten entfällt die Lohnsummenprüfung für die Gewährung der Verschonung von der Erbschaft- und Schenkungsteuer.
  • Ab einem begünstigten Vermögen von 26 Millionen Euro pro Erwerber ist eine individuelle Verschonungsbedarfsprüfung vorgesehen. Der Verschonungsabschlag verringert sich um je einen Prozentpunkt pro 750.000 Euro, die der Erwerb oberhalb von 26 Millionen Euro liegt.
  • Ein Rechtsanspruch auf eine voraussetzungslose Stundung bis zu zehn Jahren bei Erbschaftsfällen wird eingeführt, um sicherzustellen, dass die Zahlung der Erbschaftsteuer die Existenz des Unternehmens nicht gefährdet, auch wenn dem Steuerpflichtigen bei der Bedarfsprüfung kein Steuererlass gewährt wird. Voraussetzung ist die Einhaltung der Lohnsummenregelung und der Behaltensfrist.
  • Verwaltungsvermögen ist grundsätzlich nicht begünstigt. Es wird aber bis zu einem Anteil von zehn Prozent wie steuerrechtlich begünstigtes Betriebsvermögen behandelt. Geld und geldwerte Forderungen können zu 15 Prozent zum steuerrechtlich begünstigten Vermögen gerechnet werden, um die notwendige Liquidität des Unternehmens zu sichern. Wenn das nicht begünstigte Verwaltungsvermögen 90 Prozent des gesamten Betriebsvermögens überschreitet, entfällt die Verschonung von der Erbschaft- und Schenkungsteuer.
  • Mittel aus einem Erbe, die gemäß dem Willen des Erblassers innerhalb von zwei Jahren nach seinem Tod für Investitionen in das Unternehmen verwendet werden, sollen steuerrechtlich begünstigt werden, um Investitionen in das Unternehmen nicht zu behindern und Arbeitsplätze nicht zu gefährden.
  • Verfügungsbeschränkungen bei der Anteilsweitergabe werden als Steuerbefreiung in Höhe von maximal 30 Prozent bei der Bestimmung des Unternehmenswerts berücksichtigt. Die Verfügungsbeschränkungen müssen zwei Jahre vor und 20 Jahre nach dem Zeitpunkt des Erbanfalls bzw. der Schenkung vorliegen.
  • Der für die Bestimmung des Unternehmenswerts maßgebliche Kapitalisierungsfaktor wird von derzeit 17,86 auf einen Korridor von 10 bis maximal 12,5 abgesenkt.

Neue Gestaltungsmöglichkeiten bei der Übertragung von Betriebsvermögen

Einen weiteren Ausweg bietet unter Umständen das neu eingeführte „Nettoprinzip“ für Verwaltungsvermögen: In wirtschaftlichem Zusammenhang mit Finanzvermögen und sonstigem Verwaltungsvermögen stehende Schulden sind abzugsfähig.


Auf den Punkt gebracht heißt das, dass in vollem Umfang fremdfinanziertes Verwaltungsvermögen zwar schädlich ist, sich dies aufgrund des saldierten Werts von Null jedoch wirtschaftlich nicht auswirkt. Idealerweise sollten daher nur noch jene Teile des Betriebsvermögens mit Eigenmitteln finanziert werden, die nicht zum Verwaltungsvermögen rechnen. Ein Anreiz zum Schuldenmachen!


Entscheidend ist auch die Frage nach der Finanzierungsvorsorge für Erbschaften und Schenkungen. Aufgrund der weitgehenden Nichtbegünstigung von Verwaltungsvermögen erhöht sich die Zahl der latent steuerpflichtigen Vermögensträger und die Belastung des Einzelnen mit Erbschaftsteuer steigt deutlich.


Fazit

Es ist nicht einfacher geworden. Dennoch gibt es Lösungen, die im Verbund von Steuer und Finanzierung der Komplexität des neuen Rechts entgegengesetzt werden können.

Betriebsvermögen

Änderung der Verschonungsregeln für Unternehmensvermögen infolge des Urteils des BVerfG vom 17.12.2014 Definitionen: -„Begünstigtes Vermögen“: dient überwiegend der unternehmerischen Tätigkeit (Hauptzweck) - „Verschonungsabschlag“: Steuerbefreiung für begünstigtes Vermögen

I. Unternehmen mit bis zu 15 Beschäftigten und übertragenes begünstigtes Vermögen bis 26 Mio. Euro pro Erbe (bei Vorliegen bestimmter gesellschaftsrechtlicher Voraussetzungen bis 52 Mio. Euro pro Erbe)

bis 3 Beschäftigte

Regelverschonung

Haltefrist: 5 Jahre Keine Lohnsummenprüfung

Verschonungsabschlag: 85%

oder Optionsverschonung

Haltefrist: 7 Jahre Keine Lohnsummenprüfung

Verschonungsabschlag: 100%

4 bis 10 Beschäftigte

Regelverschonung

Haltefrist: 5 Jahre Lohnsumme: mind. 250 %

Verschonungsabschlag: 85%

oder Optionsverschonung

Haltefrist: 7 Jahre Lohnsumme: mind. 500 %

Verschonungsabschlag: 100%

11 bis 15 Beschäftigte

Regelverschonung

Haltefrist: 5 Jahre Lohnsumme: mind. 300 %

Verschonungsabschlag: 85%

oder Optionsverschonung

Haltefrist: 7 Jahre Lohnsumme: mind. 565 %

Verschonungsabschlag: 100%

II. Unternehmen mit über 15 Beschäftigten und übertragenes begünstigtes Vermögen bis 26 Mio. Euro pro Erbe (bei Vorliegen bestimmter gesellschaftsrechtlicher Voraussetzungen übertragenes begünstigtes Vermögen bis 52 Mio. Euro pro Erbe)

Regelverschonung

Haltefrist: 5 Jahre Lohnsumme: mind. 400 %

Verschonungsabschlag: 85%

oder Optionsverschonung

Haltefrist: 7 Jahre Lohnsumme: mind. 700 %

Verschonungsabschlag: 100%

III. Übertragenes begünstigtes Vermögen über 26 Mio. Euro pro Erbe (bei Vorliegen bestimmter gesellschaftsrechtlicher Voraussetzungen übertragenes begünstigtes Vermögen über 52 Mio. Euro pro Erbe)

Wahlrecht -Alternative I: Individuelle Verschonungsbedarfsprüfung

Haltefrist: 7 Jahre Lohnsumme: mind. 700 % 4 bis 10 Beschäftigte: 500 % 11 bis 15 Beschäftigte: 565 %

Erlass der Steuer, soweit Steuerschuld nicht aus 50 % des verfügbaren Vermögens beglichen werden kann (d. h. vorhandenes nicht begünstigtes Vermögen einschl. Privatvermögen und mit dem Erbe bzw. der Schenkung übergegangenes nicht begünstigtes Vermögen)

Wahlrecht -Alternative II: Verschonungsabschlagsmodell

Regelverschonung

Haltefrist: 5 Jahre Lohnsumme: mind. 400 % Bis 3 Beschäftigte: keine Lohnsumme 4 bis 10 Beschäftigte: 250 % 11 bis 15 Beschäftigte: 300 % (vgl. I.)

Verschonungsabschlag verringert sich schrittweise von 85 % auf bis zu 20 % um jeweils 1 % je 1,5 Mio. Euro, die der Erwerb über: -26 Mio. Euro liegt; ab 116 Mio. Euro gilt ein einheitlicher Verschonungsabschlag von 20 % -52 Mio. Euro bei Vorliegen bestimmter gesellschaftsvertraglicher Voraussetzungen liegt; ab 142 Mio. Euro einheitlicher Verschonungsabschlag von 20 %

oder Optionsverschonung

Haltefrist: 7 Jahre Lohnsumme: mind. 700 % Bis 3 Beschäftigte: Keine Lohnsumme Bei 4 bis 10 Beschäftigte: 500 % Bei 11 bis 15 Beschäftigte: 565 % (vgl. I.)

Verschonungsabschlag verringert sich schrittweise von 100 % auf bis zu 35 % um jeweils 1 % je 1,5 Mio. Euro, die der Erwerb über: -26 Mio. Euro liegt; ab 116 Mio. Euro einheitlicher Verschonungsabschlag von 35 % -52 Mio. Euro bei Vorliegen bestimmter gesellschaftsvertraglicher Voraussetzungen liegt; ab 142 Mio. Euro einheitlicher Verschonungsabschlag von 35 %


Siehe auch:


Erbschaftssteuer Immobilien - Immobilienbewertung

Immobilien sind nach dem für die Erbschaftssteuer vorgesehenem Ertragswertverfahren zu bewerten. Das Ertragswertverfahren ist in den erbschaftssteuerlichen Vorschriften für die Immobilienbewertung und der Wertermittlungsverordnung geregelt. Wichtiger Hinweis zur Immobilienbewertung: Seit dem 1. Januar 2009 kommt es - nicht nur in Berlin - in vielen Fällen zu einer Überbewertung von Immobilien. Aus diesem Grund biete ich eine kostenlose Überprüfung der Immobilienbewertung in Zusammenarbeit mit Sachverständigen an. Sie können selbst vorab kostenlos eine Immobilienbewertung online nach dem Ertragswertverfahren durchführen und mir diese dann übersenden. Ich prüfe dann kostenlos, ob ein Gutachten für Ihre Immobilie zu einer Erbschaftssteuerersparnis führt. Steuervorteile und Steuersparmöglichkeiten bei Immobilien gibt es speziell bei Denkmalimmobilien und Familienwohnheimen. Siehe auch Bewertung des Grundvermögens ...


Steuertipp: Kostenlose online Bewertung von Immobilien



Mehr Infos zur Erbschaftssteuer & Immobilien ...


Steuerfreies Wohneigentum


Von der Erbschaftssteuer sind Nachlassverbindlichkeiten abzugsfähig

  • die vom Erblasser herrührenden Schulden;
  • Verbindlichkeiten aus dem Testament Vermächtnissen, Auflagen und geltend gemachten Pflichtteilen und Erbersatzansprüchen;
  • die Kosten der Bestattung des Erblassers, die Kosten für ein angemessenes Grabdenkmal, die Kosten für die übliche Grabpflege mit ihrem Kapitalwert für eine unbestimmte Dauer sowie die Kosten, die dem Erwerber unmittelbar im Zusammenhang mit der Abwicklung, Regelung oder Verteilung des Nachlasses oder mit der Erlangung des Erwerbs entstehen. Für diese Kosten wird insgesamt ein Betrag von 10.300 Euro ohne Nachweis abgezogen. Kosten für die Verwaltung des Nachlasses sind nicht abzugsfähig.

Top Erbschaftssteuer


Steuerklassen Erbschaftssteuer

Die Steuerklassen entscheiden über die Höhe der Erbschaftssteuer. Nach dem persönlichen Verhältnis des Erwerbers zum Erblasser oder Schenker werden die folgenden drei Erbschaftssteuerklassen unterschieden:

Erbschaftssteuerklasse I:

  • der Ehegatte,
  • die Kinder und Stiefkinder,
  • die Abkömmlinge der in Nummer 2 genannten Kinder und Stiefkinder,
  • die Eltern und Voreltern bei Erwerben von Todes wegen;

Erbschaftssteuerklasse II

  • die Eltern und Voreltern, soweit sie nicht zur Steuerklasse I gehören,
  • die Geschwister,
  • die Abkömmlinge ersten Grades von Geschwistern,
  • die Stiefeltern,
  • die Schwiegerkinder,
  • die Schwiegereltern,
  • der geschiedene Ehegatte;


Erbschaftssteuerklasse III:

alle Übrigen Erwerber und die Zweckzuwendungen.

Ein Ahnenforschungsprogramm zur Darstellung der verwandtschaftlichen Beziehungen können Sie kostenlos hier als Download erhalten.


Mehr Infos zu den Steuerklassen ...


Erbschaftssteuer Freibeträge

Ehepartner und auch gleichgeschlechtliche Ehepartner haben einen Erbschaftssteuer Freibetrag von 500.000 Euro. Ein Erbschaftssteuer Freibetrag von 400.000 Euro ist es bei Kindern, Stiefkindern und Enkel von verstorbenen Kindern. Die Enkel der noch lebenden Kinder haben einen Erbschaftssteuer Freibetrag von 100.000 Euro. Alle anderen Personen, also nicht verwandte Personen und Eltern, Großeltern, Geschwister, Nichten, Neffen, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern und geschiedene Ehepartner werden im Erbschaftssteuergesetz ebenfalls berücksichtigt. Sie haben einen Erbschaftssteuer Freibetrag von 20.000 Euro.


Steuerklasse

Verwandtschaftsverhältnis

Erbschaftssteuer Freibetrag Euro

I

Ehegatte

500.000

Kinder, Stiefkinder, Kinder verstorbener Kinder und Stiefkinder

400.000

Enkelkinder

200.000

Eltern und Großeltern bei Erbschaften

100.000

II

Eltern und Großeltern bei Schenkungen, Geschwister, Neffen und Nichten, Stiefeltern, Schwiegereltern, Geschiedene Ehegatten

20.000

III

alle übrigen Beschenkten und Erwerber (z. B. Tanten, Onkel); Zweckzuwendungen

20.000

III

gleichgeschlechtlicher Lebenspartner bei einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

500.000


Steuertipp: Doppelten Freibetrag nutzen ...


Mehr Infos zu den Erbschaftssteuer Freibeträgen ...


Außerdem werden neben diesen Freibeträgen auch noch folgende Versorgungsfreibeträge gewährt:


Mehr Infos zu den Versorgungsfreibeträgen ...


Der Erbschaftssteuersatz:

Steuerpflichtiger Erwerb

Steuerklasse I

Steuerklasse II

Steuerklasse III

75.000 

7 %

30 %

30 %

300.000 

11 %

30 %

30 %

600.000 

15 %

30 %

30 %

6.000.000 

19 %

30 %

30 %

13.000.000 

23 %

50 %

50 %

26.000.000 

27 %

50 %

50 %

über 26.000.000 

30 %

50 %

50 %


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Im Erbschaftssteuergesetz gibt es auch eine Härtefallregelung. Hierzu ein Beispiel der unterschiedlichen Erbschaftssteuersätze. Der Erblasser hinterlässt seinem Sohn 701.000 Euro. Der Sohn hat einen Erbschaftssteuer Freibetrag von 400.000 Euro. Abzüglich diesem, sind also 301.000 Euro zu versteuern. Hätte der Erblasser 1.000 Euro weniger vererbt, hätte der Sohn einen Erbschaftssteuersatz von 7 Prozent. Da er aber durch die 1.000 Euro oberhalb der 300.000tausender Grenze liegt, wäre es ein Erbschaftssteuersatz von 11 Prozent. Dies wären also statt 21.070 Euro, 33.110 Euro und eine Differenz von 12.040 Euro in der Erbschaftssteuer. In diesem Fall greift die Härtefallregelung des Erbschaftssteuergesetzes. Hier rundet das Finanzamt auf 300.000 Euro ab und der Sohn hat einen Erbschaftssteuersatz von 7 Prozent statt 11 Prozent. Zusätzlich werden laut Erbschaftssteuergesetz die Mehrsteuern, bezogen auf die 1.000 Euro halbiert, also auf 500 Euro gesetzt. Diese Reduzierung wird bis zu einem Erbschaftssteuersatz von 30 Prozent durchgeführt. Wenn das Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung greift und ein Teil des Erbes für die inländische Besteuerung wegfällt, wird der Erbschaftssteuersatz auf die volle Summe des Erbes angerechnet.


Erbschaftssteuergesetz und Erbschaftssteuerrichtlinien

Die gesetzliche Grundlage für die Erbschaftssteuer finden Sie im Erbschaftssteuergesetz. Bitte beachten Sie, dass nicht nur an dem alten Erbschafssteuergesetz, sondern auch an dem neuen Erbschaftssteuergesetz erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit bestehen. Es sind deswegen mehrere Finanzgerichtsverfahren anhängig. Es bleibt abzuwarten, wie der Bundesfinanzhof über die Verfassungsmäßigkeit des Erbschaftssteuergesetz urteilen wird. Die Erbschaftssteuer-Richtlinien behandeln Zweifelsfragen und Auslegungsfragen zum Erbschaftssteuergesetz, um eine einheitliche Anwendung des Erbschaftssteuerrechts durch die Finanzämter sicherzustellen.

Mehr Infos zur Erbschaftssteuer

Top Erbschaftssteuer


Steuerberatung Erbschaftssteuer

Durch eine optimierte Übertragung des Vermögens kann man Erbschaftssteuer vermeiden oder reduzieren. Steuertipp: Erbschaftssteuer durch vorzeitige Schenkungen umgehen: ->Schenkungssteuer. Gerne berate ich Sie, wie Sie durch ein steueroptimales Testament Erbschaftssteuer sparen können (siehe auch Berliner Testament.


Die Steuerberatungskosten können Sie mit dem Steuerberatergebühren-Rechner berechnen. Fordern Sie gleich meine Steuerberatung zu Testament, Erbfolge & Erbschaftssteuererklärung an.


Erbschaftssteuererklärung

Hat ein Erbe eine Erbschaft erhalten, ist dieser verpflichtet innerhalb eines Monats eine Steuererklärung abzugeben. Sie können die Erbschaftssteuererklärung selbst anfertigen. Hier finden Sie auch was Sie bei der Erstellung einer Erbschaftssteuererklärung unbedingt beachten sollten sowie die Erbschaftssteuer Formulare.


Musterverträge Erbschaft & Testament


Mehr zur Erbschaftssteuer im Steuerlexikon:


Außerdem Tipps zu:

Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:




Steuerberater

Dipl.-Kfm. Michael Schröder, Steuerberater
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